Was soll das Leben?

  • Hallo,

    ich schreib hier meine Gedanken auf, die aber keinesfalls Ankündigungen, sondern nur Gedanken oder Wünsche...

    Ich war 12 bei meinem ersten Suizidversuch, allerdings nicht weil ich sterben wollte, sondern "nur" weil ich so wahnsinnige Angst vor meinem zu Hause, besonders Angst vor meiner Mutter hatte. Ich bin 1 Jahr später 2 mal von einer Brücke gesprungen um in die Klinik zu "dürfen"- nur damit ich nicht nach Hause wollte... Leider war es nur ein dopprelter Unterschenkelbruch... und ich musste wieder mit mit meiner Mutter, nach Hause, wo nichts gutes wartete.
    Ich war mit 13 Jahren beim Jugendamt, habe darum gefleht ins Heim zu dürfen, aber das wurde mir verwehrt. So begann ich, immer wieder von zu Hause wegzulaufen... Dann ging das erste Mal Selbstverletzung los...irgendwie nicht bewusst das es eine Krankheit ist, nicht bewusst was das für Auswirkungen haben könnte.... und so nahm alles seinen Lauf :frowning_face: Es folgten immer wieder Suizidversuche, mit 15 Jahren, mit 18 Jahren sogar 2 mal, mit 23 und 24 Jahren, mit 25 und 26 Jahren. Ob das nun genau die Daten sind weiß ich nicht, aber so in etwa haut dasschon hin...

    Heute bin ich fett geworden, liegt viel an den ganzen scheiß Medis, ohne die ich aber noch weniger klar kommen würde. Aber ich fühl mich so ekelhaft und hab das Gefühl, das alle über mich lachen, mich verspotten. Ich fress schon nichts mehr, aber ich nehm nur "kleckerweise" ab. Ich muss aber auch sagen das es zum Teil schon meine Essstörung ist, aber zum Teil auch an den Depressionen und die Verzweiflung

    Ich geh nicht mehr zur Vorsorge, mache nichts mehr für meine Gesundheit, immer in der Hoffnung irgendwas schlimmes zu haben um sterben zu können. Aber der da oben lässt mich ganz schön lange warten...zu lange ...

    Vor etwa 4 Wochen hatte ich meinen letzten Suizidversuch.[Ta='Julchenkeine Angaben bitte[/Ta] Na ja, waren , hab auch sehr gut geschlafen, bin aber leider wieder aufgewacht...

    Und jetzt? Ich weiß nicht, mal hab ich Gefühle, dann wieder keine... Ich seh nicht mehr durch. Jetzt steh ich wieder ganz doll am Rand...Ob ich mich retten kann? Jetzt Wochenende kann nichts passieren denn da ist mein Freund da. Montag gehts nach Berlin in die Klinik zum Teamgespräch, bei dem ich dann auch erfahre, ob ich zum 2. Durchgang DBT aufgenommen werde... Ich denk nach Montag kann ich Entscheidungen treffen, gute, oder weniger gute, das werd ich dann sehen...

    Aber ich frag mich, was ich auf dieser Welt soll? Was mach ich hier? Was ist meine Aufgabe und wann werde ich erlöst?

    die verzweifelte
    sweety

  • :frowning_face: Sweety,

    schade das es dir so schlecht geht.... warum ist das Leben so ätzend?

    Ich hoffe das es klappt mit der TK und dem zweiten Durchlauf vom DBT.

    Könnten wir hier etwas für dich tun?


    Ich wollte auch weg von zuhause, und da mussten meine Eltern zustimmen, auch weggelaufen und heute versuch ich die Vergangenheit ruhen zu lassen.

    Oft hab ich Streit mit meinem Bruder, aber es zerfleischt sonst zu sehr .... mir hat das DBT so geholfen, ich hoffe du kannst den Schritt auch schaffen, für dich zu LEBEN :smiling_face:

    Drück dich mal ganz feste Süße :smiling_face:
    LG Julchen

  • ... achje ja und sorry, weil erst jetzt wieder ne Meldung kommt, hab grad soviel an der Backe ...

