Die Ehre des Wolfes

  • Immer und Immer Wieder

    Ein Tag in fern vergangner Zeit,
    doch ist es mir wie Heut,
    das du dich beugtest über mich.
    schwer waren mir die Augen,
    und heisses Brennen in der Brust,
    so ging ich von dir.

    ***

    In meinen Armen lagest du
    in Blutigem Gewand,
    fest...ganz fest...hielt ich deine Hand.
    Bis bleich und starr dein Rosenmunde,
    schliesest ruhig die Lieder,
    so gingst du von mir.

    ***

    Hände die sich nach dir sehnen,
    nicht berühren können dich,
    mit stark zerfetztem Leibe.
    so spühr ich deine Stimme,
    die das Wörtchen Liebe formt...und geh
    so ging ich von dir.

    ***

    Grau und Weise,
    friedvoll lächelnd gar,
    in kraftvoll starker weise,
    so voll Glück und Wärme..Zufriedenheit,
    Sagtest Danke leise,
    so gingst du von mir.

    ***

    Tief zerfurchte Hände
    vernarbt und alt ist mein Gesicht
    der Taten Lohn.
    Und trotz aller Lebensmühen,
    dein klarer Blick gab mir geleit.
    so ging ich von dir.

    ***

    Nun hör ich deine Stimme
    sie ruft mir zu...Geliebter
    ich ahn dein nahen nun,
    nach ewger Zeit.
    Leise singend schön die Stimme...
    sie sagt...ein wenig rück zur Seite,
    mach Platz für mich mein Herz.

    ***

    Dunkel ist die Zeit
    Der Platte Stein ist kalt.
    Zu Staub sind wir geworden,
    zwei Herzen sich umarmen,
    bis kommt ein neuer Tag.


    (C) Syno 15.09.2005


  • Mein geliebter Traum

    Weit sind die Berge...
    und groß ist mein Land,
    im Traum ichs verberge...
    nur wenigen bekannt.
    Satt sind die Wiesen...
    und grün ist der Farn,
    gleissend die Felsen...
    vor Fremden ichs tarn.
    Winde die leben...
    und Wälder die raunen,
    Falken Himmelwärts streben...
    und Wolken wie Daunen.
    Machtvoll erhaben so donnert das Meer...
    es schützet das Land sie ist unsre Wehr.
    Und sterb ich auch wieder...
    meine Seele fährt nieder.
    in die Heimat der Ahnen...
    wo gewachsen der Samen.
    Vergessen der Schmerz...
    den ich hab jede Nacht.
    ich lieb diesen Traum...
    der glücklich mich macht.


    (C) Syno 14.09.2005

  • Der Tag

    Früh Morgens noch im leichten Nebel,
    tu ich meinen ersten Schritt.
    noch ist`s dunkel im Schos von Mutter Erde
    nur die Stille wandert mit.
    Schon bald geboren wird ein neuer Tag,
    Ob Sonne oder Regen kommen mag.
    Empfang...den sterbenden...mit Seufzen leis.
    zögernd wird es langsam heller,
    wärmer wird es auf dem Flur.
    noch ist er Kind und spielt mit Sonnenstrahlen,
    weckt Blumen und Getier.
    In der Mitte seines Lebens
    er kraftvoll uns sein Werken zeigt,
    und er dann später sich dem Ende neigt,
    noch sterbend er,
    gibt ruhe uns...zeigt uns was Friede.

    Syno (C)

  • Die Ehre des Wolfes


    Dies Nächtens hastet ich schnelle,
    nur Sterne leuchteten mir helle.
    mit keuchenden Lungen und tappsenden Schritten,
    im Ohr noch die Reiter die hinter mir Ritten.

    ***

    Das leuchten des Mondes erhellte den Wald,
    verbergen war schwer es war bitterkalt.
    es gellten die rufe der Jäger mir zu,
    ich aber hoffte, auf Frieden, auf ruh.

    ***

    Die Nase ich drückte zum Lehmigen Boden,
    ich hörte die Hunde, sie waren am Toben.
    so bleib ich nun still beweg mich noch kaum,
    und hoffe für mich es währ doch ein Traum.

    ***

    Der Duft des Laubes erinnerung weckt,
    Als Welpe ich hier an den Moosen geleckt.
    gesprungen gelaufen getollt auf den Wiesen
    nun soll ich sterben hatt der zweibeiner entschieden.

    ***

    So springe ich nun zum letzten Gefecht,
    raus aus den Büschen und hol mir mein Recht.
    zu Kämpfen zu Sterben, mein eigen Gericht.
    die Ehre des Wolfes bis der Blick mir auch bricht.


    (C) Syno
    07.05.2005

  • Gerechtigkeit

    Die Wege entlang,
    die Berge empor.
    wuchtig der Gang,
    schnellen die Beine nach vor.

    ***

    die Bäume so dunkel,
    es plätschert ein Bach.
    hoch oben die Sterne sie funkeln,
    schon immer hielten sie Wacht.

    ***

    die Axt in der rechten,
    will er sie weisen.
    mit der Kraft des gerechten,
    mit dem Beile aus Eisen.

    ***

    der Sippe die Rache,
    mit Kampfesgelache.
    hetzt er am Pfade,,
    zu schlagen den Feind.

    ***

    er sieht schon die Feuer,
    schmeckt schon deren Blut.
    und stürzt sich auf sie,
    mit Berserkerwut.

    ***

    Männer die sterben,
    unter den hieben der Hel.
    Frauen und Mädchen,
    erwürgt sind sie schnell.

    ***

    Nur noch die Kinder.
    sie wimmern vor Angst.
    zitternd und bebend,
    flehen sie auf den Knien.

    ***
    die Feuer erloschen,
    die Stille sie siegt.
    der Mond legt den Schatten,
    auf den Ort des Gerichts.

    Syno

  • Nächtens

    Schmerzenschrei und Klagend laut,
    Pocht der Traum in meinem Geist.
    Schweis liegt kalt auf meiner Haut,
    der Alb mir fast das Herz zerreißt.

    ***

    Eisen klammern meine Brußt,
    Schatten drängen mich zu gehen.
    Süßer Wahn und Todeslust,
    Werd ich jetzt das Ende sehen?

    ***

    Gelähmt vor Schrecken, dunkelheit
    doch Wach genug um all sehn.
    Ists der Schnitter? der mich nun ereilt,
    den letzten Weg, muss ich jetzt gehn?

    ***

    Kalt wird mir und laut das Herz,
    rauscht das Blut in meinen Adern.
    spühr ich doch den stechend Schmerz,
    angstvoll mit dem Schicksal hadernd.

    ***

    Jetzt ja Jetzt, nimm mich und wander,
    durch das einsam dunkle Tal,
    Jetzt ja Jetzt, beend ichs selber
    mit der Ahnen scharfen Stahl

    (C) Syno

    16.05.2005

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