Ü30 und Selbstverletzerin

  • Ich verletze mich seit vielen Jahren wegen emotionalen Stressituation
    selbst. Eine Therapie hat mir nicht viel geholfen, ich bin über 30
    und frage mich, ob es noch mehr "Gleichgesinnte" gibt, bei
    denen das nicht rausgewachsen ist...
    :61:

  • Hi du
    ja ich bin fast 31 Jahre alt und verletze mich seit ich 6 Jahre alt bin selbst. Hatte zwar mal ne Phase immerhin 5 Jahre ganz ohne aber danach hab ich wieder damit angefangen schlimmer noch als vorher. Auch ich hab ne Therapie gemacht 2 Jahre und 7 Monate das einzige was ich dabei allerdings gelernt habe ist wie man es gut versteckt und wie man sich verstellt damit es niemand merkt :frowning_face: Im mom ist der Drang zwar enorm stark begleitet mich bis in meine Träume die sich fast nur noch um SVV oder schlimmer drehen aber in der Realität ist das letzte mal schon fast 8 Tage her und das ist lange für mich richtig lange. Das gute bei mir ist ich denk nicht mehr drüber nach es gibt stellen die sind Tabu da geh ich nicht mehr hin und eins ist auch tabu das permanente jammern. Die meisten verstehen es leider eh nicht also belaster ich sie nicht mehr damit.
    Ich wünsch dir das du für dich einen Weg findest entweder weg davon oder zumindest damit leben. Das ich davon weg komme das hab ich glaub ich aufgegeben aber man soll ja nie NIE sagen.
    Viel kraft und alles gute
    Arkadia

  • Ich habe mich als Kind schon selbstverletzt, aber es nicht als Selbstverletzung
    wahrgenommen, 10 Jahre habe ich nicht geschnitten, aber bin stattdessen
    in die Alkoholsucht reingerutscht.. ich schneide selten, alle paar Wochen mal
    aber dann ziemlich heftig.. Skills bringen nicht viel, weil ich das Blut sehen muß.
    Ich bin erst seit zwei Monaten trocken, und gehe zu den AA.. nur helfen wenns
    um die Selbstverletztung geht können die auch nicht

  • Hallo Schattenfrau,

    also für mich bist noch jung - bin wohl die Oma unter den SVV-lern.
    Neige schon immer zu SVV, seit ich denken kann.
    Und auch zum Thema Alkohol kann ich mitreden.
    Rauswachsen.... ne, nicht wirklich.
    Alles Gute für dich
    und liebe Grüße
    Nebula

  • Altersfrage haben wir per PN geklärt - ist mir etwas peinlich mein Alter :o öffentlich bekannt zu geben.

    Darf ich dich fragen, welche Therapien du schon gemacht hast?

    Liebe Grüße
    Oma Nebula

  • Hallo Schattenfrau,

    ja ich bin nun auch 31Jahre alt und irgendwie spukt das SVV immer noch wie ein altes Gespenst, das nicht zur Ruhe kommt, in meinem Leben rum... *seufz* Aber ich geb die Hoffnung nicht auf, dass man immer dazu lernen kann und dass wir es deshalb auch mit unserem Alter irgendwann schaffen, damit ganz aufzuhören!

    Liebe Grüße
    rose

  • ich habe ne Gesprächtherapie gemacht, die ich extra wegen dem SVV
    haben wollte- hat nichts gebracht und als die Stunden um waren hätte
    ich zum extra Gutachter der Krankenkasse gemußt, das habe ich
    nicht gemacht, weil ich nicht noch mal vor einem Fremden die "Hosen
    runter lassen " wollte. So hat die Kasse wenigsten Geld gespart

  • Hallo Schattenfrau,
    eine Gesprächstherapie - hm, kann ich mir jetzt nicht wirklich was genaues darunter vorstellen. Aber wenn du das Gefühl hast, dass dir das nichts gebracht hat, dann wäre doch die Überlegung naheliegend, eine andere Form von Therapie zu machen, oder?
    Ja, das mit "den Hosen runter lassen" kann ich gut verstehen.
    Hab da auch meine Probleme.
    Hast du schon mal was von DBT gehört?
    Bin da jetzt schon seit Oktober letzten Jahres dabei, und kann es empfehlen.
    Gestehe, im Griff hab ich das noch lange nicht, aber es beginnt in mir zu verstehen... in ganz kleinen Schritten.
    Wäre das eine Möglichkeit?
    Liebe Grüße
    Nebula

  • hallo Nebula

    Danke für die Antwort. DBT ist mir ein Begriff. Ich weiß, daß diese
    Art von Therapie öfters bei Borderliner angewandt wird.
    Eine Zeitlang habe ich mir die Mühe gemacht nach einem
    Therapeuten zu suchen, der sich mit Traumatherapie auskennt.
    Doch ich habe im Umkreis von 70 km keinen gefunden, der
    "frei" war. So hab ichs abgehakt.

