Druck durch Narben

  • Heute als ich beim Zahnarzt saß (es war warm und ich kurzärmelig) da sprach er mich auf meine Narben an. Wer mich denn da gekratzt hätte. Ich meinte, das wäre ich selbst gewesen. "Ja, so richtig, dass Blut kam." "Ja, klar" "Aber aus dem Alter sind Sie jetzt schon raus, oder?" Was hat denn das mit dem Alter zu tun??? Naja, ok Zahznarzt, der ist in der Materie nun wirklich nicht bewandert, ist ok.

    Es hat nur den Druck verstärkt, den ich seit ein paar Tagen habe... Ich schau auf meine Narben, erinnere mich, wie ich sie mir zugefügt habe und dann stell ich mir vor, wie ich den bsiherigen Narben, eine neue Wunde hinzufüge... Lang und tief... Es erschreckt mich, ich will das doch eigentlich gar nicht mehr, kann es auch recht gut händeln und seinlassen, dennoch ist da immer wieder und wieder der Wunsch, es doch wieder zu tun...

    Wollt das grad einfach mal loswerden...

    Liebe Grü0e
    rose

  • Hallo Rose,

    ja, die Problematik mit den kurzen Sachen und den unverfrorenen Fragern kenne ich nur zu gut - leider. Okay, vom Zahnarzt erwartet man nicht wirklich eine professionelle Rückmeldung, andererseits staune ich immer wieder, wie unsensibel und teilweise grob fahrlässig von Arztseite auf die Narben eingegangen wird. Das war für mich die letzten Jahre auch der Grund, keinen Hautarzt wegen den Narben mehr aufzusuchen - ich hatte einfach genug davon, wieder ganz von vorne erklären zu müssen, wie das denn war, ja, jetzt ist es nicht mehr, nein, damals war das so schlimm, dass ich mir nicht anders zu helfen wusste, ja, ich war/bin in Therapie, etc. Ich kann's selber schon nicht mehr hören, geschweige denn einem Nichtwissenden erzählen. Gleichzeitig sind die Narben schon ein ziemliches Päckchen, denn in Momenten, in denen es nicht so gut läuft, kommt da schon mal der Gedanke, dass bei so vielen Narben die Haut eh schon kaputt ist, da kommt es auf einen Schnitt mehr nicht mehr an. Ich kenne das auch von mir, liebe Rose, dass ich bei manchen Narben, grad den großen, noch genau weiß, wann ich mir die zugefügt habe und dass es mir damals doch große Erleichterung und - kurzfristig - Entlastung verschafft hat. Aber eben kurzfristig, die kaputte Haut ist allerdings langfristig da :frowning_face: Ich habe mal irgendwo den Spruch gelesen: Narben haben die Macht uns daran zu erinnern, dass die Vergangenheit Wirklichkeit war. Und so versuche ich das auch, für mich die Narben so einzuordnen: Als Stoppschild und als Warnung, wenn mir mal wieder alles grad zuviel wird und ich mich mit mir selbst nicht mehr wohlfühle - mich dann besonders gut zu behandeln und fürsorglich zu mir zu sein. Aber irgendwie ist es auch oft ein Schutzschild gegenüber meinem Umfeld, dass ich kein unbelasteter Mensch bin und mit Oberflächlichkeiten nichts anfangen kann und man sich deshalb überlegen soll, ob man mit mir in Kontakt treten möchte oder nicht. Was natürlich nur im privaten Bereich so durchsetzbar ist, denn im Beruf müssen die Menschen mit mir Vorlieb nehmen; wobei ich da schon drauf achte, dass kleidermäßig nicht allzu viel zu sehen ist. Manchmal regt mich das dann aber selber auf, dass ich so ein Versteckspiel betreibe - ach, irgendwie ist das alles ziemlich kompliziert und vor allem weiß ich selber nicht genau, was für eine Einstellung ich jetzt zu den Narben habe - schwankt auch von Tag zu Tag.
    Was ich mir aber so als Spruch zurecht gelegt habe, wenn ich grad ganz blöd angesprochen werde und keine Lust habe, freundlich-höflich darauf zu antworten, dann sage ich immer "das ist eine Allergie gegen Neugierde". Vielleicht kannst Du den auch mal anbringen, liebe Rose.
    Ich wünsche Dir, dass Du Dich heute Abend in Deiner Haut wohlfühlen kannst - ist schwer, ich weiß, aber trotzdem...

