Hallo Ihr da draußen!
Vor ein paar Wochen habe ich Euch geschrieben, daß mein Cannabisabhängiger Lebensgefährte in die Klinik gegangen ist ... und seit Donnerstag ist er nun wieder zu Hause ... und ich bin wieder irgendwie am Ende (körperlich und seelisch).
Tja, er ist von Anfang an in der Klinik bei seiner Therapeutin angeeckt und da er sich geweigert hat Psychopharmaka zu nehmen und dann auch noch geäußert hat, daß er gerne einen männlichen Therapeuten hätte, wurde er auf gegenseitiger Basis entlassen.
Es hat doch alles so gut angefangen und er raucht nun ja schon seit 6 Wochen nichts mehr .... war bereit sich durch Verhaltentherapie und Homöopathie und Lichttherapie, Yoga ... etc. weiterhelfen zu lassen.
Irgendwie verstehe ich das Alles nicht mehr.
Nun ist er wieder zu Hause und weiß schon, daß er noch in eine andere Klinik möchte (so wie es aussieht eine Anthroposphische).
Jedoch hat er nun hier niemanden mehr als Ansprechpartner .... das kann doch nicht sein?
Ganz ehrlich, sehe ich in welcher Not er steckt und finde es total mutig von ihm, diesen Zustand ohne bekifft zu sein auszuhalten. Aber wie lange noch??? Was kann er tun ..... wo kann er Hilfe bekommen???
Ich habe Angst, daß er von Allen fallengelassen wird.
Ich habe Angst, daß ich das nicht schaffe.
Ach, ist das alles blöd ..... da ist ein Mensch, der will an sich arbeiten und dann sowas???
Vielleicht 'bausche' ich das ja jetzt ein bisschen auf, weil ich einfach Angst habe, daß´alles wie immer ist und er rückfällig wird.
Luna
...aus Klinik entlassen
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Nun Luna,
ich kenn auch das
Nur mal ehrlich .... er will was tun, aber der konventionelle WEg ist nichts für ihn, nun MUSS er beweisen, dass er cleansein, und aktiv sein verbinden kann und sich eine solche Klinik zu suchen.
Schwer aber bleib bei dir, und lass dich zu nichts drängenKRaftpaket schick
Julchen
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Du hast Recht Julchen ..... werd versuchen bei mir zu bleiben
(ist momentan ein bisschen schwierig, da ich auch nicht auf der Höh' bin)
D A N K E, Du Liebe ...
Luna -
.... sonst wäre alles kein Problem Luna denk ich :), also wenn du selber auf der Höhe wärst.
drück dich
Julchen
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Weshalb hätte er denn Psychopharmaka nehmen sollen? Es war eine reine Entgiftungsstation, in der er war, oder?
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Liebe Alive!
Nein, es war keine reine Entgiftungsstation, sondern eine Station für Doppeldiagnosen
(also z.B. Depression und Sucht oder Personlichkeitsstörung und Sucht usw.)
Obwohl die ersten Tage war er auf dem einen Flur (reine Entgiftung) und dann rübergewechselt auf den anderen Flur.
Aber das machen irgendwie alle durch.
LG
Luna -
finde es erstmal gar nicht schlimm, das dein Freund dort seine eigene Meinung vertreten hat. Manchmal wünscht man sich halt einen anderen Therapeuten und man sollte das Recht haben, einen anderen zu bekommen. Das man dann das KH wechseln muss, kann natürlich passieren.
Steht seine Diagnose den schon fest? Oder sollte er "vorläufig" Psychopharmaka nehmen?
Nur weil dein Freund krank ist, muss er nicht alle seine Recht in einem KH abgeben. Schlimm ist halt, dass du Angst hast, dass er jetzt keine Hilfe mehr bekommt.
Sucht er sich selbst eine andere Klinik?
Sollte seine Diagnose schon feststehen, gibt es vielleicht Selbsthilfegruppen bei euch?
Oder er macht erstmal einen Termin bei einem "Nervenarzt"/Psychiater.Alles Gute, Kullerbunt
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Es scheint als ob es einfach nicht gepasst hätte, das gibt es. Ich finde aber gut, dass er nicht aufgibt und in ne andere Klinik will, das ist ein gutes Zeichen.
Gibt es bei euch Beratungsstellen, an die er sich erst einmal wenden könnte? Er sollte einen Termin beim Psychiater machen und sich von dem helfen lassen!
