Dringend Antwort gewünscht:Mein Freund trinkt!Was tun?

  • Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen: Ich (27,w) bin mit meinem 12 Jahre älteren Freund nun seit 10 Monaten zusammen. Wir führen bislang noch eine Fernbeziehung, es liegen ca. 500km zwischen uns. Ich plane aber sobald wie möglich zu ihm zu ziehen. Seit Beginn unserer Beziehung stehe ich seinem Alkoholkonsum skeptisch gegenüber, er trinkt jeden Tag Wein, mind.2-3Gläser und sieht das als unbedenklich. Ich selbst bin als Sozialpädagogin aber in einer Suchtberatungsstelle tätig und sehe das natürlich anders. Ich bin so unsicher, ob ich zu ihm ziehen soll. was ist, wenn das Thema Alkohol die Beziehung zerstört und ich dann extra zu ihm gezogen bin, was soll ich dann tun? ich bin echt verzweifelt, woher weiß ich was die richtige entscheidung ist? soll ich mich lieber trennen??? bitte helft mir! danke euch. jeysie

  • ähm.. ich weiß das man, wenn man auch professionell im suchtbereich arbeitet manchmal in situationen kommt die einen privat betreffen und wo man es objektiv nicht mehr betrachten kann.. aber die fragen die du dir stellst solltest du dir eigentlich mit deiner erfahrung beantworten können..

  • booooooooooooooooooooah, du hast ja Nerven *lach* :blume:

    Ich meine - du hast ja das Wissen eh!!!
    Ansonsten: ICH habe auch gesoffen und dann aufgehört.
    War für meine Frau aber ne harte Zeit, BIS ich es einsah, dass ich ein
    Alkoholiker bin & handelte.
    Ne Chance gibt es (fast) immer.

    Da du ja aber unbedingt ne Antwort willst:

    Wenn du keine Probleme damit hast, schnell wieder umzuziehen
    und auch sonst flexibel genug bist - ja, probiere es doch aus.
    Wenns nit geht - okay! Machste halt woanders hin.

    Wenn du aber eher "der bequeme, instabile Typ" bist...naja:
    Du weißt, was ne Co-Abhängigkeit ist & wie man reinschlittert.

    Wie gesagt: Das Wissen hast du - was sagt dir dein Gefühl?
    Wenn du ihm wirklich wichtig bist, warum bietet er dir nicht an,
    aufzuhören...

    Naja - immer noch: Fragen über Fragen, was? LG.Ganesha

  • erstmal danke schön für eure schnellen antworten:-) das tut gut überhaupt mit jemandem darüber zu sprechen, denn wem soll ich mich anvertrauen? meinen kollegen in der beratungsstelle sicher nicht...und meine freunde sehen das als unbedenklich, ja sogar meine therapeutin meint ich übertreibe (ich weiß nicht, ob sie vielleicht auch trinkt;-) nee, aber scherz beiseite: ich muss euch dazu noch mehr erzählen. ich war in meiner vorherigen beziehung 8jahre mit einem 10jahre älteren mann zusammen (jaja ich weiß, ich stehe nun mal auf ältere, aber das spielt ja hier nun erstmal keine rolle), der auch exzessiv getrunken hat, er hatte ein anderes trinkmuster, er war eben jeden abend in der kneipe und kam betrunken nach hause. das ist bei meinem jetzigen freund anders, deshalb ist es mir am anfang so gar nicht aufgefallen, er ist nie betrunken, eben nur angetrunken, mal mehr mal weniger. wir haben gerade heute erst wieder über das thema gesprochen (das tuen wir im übrigen sehr oft), er weiß, dass ich damit so nicht klar komme, aber er sagt eben auch, dass er sihc nicht vorschreiben lassen möchte, wann er etwas trinken darf und wann nicht. ich weiß, dass ich ihm auch keine vorschriften machen kann und das auch gar nicht möchte, aber es hängt eben so vieles daran, wenn ich zu ihm ziehe....

