Hallo, wer hat einen Benzoentzug hinter sich und leidet an einer Angststörung?
Betroffene bitte melden!
LG, venezia
Hallo, wer hat einen Benzoentzug hinter sich und leidet an einer Angststörung?
Betroffene bitte melden!
LG, venezia
Hallo, ich habe Dir auf den anderen Beitrag geantwortet. Bei 20 Jahre Benzoentzug.
Zitat von Tine05;134405Hallo, ich habe Dir auf den anderen Beitrag geantwortet. Bei 20 Jahre Benzoentzug.
Hallo Tine,
danke für deine Nachricht. Leider kann ich deinen Beitrag nicht finden!
Hab ihn nochmal hierherkopiert.
Hi Venezia, ich bin Tine und nehme immer noch Tavor, 2,0 mg. War schon mal auf 1,5 mg. Schaffe es nicht, einfach nur 0,5 mg wegzulassen, immer mal nur für ein paar Tage.
Ich komme damit gut zurecht, habe auch körperlich kein Verlangen nach mehr. Wenn ich den Tag bis mittag geschafft habe, dann nehme ich nach dem Essen 1,0 mg und kann so gut in die Mittagspause gehen, ich geh aber nicht arbeiten. Und abends nochmal, um besser zu schlafen. Ich möchte gern da runter und werde ab Montag auch 0,5 mg weglassen und dann jeden Monat 0,5 mg mehr.
Ich bilde mir ein, daß ich mit dem zeugs besser was schaffe und auch meine Symptome besser ausstehen kann, aber wenns mir seelisch dreckig geht, dann auch mit Tavor. So richtig bei Bedarf hat es noch nie geholfen, eigentlich sinnlos, daß ich das überhaupt angefangen habe. Geht aber schon seit 3 Jahren so. 1 Jahr habe ich davon 1,0 mg genommen, dann 2,0 mg. Höher noch nie. Ich kenne das auch mit den Angstsymptomen. Und ich bin tüchtig am üben, indem ich jeden Tag rausgehe, jeden Weg mit meinem Mann mitmache und auch einkaufen gehe, auch wenn die Angst da ist. Über die Monate ist es bedeutend weniger geworden. Wenn ich mich der
angst hingebe und nichts tu, dann lande ich im Bett. Es war soweit, daß ich monatelang nur im Bett lag, davon 4 Monate auf einer geschlossenen Abteilung. Die hatten mich schon aufgegeben und wollten mich in ein Heim geben. Da hat mein Mann mich rausgeholt und in ein anderes Krankenhaus gebracht, wo sie sehr streng mit mir waren und ich alles mitmachen mußte, obwohl ich nicht wollte. Ich durfte mich tagsüber nicht ins Bett legen und mußte jeden Tag raus zusammen mit einer Angsttherapeutin. Ich habe die manchmal verlucht. Bus fahren üben, einkaufen, bis ich alleine los mußte und es hat mir geholfen. Man darf nicht kneifen, auch wenn es einem schwer fällt. Gerade alles machen, was einen
Angst macht, bis die Symptome weniger werden. Zusätzlcih half mir noch Trevilor 150 mg morgens. Das war der Wendepunkt. Wenn ich jetzt nur noch das
Benzo loswerden würde, wäre alles gut. Ins Krankenhaus möchte ich nun nicht mehr. Ich möchte es alleine schaffen, wenigstens erst mal so, daß ich 0,5 mg morgens und 0,5 mg abends nehme. Das Ziel ganz auf Null hab ich erstmal nicht. Wenn ich damit klar komme, dann eben ein ganzes Leben lang. Mein Hausarzt ist übrigens der selben Meinung. Ich will das nicht verharmlosen, ich weiß wie schlimm das ist, aber wenns nicht anders geht. Mit
Angst gehts jedenfalls nicht bis ans Lebensende. Was ist denn das für eine Lebensqualität. Aber ich werde es versuchen, runterzukommen. Wie hast Du das denn geschafft?
Hallo Tine,
ich habe 7 Jahre lang Tafil genommen.
Aufgrund häuslicher Probleme und Anforderungen im Beruf musste ich die Dosis ständig steigern, bis 2,25 mg zuletzt auch nicht mehr wirkten.
Mein Arzt überwies mich dann in die Klinik zum Entzug, der 7 Monate dauerte.
Es wurde langsam um jeweils 0,25 herunterdosiert, zuletzt auf Valium-Tropfen umgestellt.
