Angst vorm Autofahren.

  • Hallo an alle.

    Vielleicht kann mir jemand helfen.
    Ich hab seit über einem Jahr totale Angst vorm Auto fahren.Ich hatte damals einen heftigen Unfall mit meinem ersten Wagen auf der Autobahn.Da ist mir jemand hinten reingecrashed und ich hab einen echt guten Flug gemacht.Der Wagen war natürlich ein Totalschaden.Ich hatte an dem Tag wirklich Glück,weil die Bahn relativ voll war und die ersten Auto auch nur kurz vor mir gebremst haben.Ich hatte da schon einen totalen Schock,aber meine Eltern haben mich direkt wieder ins Auto gesetzt.War im Krankenhaus und so weiter wegen Prellungen und Schleudertrauma und so weiter.
    Bin dann ein knappes halbes Jahr den Wagen meiner Eltern gefahren und es ging auch so einiger maßen.
    Hab dann im Januar oder so ein neues Auto bekommen,welches ich mir von der Versicherungssumme gekauft habe.Gleiches Modell wie vorher.
    Im April oder Mai bin ich dann mit meinen Sommerreifen auf nasser Fahrbahn weggerutscht und gegen einen Pfosten gerutscht.
    Seitdem kann ich kaum mehr Autofahren. Hab danach immer Verkrampfungen in den Armen,Nacken und dem Rücken,weil ich so angespannt bin.Ich bilde mir bei jeder Autobahnkurve ein,dass ich jeden Moment weg rutsche und alles vorbei ist.Ich hab so eine Angst vor einem Unfall auf der Autobahn.Vor allem auf nasse Fahrbahn.Ich vertraue meinem Wagen und meinen Reifen nicht (obwohl es jetz Winterreifen sind und ich auch merke,dass es besser ist).Ich kann mich nicht ruhig hinter ein Steuer setzen ohne Angst zu haben,dass ich nicht mehr zurück komme. Langstraßen gehen noch ein bisschen.Aber wenn es nass ist überhaupt nicht.
    Und ich muss mindestens 3 Mal die Woche Autobahn fahren,weil ich zur Arbeit so weit fahren muss.An manchen Tagen geht es besser,aber gestern zum Beispiel ging es gar nicht.Die Leute haben sich hinter mir schon tierisch aufgeregt in der Kurve.

    Hat jemand was ähnliches schonmal erlebt,oder weiß jemand,was sich dagegen machen lässt?Das ist ja auch kein Dauerzustand.

    Liebe Grüße

    Sherry

  • hi Du

    hab diese Angst schon seit ich den Führerschein hab und ich hatte noch keinen schweren Unfall der es begründen würde. Bekomm sogar schon die Krise wenn ich Beifahrer in nem Auto sitz, wobei auch dort gibt es Unterschiede manche menschen fahren sehr gut auto dort kann ich mich dann auch entspannen andere da zitter ich schon wenn sie den ersten Ging drin habe.
    Ich wurde zum machen des Führerscheins damals gezwunden weil ich ja auch ne Ausbildung machen wollte und dafür halt ein auto gebraucht hab. Jetzt muss ich auch fahren jeden Tag aber nur 7 km einfach. Ich brauch dafür aber sehr viel Zeit. Ich fahr ne Stunde früher los nicht das ich langsam fahren kann sondern das mich die Zeit nicht unter druck setzt Ich fahr immer den direkten Weg ohne Umwege
    Im Winter war es auch oft schon so das ich morgens um 5 meinen Mann geweckt habwenn ich nicht fahren konnt fand der nicht witzig.
    Das einzige was mir hilft ist mir immer nen genauen plan zu machen wo ich hinwill vorher schon zu überlegen wie man parken kann dann lauf ich lieber ein paar Meter als irgenwo zu parken wo ich vielleicht nicht meh weg komm. Ich such mir Weg die ruhig sind wo wenig verkehr zu erwarten ist und halt viel Zeit. Ich hab ein ganz kleines Auto mit wenig PS und auf ne Autobahn würd ich mich nie trauen.
    Ich versuch zur zeit Fahrstunden bei meinem Mann zu nehmen er lässt mich öffters mal fahren und sitzt neben dran versucht zu korrigieren wenn ich vor lauter Angst was überseh. Hab mir auch schon überlegt noch mal richtige Fahrstunden in ner Fahrschule zu nehmen aber das kann ich mir im mom finanziell nicht leisten deshalb muss es erst mal so gehen.
    Ich find es ist schrecklich wenn man so eingeschränkt ist und das einfach nicht hinbekommt obwohl es gar keinen grund gibt Angst zu haben.
    Du hast ja nen Grund für deine Angst vielleicht solltest du wenn du in therapie bist einfach mal mit dem therapeuten darüber sprechen vielleicht gibts ja auch möglichkeiten dir diese Angst zu nehmen.
    ansonsten kann ich dir auch leider nur empfehlen tu alles damit du dich im auto sicher fühlst und wenn das bedeutet du musst langsam fahren dann mach das
    Nasse Straßen sind gefährlich und ich denk manchmal viele Fahrer unterschätzen das auch und fahren viel zu schnell.
    Du hast deine Erfahrungen gemacht Und Angst muss nicht immer negativ eingestuft werden deine Angst will dich hier vielleicht auch einfach vor mehr schaden bewahren.
    weiß nicht ob das jetzt irgendwie hilft aber zumindest weißt du mal das du nicht ganz alleine bist. wünsch dir viel kraft pass auf dich auf