  • naja, weil das einfach nicht geht, ich habe leider kein so vertrauenswürdiges team, dem ich mich dahingehend öffnen würde. sie sind eben nicht meine freunde, ausserdem wissen sie ja nichts von meinen umzugs- bzw. bewerbungsplänen, das käme nciht gut, ausserdem mache ich mich dadurch total angreifbar.

  • Du musst ja nichts von deinen Umzugsplänen erzählen, aber es wäre doch hilfreich, wenn du über sein Trinkverhalten sprechen würdest. Womit machst du dich denn damit angreifbar? Du sitzt doch quasi an der (Hilfs-)Quelle, warum solltest du sie nicht auch für dich nutzen können?

  • das traue ich mich echt nicht, irgendwie hab ich dann das gefühl, dass ich etwas preis gebe, was die nichts angeht und dass sie dann schlecht über mich oder meinen freund denken könnten, hab da echt ne große hemmung:-(

  • hallo jeysie,

    also, ein bauchgefühl haben menschen nicht ohne grund und pädagogen und sozialarbeiter haben meist auch das richtige gefühl,
    abgesehen von der Sucht, DU BIST DIR NICHT SICHER und das wäre für mich schon grund genug um einem zusammenzug fürs erste aus dem weg zu gehen.

    alles was eine regelmässigkeit betrifft weisst auf suchtverhalten hin.
    die problematik sehe ich eigentlich vorerst gar nicht in der Sucht, sondern das er nicht auf dich eingeht.

    wenn ich einen partner habe, der nicht mag das ich trinke unterlasse ich es allein schon ihm zuliebe, wir sprechen ja jetzt nicht von irgendwelchen belanglosen marotten, sondern vom Alkohol, der das verhalten eines menschen verändert.

    ich kann verstehen, das du nicht mit deinen arbeitkollegen darüber sprechen möchtest, würde ich sehr wahrscheinlich aus den selben begründungen nicht tun die du dalegst.

    kann dein partner nicht zu dir ziehen?

    fakt ist, es gibt in eurer beziehung einen gravierenden punkt der dich stört und mit dem du nicht leben könntest, sag ihm das klipp und klar das du echte bedenken aufgrund des alkohols hast.
    mit jemanden zusammen zu leben, der seinen konsum rechtfertigt weil er sich nichts vorschreiben lässt???
    :58:

    wünsche dir klare gedanken und eine für dich glückliche entscheidung,
    lg,
    hexelakritze

  • dank dir, hexelakritze,
    deine antwort war für mich sehr hilfreich. ich hab das gefühl, du verstehst mich:-)
    naja, ich bin andererseits auch keine abstinenzlerin... ich gehe am wochenende auch sehr gerne feiern und dann trinke ich auch schon mal einen über den durst, aber ich weiß um mein risiko und wie ich damit umzugehen hab. das macht es natürlich nciht einfacher darüber zu reden.
    er sagt, er findet es gut, dass ich ihm das alles sage und ihn jmd. darauf hinweist, ihm selbst ist es bisher nicht aufgefallen, dass es ein problem sein könnte, dass er tgl. wein trinkt. er tue dies seit seinem 18.lebensjahr und es habe nie jemanden gestört... er hat aber auch noch nie wirklich mit einer partnerin zusammengewohnt.
    ich möchte aber doch so gerne mit ihm zusammenleben, wir verstehen uns wirklich sehr gut, wir haben sehr viel spaß zusammen, ich kann mit ihm wirklich über alles reden und ich fühle mich bei ihm zuhause. jobmäßig ist es für mich einfacher zu ihm zu ziehen, von den äußeren umständen würde ich auch sagen, dass dies die bessere entscheidung ist wenn ich meinen wohnort aufgebe, damit kann ich leben.
    ich habe ihm den kompromiss vorgeschlagen, dass er doch bitte an 2 tagen in der woche ncihts trinken soll, darauf wolle er sich auch einlassen, das sei überhautp kein problem, sagt er. er dachte eben nur, dass es mir nicht ausreichen wird und ich mehr abstinenztage verlangen werde. ich habe keine ahnung wie es wird wenn wir zusammen wohnen. ich möchte einfach dahin kommen, dass wir natürlich auhc mal ein oder zwei gläser wein bei einem guten essen genießen können und ich nicht jedesmal innerliche hassgefühle gegen ihn entwickle:-( ich baue ganz fest auf eine gemeinsame zukunft mit ihm, denn unterm strich bin ich mit ihm wirklich sehr glücklich.