Trotzdem war der Entzug heftig: innere Unruhe, zittrig, starke Schwäche, Schwindel, heftige Angst etc.
Seit Ende Januar bin ich nun ohne.
Seither hatte ich einige gute Tage, aber die schlechten überwiegen.
Jede kleine Anforderung wie z.B. Wäsche waschen verursacht z.Zt. Angst und ich fühle mich, als hätte ich keine Kraft, irgendetwas anzupacken.
Dieser Zustand verursacht noch mehr Angst und ich habe keine Hoffnung, dass es irgendwann besser wird.
Momentan frage ich mich, ob das der Preis für den Entzug ist.
Ich habe keine Lebensqualität, quäle mich durch den Tag, schaffe Beruf und Haushalt mit Mühe und der Unterstützung meiner Mutter, die mit 75 eine absolute Powerfrau ist.
Das deprimiert sehr.
Ich nehme 150 mg Zoloft (Antidepressivum) und morgens und abends Lyrica. Der grosse Erfolg stellt sich jedoch nicht ein.
Wie lange nimmst du denn schon Benzos?
Wenn du absetzen willst, solltest du das nicht ohne Arzt machen.
Wie geht es dir momentan?
Der Jahreswechsel macht mir zu schaffen - ich schaue auf ein schweres Jahr zurück und habe Angst vor dem kommenden.
LG, venezia
Vielleicht sollte es Dein Arzt mal mit einem anderen Antidepressivum versuchen. Bei mir haben sie auch eine Menge durchprobiert, bis ich mit Trevilor gut klar kam. Seit einem Jahr keine Benzos ist doch toll. Ich denke nicht, daß es noch mit dem Entzug zusammenhängt (habe aber keine Ahnung) Was du beschreibst habe ich auch und das sind bei mir Depressionen. Gerade diese Schwächezustände, die habe ich manchmal sehr heftig, nicht jeden Tag, aber 2 - 3 mal im Monat ganz stark. Dann bleibe ich auch auf dem Sofa liegen und mache nichts. Geh aber nicht arbeiten und da ist das nicht so schlimm. Mein Therapeut sagt, ich habe dann mich wieder so übernommen, seelisch undmit dem Sorgen machen, nicht mal körperlich, daß mein Körper mir sagt, Schluss jetzt, jetzt denkst du nur an Dich und machst Pause. Das muss ich auch, weil dann geht nichts mehr. Ich kann dann nicht kochen, sauber machen, das Aufstehen fällt mir sogar schwer. Und es ist wie alles dunkel um mich. Ich kann damit aber gut umgehen, gönne mir den Tag Ruhe und weiß, am nächsten Tag gehts wieder besser. Ich richte mich ein wenig nach meinen Symptomen und höre auf sie. Ich habe schon mal gemerkt, daß ich auf jemanden sehr sauer war und das aber in mich reingefressen habe, da ging es mir Angstmäßig so schlecht, daß ich mutig war, und es demjenigen sagte. Mir ging es dann viel besser, die Freundschaft gibt es zwar nicht mehr, aber besser ohne Angst und die Wut rausgelassen, als sie in mir lassen und kaputt gehen.
ich hatte nochmal so eine komische Begegnung. Mein Sohn war mal zu Besuch bei mir und mir gings nicht gut. Ich riß mich wie verrückt zusammen und es wurde einfach immer schlimmer, bei dieser Schauspielerei. Da bin ich doch glatt aufs Kloo gegangen und habe bei einer Krankenschwester auf Station angerufen, wo ich mal war und wir redeten und bis ich drauf kam, daß ich eigetnlich total traurig war. Ich holte mir quasi von der Schwester die Erlaubnis ab, daß ich ruhig weinen darf. Und das tat ich dann auch vor meinem Sohn, erzählte ihm, was mich so mitnahm und die Angst hörte auf. Ich war authentisch und überspielte nichts und es war dann so ein schönes Wochenende ohne Angst. Manchmal muß man seinen Gefühlen auf den Grund gehen und sie zulassen, dann geht es mir zumindest besser und ich reiße mich für niemanden mehr zusammen, daß habe ich lange genug gemacht.
3 Jahre nehme ich die Benzos, aber wie gesagt, will aufhören, da siemir eh nichts bringen. Und solche Zustände, wie du sie beschreibst, habe ich auch mit den scheiß Tabletten. Das sind Depressionen. Wir müssen mit unserem Inneren in Einklang kommen. Die Zustände können uns im Leben helfen, einen anderen Weg zu gehen, den die Seele haben möchte, so eklig dies Zustände auch sind. Ich habe dafür Jahre gebraucht, das zu akzeptieren, aber es gibt da wirklich Zusammenhänge.