    Arkadia

  • Hallo sherry,

    kann ich gut verstehen, dass du deinem Auto und den Reifen nach all den Geschehnissen nicht mehr vertraust und dich selbst auch unwohl hinter dem Steuer fühlst.

    Wie Arkadia auch meinte denke ich auch, dass es schon sinnvoll wäre diee Unfälle aufzuarbeiten, insofern du das noch nicht gemacht hast.

    Das wäre die eine Sache, die denk ich ganz wichtig wäre.

    Was mir sonst noch in den Kopf kam war - ein Fahrsicherheitstraining, zB beim ADAC. Das hab ich auch gemacht und ich muss ehrlich sagen, mir hat´s schon echt was gebracht. Fahrstunden wären sicherlich auch nicht verkehrt, aber eben je nachdem doch teuer.
    Aber du solltest schon schauen, dass du wieder mehr Sicherheit beiim Fahren bekommst.
    So ein ADAC-Training ist auch nicht billig, aber man kann in deinem Alter, je nachdem wie lang du deinen Führerschein schon hast auch eine Mitgliedschaft für junge Fahrer dort beantragen, die ist glaub ich nicht so sehr teuer. Kann man ja dann nach einem Jahr wieder kündigen - aber da gibt´s irgendwie so Angebote, dass es deutlich günstiger ist. Oder vielleicht gibt es da auch noch andere, die so ein Fahrsicherheitstraining anbieten.
    Könnte mir vorstellen, dass dir das wirklich helfen könnte, denn dort kannst auch auf nasser Fahrbahn fahren, Vollbremsungen hinlegen, etc. und da du alles in deinem Auto machst - lernst das auch besser kennen und kriegst so evtl. wieder mehr Vertrauen.

    Hast du sonst die Möglichkeit, dass du mit jemandem zusammen fahren kannst? Oder zumindest nen Beifahrer dabei hast - gibt dir das mehr Sicherheit?


    Liebe Grüße,
    sunlight

  • So ein Unfall kann auch eine Art Trauma auslösen und dem muss man sich stellen, damit man's los wird.
    Das ADAC-Training ist bestimmt eine gute Idee. Da kannst' auch genau in die Situation rein gehen und das machen, wovor du so Angst hast, auf nasser Bahn bremsen, wegrutschen, irgendwo davor fahren, etc. Wenn man merkt, dass so etwas gar nicht so schlimm ist und in den meisten Fällen nur ein Blechschaden, wird's mit der Angst besser werden. Außerdem hast du dann jemanden dabei, der dir Tipps geben kann und garantiert auch solche Situationen kennt.
    Es wird einem oft erzählt, dass man einfach nur üben muss, aber das stimmt nicht so ganz. Das wichtige ist, dass du dich genau der Situation stellst, vor der du Angst hast, also dem Wegrutschen auf nasser Fahrbahn, dem Kontrolle verlieren beim Bremsen, etc. Wenn du kein Fahrtraining machen willst, kannst's auch mal auf dem Übungsplatz versuchen oder auf einem leeren abgelegenen Parkplatz. Deine Autoreifen werden's zwar nicht ganz so gerne haben, aber dir hilft's garantiert und wenn der Parkplatz groß genug ist, kann auch nichts passieren. Mach's nur nicht alleine, sondern nimm jemanden mit, der dich auffangen kann, wenn die Angst zu groß wird und dich anschließend nach Hause fährt.