  • okay jeysie,
    500 km sind kein pappenstil und du gibst alles auf...hast du nicht ne möglichkeit zumindest deine eigenen möbel für eine zeit zu behalten?
    ich finde es nicht verwerflich umzuziehen und mit ihm eine zukunft zu haben, sondern ich sehe eher das problem das es dich derbe stört, sonst würdest du ja nicht um rat bitten...

    da ich tägliches trinken als Sucht betitel (hinzukommt das er es nur ungerne aufgibt) solltest du dir überlegen, ob du mit seinem täglichen konsum zurecht kommen würdest, er sagt zwar er schränkt es ein, aber noch bist du ja auch nicht da.

    es kann sich natürlich alles zum guten entwickeln...

    ich spreche aus eigener erfahrung, bin mit einem süchtigen liiert.
    meine forderung war, er gibt die Sucht auf und setzt alle hebel in bewegung ein suchtfreies leben zu führen und wenn ich sehe das er auf dem richtigen weg ist, bin ich bereit eine beziehung zu führen,
    ich selbst gebe dafür aber nichts auf.

    da du aber selbst in einer suchtberatung tätig bist, weisst du doch wie das mit klaren grenzen ausschaut...

    das nächste ist, kommst du wirklich mit diesen zwei tagen konsum zurecht, oder stört es dich auch?

    für mich hört sich das an als wenn du eine generelle abneigung gegen seinen konsum hast und das würde dich glaube ich schon bei 2-3 gläsern wein beim essen beschäftigen...du schreibst ja sonst bist du glücklich, aber der konsum ist für dich belastend.

    ich finde du solltest deine klare linie auch weiterhin gerade fahren und das was du von ihm erwartest auch wirklichkeit werden lassen,
    denn der schatten verschwindet ja auch nicht durch die sonne.

    überdenke deine entscheidung nochmal ganz in ruhe, lass dir zeit, bis du deine innere ruhe gefunden hast.
    zusammenziehen kannste dann immer noch.

    achja und schmetterlinge fliegen nicht nur, sie landen auch mal um wieder fliegen zu können.
    viel glück wünsche ich dir.
    lg,
    hexelakritze.

  • hey,
    wie schon gesagt, ich selbst möchte ja auch nicht zu 100% auf Alkohol verzichten, weil ich sehr gerne in eine COcktailbar gehe oder auch am WE gerne mal Bier oder Wein trinke. Ich denke, so lange ich selbst trinke, kann ich ihm nicht vorschreiben, dass er ein suchtmittelfreies leben führen soll. er hat aber z.b. auch das rauchen aufgegeben seitdem wir uns kennen, und das klappt super:-) ich könnte meine möbel natürlich erstmal behalten, würde aber viel kosten, wenn ich sie einlagern würde. hatte ich zunächst zwar vor, bin mir aber jetzt eigentlich sicher, dass ich das nicht tun werde. ist eben echt ne geldfrage.
    ich hatte ihm 2 tage abstinenz vorgeschlagen, nicht 2 tage konsum. hatte ich das eben falsch formuliert? aber wahrscheinlich findest du das zu wenig, oder?
    ich bin mir leider ziemlich sicher, dass ich es nicht schaffen werde, so hart und konsequent zu sein und ihm zu sagen, dass er zunächst seinen konsum extrem runterschrauben soll, bevor ich zu ihm ziehe (ich habe auch schon bewerbungen geschrieben und warte derzeit auf antwort). das wird er nicht tun, denke ich... aber er ist kein schlechter mensch, nur weil er sich das nicht vorschreiben lassen will. ich weiß, was ich hier schreibe hört sich vermutlich alles total konfus an, ich selbst erkenne inzwischen bei mir keine klare linie mehr. ich habe ihm auch gesagt, dass ich nciht mit jmd. zusammen wohnen kann, der tgl. trinkt und an meiner Arbeit erzähle ich den kliente etwas ganz anderes. da muss ich ja an meiner authentizität zweifeln und das möchte ich natürlich nicht. ich hatte auch schon überlegt meinen job in eine andere richtung zu wechseln und nicht mehr mit suchtpatienten zu arbeiten um weniger berührungspunkte zu haben.
    und wie gesagt, im grunde das gleiche spiel hab ich 8 jahre in meiner exbeziehung mitgemacht, nur das mein ex eher der exzessive trinker war, mein jetziger freund ist eher der pegeltrinker. aber das macht letztlich wohl kaum einen unterschied. vielleicht kann ich auch nur so eine beziehung führen, da mein vater und mein opa auch alkoholiker sind:-( ich weiß es nicht:-( deine traurige jeysie