Liebe Tine, danke für deine ausführliche Antwort.
Ich habe die Diagnose Depression und Angst gemischt, dazu hypochondrische Störung. Ich bin ja auch Stammgast bei den Ärzten.
Leider rauche ich trotz Krankheitsangst. Paradox.
Ich möchte gern aufhören, habe aber Angst vor dem nächsten Entzug.
Du hast Glück, wenn du mit den Symtomen umgehen kannst. Mir verursachen sie zusätzlich Angst und dann sehe ich keine Zukunft mehr.
Du sagst, die Benzos bringen dir nichts. Das wirst du, glaube ich, erst sehen, wenn du sie absetzst.
Kennst du auch das Gefühl der Benommenheit und Schwindel?
Was waren denn bei dir die Auslöser für die Krankheit?
Meine häuslichen Probleme lassen sich kaum lösen, das ist eine Dauerbelastung.
Mein Mann ist tödlich verunglückt, mein Sohn sehr schwierig, hatte Probleme mit Hasch und Ecstasy (da fingen meine Angstzustände an), ist fast 28 und hat keinen Job.
Wir sind eine Erbengemeinschaft, das heisst das Haus gehört uns beiden. Nur den Unterhalt finanziere ich allein.
LG, venezia
Hallo venezi,
wie ist der begleitende therapeutische Rahmen bei dir, was passiert da, welche Art von Therapien werden angewandt?
LG Franz
Zitat von Franz;134423Hallo venezi,
wie ist der begleitende therapeutische Rahmen bei dir, was passiert da, welche Art von Therapien werden angewandt?
LG Franz
Ich hatte während meiner "Benzozeit" eine 5jährige Therapie, die allerdings nicht viel gebracht hat.
Nun habe ich im Januar einen Termin bei einem anderen Arzt, der Verhaltenstherapie macht.
Ich hoffe inständig, dass es dann besser wird.
Sonst war der quälende Entzug wirklich umsonst!
Ich habe zwar von einigen Betroffenen gehört, dass es mehrere Jahre dauern kann, bis die Entzugssymptome verschwinden, kann mir das aber schwer vorstellen.
Hast du Erfahrung mit Benzos?
Lg, venezia
Hallo Franz, habe mir gerade dein Profil angeschaut und festgestellt, dass du auch "Löwe" bist und gerade mal 60 km entfernt wohnst.
Löwen sind doch eigentlich Kämpfer. Komme mir vor, wie ein jammerndes Kätzchen:).
Is aber so, weil die Psyche dir körperliche Symptome unterjubeln kann - sprich 'Psychosomatik
Eine 'Verhaltenstherapie sollte Abhilfe schaffen, aber geh bitte nicht davon aus, dass dies nach 3 Monaten erledigt ist.
Man konsumiert zum Teil ein halbes Leben lang, dann muss der Körper und Geist auch die Zeit bekommen, sich wieder umzugewöhnen und das kann mit unter sehr sehr lange dauern.
Nein, ich habe nicht solche Erfahrungen mit 'Benzos, welche mich da besonders mitreden lassen würden
Doch glaube ich, die meisten Süchte haben viele engen Verbindungen, ich sehr es als ganzheitliches und mache nicht am Stoff den wesentlichen Unterschied - meine Droge war erst Koks und dann lange Jahre 'Heroin.
Ich hab es hier schon oft geschrieben, ein früherer Therapeut von mir hat gesagt, clean bist, wenn mal 10 Jahre nix konsumiert hast. Körperlicher Entzug ist kurzfristig grausam und ich hab das bestimmt mehr als 30 mal hinter mir, aber dennoch ist es nur der kleinste Teil des Ganzen
LG Franz
edit: Bayern hab ich gesehen, aber so nah Ja, richtig, Löwen sind Kämpfer, aber wenn man selbstkritisch ist, dann ist der Löwe auch ein geborener Suchtmensch und kann mitunter ganz schön an seinem Selbstmitleid zerren
Wir dürfen auch mal jammern, das ist doch nichts schlimmes. Du hast Recht, wenn ich mit dem Entzug anfange, dann werde ich bestimmt Schwierigkeiten habe, deshalb machen wir das auch ganz langsam und wenn es Monate dauert. Daß Du eine Verhaltenstherapie anfängst, finde ich gut. Die bringt Dir bestimmt gutes. Mir fällt noch auf, hast Du denn richtig getrauert, als Dein Mann verunglückt ist. Hast Du Trauerarbeit geleistet und genug geweint. Und daß mit Deinem Sohn hört sich auch schwierig an. Da fragst du dich, warum du Angstzustände hast. Es muß doch unheimlich schwer sein, wenn der Partner tödlich verunglückt, das kommt ja von einer Sekunde auf die andere. Bei Krankheit wärst du vorbereitet gewesen. Das mußt Du bestimmt alles noch aufarbeiten und da ist Therapie gut. Und Dein Sohn müßte so langsam auch mal in die Puschen kommen. Ist er denn so, daß er sich alles von dir machen läßt und rumgammelt oder hilft er Dir denn auch ein wenig?