    Liebe Grüße,
    Katzendevil

  • ... weißt du rose, vllt war der echt nett, und war einfach neugierig, interessiert .... ich find das cool ... kein peinliches Schweigen, dem man anmerkt, das es gesehen wurde, aber TABUthema ist ... oder Hilflosigkeit damit um zu gehen.

    Einfach Interesse an dir als Person und deinem Ich :smiling_face:

    Den Druck verstärkst du selber, weil es eben wieder Thema ist ... schön und richtig toll, das du wider stehst, aber nur, wenn du dabei auch bei dir selber bist :winking_face:

    Schau, mir ist es letzhins wieder passiert, nicht tief, aber groß flächig, oki, es war heiß, ich dacht und nun du Volldepp :wall:

    Resultat :

    Ich hab für mich so getan, als wäre da nichts, und bin kurzärmelig rumgelaufen, wers sehen wollte, tats, aber es kamen keine Reaktionen .... nicht mal von meinen Kindern, und die sagen normal immer was, weil wir das eben hier offen handeln.

    Ich denke, wichtig machen wir es uns selber, nur muss der Kopf das erstmal kapieren :smiling_face:

    HDL

    Julchen

  • Ich hab allgemein auch nicht das Problem zu meinen Narben zu stehen. Weiß auch nicht, vielleicht hatte ich unterbewusst irgendwie bei nem Arzt (=weißer Kittel) mit ner anderen Reaktion gerechnet und sei es nur der Zahnarzt... Weiß auch nicht, sonst hab ich damit keine Probleme.

    Vielleicht lag es daran, dass der Druck in den Tagen davor schon etwas höher war. Das krasse war einfach, dass ich meine Narben in den letzten Tagen "schön" fand... Keine Ahnung, vielleicht so ähnlich wie ein Tattoo und ich mir sehr gut vorstellen konnte, da noch eine große lange hinzuzufügen. (Ich hoffe, ich trigger damit jetzt niemanden). Und der Wunsch lässt nicht nach...Je mehr ich die Narben anschau, desto weniger sind sie für mich ein Stoppschild, dafür umso mehr eine Art Trigger... Ich kann es händeln, ich bin (noch) nicht rückfallgefährdet, aber es geht mir einfach nicht gut damit, dagegen ankämpfen zu müssen...

    Aber vielen Dank für eure Reaktionen. Zeigt es mir doch, dass ich nicht alleine bin. Aber kennt ihr das, dass euch eure Narben triggern, dass sie euch dazu verführen, es wieder zu tun?

    Liebe Grüße
    rose

  • Ich glaube, was die Rückmeldung zu Narben betrifft, hören und verstehen wir jede(r) etwas anderes - mal finden wir es okay, wenn jemand hartnäckig nachfragt, was uns an einem anderen Tag jedoch extrem nerven würde. Gibt wohl nicht DIE "richtige" Reaktion, die immer und zu jeder Zeit passt. Mir persönlich ist es in der Regel am liebsten, wenn mein Gegenüber, besonders von professioneller Seite, ganz sachlich damit umgeht und registriert - und akzeptiert - ob/wenn ich weiter darauf eingehen möchte oder nicht. Ich erinnere mich an eine Situation, da war ich 16 und hatte mir den ganzen Brustkorb verschnitten. Meine Ärztin war an dem Tag nicht da, nur ihr Mann, mit dem zusammen sie die Praxis betrieben hat. Der hatte so etwas offensichtlich noch nie gesehen und war ganz aus dem Häuschen, ist total panisch herum gelaufen, sodass ich schließlich angefangen habe, ihn zu beruhigen, das ganze herunter zu spielen... Total absurd. Den hat das menschlich wohl so mitgenommen, dass er gar nicht realisiert hat, wie das jetzt auf mich wirkt, als diejenige, die die Verletzungen hat, aber für die Verletzungen auch verantwortlich ist.
    Jede von uns hat wahrscheinlich eine ganze "Sammlung" von Reaktionen, die von "total abwertend" bis "sehr einfühlsam" reichen. Und ich gebe Dir Recht, Julchen, dass es unabhängig von den Reaktionen anderer vor allem ausschlaggebend ist, wie WIR damit umgehen, wie wir zu den Narben stehen. Leicht finde ich es nicht, aber ein gutes Ziel ist es auf jeden Fall.

