Meine Mutter ist tramalsüchtig

  • Hey ich wollte mal herumfragen ob mir jemand helfen kann...
    Meine Mutter ist sehr süchtig nach Tramadoltropfen
    Vor zwei Wochen hatte sie wahrscheinlich deswegen einen epileptischen Anfall und jetz will sie entgültig damit aufhören, aber sie kann nicht, sie sagt ihr geht es immer so scheisse, wenn sie mit der Dosierung runtergeht, dass sie immer völlig konfus ist und sich nicht konzentrieren kann usw. und dann is ihre Laune immer ganz unten und sie weint die ganze Zeit und sagt sie schaffe gar nichts mehr...
    Aber ich bezweifle, dass sie das so einfach packt, damit aufzuhören
    Kann mir vielleicht jemand irgendwas empfehlen, was man da machen könnte?
    :21:

  • Hallo Unbegreiflich,

    als erstes, ich habe dein Thema mal in diesen Bereich verschoben - für mich ist es ein klares Suchtthema :winking_face:

    Vielleicht erzählst ja noch etwas mehr, warum deine Ma diese Tropfen bekommt, wie lange die schon nimmt und welche Dosis sie in der letzten Zeit genommen hat.

    Grundsätzlich muss man immer raten, Entzug sollte klinisch erledigt werden und wenn deine Ma die Tropfen schon lange nimmt, dann wird vermutlich Entzug kommen.

    Ich denke die bekommt se verschrieben, oder?
    Dazu warte ich mal deine Antworten ab :smiling_face:

    Unter gewissen Voraussetzungen kann man auch selbst entziehen, aber da sollte unbedingt ein Absetzplan mit den verschreibenden Arzt getroffen werden.
    Natürlich kann deine Ma jetzt nicht einfach aufhören, solche Medikamente müssen langsam ausgeschlichen werden, also langsam reduziert werden.

    Wenn der Körper eh schon mit Anfällen reagiert, dann muss jetzt wirklich sofort was passieren.
    Aufgrund solcher Anfällt muss aber unbedingt vorher ein rundum-Check gemacht werden, weil gerade bei Entzug eben auch Anfälle auftreten können - also bitte nicht einfach unüberlegte Alleingänge.

    Noch paar Antworten von dir, dann kann man noch etwas mehr Tipps für dich schicken :smiling_face:

    Ich finde es toll, wie du dich um deine Ma bemühst und Informationen suchst. Ihr 2 zusammen werdet das schon schaffen, aber wie gesagt, es muss Hand und Fuß haben.

    LG Franz

  • hallo du,

    ich rate dir, mit deiner Mutter zu dem Arzt zu gehen. Gib ihr die Möglichkeit, dass sie dem Arzt selbst sagt, dass sie mehr von den Tropfen nimmt als ihr verordnet wurden. Wenn sie es nicht sagt, dann kannst du es sagen. :smiling_face:

    Liebe Grüße, alive

  • ach, das ätzende tramal.
    ist sehr schlimm, kannst aber froh sein, dass es "nur" tramal ist.
    krampfanfälle bekommt man, wenn man die tropfen überdosiert.
    ab 500 mg kann man schon anfangen zu krampfen.

    der entzug ist hart, aber der körper entwöhnt sich relativ schnell davon.
    deine ma wird bis zu einer woche körperlich entzügig sein. danach gehts aber bergauf.
    das problem wird aber die psychische Abhängigkeit sein.
    entweder dosiert sie langsam runter und informiert den arzt darüber, oder sie geht in eine klinik, was die bessere wahl wäre. heutzutage gibt es in fast allen kliniken, abteilungen, die schmerzpatienten, bzw. medikamentenabhängige behandeln und diese auch psychisch dabei unterstützen.
    aber das muss man auch erstmal wollen!
    ich drück die daumen, dass deine ma bald wieder die alte ist!!