Zitat von Tine05;134432Wir dürfen auch mal jammern, das ist doch nichts schlimmes. Du hast Recht, wenn ich mit dem Entzug anfange, dann werde ich bestimmt Schwierigkeiten habe, deshalb machen wir das auch ganz langsam und wenn es Monate dauert. Daß Du eine Verhaltenstherapie anfängst, finde ich gut. Die bringt Dir bestimmt gutes. Mir fällt noch auf, hast Du denn richtig getrauert, als Dein Mann verunglückt ist. Hast Du Trauerarbeit geleistet und genug geweint. Und daß mit Deinem Sohn hört sich auch schwierig an. Da fragst du dich, warum du Angstzustände hast. Es muß doch unheimlich schwer sein, wenn der Partner tödlich verunglückt, das kommt ja von einer Sekunde auf die andere. Bei Krankheit wärst du vorbereitet gewesen. Das mußt Du bestimmt alles noch aufarbeiten und da ist Therapie gut. Und Dein Sohn müßte so langsam auch mal in die Puschen kommen. Ist er denn so, daß er sich alles von dir machen läßt und rumgammelt oder hilft er Dir denn auch ein wenig?
Liebe Tine, in dieser Beziehung bin ich ganz schimm, nur am Jammern (Franz hat recht, Löwen zerren am Selbstmitleid) und nerve meine Eltern und meinen Freund.
Der Unfall liegt über 10 Jahre zurück, die letzten Ehejahre waren leider sehr problematisch.
Trotzdem war es ein Riesenschock und ich habe lange gebraucht, das zu verdauen.
Mein Sohn hängt nur rum und produziert Unordnung, so dass ich, wenn ich von der Arbeit heimkomme, erst mal aufräumen und die Küche sauber machen muß.
Das nervt gewaltig. Ich habe auch mehrere AD probiert, das Sertralin (Zoloft) am besten vertragen.
Ich hatte vor kurzem mit Trevilor 37,5 begonnen, zusätzlich zum Zoloft.
In dieser Woche ging's mir super. Dann wurde Trevilor erhöht und Zoloft reduziert.
In dieser Woche stand ich dann neben mir, hatte keinen Antrieb. Darauf setzte mein Arzt das Medi wieder ab.
Vielleicht hätte ich länger durchhalten sollen. Ich nehme Zoloft seit 7 Jahren, vielleicht gibt's ja einen Wirkverlust.
Ich glaube, die Hormone spielen auch verrückt, bin ja eine "ältere" Dame.
Ich habe vor 3 Monaten Hormone bekommen, merke jedoch keine positive Wirkung. Es ist zum Verrücktwerden.
Manchmal denke ich, ich werde ein Pflegefall, wenn ich vor Schwäche und Angst meine tägliche Arbeit nicht mehr bewältigen kann.
Wie lange nimmst du das Trevilor und was hattest du zuvor?