  • nicht traurig sein jeysie *dich in den arm nehm`* :55:
    manchmal sieht man etwas unklar und ist in seiner gefühlswelt etwas durcheinander, gerade dann, wenn andere auch noch ihre meinung dazu sagen...

    werde morgen im laufe des tages nochmal genauer darauf eingehen, bin sehr müde und muss morgen früh raus,
    denke aber vor dem einschlafen noch mal über deine geschichte nach :50:
    bis dahin, nicht mehr traurig sein, okay?

    gute nacht jeysie,

    schlaf schön,
    bis morgen :wink:

    hexelakritze.

  • hui..

    wenn ich ehrlich bin.. hast du nen traum, der für mich ne illusion ist.. aber ich kann mich irren.. irren ist menschlich ;).. und ich glaub du schaust auch nicht gern ganz wirklich hin, kann das sein ?
    du gibst alles mit dem risiko alles zu verlieren.. was hat er zum verlieren ? würde er das auch tun ?

    lg f

  • liebe hexelakritze,

    ich danke dir echt sehr!!! das ist echt mal lieb! und wirklich schön, wenn man das gefühl hat mit jemandem darüber sprechen zu können, der einen versteht...

    wünsche dir auch eine gute nacht:wink:

    bis morgen dann!

    jeysie

    hallo future,

    naja das kann schon sein, dass ich nicht realistisch genug hinschaue oder es lieber verdrängen möchte, aber ist das nicht normal wenn man einen menschen liebt?

    klar..., ich gebe viel auf, mein bisheriges leben an meinem jetzigen wohnort, meinen job hier vor ort und meinen freundeskreis hier. aber ich sage mal so, unabhängig von der alkoholproblematik habe ich den "worst case" durchgesponnen, also die beziehung geht schief - dann fange ich eben woanders wieder neu an, das ist ja aber doch der lauf der dinge. wie heißt es so schön: "wer nichts wagt, der nichts gewinnt". und ein stück wahrheit steckt da sicher drin. ich bin erst vor drei jahren an meinen jetzigen wohnort gezogen, habe hier bei null angefangen und mir echt was gutes aufgebaut. warum sollte mir das nciht woanders auch gelingen? so eine erfahrung macht einen stark, ich habe keine Angst davor zu ihm zu ziehen und dort von ihm abhängig zu sein - das wird nicht passieren, dafür sorge ich :smiling_face:

    lg
    jeysie

  • Liebe jeysie,

    ich bin sehr beeindruckt, dass sich wer aus unserem Business solchen Fragen stellt, meiner Meinung eine sehr professionelle Haltung - sich Ratschlag zu holen, wenn man selbst betroffen ist und eben bei der eigenen Meinungsbildung befangen ist.