    Liebe Grüße an Euch.
    Katzendevil

  • Liebe Rose,
    kenn das auch.
    Eine ganz bestimmte Narbe verbinde ich mit einem ganz bestimmten Erlebnis, was mich ab und zu zur Wiederholung reizt.
    Dann auch der Gedanke, dass die Narben so scheußlich sind, dass ich sie am liebsten überschneiden würd.
    Bringt alles nichts.
    Mir ist es immer noch furchtbar peinlich wenn jemand die Narben sieht.
    Der Zahnarzt hat evtl. "sowas" noch nie gesehen, und vielleicht vollkommen unbedarft und ohne Hirn reagiert.
    Das nächste Mal hast bestimmt Ruhe, und er wird keine doofen Fragen stellen.
    Liebe Grüße
    Nebula

  • Hallo Rose, direkt zu Deiner Frage: Ja, mich triggern meine Narben auch manchmal und auch ich hatte schon so Gedanken, dass an der und der Stelle auch noch eine Narbe "hinpassen" würde. Glücklicherweise sind diese Impulse und Gedanken mit den Jahren weniger geworden, weil ich mich jetzt insgesamt in meiner Haut - also im übertragenen Sinn, denn in der vernarbten Haut fühle ich mich nicht so gut - wohler fühle und mehr Dinge in meinem Leben habe, die mir gut tun. Der Umgang mit Tieren beispielsweise tut mir sehr gut und lässt mich meinen Körper als etwas positiv Erlebbares wahrnehmen - ganz besonders beim Reiten. Bin zwar noch absolute Anfängerin, aber ich will das ja nicht leistungsmäßig betreiben, weil es mir um was ganz anderes geht: Mich zu spüren, mich tragen zu lassen, mich zu entspannen. Ich wusste gar nicht, wie schwer mir das fällt und ich bin auch noch weit davon entfernt, mit einer entspannten Grundspannung auf dem Pferd zu sitzen...
    Aber zurück zu den Narben: Prinzipiell wäre ich schon froh, sie wären weniger auffällig und es wären insgesamt weniger, vor allem an sichtbaren Stellen, aber manche Narben würde ich da lassen, wo sie sind, als Erinnerung und Warnung für mich selbst, es nie wieder so weit kommen zu lassen, dass mich jemand so zugrunde richtet, dass ich mir nicht anders als durch Selbstverletzung zu helfen weiß. Und ich denke, liebe Rose, dass die Narben, ähnlich wie Tätowierungen auch, eine Geschichte erzählen, die im Idealfall aber in der Vergangenheit spielt.

    Liebe Grüße,
    Katzendevil

  • Hi Rose!

    ......kann mich Future nur anschließen.

    Zahnarzt hin oder her, so völlig kann er ja nicht an diesem Thema vorbeigeschrammt sein, und entweder ist er in der Lage adäquat mit der notwendigen Sensibilität zu reagieren oder sollte einfach die Klappe halten.
    Für mich wäre da ein Grundvertrauen weg, wenn er da nicht sensibel reagiert evtl. auch nicht bei der zahnärztlichen Behandlung?
    Keine Ahnung, vielleicht ist er ja ein super Zahnarzt, will ihn Dir jetzt auch nicht schlecht reden.......

    Aber ich habe schon aus weitaus geringeren Anlässen den Zahnarzt gewechselt, gerade meiner Zahnärztin muß ich bedingungslos vertrauen können, ich liefer mich ihr schließlich genauso bedingungslos aus!!!!

    LG,
    Kassi

  • Na, als Zahnarzt ist er schon gut, bin mein ganzes Leben schon bei ihm, aber halt mit großen Abständen (sollte öfters zur Kontrolle gehen... *räsuper*). Und ich hab schon wesentlich schlimmeres gehört. Eigentlich steh ich da drüber und denk mir halt einfach, dass man so Leuten auch nicht helfen kann... Es hata den ganzen bisherigen Druck halt noch verstäörkt, aber ich glaub, wenn ich vorher keinen Druck gehabt hätte, hätte mir der Spruch auch niczhts ausgemacht...

    Katzendevil:

    Zitat

    Prinzipiell wäre ich schon froh, sie wären weniger auffällig und es wären insgesamt weniger, vor allem an sichtbaren Stellen


    Hm, genau das ist es ja... Genau das ist bei mir anders. Ich mag meine Narben, ich finde sie teilweise sogar schön! Deswegen triggern sie mich ja so sehr, das ist das was ich einfach nicht verstehen kann...