Also mit dem Trevilor hatte ich auch mit 37,5 mg angefangen. Die Nebenwirkungen waren auch Benommenheit und wie neben sich stehen, ließ aber wieder nach. Bin jetzt auf 150 mg morgens und wie gesagt, es hilft gut. Bei 75 mg hatte ich wie einen ziemlich guten Schub, wo ich richtig was gemerkt habe. Vorher hatte ich z.b. auch monatelang keine Regelblutung, sogar dies Problem erledigte sich wieder und es spielte sich wieder ein. Aber der Antrieb war bei 75 mg richtig doll zu spüren, aber erst nach ca. 6 Wochen. Davor hatte ich ziemlich viel ausprobiert. Mirtazapin fällt mir da ein, Citalopram und noch so einige. Ich bekomme abends aber noch Zeldox, was normalerweise bei Psychosen und Stimmen hören gegeben wird, hab ich zwar nicht, aber ich habe ja komische Körperzustände, wie zum Beispiel, daß mir meine Beine nicht mehr gehorchen, Gummibeine, so als ob ich in Löcher trete, Sehstörungen und Schmerzen wo keine sind. Deshalb das Zeldox. Was von den beiden nun so gewirkt hat, daß es mir besser geht, weiß ich nicht, vielleicht auch beides zusammen. Wir hatten im Sommer das Trevilor wieder reduziert, weil es mir besser ging, war aber nicht so gut, mußten wir wieder erhöhen und so soll es jetzt auch bleiben. Und wie Du sagst, die Wechseljahre spielen auch eine Rolle. Sprich nochmal mit Deinem Arzt darüber, was du machen kannst. Und ab und an Selbstmitleid braucht jeder Mensch. Nur versinken sollte man darin nicht. Aber wenn Du ehrlich bist, es ist auch beschissen, sowas zu haben und da kann man meist nur noch jammern. Warum soll der Mensch immer so tapfer sein. Wenn ein Baby geboren wird, das hat noch seine Urinstinkte, dem sagt noch keiner, reiß Dich mal zusammen. Da ist es noch normal. Im Laufe des Lebens sollen wir dann immer tapfer werden und nichtjammern. Am schlimmsten finde ich, wenn man Jungs sagt, Männer weinen nicht.
Du bist eine ganz Liebe, danke!
Das mit dem komischen Körpergefühl habe ich auch, besonders in den Beinen. Ich denke dann, ich habe einen seltsamen Gang, wenn ich wie auf Stelzen gehe und alle Leute merken das.
Dagegen hatte ich bis vor kurzem Zyprexa, auch ein Neuroleptikum, das bei Psychosen gegeben wird.
Das haben wir wegen starker Gewichtszunahme abgestetzt.
Besser geht's mir ohne nicht.
Dieses Herumprobieren ist auch anstrengend, vor allem, weil man die Nebenwirkungen aushalten muß.
Hast du auch manchmal Zuckungen in den Händen und das Gefühl der Benommenheit?
Dann bin ich noch unsicherer auf den Beinen, sogar wenn ich zum Briefkasten gehe.
Man beneidet jeden, der ein "normales" Leben führen kann.
Jetzt möchte ich zu meinen Eltern fahren, die am Ort wohnen. Sogar das ist heute eine Riesenherausforderung.
Du bist ja jünger als ich, da hast du mit den Wechseljahren sicher noch keine Probleme.
Bis später, alles Liebe, venezia
Ich habe leider mit den Wechseljahren auch schon zu tun, da mir psyschich immer die Regel ausbleibt.
Ich hoffe, du kannst das bei deinen Eltern genießen. Unsere Mama wohnt auch im Ort. 5 min. Wenn ich zu Fuß hin muss, dann schlackern mir auch die Beine. Benommenheit kenne ich auch ganz schlimm. Das ist wohl das Dissoziieren oder auch die Depression. Ich habe sogar manchmal Schmerzen, wie bei einem Herzinfakt oder Atemnot, alles psychosomatisch, wie Franz schon schrieb. Das Zyprexa kenne ich auch, ist mir so ganz gut bekommen und ging mir auch gut, aber es hat so in den Stoffwechsel eingegriffen, daß ich zunahm und auch schlechte Zuckerwerte bekam. Aber es hätte mir psyschich schön geholfen. Konnte gut schlafen. Aber, was ganz wichtig ist, ist ein guter Therapeut. Ich habe nun schon jahrelange Therapie hinter mir und habe nun erst den richtigen gefunden. Der gefiel mir erst gar nicht, dachte ich komm nicht mit ihm klar, aber er arbeitet hart mit mir an meiner Gesundung und er läßt auch nichts durchgehen. Ich brauche diese Strenge und nicht ein Ach du hast es schrecklich gehabt. Hatte mal ne Therapeutin die mitgeweint hat, da ging bei mir gar nichts mehr. Freue mich, wenn du heute abend wieder da bist.
Hallo venezia,
ich hab auch so meine Erfahrung mit Benzos und Entzügen gemacht! Allerdings hab ich keine richtige Suchttherapie gemacht, sondern die Entzüge im Rahmen der DBT gemacht, also praktisch 'nebenher'!
Ich hatte starke Probleme mit hoher Anspannung, war nur noch mies gelaunt, war überempfindlich in allen Belangen ... Meine Depression und mein gestörtes Essverhalten nahmen zu ... Aber die Therapeuten dort wussten eben schon, was man da macht, wenn wer nicht essen will ...