    Ich teile deine Gedanken, tägliches trinken ist bedenklich, da muss es nicht immer gleich 2 Flaschen Wein sein.
    Für mich stellt sich die Frage, warum will dieser Mann denn so strikt an seinem Konsum festhalten?
    Es wurde hier angesprochen, man könnte natürlich reduzieren, wenn man jemand geliebten damit ein Stück entgegenkommen kann. Wenn es sich um 'Sucht handeln würde, dann wäre es natürlich der falsche Ansatz, wenn man nicht für sich selbst aufhört. Nur aber, weil man es schon immer so macht, das sollte doch kein Grund sein, dass man es auch weiter so fortführen muss, oder?

    Mich würde interessieren, warum du in Therapie bist, du haast doch geschrieben, deine Therapeutin meint du übertreibst?

    So wie du es beschreibst, da muss man sich sicher keine Sorgen machen, wenn es nicht klappen sollte, dass du wieder auf die Beine kommst. Trotzdem, muss man mit aller 'Gewalt in sein Unglück rennen?
    Mit deiner Erfahrung sollte nicht allein die Liebe bestimmen dürfen, ob du Dinge in Kauf nimmst, welche du nicht akzeptieren kannst.

    Auf der anderen Seite, sei mal ganz ehrlich, wie soll diese Abmachung denn aussehen?
    Am Dienstag darf er nichts trinken, am Freitag auch nicht? Oder er hat seine 5 Tage voll, ihr wollt ausgehen und dann dürfte er nichts trinken, du aber schon?
    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie ihr das handeln wollt, es wird über Kurz (oder Lang) Stress geben.

    Natürlich kann man deine Haltung verstehen, du warst bereits mit einem Alkoholiker zusammen, hast täglich mit welchen im Job zu tun und doch sieht man es häufig, dass eben Leute von der Suchtberatung mit Abhängigen zusammen sind.
    Auch dieses Phänomen wurde hier schon angedeutet, die liebe 'Co-Abhängigkeit, in die man sich oft unbewusst hinein begibt.

    Wenn aber diese Liebe wirklich so groß ist, dann kann die sicher auch viel bewirken.
    Da du aber hier schreibst, sogar selbst in den Raum stellst, soll ich mich trennen oder zumindest nicht zu ihm ziehen, da ist schon eine Hemmschwelle da, welche dich der Vorsicht mahnt :winking_face:

    Warum eilt es denn so?
    Klar, ich kenne es, hatte auch ne gewisse Zeit eine Fernbeziehung, genauso gut 600 km. Trotzdem, wenn du nicht sicher bist, dann würde ich zumindest noch etwas abwarten und schauen, wie sich das entwickelt.

    Das du beim Kollegenstamm nicht erzählst, das ist schade, aber vollkommen verständlich.

    Schon mal dran gedacht, das du vielleicht eine gewisse Zeit von Konsumfreiheit einfordern könntest? Kann er das denn überhaupt, mal 4 Wochen keinen Alk trinken?
    Dir muss man wirklich nicht sagen, dass 99% aller Süchtigen den eigenen Konsum völlig falsch einschätzen :face_with_tongue:

    Zuletzt noch einen Satz, wenn auch in deiner Familie 'Alkohol eine große Rolle gespielt hat, dann bist du wirklich so extrem vorbelastet, da würde ich eher empfehlen, dass du keine Partnerschaft eingehst, wenn dort Alk doch eine sehr große Rolle spielt.

    Bin gespannt, was wird siegen, die Verliebtheit (Liebe ist dann ja doch was anderes und wird sich vielleicht ja noch entwickeln müssen) oder die Vernunft - ich hoffe für dich, eine Mischung aus beidem und du wartest noch so lange, bist du sicher bist.

    LG Franz

  • huhu jeysie,

    schöner als franz hätte ich es wirklich nicht ausdrücken können,
    sehe das genauso und würde dir empfehlen DIR zeit zu nehmen, bitte ihn doch darum sie dir einzuräumen,

    liebes grüsschen,
    hexelakritze.

