Und immer wieder holen mich die Gedanken ein

  • Hallo zusammen,

    mal versuchen ob ich das überhaupt aufschreiben kann, was zur zeit in mir vorgeht.

    Also Selbstmordgedanken hab ich schon ewig. Nur der Mut hat immer gefehlt. Zum Glück, sag ich in Zeiten, in denen es mir gut geht. Aber sie holen mich halt immer wieder ein, sobald es bergab geht.

    Und gerade dieses ewige auf und ab nervt mich im Moment so stark, dass die Gedanken mal wieder zurück sind. Die Pläne liegen auf dem Tisch und doch bin ich nicht in der Lage sie durchzuführen.

    Jeder Therapeut sagt einem, irgendwann hört auch das auf. bla bla.
    Tjoa nur wann?
    Ach keine Ahnung, alles schon tausendmal in der Therapie angesprochen, aber irgendwie nicht das Gefühl verstanden zu werden.

    Kann nicht einfach mein Nachbar vergessen den Gashahn zuzudrehen oder so. Dann bräucht ich wenigstens nichts tun.

    Merk grad, dass das alles sehr verworren ist. Bekomme die Gedanken und Gefühle im Moment einfach nicht sortiert.

    abschicken tu ich es trotzdem mal.

    M.

  • Ich sag mal bin froh, dass du die Pläne nicht durchführen kannst ... dieses ewige auf und ab gehört dazu nennt sich Leben :grinning_squinting_face:

    pass auf dich auf, ich kenne den Gedanken, wäre alles so einfach wenn ich am nächsten Morgen nimmer aufwachen würde.

    Drück dich Jule

  • Zitat von Julchen;112719

    Ich sag mal bin froh, dass du die Pläne nicht durchführen kannst ... dieses ewige auf und ab gehört dazu nennt sich Leben :grinning_squinting_face:




    Das mag wohl sein, ich kann dissolution aber auch gut verstehen.

    Die Frage ist: Wieso investiert man Täglich soviel Kraft, zeit ect. um am ende wieder nur im Minus zu sein? Minus im Sinne von das die ganze Versuche nach oben zu kommen doch nur wieder darin enden das es wieder herunter geht...

    Ich kann es nachvollziehen DIS, aber ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, das ich am Ende im dicken Plus bin und der Ganze stress sich gelohnt hat. Ich wünsche dir viel Kraft um den Sonnenschein zu geniesen. Es klingt zwar altklug und blöd, aber manchmal sind es doch die kleinen dinge die unser leben wieder in die "nach oben" Richtung lenken oder?

  • ICh kann dich auch sehr gut verstehen DIS, ich kann dir wahrscheinlich nicht wirklich helfen, aber ich kann nur sagen, dass diese Gedanken mit der Zeit immer weniger werden, ich hatte zwölf Jahre lang extreme Selbstmordgedanken und hatte auch immer Angst vor der Durchführung und ich denke, diese Angst will uns zeigen, dass unsere Zeit noch nicht gekommen ist. Dennoch kommen diese Gedanken in schlechten Situationen manchmal wieder aber zum Glück auch immer wieder die Angst, die mich daran hindert, es umzusetzen.

    Und das was mista nice mit den kleinen Dingen des Lebens sagte, dem kann ich nur zustimmen. Genieße die Luft, die du einatmest, den Wind der durch deine Haare weht... Den Geruch frisch gekochten Essens... Alles, was du gerne magst, genieße es in vollem Umfang

  • Genau Drop, da kann ich dir nur recht geben.

    Solange die Angst davor da ist, hat man die letzte Gefährliche Grenze nicht überschritten

  • genau das meinte ich, solange man noch VOR der Grenze steht, ist man noch zu retten. ich meine, ich habe zwar mehrere Versuche hinter mir, aber es hat nie geklappt und das muss ja einen Grund haben. Meistens sind solche Versuche mehr Hilfeschreie, als ein wirklich ernsthafter Versucht. gibt es denn einen bestimmten Grund DIS, dass du dich momentan sehr stark damit beschäftigst?

  • Bei mir ist die Grenze immer durch einen Gedanken gesetzt:
    Was ist wenns schiefläuft und ich als Sabbernder Gehirnsalat dahinvegetieren Müsste. Wenn ich schwerverletzt aber nicht tot bin.
    Und eben der Gedanke an die Wenigen Menschen die mich lieben.

    Immer an die Mitmenschen denken, du bist den meist wichtiger als man sich vorstellen mag, das steigt vllt. die grenze wieder an.

  • da hast du vollkommen recht, bevor man sein leben lang richtig geschädigt ist und nur noch vor sich hin vegetiert, besser kämpfen und für die Menschen, die einen wirklich lieben, da sein und die Zeit mit ihnen genießen.

    und die Leute, die einen nicht mögen, können sich umschauen, denn die werden uns so schnell nicht los he he he

  • Leider ist das ganze immer so schnell und schön gesagt aber wenn man persönlich dann in die Situation gerät denkt man da anderst...

    Wenn ich alleine bin, und mich allein gelassen und einsam fühle denk ich nicht scheiss auf alle anderen. Das kann ich sagen wenns mir gut geht aber wenn nicht dann ist das schwerer.

  • Ja es gibt Gründe.

    Einerseits läuft der berufliche wiedereinsiteig mal wieder absolut nicht.

    Dann halt diese oft wecheselnden tiefs und hochs und die Frage, wann das mal ein Ende nimmt.

    Dann finanzielle Sorgen solang ich denken kann und die frage wird das überhaupt irgendwann mal klappen, dass ich finanziel auf eigenen beinen steh durch nen beruf.

    solche dinge sind es, die diese gedanken immer wieder hervorrufen.

  • Sieh es mal positiv: Du hast im moment noch hochs.

    Mich als Beispiel: Mir geht es grad zwar ned Depri like Schlecht, aber ich hab im moment nix gutes woran ich mich freuen kann, also kein hoch...

  • ja das kann ich sehr gut nachvollziehen DIS. Es ist schön, wenn mal ein Hoch da ist aber ich weiß auch wie tief das darauffolgende Tief sein kann.

    Ich habe auch finanzielle Sorgen und habe mir jetzt endlich einen Anwalt zur Schuldenregulierung genommen. Was machst du denn beruflich dis?

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