Was, wohin und überhaupt?

  • Also mal angenommen bei euch ginge es wirklich gar nicht mehr. Und angenommen ihr wisst gar nicht mehr wie ihr weiter machen wollt/ sollt. Angenommen ihr wollt gar Net mehr.
    Was würdet ihr tun? Wo euch hinwenden wenn ihr nicht viel vertrauen darein setzt, dass sich etwas ändert und ihr schon mal auf die Schauze gefallen seit, ihr euch aber nicht sicher seit ob vielleicht, evtl doch noch was zu retten ist? Wie würdet ihrs angehen. Was würde euch helfen euch zu überwinden euch wohin auch immer zu wenden.

    Ist glaub ich n ziemlich blöder Beitrag, aber ich würds gern wissen. Hoffe ist das richtige Board zum posten.

    LG
    *Sternchen*

  • Hi Sternchen,

    ich weiß auch nicht genau was ich dir dazu sagen kann.
    Ich kann ja nur von dem ausgehen, was ich selber getan hab, als es gar nicht mehr ging.Oder ich zumindest das Gefühl hatte, es geht nicht mehr, ich kann nicht mehr,ich will nicht mehr.

    Meine erste Anlaufstelle war eigentlich eine Psychotherapeutin, leider hätte ich auf den Termin 6 Wochen warten müssen. Mein Nervenkostüm war zu der Zeit aber so zerbrechlich, das ich dachte, das schaff ich nicht. Also noch 6 Wochen so weiter zu machen.

    Ich ging dann zu meinem jetzigen Hausarzt, er kannte mich bis dahin nicht.
    Ich brauchte Soforthilfe! Das spürte ich irgendwie. Ich war total ehrlich, sagte, ich hab ein Alkoholproblem und Depressionen.Der arzt war wirklich vernünftig, verlor kein unnötiges Wort.
    Und half, zumindest erstmal mit Medikamenten.Er hörte ja das ich schon einen Termin bei der Psychologin hatte, also war mit Medikamenten erstmal geholfen.

    Geholfen mich zu überwinden hat eine Veränderung in meinem Privatleben.

    Ich hoffe, das es das war was du wissen wolltest?

    glg desty

  • Hi Sternchen!
    Ich würde wohl dann endlich den Schritt wagen und in eine Klinik gehen. Letztes Jahr ging es mir mal so ungefähr, ich wusste nicht mehr ob und wie ich weitermachen soll/will und war schon kurz davor mich einweisen zu lassen, aber es wurde dann doch wieder besser und ich hab den Gedanken an die Klinik wieder fallen lassen.
    Ich würde dann wohl jemanden der mir Nahe steht darum bitten das in die Hand zu nehmen und für mich alles in die Wege zu leiten (sonst würd ich wohl doch wieder einen Rückzieher machen) das würde mir aufjedenfall helfen mich zu überwinden, denk ich.

    Liebe Grüße
    virus

  • Hallo Sternchen,

    tja bei mir trift Deine Aussage genau den Kern der Dinge. Weder kann ich noch will ich richtig weiter.

    Meine Gedanken kreisen ob ich nun sterben oder leben soll. Ich habe in zwei verschieden Chats ( nicht den zu diesen Forum gehörenden Chat ) schon ein paar mal angekündigt noch am selben Tag mein Leben zu beenden, es aber dann doch nicht getan, auch wenn wirklich nicht viel dazu gefehlt hat. Hinterher habe ich den ganzen Tag eine riesen Angst gehabt, daß irgendjemand die Polizei über mein Vorhaben informieren könnte und diese dann bei mir vor der Tür steht.

    Tja was hindert mich nun es endlich zu tun. Es ist meine Freundin die ich im Chat kennengelernt habe und die ich über alles liebe und auch so schnell wie möglich mit ihr zusammenziehen möchte. Bedeutet für mich blos, daß ich zu ihr nach Österreich ( 1008 km von mir entfernt ) ziehen müßte.

    Nun frage ich mich blos was jetzt machen. Sie hat mir heute zur Bedingung gemacht, daß ich erst eine Therapie machen müßte, bevor sie mit mir zusammenzieht. Sie ist ja auch nicht die Einzige, die mir sagt ich soll eine Therapie machen. Zwei hier aus dem Forum und div. Leute aus den eben erwähnetn Chats sagen mir das Gleiche. Bzw, sie drohen mir mir mich einweisen zu lassen, wenn ich es nicht bald selbst machen würde.

    Nur kann ich keine Therapie machen. Erstens spricht dagegen, daß ich dann meine Arbeit nicht zurückbekomme und zweitens daß ich Angst habe meine Persönlichkeit zu verändern, was ich auf gar keinen Fall will.

    Also doch das Leben beenden oder was um alles in der Welt soll / kann ich sonst machen ????????