    Liebe Grüße
    rose

  • hey

    mich nervt es oft wenn ärzte oder leute allgemein so blöd einfach fragen. hat dich jemand gekratzt, was ist denn da passiert? obwohls so offensichtlich ist. ich sag dann meistens dass ich mit nem bär gekämpft hab *g
    oder diese fragen von fremden menschen: welches problem hast du denn? "werd ich dir sicher nicht sagen, ich kenn dich doch nicht."

    ich find so fragen ziemlich unsensibel, gerade wenn ärzte fragen ob die katze dran schuld war. *grrrr*
    mich fragt doch auch keiner welche narbe ich da am bauch hab, weil jeder weiß dass es eine blinddarmnarbe ist. aber bei allen anderen narben fragen sie so doof. obwohls doch so offensichtlich ist.

  • Für uns betroffene ist es so offensichtlich, aber wenn jemand nichts mit der Materie zu tun hat, und darunter fällt nunmal auch ein Zahnarzt, dann kann es schon sein, dass die nicht erkennen, was es ist. Mir wurde die Katze geglaubt, genauso wie ein Unfall in den Stacheldraht... Die Leute sehen, was sie sehen wollen und nicht das was real ist. Sich mit dem Thema auseinander zu setzen, ist auch für Außenstehende nicht leicht, genauso wenig, es zu ignorieren. Für uns ist es schwer, klar, aber für die anderen ist es auch nicht gerade einfach...

  • Ich kann mich da Rose nur anschließen. Gerade wenn zwischen der Zeit, in der die Narben entstanden sind, und heute einige Jahre liegen und ich auf andere nicht so wirke, wie sich die Allgemeinheit wohl einen psychisch kranken Menschen vorstellt, kommen die meisten nicht darauf, wie diese Narben zustande gekommen sind. Ich habe Anfang der 90-er Jahre mit dem Schneiden angefangen und damals war das anscheinend noch völlig unbekannt - wurde deshalb auch leider in die absolute Psycho-Durchgeknallten-Ecke geschoben. Da konnte ich lange sagen, dass ich nicht verrückt, sondern verzweifelt bin... Rückblickend wundere ich mich aber schon, wie fest meine damalige Umgebung in Schule, etc. so fest die Augen zugedrückt haben konnte, dass das - in meinen Augen - Offensichtliche nicht erkannt wurde. Ja, die Angst vor dem Unbekannten ist wahrscheinlich ein ganz wesentlicher Grund, warum die abstrusesten Erklärungen für die Narben geglaubt werden :21:
    Als selbst Betroffene passiert uns das natürlich nicht und ich glaube, wir nehmen an unserem Gegenüber viel schneller etwas wahr, als es möglicherweise der Fall ist. Ich bin manchmal schon fast paranoid, was meine Auffälligkeit betrifft, was es nicht grad einfach macht, sich trotzdem ungezwungen zu bewegen. Dass ich 1,80 m groß bin, macht's nicht leichter, in der Masse unterzugehen :70:
    Ich denke, Unwissenheit kann man den Leuten nicht vorwerfen - Taktlosigkeit aber schon. :57: Aber das ist allgemein etwas, was ich absolut nicht ausstehen kann.

    Grüße an Euch,
    Katzendevil

  • Zitat

    Sich mit dem Thema auseinander zu setzen, ist auch für Außenstehende nicht leicht, genauso wenig, es zu ignorieren


    Da möchte ich jetzt aber doch widersprechen, das mag auf einige zutreffen, allerdings ist es nach meinen Erfahrungen ein durchaus weitverbreitetes Phänomen, Dinge die nicht ins persönliche, mitunter extremst gefilterte Weltbild passen, schlichtweg zu ignorieren. Und glaub mir Rose, viele haben damit auch nicht die geringsten Schwierigkeiten:(
    Das ist so, wir können das nicht ändern, ab und an punktuell, bei einigen wenigen.
    Das muß ich zwar akzeptieren, aber ich bin nicht bereit dafür noch Verständnis aufzubringen:53:

    Zitat

    Ja, die Angst vor dem Unbekannten ist wahrscheinlich ein ganz wesentlicher Grund, warum die abstrusesten Erklärungen für die Narben geglaubt werden :21:


    Auch bei dieser Angstvariante hilft in der Regel die Konfrontation. Aber klar, das muß jeder für sich entscheiden. Ein offenerer Umgang damit, von beiden Seiten, würde da sicher helfen. Ich kann natürlich verstehen, dass bei den teilweise wirklich dämlichen Reaktionen, Betroffene das in der Regel vermeiden.