Schau gut auf dich!!!!
Liebe Grüße
rose -
Ich schicke Dir viel Kraft und vertrau auch ein wenig Deinem Partner. Er hat seine Meinung geäußert und das finde ich gut. Wenn er lieber mit einem Mann arbeiten möchte, dann sollte er sich einen Nervenarzt suchen. Und du bist nur für Dich verantwortlich, dein Mann für sich. Vertrau ihm und vertrau Dir ein wenig. Es wird schon klappen. Und daß er in ein anderes Krankenhaus möchte, zeigt doch, daß er an sich arbeiten möchte. Lg.Tine
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Es gibt mittlerweile auch einige wenige Kliniken, die einen Therapeutenwechsel erlauben und den Patienten mehr Rechte zur Mitbestimmung geben. Die meisten sind allerdings privat oder von einer Krankenkasse, sodass man da nicht unbedingt reinkommt. Antroposophische Kliniken gibt es in Deutschland auch eine ganze Menge, die dann meistens auch eine etwas andere Einstellung haben als die klassischen Kliniken. Versuch's einfach mal über den Verband der antroposophischen Kliniken: http://www.anthro-kliniken.de/d.html oder hier findest du eine Liste mit generellen Kliniken, bei denen vielleicht auch etwas dabei sein könnte:
http://www.schrotundkorn.de/2004/200410w3.html
Habt ihr es mal bei der Krankenkasse versucht? Einfach anrufen und fragen, ob die Krankenkasse eine Klinik betreibt / Patienten in eine Klinik schickt, die auf die Wünsche / Vorstellungen deines Freundes passt.Ich kann deinen Freund gut verstehen. Als ich mich in der ambulanten Therapie geweigert habe Psychopharmaka zu nehmen, musste ich jedes Mal umständlich erklären, warum ich's nicht will und denke, dass es ohne besser ist. Ich bin dabei geblieben und heute froh drum. Ich find's auch richtig, dass er seine Meinung sagt und sich nicht duckt. In einer Therapie bringt's nichts, wenn man einfach nur das macht, was der Therapeut will. Man muss es selber wollen und für richtig halten.
Klar, hat der Therapeut teilweise auch recht, wenn er einen zu unangenehmen Dingen zwingt / bewegen will. Aber man sollte immer wenigstens hinterher einen Sinn darin sehen können.Ich wünsche dir ganz viel Kraft, dass du jetzt nicht verloren gehst.
Hol dir die Hilfe, die du brauchst, um durch die Zeit zu kommen.
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Hallo Ihr Lieben!
Danke, für Eure Berichte und für Eure mir mutmachenden Antworten.
Fühl mich gleich ein bisschen besser.
Ja, ich muß einfach loslassen und ihn alleine machen lassen. Ich bin nicht für ihn verantwortlich (habe selbst mit mir genug zu tun).
Er hat sich bis jetzt mit einer anthroposophischen Klinik in Verbindung gesetzt. Dort muß er den letzten THC-Wert? noch 'einreichen'.
Jedoch weiß er nicht, ob die aus der anderen Klinik diesen Wert der sozusagen 'neuen' Klinik mitteilen ..... usw.
Ist echt anstrengend für IHN und für MICH.
Mir geht das alles nicht schnell genug ....
Ach, ich glaub ich mach jetzt mal Pause. Nehme gleich ein heißes Bad und versuche
zu entspannen.
Schön, daß es Euch gibt!
LG
Luna -
Schön, daß es Dich gibt, mach Dir das auch mal bewußt.
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hallo luna, du schreibst von deinen gefühlen und ängsten. die kann ich verstehen. du hast Angst, dass alles wie immer bleibt. wie sieht denn dein freund das? wieviel zuversicht steckt in ihm? fühlt er sich fallengelassen? irgendwie lese ich da ein ziel heraus, er sieht einen weg für sich. das ist doch gut. oft entsteht doch erst in der auseinandersetzung mit den therapieangeboten dieser individuelle weg.
aber ich glaube, dass du auch deinen weg finden mußt und wirst. such dir hilfe, versuche kraft für DICH zu tanken. denn es bleibt alles beim alten, wenn beide sich weiter so verhalten. aber alles ändert sich, sobald einer den anfang macht! tut oft weh, ist aber nicht anders möglich..
ein lieber gruß
jürgen
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