    TheGrow

  • TheGrow,
    dein Beitrag macht mich echt wütend. Was ist denn das für ne Aussage, du kannst keine Therapie machen? Das mit der Arbeit ist doch nur vorgeschoben, denn wenn du nicht mehr lebst, brauchst du dir auch keine Gedanken mehr drüber machen. Du hast Angst deine Persönlichkeit zu verändern, was erwartest du denn eigentlich? Ohne eine Änderung in dir selbst, wird sich auch sonst nichts ändern.

    Alive

    Äh, hab diesen Text scheinbar versehentlich per mail geschickt, sollte aber hier landen. :winking_face:

  • Sternchen

    ich werde erst mit ambulanter Thera versuchen.

    TheGrow

    da kann ich Alive nur zustimmen:
    Was soll die Gelaber (sorry) über Arbeit, wenn du suizidgefährdet bist?
    Die Tote brauchen keine Arbeit.
    Wenn du dich in so eine akute Gefahrensituation befindest, dann geht es um dein Leben, und alles anderes ist nebensächlich.

    Ich kann nur leider sagen, dass ich auch beruflich mir es noch nicht erlauben kann, ins Klinik zu gehen. Aber: ich denke nicht mal in Traum an Suizid. Und wenn die Situation sich so dramatisch wendet, dass ich Selbstmordabsichten bekomme, dann werde ich keine Minute zogern und mich einweisen.

    es hängst mit meiner Lebenseinstellung zusammen: ich lehne Suizid bei nicht sterbenskranken Menschen ab, obwohl ich Atheistin bin. Ich halte Suizid für ein feigen Art, sich aus dem Leben zu verpissen, und allen Anderen, die man hinterlässt, mit einer Trauma zu bescheheren

  • TheGrow: Wenn du mit deiner Persönlichkeit kein Problem hättest, würde es dir vielleicht nicht so mies gehen, also wäre es doch gut, wenn sich etwas an deiner Persönlichkeit ändern würde.

    @ alive und Aliena: Bitte versucht, euch etwas weniger aggressiv auszudrücken!

    @topic: Letzten Sommer war es bei mir haarscharf... Ich habe dann eine Therapie angefangen. Gut, da bekommt man nicht so schnell einen Termin. So wie es destiny gemacht hat, finde ich es sehr gut!!! Ansonsten hilft vielleicht ein Anruf bei der Telefonseelsorge oder ein Freund, der einen einfach erst einmal in den Arm nimmt. Aber soweit sollte man es gar nicht erst kommen lassen, sondern vorher schon etwas tun, sich Hilfe holen!

  • So, dann möchte ich mich dazu auch mal wieder zu Wort melden. Erstmal danke euch fürs antworten.

    @ Destiny
    Ja, das war genau das was ich wissen wollte. So ungefähr habe ich das auch schon versucht. ist nun aber schon ein bisl her, im Oktober war das. Hatte bei Theras keinen gefunden der eine Warteliste unter 6 Monaten hatte und bin dann zu meinem Hausarzt und habe den um Hilfe gebeten. Er wollte für mich mal umhören und versuchen mich irgendwo früher unter zu kriegen. Na ja, ich habe nie wieder was von ihm gehört und war zu gekränkt um noch mal anzurufen, da das meinen Gedanken dessen, dass ichs eh nicht wert bin noch n bisl förderte..

    @ dead-virus
    Aber das ist auch nicht gerade leicht diesen Schritt zu gehen jemandem um Hilfe zu bitten Dir zu helfen, oder? Ich könnte das glaub ich auch schon nicht… Aber ich glaub ich bin generell einfach zu ängstlich was das zugehen auf andere angeht.

    @ The Grow’s Standpunkt

    Nun ja, seit mal ein bisl weniger impulsiv bitte… Ich kann schon in etwa nachvollziehen was er meint. Der Gedanke was ist mit Arbeit, bzw in meinem Fall Uni ist mir nicht ganz fremd. Wenn ich jetzt wirklich versuchen würde wieder auf die Beine zu kommen, so stände ich, sollte es mir wieder gut gehen vor einem riesen Scherbenhaufen, weil ich dann hier ewig Zeit wieder verloren habe und noch so einiges andere. Natürlich ist das nicht mein Hauptargument zu sagen ich such mir keine Hilfe, aber wie gesagt, ich kann den Gedankengang nachvollziehen. Was bringt es einem für sein Leben zu kämpfen wenn man danach wieder vor riesigen Problemen steht.