    Hoffe du bekommst viele unterstützende Antworten :smiling_face:

    Pass auf dich auf

  • Hallo Sweety,
    diese Gedanken hab ich auch oft, warum....? und das quält so sehr.
    Mein Elternhaus war einfach keines, und ich hab die Konsequenzen gezogen, hab überhaupt keinen Kontakt mehr.
    Und auch mir hat das DBT geholfen, oder besser gesagt, die Therapeutin hat mich bestärkt, dass ich das DARF!
    Ich darf sein.
    Ich hab auch eine Berechtigung fürs Leben.
    Ich darf das Elternhaus meiden.
    Es fällt mir immer noch sehr schwer.....aber ich lebe noch.
    Sweety, ich drück dir ganz ganz fest die Daumen, dass du den 2. Durchgang der Therapie bekommst.
    Und auch wenn es kein Trost ist, ich bin auch fett geworden, durch Medis und auch durch das ewige Essen.
    Ist schon eklig, kann dich da gut verstehen.
    Würd dich so gern in Arm nehmen und ein bisschen trösten...
    Ganz liebe Grüße
    Nebula

  • Ich danke euch zwei. Warum ist das Leben für mich so schwer? Ich kann's nicht genau sagen. Meine Depressionen ziehen mich sehr runter und zerren an meinen Nerven. Dann immer wieder beschissene Nachrichten, Aufgaben, Ekelgefühl wegen meiner Figur. Ich weiß nicht warum, aber es ist so krass mein Hass auf mich, sei es wegen der Figur, oder wegen meiner Gedanken. Immer wieder plagen mich Alpträume, oft eben halt auch Situationen von früher, das macht mich fertig denn manchmal sind die Träume sowas von Real....
    Ich schaff es morgens kaum aus dem Bett, einfach weil ich keinen Sinn darin sehe aufzustehen, den Tag planen, geschweige genießen oder Freude haben. Nein im Gegenteil, ich steh zwar auf, seh trotzdem keinen Sinn darin, aber... ich bin nicht glücklich, spiele das auch nicht, aber ich lass keinem anmerken wie es mir geht. Z.B. sitz ich grinsend da, sag kaum was, aber grinse halt. Na ja, es ist sehr kraftanstrengend und Nervenraubend. Viele merken wirklich nicht was los ist, nur mein Freund hat langsam so ein Gefühl dafür wenn was ist...

    @Julchen,
    ich hab auch mit niemanden aus der Familie (nur meine älteste Schwester) keinen Kontakt, bekomm aber von meiner Schwester und ihren Kindern so ein bisschen mit was da abgeht-und das ist echt nichts gutes....

    nebula,
    Die Frage ist nur, habe ich eine Lebensberechtigung? Wenn ja, warum geht es mir dann so schlecht? Warum hab ich diese heftigen, starken Suizidgedanken? Ich will entweder endlich leben, oder halt nur noch sterben. Und momentan halte ich Null vom Leben...

    Ja die DBT hat mir im Grunde auch was gebracht, zumindest, das ich nicht mehr täglich schneide, mich stattdessen mit den Skills zu beschäftigen. Eine Auffrischung der DBT hatte ich im letzten Jahr, weil die in der Klinik (keine DBT) mir die Gruppenleitung zugeteilt haben. Es war heftig diese Aufgabe, aber ich merkte das es den anderen Spaß machte, und so machte ich weiter. Ich hatte meinen DBT Hefter da, hatte Dienstags "Computertraining" (das haben die mir gegeben damit ich alles für die Gruppe erstellen kann). Stand aber niemand daneben, hab mein eigenes Ding gemacht... Also Auffrischung von DBT ist schon gewesen. Trotzdem, hab ja in meiner Verzweiflung den Doc von dort 'ne E-Mail geschickt und der antwortete und gab mir 'ne Telefonnummer und sagte, ich soll zum Teamgespräch kommen. Der Termin ist morgen.

    Ihr seid lieb ihr zwei, und ich hab euch bestimmt blöd zugetextet. Man, wenn meine Gedanken und Gefühle nur nicht so negativ wäre...

    Danke!