Zusätzlich hatte ich psychosomatische Beschwerden, besonders aber mit ständigem Zittern, Übelkeit, Schlaflosigkeit! Mir war sehr häufig schwindelig und habe oft mit Schmerzen in vielerlei Hinsicht zu tun!
Aber wie gesagt, es war eben auch keine Suchttherapie!
Liebe Grüße
sweety
Hallo sweety,
schön für dich, dass du Entzüge nebenher machen konntest. Wie lang hast du denn Benzos genommen? Und geht's dir jetzt besser?
Kaum zu glauben, was die Psyche alles über den Körper ausdrückt!
Machst du noch Therapie?
LG, venezia
Da es ja nun einen eigenen Thread gibt, poste ich hier noch mal meinen vorigen Beitrag:
Zitat:
Ich traue mich ohne Benzo nicht mehr Autofahren
Weisst du eigentlich, wie gefährlich das ist? Dein Reaktionsvermögen ist mit Benzos stark eingeschränkt, du DARFST damit überhaupt NICHT Auto fahren. Du gefährdest nicht nur dich, sondern natürlich auch alle anderen Verkehrsteilnehmer.
Hallo venezia,
na ja, nebenher machen konnte ist übertrieben! Ich hatte keine Wahl! Entweder ich mach sofort den Entzug, oder ich flieg raus aus der Klinik! Da fackeln die nicht lange! Ich hatte nicht die Wahl! Ehrlich gesagt war es teilweise 'ne echte Qual, denn ich musste mich ja nebenher noch auf die DBT konzentrieren... Symtomverschiebung war auch nicht drin (wollt ich aber selbst auch vermeiden so gut es ging!)... Im Prinzip war alles weg, mit dem ich versucht hab, mir das Leben 'einfacher' zu machen (zumindest dachte ich, es würde leichter so sein)... Kein SVV, kein gestörtes Essverhalten, keine Opiate, keine Benzos ... nichts!!! Und das alles auf einmal... War schon hart ...
Wie lang hab ich das Zeug genommen? Opiate seit 2001, seit Anfang 2008 nie wieder angerührt... Benzos war immer mal wieder, aber seit 2008 dann täglich! Ich denk es war zum Teil Opiatersatz!
Wie gehts mir ohne? Hab's ja jetzt seit Oktober nicht mehr genommen, aber es juckt oft in den Fingern, gerade wenn's mir nicht gut geht! Ich weiß nicht, ob mein zittern daher rührt, keine Ahnung! Ich weiß nur, dass ich ofz den Drang danach hab, aber ich weiß auch, dass das im Endeffekt überhaupt nichts bringt!!! Für den Moment ja, aber wie geht's dann weiter? Es wird immer mehr, immer öfter, bis du süchtig bist! Und das macht dich kaputt!
Alles Liebe für dich!
Liebe Grüße
sweety
Hi,
was ich nicht so ganz nachvollziehen kann ist das Du Dir so einen Kopf machst um Deinen ERWACHSENEN Sohn. Er ist alt genug um auf eigenen Beinen zu stehen. Klar macht eine Mutter sich immer Sorgen aber Du machst Seine Probleme zu Deinen. Findest Du nicht das hier mal ein Schlußstrich gesetzt werden sollte? Verhungern wird er nicht, vielleicht wäre ein WG ne gute Lösung? Hört sich war richtig bescheiden an aber Lösungen gibt es immer, aus jeder Lage, zumindest andere Wege. Käme die Möglichkeit in Betracht das Haus zu verkaufen und Ihn auszuzahlen? Dann hätte er ein anständiges Startkapital. Ist ein Haus nicht eh zu groß für euch zwei? Klar, es ist euer Eigentum...aber es kann doch nicht sein das DU alleine dafür aufkommst UND Dich dazu noch über Deinen Sohn aufregen musst. Ich glaub ich wär da echt resolut. Job suchen, bissi Geld beisteuern , alles ok. Kein Job, kein Geld....ciao. Er muss sich bemühen! Bisher musste er das wohl nicht wenn Du Ihm ständig unter die Arme greifst. Das soll jetzt aber kein Vorwurf sein. Bin selber Mutter. Aber ich denke das es auch für Ihn das beste wäre endlich die Verantwortung für Sein eigenes Leben zu übernehmen. Oder möchtest Du das er noch mit 50 bei Dir wohnt? Wo ist denn Deine Lebensqualität? Denk mal bissi drüber nach, alles liebe, Carmen
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!