  • Ähm also die Dosierung weis ich jetz nich so genau, aber kann sein, dass es so um die 100mg am Tag sind, wenn nicht mehr (ich frag nochmal nach)
    Sie hat bereits ein Termin in ner Klinik, allerdings erst im Januar
    Und ihr Arzt weiß auch schon bescheid
    Und sie nimmt die Tropfen, seit sie vor 2 Jahren von ihrer Arbeit rausgeschmissen wurde

  • januar ist bald,nehmt euch bis dahin die zeit, dass euch klar wird, dass es wichtig ist, diesen schritt zu machen. sie muss es wollen. sie muss wissen, was sonst alles passieren kann, was es heißt, eine tochter zu haben, die ihre mutter so liebt, dass sie sich so starke gedanken macht. ihr muss klarwerden, dass sie geliebt wird von dir, dass sie gebraucht wird, das es dir weh tut, dass du die brauchst, gerade in deinem alter.
    zeig ihr, wie stark sie ist, haltet zusammen. manchmal,oft brauch man 2 anläufe, liebe sie trotzdem, bzw, sag es ihr. setz sie nicht so arg unter druck, denn ich denke, ein schlechtes gewissen ist da. vergess nicht, das die psyche deiner ma sehr sehr leidet, weil es ihr normalerweise klar ist, welchen fehler sie im moment begeht.
    zeig ihr, dass sie nicht allein mit dem problem ist, dass sie eine junge starke tochter hat, die um sie kämpft.
    mach nicht den fehler, all zu starken druck aus zu üben.
    es ist def. zu früh in deinem alter, aber diesmal musst du für deine ma da sein. hilft der rest der familie vielleicht auch, dir und ihr zur seite zu stehen?
    bei einem entzug gibt es keine wunder, es geht nur schritt für schritt, vorallem kopfmäßig und sag ihr immer wieder, wie sehr du sie liebst und es zusammen nur halb so schlimm ist.
    leg nicht jedes wort von ihr auf die goldwaage. du musst in der zeit über viele sachen hinweg sehen, denn egal, was sie in der zeit sagt, vergess nie, dass sie dich liebt, aber Opiate haben einen starken charakter, den man erstmal brechen muss, das kann zeit und kraft kosten.
    das wichtigste ist, so wie ich es sehe, ist dass ihr sehr oft gesagt und gezeigt bekommt, dass sie von dir geliebt wird und du an sie glaubst.
    trotzallem hilft auch manchmal ein kleiner tritt in den po, aber das ist ein schmaler grad und ich finde, das auch du dabei unterstützung brauchen wirst, auch wenn es virtuell ist, wie jetzt schon bekommen.
    sie zu, dass du am ball bleibst, deine erfahrung und deine gefühle hier einfach mal herauskotzen kannst und auch,bzw. gerade in diesem forum kompetente hilfe erwarten kannst (franz und co.), dies zwar sehr wichtig ist, aber nicht den persönlichen kontakt mit z.b. freunden deiner ma, der family und ärzten komplett ersetzt.
    ALLES WIRD GUT
    ABER ALLES BRAUCHT SEINE ZEIT - UND LIEBE

  • Zitat von Unbegreiflich;131612

    Ähm also die Dosierung weis ich jetz nich so genau, aber kann sein, dass es so um die 100mg am Tag sind, wenn nicht mehr (ich frag nochmal nach)
    Sie hat bereits ein Termin in ner Klinik, allerdings erst im Januar
    Und ihr Arzt weiß auch schon bescheid
    Und sie nimmt die Tropfen, seit sie vor 2 Jahren von ihrer Arbeit rausgeschmissen wurde


    Weißt du, Tramal ist ein 'Schmerzmittel, kein Antidepressiva oder so. Weil man den Job verliert, deswegen sollte kein Arzt Tramal verschreiben. Vermutlich hat es nen anderen Grund, nur warum verschreibt der über 2 Jahre?

    Vielleicht kannst ja nochmal schauen, wie viel Tropfen das nun wirklich sind, aber wenn se nen Termin zum entziehen hat, dann klären die das eh noch genauer ab. Ist doch dafür, der Termin, oder?

    Liebe unbegreiflich, eines ist noch ganz wichtig!
    Du musst auf dich achten, du hast deine Sachen zu erledigen, Schule, Freunde usw. :smiling_face:

    Natürlich kannst uns sollst deine Ma auch unterstützen, aber du darfst dich nicht selbst dabei vergessen.
    Zudem hast du keine Schuld, die hat im Grund gar keiner, nur mal so am Rande.
    Du bist 15, das heißt, du musst auch dein Leben bestreiten, den Weg finden und nicht Dinge erledigen, welche deine Mutter machen sollte.

    Ich meine damit, Liebe geben, Unterstützung anbieten, das ist alles völlig in Ordnung, nur die wesentlichen Aufgaben muss deine Mutter selbst erledigen.

    Und ja, ich denk genau wie mein Vorredner, es wird alles gut - mit so ner Powertochter :winking_face:

    LG Franz

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