    Übrigens, ich bin nicht selbst betroffen, bis auf eine Phase vor 10 Jahren, das Thema an sich, ist mir aber schon sehr lange bekannt, seit den 80ern.

  • Konfrontieren kostet Kraft und vor allem müsste zuerst klar sein, wen man konfrontieren will :confused_face: Da häufig nicht eindeutig ist, ob's für das Gegenüber nun klar ist, was die Ursache für die Narben ist und ob es deswegen Getuschel gibt oder nicht, kann ich aus Betroffenensicht - für mich - nur feststellen, dass es mich weniger fertig macht, quasi von mir aus eine Erklärungskampagne zu starten, ohne zu wissen, ob mein Gegenüber sich überhaupt darauf bezogen hat/dafür interessiert oder ob ich da hochsensibel reagiert habe und entsprechend konfrontierend darauf eingehe - auch das ist schon passiert und hat mich in die unangenehme Situation gebracht, wieder die Kurve zu einem unverfänglicheren Thema zu kriegen. Verständnis für etwas zu erreichen, was sehr viele Menschen für etwas Hochpathologisches halten, ist meist ein Kampf gegen Windmühlen. Die Energie, die ich dafür bräuchte, investiere ich dann lieber in die Arbeit an meinem Selbstbild und meinem Selbstbewusstsein. Andere Menschen kann ich nicht ändern, mich und meine Einstellung schon.

  • Zitat

    Auch bei dieser Angstvariante hilft in der Regel die Konfrontation.


    Das war mehr ironisch gemeint und bezog sich auf Nichtbetroffene>>>das dürfte wohl ziemlich jedem bekannt sein>>>um seine Angst zu überwinden, muß man sich ihr stellen......
    da muß aber jeder selbst draufkommen.
    Damit war keine um Verständnis apppellierende Aktion seitens Betroffener gemeint.

    Is wohl etwas mißverständlich formuliert........

  • Oje, Kassi, da bin ich selber ein großer Fan von Ironie und habe nicht mal gemerkt, dass das ironisch gemeint war. Aber irgendwie ist es wohl bezeichnend, dass es selbst unter Betroffenen bzw. Menschen, die dem ganzen offen gegenüber stehen, zu Missverständnissen kommt :50:Wahrscheinlich auch deshalb, weil die Narben an sich auch noch "mitsprechen" und Botschaften aussenden, die - je nachdem - im ziemlichen Gegensatz zu dem stehen, was ich als Betroffene zum Ausdruck bringe. Kompliziert, sag' ich bloß... :winking_face:

  • Ja siehst, und ich frag mich bei Deinen Beiträgen immer, was stellt sie immer diese Schilder auf, is doch klar wie's gemeint ist;)

    *g*>>>aber manchmal scheinen die ja wirklich Sinn zu machen.......
    möcht nicht wissen, wie oft ich deshalb schon falsch verstanden wurde:70:lol

    Zitat

    weil die Narben an sich auch noch "mitsprechen" und Botschaften aussenden, die - je nachdem - im ziemlichen Gegensatz zu dem stehen, was ich als Betroffene zum Ausdruck bringe. Kompliziert, sag' ich bloß... :winking_face:


    Ja, das kann ich gut verstehen, ein Jahr war ich ja selbst Betroffene, weiß also wie das ist, darauf angesprochen zu werden....
    meine Erfahrung war, dass viele die Ursache gar nicht wissen wollen, warum und welche Ängste dahinterstehen, wenn dann abgeblockt wird, is mir dann auch egal, bin nach wie vor der Meinung das sie dann lieber gleich die Klappe halten sollten.

  • Da sind wir uns völlig einig :top2: - entweder kommt da ein gut überlegter Kommentar oder gar keiner. Manchmal wär's da vermutlich ganz schön leise auf der Welt, wenn das allgemein so gehandhabt würde :winking_face: Gegen ein bisschen mehr Stille hätte ich nix einzuwenden.
    Tja, und das tolle :70: zücke ich eben aus diesem Grund, dass es ohnehin schon zu vielen Missverständnissen kommt und ich von mir weiß, dass ich manches in den falschen Hals kriege, wenn ich das Gefühl habe, jemand nimmt mich/das, was ich erlebt habe, nicht ernst. Deshalb: lieber einmal mehr, als einmal zu wenig :winking_face:

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