    Liebe Grüße
    sweety

  • Ich wollte da raus, wollte es wirklich schaffen. Ich habe gekämpft, 6 Wochen die manchmal wirklich fast der Hölle glichen. Aber, ich wollte es schaffen, egal wie oft ich ganz unten war, egal wie oft ich von dort abgehauen bin und mir einfach nur wünschte, weg zu sein um nichts mehr zu spüren. Und zum Ende hin, ich hatte wirklich Hoffnung! Ich dachte, ich krieg das hin. Aber scheinbar bin ich einfach zu schwach. Scheinbar soll es einfach nicht sein. Ist das ein Zeichen? Ich bin jetzt Tage Zuhause, und jeden Tag gab es mindestens eine Sache, die schief lief! Klar, es waren auch kleine Dinge dabei, aber wenn es immer wieder kommt, dann wird es zu einem Batzen! Hinzu kommen die großen Dinge, die wirklich großen :frowning_face: . Ich hab gedacht, ich schaff es, ich pack das jetzt an und lass mich von nichts und niemanden mehr abhalten und was ist jetzt? Ich schäm mich so, dafür, dass ich so schwach bin, dass ich scheinbar nicht genug Mut besitze ... wahrschenlich auch zu schnell aufgebe! Mir ist elend heut. Ich könnt nur heulen! Nun sitz ich hier mit meinem Sektchen in der Hand. Ich möchte damit verhindern, mich mit Pillen vollzustopfen (nicht Suizid, einfach zum ruhig werden) obwohl ich weiß, dass das keinen Sinn hat und auch eigentlich taktisch sehr unklug ist, denn das ist Symtomverschiebung und scheiße dysfunktional! Aber ich weiß mir gerade nicht anders zu helfen! Ich bin gerade so verzweifelt, dass mein Hintertürchen weit geöffnet ist, und je mehr ich nachdenke, umso schlimmer wird´s :frowning_face: . Ja, nun muss ich die Emotionsregulation anwenden, aber bitte, wie soll das gerade funktionieren???? Davon hab ich eh nicht viel in den 6 Wochen mitbekommen, weil die Ärzte und Therapeuten mich einfach nicht ernst nahmen, als ich in 2 Oberarztvisiten gesagt hab, das ein Chaos hauptsächlich mit Gefühlen und Gedanen zu tun hat, weil ich de einfach nicht schaff zu regulieren ... aber irgendwie hörte man mir ja nicht zu. Ich glaub nach der dritten Woche erzählte mir meine Therapeutin, dass wir schauen müssten, wo mein Problem liegt, und nach wieder einer verlorenen Stunde und viele Diskussionen fragte sie mich dann, ob ich mir nun klarer darüber wäre, was mein Problem ist. Was ist es? Gefühle und Gedanken :frowning_face: Na klasse!!! 6 Wochen sind schon knappe Zeit, aber die Hälfte davon hab ich schon durch ihre blöden Diskussionen verloren :frowning_face: . Ich will denen nun nicht die Schuld daran geben wie es mir jetzt geht!!! Auf keinen Fall!!! Im Endeffekt ist es mein Ding, mein Verhalten, mein Versagen! Ja, ich versage! Wie immer! Immer muss ich versagen! Nie hab ich die Kraft groß was durchzuhalten. Man, verfluchte scheiße, warum muss das so sein???? Warum bekomm ich das nicht geregelt? Warum häng ich gerade wieder in einem verdammt scheiß Tief??? Meine Gedanken drehen sich schon wieder nur noch um´s aufgeben, loszuziehen, alles zu beenden. Bescheuert, ich glaub immer an die Freiheit, die nach dem Tode komm, dabei weiß keiner, was passieren wird! Vielleicht wird´s ja noch schlimmer? Vielleicht ... ja vielleicht wird es grausamer und kann dem vielleicht nicht mehr entfliehen wie hier, wenn man sich freiwillig dem Leben ein Ende setzt! Vielleicht nehme ich das Leben hier nur als Qual war, obwohl die Qual vielleicht nach dem Leben, wenn man dem "freiwillig" entflieht, erst richtig beginnt???
    Trotzdem, warum sollte ich auf diese Gedanken achten? Warum soll ich diese wahrnehmen? Vielleicht ist´s ja gar nicht so schlimm.
    Ich will nicht mehr, will nicht mehr diese Gedanken haben, oder besser Ich will mit diese Gedanken an den Tod besser umgehen können wenn sie kommen. Was sagt die DBT? Wahrnehmen! Akzeptieren und dann mit Gegengedanken, Antisuizidskills usw abschwächen! Nur, ist das so einfach? NEIN, für mich jedenfalls ist es nicht so leicht, jedenfalls nicht, wenn alles was man sich vorgenommen hat, innerhalb kürzester Zeit zerbricht, wenn man Angst hat. Angst, wieder so tief abzurutschen, nur noch im Bett zu liegen, sich nicht mehr zu rühren. Angst davor, durch diese ganze Scheiße wieder in so einen Kreislauf zu geraten, eine Spirale, in der alles, aber auch alles eine Rolle spielt! SVV, Sucht, ES, Depression, Dissos und teilweise so Art Psychosen (Stimmen und hmm, wie nenn ich das? Ich seh halt Schatten und hab Angst das diese extremer werden, Stimmen sind z.Z. weg) .... Nee, ich kann da nicht nochmal hin! Aber, es fängt doch schon wieder an. Kann ich mich da rausziehen? Noch bin ich am "Anfang" aber, die Angst ist so stark. So stark, dass ich mein Hintertürchen, den Suizid nah vor Augen seh! Ich ... ich möcht es bevor ich mich wieder verliere. Aber, vielleicht ist´s ja morgen besser? Vielleicht gehts ja ab morgen wieder bergauf? Vielleicht ist es nicht so schlimm wie ich denk, sondern nur eine Art "Phase", weil gerade alles so schief läuft? Vielleicht steh ich morgen auf und sag mir: "Das Leben ist schön! Es wäre schade gewesen, httest du es beendet!"? Ich bin verwirrt.... Ich werd jetzt nicht gleich losrennen und es tun, aber die Gedanken sind so quälend.... Man, ich hasse mich! Ich hasse mich dafür schon wieder zu versagen! Ich wollte allen, und vor allem mir, beweisen, dass ich es kann, dass ich stark genug bin und mein Lben meistern werde! Ich wollte LEBEN! Und nun? Ich sitz wieder hier und frag mich was besser ist... das Leben oder vielleicht doch der Tod???