    Meine Schwester hat nach ihrem Blechschadenunfall Fahrstunden genommen, bis sie sich wieder sicher gefühlt hat und auch alleine fahren konnte. Vorher hat sie sich gar nicht mehr hinters Steuer gesetzt. Ihr hat's geholfen.
    Ich persönlich kenn's auch und habe mich seit mehr als 2 Jahren nicht mehr hinter's Steuer gesetzt. Keine sinnvolle Lösung, aber da ich im Moment sowieso kein Auto zur Verfügung habe und auch nicht brauche, will ich mich dem Stress nicht aussetzen.

  • Hallöchen an alle.

    Erstmal Danke für die vielen Antworten.

    Also ich glaub sowas wie Fahrstunden bräuchte ich nicht.Ich hab ja meinen Führerschein auch erst knapp 2 Jahren und meiner Meinung nach fahre ich gut.Und bisher hat sich auch noch keiner beschwert.Ausserdem fahre ich ja auch jeden Tag.Von daher bin ich immer damit konfrontiert.Wenn jemand dabei ist ... klar fühl ich mich dann besser,weil ich dann quasi Ablenkung habe und ich mit jemandem reden kann.
    Ansonsten seh ich nix anderes als die Strasse.(Sollte ja auch so sein,aber das ist mehr son Tunnelblick).Ich fahre auch deswegen nich 80 auf der Autobahn oder so.Ich fahr ganz normal wie jeder andere auch.(Würde ich zumindest behaupten). Was mich nur immer fertig macht,sind zum Beispiel Autobahn auf - und Abfahrten (also da,wo zum Beispiel andere Auto kommen und wenn die Autobahn voller ist,dann krieg ich da immer nen totalen Adrenalin - Kick und klammer mich am Lenkrad fest).
    Auch ist es nicht so schlimm,wenn ich Musik höre,die ich gut finde.Dann ist es etwas weniger Angst als sonst.
    Ich habe halt nur immer Angst auf Autobahnen.Ich weiß gar nicht,wie ich das richtig erklären soll.Das ist so,als wenn man irgendwelche Vorahnungen hat.Dass gleich iwas passiert.Es ist zwar nie so gewesen,aber das kommt trotzdem immer wieder.Ich hab den Wagen auch schon ein paar Mal durchchecken lassen vom Fachmann,der mir dann gesagt hat,dass alles tiptop is und ich an der Sicherheit des Wagens nicht zweifeln brauche.
    Nur ich find immer irgendwas neues,was mich in Unruhe versetzt und mein Vater is deswegen schon fast verzweifel.Er musste ne Zeitlanf täglich Reifendruck messen und die Radschrauben neu fest ziehen.Im Moment geht es,weil ich weiß,dass ich nur noch 1 mal in den nächsten 3 Wochen Autobahn fahren muss.Ich hab halt so nen Kurvenproblem. Aber ist auch schon um einiges besser geworden.Hatte damals fäst jede Nacht solche Träume,in denen ich Auto gefahren bin und nen Unfall hatte.(Hab also quasi den einen Unfall immer wieder durchlebt).Mal lief es gut mal sind halt im Traum so echt heftige Sachen passiert.

    Son Fahrsicherheitstraining wär sicher ne tolle Idee.Nur ich glaub irgendwie,dass ich im Moment noch zu viel Schiss davor habe.Ich werd mal mit meinen Eltern darüber reden.Vielleicht können die mir da ein bisschen weiterhelfen.

    Danke nochmal für die Antworten.

    Liebe Grüße

    Sherry

  • Hi,
    tatsache ist einfach....je ängstlicher man ist, umso mehr Fehler macht man. Ich halte das Fahrtraining vom ADAC für eine tolle Idee. Danach wirst Du wieder mehr Selbstvertrauen haben in Deine Fahrkünste. Ausserdem wird dort auch geübt wie man sich in Extremsituationen verhält,und das eben nicht nur in der Therorie. Empfehle ich jedem, auch ohne Ängste. Carry

  • Hallo,

    kenne das mit dem Unfall auch, wenn auch nicht im Auto etc. Ja, das kann einen schon sehr beeinflussen aber ich denk es ist wichtig, auch wieder ein Vertrauen in sein Gerät aufzubauen. Auch hilft es entsprechende Notsituationen im Kopf durchzuspielen und zu üben, um im Falle eines solchen Problems auch richtig und schnell reagieren zu können. Ist eine Kombination aus Vertrauen in die Technik aber auch in das eigene Können. Bei einem Auto könnte hier sicherlich auch ein Fahrsicherheitstraining helfen.

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