Aufschrei

  • Buchtitel:
    Aufschrei

    Schriftsteller/Verlag:
    Truddi Chase

    Buchbeschreibung:
    Es geht um 'eine' Frau mit MPS. In dem Buch wird alles vom Anfang der Therapie (wie die Multiplizitaet entdeckt wurde) bis zum Ende (wo die Kinder in ihr Ruhe finden) ein bisschen aufgelistet. Also auch, wie es dazu kam usw....

    Meine Meinung über das Buch:
    Ich weiß nicht, ob es Menschen mit MPS wirklich so ergeht, aber ich fand's doch mal interessant zu lesen.

    [ISBN] 3404614984[/ISBN]

  • Hallo Lost_Angel,

    als ich zum ersten Mal von diesem Buch hörte, dachte ich: "Ja und weiter? :confused_face: Was geht es mich an, wie solch eine Persönlichkeit entstehen kann, noch war ich bereit, meine Freizeit diesem Buch zu widmen. Die Thera verstand es aus ihrer Sicht nicht, denn sie war die erste, die uns damals als erste diese Diagnose ins Gesicht sagte. Ich dachte nur immer wieder an die Worte der Oberärztin, die uns ja immer wieder bestätigt hatte, wir wären nur Boderliner bzw. Schizophrene... Mutisten, oder manchmal eben nur als Depressive in der Psychiatrie. Aber nie kam solch ein Wort, über die Lippen unserer Oberärztin. Umso mehr war ich natürlich verwirrt über die Worte der Psychologin, welche wir als Einzeltherapeutin bekamen. Sie sah nett aus, überzeugte uns durch ihr sachgemäßes und umsichtiges Verhalten und schon bald begannen wir Vertrauen aufzubauen, bis zu jenem Tag, als sie mir am Ende der Einzeltherapie dieses Buch gab. Damals habe ich es nicht gelesen, während des gesamten Aufenthaltes nicht, denn bei uns wurde auch nicht MPS diagnostiziert. Damit stand für mich fest, dass sollen Menschen lesen, die solch eine Diagnose haben.

    Dann fast 8 Jahre später wieder in einer Klinik, wieder Einzeltherapie, wieder der Vorschlag, dass ich doch einmal dieses Buch lesen könnte und wieder von unserer Therapeutin die wir in der Einzeltherapie hatten. Ich begann zu lesen... bis Seite 19... dann schlug ich es zu... sah mir den Umschlag an und stellte mir innerlich die Frage: "Komisch, wie kann all das, was ich immer in meinen Tagebüchern gelesen habe (zwar nicht im einzelnen identisch, doch grob überschlagen), jetzt in einem Buch stehen?" :confused_face: :winking_face_with_tongue: Ich habe doch nie darüber etwas erzählt. :confused_face:
    Die Neugierde wurde größer. Ich las wieder und wieder in diesem Buch, bis ich es ausgelesen hatte. Meine Meinung zu diesem Buch ist:

    Aufschrei, ist ein Buch, das an Intensität kaum zu übertreffen ist. Gleich von Anfang an, wird dem Leser deutlich vermittelt, wie das tatsächliche Leben, mit all der Angst Tag täglich, tatsächlich bei einem Multi abläuft. Menschen, die wie ich davon betroffen sind, werden beginnen zu zweifeln, ob sie gerade ein Buch lesen, oder ihre eigenen Memoiren. Wieder und wieder werden sie sich davon überzeugen müssen, dass es wirklich nur ein Buch ist, das genau von solch einem Leben erzählt, wie sie es führen. Seite für Seite wird einem die Luft zum atmen genommen, da Nichtbetroffene es sich kaum vorstellen können, dass es wirklich solche Menschen gibt, die so aufgewachsen sind. Betroffene werden sich hilflos wieder finden und verlieren oft auch in diesen Seiten die Gewalt über ihren Körper. (sog. Trigger sorgen dafür)
    Es ist kaum vorstellbar, doch dadurch, dass es sehr einfach geschrieben wurde (ohne große Fremdwörter aus dem Bereich der MPS) hat der Leser hier schnell einen Überblick, was die Betroffene erlebte und erleiden musste. Es tut weh, wenn man erfährt, wie Truddi durch ihre vielen verschiedenen Persönlichkeiten durch das Leben geht, ohne nie sie selbst sein zu können, durch die Grausamkeiten, die ihr zugefügt wurden. Betroffene Multis hingegen, werden bei diesen Wechseln schnell zu spüren bekommen, wie sich auch Leser aus ihrem Innern, beginnen für dieses Buch zu interessieren. Auch sie wollen wissen, wie es Truddi schaffte, mit all den Personen in Kontakt zukommen. Sie suchen nach so genannten Hilfen, denn auch die Innis wollen dies für sich anwenden lernen. Ein innerer Kampf beginnt, der oftmals kaum noch beim lesen zu unterscheiden ist: "Findet der Kampf der Auseinandersetzung jetzt im tatsächlichen Inneren statt, oder ist man jetzt nur dem geschriebenen der Buchseiten gefolgt!"

    Auf ihre Mitmenschen wirkt Truddi durch diese multiplen Persönlichkeiten (Innis) relativ normal. Dem Leser jedoch wird ziemlich schnell eröffnet (auf eine erschreckende Art), wie viel ein Mensch auszuhalten in der Lage ist und wie viel Perversität in einem anderen vorhanden ist/ sein muss, um einen Menschen zu einem Multiplen Menschen zu machen. Dieses Buch ist sehr lesenswert, denn selbst Erklärungen jeglicher Art (zu MPS und die damit verbundenen Wörter), werden für die Leser sehr gut erklärt.

    LG A.

  • Hey!

    Danke fuer deinen Beitrag, johanna, so wieß ich das es
    Menschen echt so gehen kann :frowning_face: ... sorry mehr weiß
    ich gerade nciht zu sagen dazu :confused_face:


    Naja... ausser das Menschen, die sich so gar nicht dafuer
    interssieren, das Buch nicht so toll finden mehr wenn es
    auf's Ende zugeht (so haben es meine Mom und eine Freundin
    von ihr gesagt ^^)

    LG
    Losty :smiling_face:

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