    Werd jetzt glaub ich ins Bett gehen! Nicht denken! Heut möcht ich sogar die Albträume vorziehen, lieber die aushalten als die Gefühle und Gedanken, die jetzt ein totales Chaos in mir verbreiten! Ich weiß, das ist Vermeidung, aber hey, man kann doch nicht immer alles richtig machen oder?

    Gute Nacht
    sweety

  • huhu sweety,
    also, viel hab ich eigentlich nicht zu sagen aber das was ich dazu sagen will sag ich jetzt einfach mal..,

    Nein, man kann nicht alles richtig machen aber auch nicht alles falsch.
    Wenn ich das hier so von dir lese, denk ich sofort, das könnte von mir sein.
    Und ich finds toll dass du das hier überhaupt so schreibst wie du es schreibst.
    Ich z.B kann das nicht, ich hab dafür keinen Mut und kein Selbstbewustsein!
    Also dafür schonmal einen Daumen hoch!
    Nun, es errinnert mich einfach an mich und da ich nicht weiß was ich tun soll, kann ich dir leider auch keinen richtigen Rat geben.
    Ich wünsch dir das bald alles besser wird!
    Und Kämpf weiter, gibt nicht auf, ich bin mir sicher du schaffst das!
    lG nachtfalter

  • Hi,

    kann da auch nicht viel zu schreiben; außer:

    Ich kenne das noch sehr gut von mir selbst!
    Es gibt kein Patentrezept, wie du da raus kommst...
    ABER: Es gibt einen Weg - du mußt ihn nur gehen !!!

    Ohne weiteres Gelabbere. Gehe...Es ist möglich.
    (wenn ich das lese, was ud schreibst, kommt es mir soo fern vor,
    dabei ist es gerade mal 10 jahre her...)