  • lieber franz,
    tausend dank für deine wirklich tollen worte! sie machen mut.
    du fragst warum ich zu einer therapeutin gehe: es gibt diverse gründe, zum einen hatte ich eine Essstörung vom 14-21 lebensjahr. heute gehe ich eigentlich weiter zu ihr weil es mir gut tut über mich und meine derzeitige situation zu sprechen. ich denke ich neige zu depressiven verstimmungen und bin in vielen bereichen oft unsicher, obwohl ich letztlich doch wieder auf die füße komme:-) sie meint jedoch, dass ein oder zwei gläser wein am abend zum "guten ton in gewissen kreisen" gehören. da fehlen mir die worte. sie hat einfach keine ahnung von Sucht und trinkt vermutlich selbst gerne mal ein gläschen. aber jetzt habe ich ja euch um darüber zu sprechen.
    ich habe das thema heute schon am telefon bei ihm angesprochen, wir werden gleich telefonieren und ausführlich darüber reden. ich habe ihm gesagt, dass ich mich an eine onlineberatung gewendet habe und diese mir rät, mich nicht freiwillig in mein unglück zu stürzen (klingt jetzt krass, aber er weiß wie es gemeint ist, er weiß auch von meiner familie, meinem ex und den ganzen alkoholthemen in meiner vergangenheit). für mich klingt seine haltung so, dass er sich einfach bislang nie wirklich gedanken darüber gemacht hat...obwohl er erzählte mir gestern, dass er sich selbst auch schon mal vor ein paar jahren auferlegt hatte nur noch am we zu trinken, eine zeit hat es dann auch funktioniert. ich möchte mich nciht von ihm trennen, ich liebe ihn wirklich sehr und bis auf das eine thema Alkohol passen wir wirklich toll zusammen, ich fühle mich bei ihm geborgen, zuhause und einfach wohl. ihm geht es genauso.
    wegen des umzugs mache ich nur so einen druck, weil ich eben eine lange we-beziehung hinter mir habe und u.a. dadurch das ganze kaputt ging. das möchte ich eigentlich nicht riskieren und ich muss ja auch mal austesten, ob wir zusammen wohnen können und uns im alltag verstehen, anders geht es ja nicht. ich habe schon das gefühl bei ihm, dass er der richtige für mich sein könnte mit zukunftsplanung, familiengründung usw. wie gesagt, bis auf dieses eine, aber leider sehr präsente thema Alkohol stimmt alles zwischen uns. das ist ja das schlimme:-( und macht mich nur trauriger.... ich werde ihn jetzt mal anrufen.

  • hallo hexelakritze,
    tja das war alles ganz schön krass.... wir haben lange telefoniert und am ende war es so, dass er mir sagte, dass er schon mit 30 gedacht hat, dass er so nicht weitermachen könne, und er hat geweint. dann ist er aber ganz schnell wieder zum "harten kerl" zurückgekehrt und gesagt, dass es für heute genug sei. ich fand es ganz toll von ihm, dass er sich mir gegenüber geöffnet hat, ich habe später auch geweint und bin nun seit tagen eigentlich ziemlich traurig, weiß nicht so recht was ich tun soll. er hat mir gesagt, dass er seinen konsum runterschrauben möchte und dass es ihm helfen würde, wenn ich bei ihm wohne, d.h. ich denke auch, dass er einfach jmd. um sich braucht, ich denke das würde schon einiges verändern. ich denke eigentlich nciht, dass er körperlich abhängig ist, aber unanbhängig davon sagte er dass es natürlich nciht leicht wird, wenn er nur noch an ca. 3 tagen in der woche etwas trinkt. er möchte nicht vollkommen abstinent leben, aber das will ich auch nciht, hin und wieder Alkohol gehört für mich nun auch zur lebensqualität dazu, da sind wir uns zumindest einig;-) so....und was sagt ihr nun dazu?????

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!