Hallo
ich bin zwar erst seit kurzem hier im Forum,
trotzdem möchte ich die Chance nutzen,
mir mal etwas von der Seele zu schreiben,
vielleicht kann auch ich dann damit besser leben.
Vor 3 Jahren wurde ich in meiner eigenen Wohnung
verg..
Ich habe zwar schon als Kind solche Erfahrungen gemacht,
jedoch habe ich die einigermaßen gut verdrängt
..auf jeden fall die meiste Zeit.
Liegt aber auch daran, dass ich weiß, dass
ich als Kind keine Schuld daran hatte.
Ich konnte nichts dafür und ich hatte auch keine Chance
mich irgendwie zu wehren.
Aber die Sache vor 3 Jahren,
ich werde diese Gedanken nicht mehr los,
Flashbacks, Angstzustände, Unsicherheiten
in gewissen Situationen.
Ich kann noch nicht so offen darüber reden,
ich hoffe es ist trotzdem irgendwie verständlich.
Bitte nicht übel nehmen, ist halt noch nicht so leicht.
Ich war damals neu in der Stadt und bin per
Zufall in ein Haus gezogen, welches wohl
einen sehr schlechten Ruf hatte, was
ich aber damals nicht wusste.
Ich habe im Haus jemanden "kennen" gelernt.
Wir haben ab und an gequatscht, oder
er hat mir mal die Einkäufe hoch getragen...
er wirkte ganz ok.
Also dann meine Prüfungszeit anfing,
und er meinte er würde
Sprachen studieren, was ich ihm auch glaubte,
habe ich ihn um Hilfe gebeten.
Er kam dann auch abends zu mir und
hat mir geholfen.
Danach hat er dann seinen Lohn geholt.
..sorry aber kann das nicht anders ausdrücken zur Zeit.
Naja auf jeden Fall hab ich danach
eine Freundin und die Polizei gerufen.
Beide kamen auch,
aber bei der Polizei leider nur 2 Männer.
Die haben mir die ganze Zeit Vorhaltungen gemacht,
dass ich ja selbst Schuld wäre und ob das überhaupt alles stimmen
würde und was passieren würde wenn ich lügen würde.
Während der Untersuchung im Krankenhaus
haben die das auch gemacht, ständig
Fangfragen wie und wo und was.
Ich war total fertig..hatte auch das Gefühl, dass ich mich
an kaum noch etwas erinnern konnte. Irgendwie war alles total nah
aber auch total weit weg. Jedes mal wenn ich mich erinnern musste
wurde mir total schlecht.
..später bei der Verhörung auf dem Präsidium
wurden mir die selben Fragen gestellt.
Die ganze Zeit wurde ich als jemand hingestellt,
die sich alles nur ausdenkt,
nur um Aufmerksamkeit zu bekommen.
Viele Leute haben mir damals gesagt das ich doch
selbst Schuld war, schließlich habe ich ihm ja die Tür aufgemacht.
..lange Rede kurzer Sinn.
Ich bekam nach einigen Wochen einen Brief
von der Staatsanwaltschaft, Verfahren eingestellt,
weil man nicht beweisen konnte dsa es gegen meinen Willen war.
..für mich ging damals alles zu Ende. ich hatte es schwarz auf weiß
das ich selbst schuld daran bin.
Ich habe damals meine Ausbildung noch 1 Jahr weitergemacht,
danach hab ich mich auf die geschlossene Einweisen lassen.
...das dazu das ich mir sowas nur ausdenken würde
um Aufmerksamkeit zu bekommen. Danke liebe Polizei
.....Heute lebe ich in einer anderen Stadt, leider
in einer Gegend, in der sehr viele Menschen leben,
die mich vom Äußeren sehr an den Typen von damals erinnern.
Das ist eigentlich auch der Grund warum ich hier schreibe.
Ich werde jeden Tag daran erinnert, die Flashbacks nehmen zu,
Angst- und Schlafstörungen....alles kommt wieder.
Dabei bin ich doch eigentlich selbst schuld.
Ich erlaube es mir nicht, irgendwelche Schwächen zu zeigen.
ich kämpfe mich durch den Tag, obwohl ich weiß
das ich nicht mehr kann.
Nur weil ich mir Hilfe verwehre. Schließlich bin ich ja selbst schuld.
Ich bin doch total blöd.