    Wir "Alten" sind (leider) oft hart im Nehmen und wenn man funktioniert,
    denkt man es ist alles ok

  • Hallo Schattenfrau,

    versuch es doch weiter, ne Traumathera zu bekommen. Ich hab die Erfahrung gemachtr, dass man das besser in ner Klinik macht. Ambulant war bei mir ein Schuss, der nach hinten los ging. Aber lass dich auf Wartelisten setzen, geb nicht so schnell auf!
    Klar, je älter man ist, desto festgefahrener sind alte Verhaltensmuster, aber es lohnt sich trotzdem weiter an ihnen zu arbeiten!

    Liebe Grüße
    rose

  • Nun, weil Du selbst schreibst, dass Dir eine ambulante Therapie nichts gebracht hat und Traumatherapeuten in Deinem Umkreis scheints, nicht allzu häufig vorkommen.....

    Prinzipiell ist eine stationäre Therapie einfach intensiver, Du bist aus Deinem Alltag draußen und kannst viel besser, konzentrierter Dein Problem angehen. Man hat dort viel komplexere Möglichkeiten, den Dingen auf den grund zu gehen, sie zu bearbeiten und das verständliche Bedürfnis mitunter einfach abzuhauen wird auch minimiert;)

    Warum hast Du denn Angst vor einem Klinikaufenthalt?

    LG,
    Kassandra

  • die ambulante Therapie war keine Traumatherapie
    Auch wenn das weniger gewichtige Gründe sind
    um Angst zu haben, sind sie doch vorhanden

    Angst, um die Arbeitsstelle
    Angst vor neuer Umgebung und fremden Menschen

  • Zitat

    [Angst, um die Arbeitsstelle
    [Angst vor neuer Umgebung und fremden Menschen



    Die Ängste sind verständlich und ganz normal, aber vielleicht würde ein Angst-Nutzen-Rechnung Sinn machen?

    Und, eine stationäre Therapie ist kein Kündigungsgrund, auch wenn das nicht immer einfach ist, ein paar Wochen auszufallen.

  • ich weiß, daß das kein Kündigungsgrund sein darf.

    Aber ich bin lange genug berufstätig, um zu wissen,
    daß es in Zeiten der Rezession Mittel und Wege gibt,
    Arbeitnehmer loszuwerden, die lange ausfallen

  • Hallo Schattenfrau,
    deine Bedenken versteh ich nur zu gut.
    Hab mich auch lange um einen stationären Aufenthalt gedrückt.
    Nach einer Zeit aber festgestellt, dass gerade dieser Aufenthalt mir so gut getan hat.
    Endlich nicht alleine kämpfen, mit anderen sich austauschen können, gemeinsam arbeiten, und in Sicherheit zu sein - all das hat mich letztendlich überzeugt.
    Wenn ich das schon früher verstanden hätte ..... was hätt ich mir doch alles ersparen können.
    Jetzt schwärm ich dir vor, und wollte doch nur sagen, dass ich dich verstehen kann.
    Nicht aufgeben, Schattenfrau, vielleicht brauchst auch noch deine Zeit, bis du selber verstehst, was wichtig und gut für DICH ist.
    Liebe Grüße
    Nebula

  • Ich war schon einige Mal soweit,
    gerade in emotionalen Krisen
    daß ich dachte- jetzt geh ich einfach
    inne Klinik als Notfall

    Beim längeren Drübernachdenken
    dachte ich: wieso eigentlich,
    Dir geht es doch gut ..?

    Du nimmst anderen, denen es
    wirklich schlecht geht, nur den
    Platz weg ...

  • Hallo Schattenfrau,

    ich kann deine Bedenken gut verstehen. So hab ich auch mal gedacht... Und weißt du, was dann kam? Ein Suizidversuch... Also auch nicht wirklich besser....
    Ich habe halt zuerst ambulant Traumatherapie gemacht und das war für mich gar nicht gut. Oft kamen abends wenn ich allein war, Bilder und Erinnerungen hoch, mit denen ich nicht umgehen könnte. Als ich nach dem Suizidversuch in die Klinik kam und dort Traumathera machte, war immer jemand da: Pfleger, Ärzte, Therapeuten, die mich auffangen konnten. Deswegen war es für mich viel besser. Klar, kann bei jedem anders sein, aber ich hab das nun auch schon von anderen gehört...

    Ich denke schon, dass es dir wirklich schlecht geht, denn 1. würdest du dich sonst nicht selbst verletzen, 2. hättest du dich hier nicht registriert und 3. geht es allen, die ein unbearbeitetes Trauma haben schlecht!!!

    Liebe Grüße
    rose

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