    Du musst Dir schon überlegen wie das gehen soll, dass Dein Leben besser wird, wenn Du nicht bereit bist Dich zu ändern. Es ist nicht gerade leicht sich einzugestehen, dass man Fehler hat, aber wenn man realistisch ist sind es ja nicht alleine alle äußeren Umstände Schuld, dass es Dir nicht gut geht. Du musst ja Net Deine komplette Persönlichkeit ändern. Aber vielleicht Deine Einstellung zu einigen Dingen. Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass meine Situation sehr viel mir meiner ziemlich verkorksten Vergangenheit zu tun hat, es aber andererseits an mir liegt wie ich heute damit klar komme. Es ist mein Fehler wie ich die Dinge wahrnehme, also muss ich mir auch neue Verhaltensweisen erlernen wie ich klar komme.

    Mein Wort zum Sonntag… Bin grad n bisl durch den Wind, also sollte hier irgendwas stehen wo sich jemand angegriffen fühlen könnte, stell ich mal lieber von vorneherein klar, dass es so nicht gemeint ist.

    LG
    *Sternchen*

  • Eigentlich könnte man den Thread schließen, denn sternchen hat sich die Frage ja nun selbst beantwortet :smiling_face:

    Zitat

    Es ist mein Fehler wie ich die Dinge wahrnehme, also muss ich mir auch neue Verhaltensweisen erlernen wie ich klar komme.

    Die Aufgaben wie Uni und Job, die packt man nicht, wenn man nicht gesund ist, also wird alles nur noch schlimmer. Wenn man aber wieder gesund ist, dann kann man unbeschreiblich viel machen/schaffen.

    In meinen Augen gibt es also nur eine Richtung für den Moment, dann sind wieder viele Möglichkeiten offen, nach einer Therapie oder sonstigen völligen Genesung!

    Lieben Gruß
    Franz

  • Ja, vielleicht hat man danach wieder Kraft irgendwas zu tun. Aber was ist wenn das wofür man die Kraft braucht dann gar nicht mehr da ist? Mit der Uni ist Feierabend wenn ich diese verdammte Klausur nicht packe, denn dann kann ich nicht auf Diplom rüber wechseln.
    Und so könnt ich erst in einem Jahr einen neuen Versuch starten, was ich mir zeitlich einfach nicht mehr leisten kann. Also kommt es doch aufs selbe raus. Ob ich jetzt was unternehme oder nicht, in beiden Fällen steh ich nachher ohne was da.
    Im Endeffekt weiß ich immer noch nicht was ich jetz tun soll

  • Nein, du hast dich dann wieder, ein Diplom kann das nicht ersetzen!

    Ich hab mit 30 noch mal ganz neu angefangen und ein Jahr, was ist das? es geht doch alles so schnell, spielt ein Jahr denn wirklich eine Rolle?

    Franz

  • Ohhh, "nur ein Jahr" hab ich mir vor 2 Jahren auch schon gedacht. Und was ist? Alle die, die mit mir Abi gemacht haben sind schon längst durchs Vordiplom durch und ich hab grad erst wieder angefangen und versage schon wieder. Also, ein jahr spielt eine imense Rolle. Ich werde das doch nie schaffen. Jedes mal wenns wieder schwieriger wird schmeißts mich um.

    Sternchen

  • Hallo sternchen,
    ich kann jetzt nur aus meiner Warte sprechen. Aber ich habe das letzte Jahr komplett verloren. Naja bis auf die letzten beiden Monate. Im Nachhinein finde ich es gar nicht so tragisch. Schau du bist jetzt 21 Jahre jung, da hast
    du noch soviel Zeit. Es ist viel wichtiger dieses Jahr für deine geistige Genesung zu nutzen als für irgendwelche ach so wichtigen Seminare und Vorlesungen, die dir dann ja sowieso nichts bringen da du dich nicht darauf konzentrieren kannst. Ich habe es merkwürdigerweise geschafft jeden Tag brav zur Uni zu
    latschen und mich hinterrücks kaputtzumachen. Ich hatte das wahnsinnige Glück die Kurve gekriegt zu haben und zwar allein. Zumindestens im großen und Ganzen. Und ich weiss es war nur Glück, es hätte auch anders kommen können. Wenn du der Meinung bist es geht nicht mehr dann solltest du nicht zögern in eine Klinik zu gehen. Besonders wenn du der Auffasung bist, es alleine nicht mehr zu schaffen.

    Liebe grüße pu

  • Hallo sternchen!!

    Dein Beitrag ist überhaupt nicht scheiße!! Es sind berechtigte Fragen!!
    Bist du in einer Therapie?? Wenn ja, sprich mit deiner Therapeutin darüber, vllt weiß sie eine gute Klinik!! Wenn das mit der Klinik nicht klappt, versuche es mit der Therapeutionh oder mit jemanden denn du vertraust aufzuarbeiten!! Am besten ist bestimmt darüber reden!! Ich befinde mich gerade in so einem tief und die Tips die ich dir eben gegeben habe, helfen bei mir leider nicht, aber vltt bei dir!!

    lg Blacktears

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