    LG.Ganesha

  • Sweety, Süße,

    aber es war klar, dass der Tiefpunkt wieder kommt, wenn auch sonst nichts wirklich klappt.

    Mit deinem Freund, dein Leben, sovieles ist ja da nicht, was dir mal was zurück gibt :winking_face:

    Überleg doch mal der Gedanke mit Berlin .... vielleicht wärs was wieder alleine für dich zu wohnen, nur für dich selber da zu sein, und Besuch einzuladen, wenn die danach ist, und in Berlin kenn ich nen echt starken Typen, den du auch kennst, wäre mal ein anderer sozialer Kontakt.

    Oder doch einfach mal nur auf Besuch nach München, hier steht jederzeit ein BEtt für dich, das weißt du :smiling_face:

    LG Jule

  • Hallo Sweety

    Ich verstehe sehr gut, wie Du Dich fühlst. Momentan bin ich zum Glück aus so einem schlimmen Tief heraus.

    Erstmal solltest Du Dir nichts vorwerfen. Du bist überhaupt nicht schwach und unzulänglich - im Gegenteil, allein die Tatsache, dass Du trotz allem noch um das Leben ringst, zeigt doch Deine Stärke! (Ich will jetzt niemanden verurteilen, der die Selbsttötung wählt, das ich auch nicht schwach!) Ich will vor allem sagen, dass Du Dir persönlich nichts, aber auch gar nichts vorzuwerfen hast. Du bist überhaupt nicht schuld an der ganzen Scheiße. Du musst sie nur ausbaden und damit klarkommen. Wenn Du aufhörst, Dich selbst dafür noch zu zerfleischen, ist Dir bestimmt schon eine schwere Last von den Schultern genommen. Nicht, dass die eigentliche Last dadurch leichter würde, aber hör auf, auch noch auch Dich selbst wütend zu sein. Aber stell Dir mal vor, dass all die Spaßleute der Supererfolgreichen auch nur einen Bruchteil dessen erleiden müssten, was Du erträgst! Die wären schon längst zusammengebrochen!

    Da Du so nah am Tod lebst, geb ich Dir einen Tipp meinerseits, die schon seit 20 Jahren ebenso nah am Tod lebt: Ich lebe überhaupt noch, weil ich immer die Gedanken an eine Selbsttötung zugelassen habe. Ich habe mich dafür nicht verteufelt, sondern das als meine persönliche Freiheit bei zu großem Leid angesehen und tue das auch immer noch. Warum habe ich die ganze Zeit überlebt (und eben gerade 5 Jahre Depressionen am Stück)? Weil ich die Gedanken zulasse und akzeptiere, ja verinnerliche. Ich sage mir, wenn's gar zu schlimm wird, dann gehe ich. Das gibt mir eine gewisse Freiheit, eine Menge auszuhalten. Bei Dir scheint das ähnlich zu sein. Vielleicht schaffst Du es dadurch, aus dem tiefen Tal herauszukommen und wieder Sonnenlicht zu sehen und Frühlingsluft zu schnuppern. Ich drücke Dir die Daumen dafür!

    Alles Gute,
    Marocco

  • Nicht aufgeben. Arbeite weiter dran.. Schau dich um, schau was du gegangen bist... wie oft hast du das schon nie für Möglich gehalten und immer taten sich doch wieder neue Möglichkeiten auf die du für dich nutzen könntest.

    Wunder mich ein wenig warum mein Telefon nicht schellte...:P weißt du kannst dich immer melden.:6:

    Im Moment stimmt um dich herum nicht alles und bringt dich da so sehr ins wanken. Gib dir ein wenig Zeit um das auch zu verarbeiten was alles war- allein in dieser Woche.
    Dir darf es da auch mal schlecht gehen und dennoch musst du weiter schauen. Wie kommst du da wieder weg. Du hattest schöne Ziele. Halt an ihnen fest. Sie sind ja realisierbar, nur eben nicht zu diesem Zeitpunkt. Nutz die Zeit um weiter zugehen. Dich zu finden. Dein "um dich herum" für dich zu klären und für dich zu sorgen.

    Dir steht noch alles offen und dein Weg war gut nur ein bissel ist es noch zu gehen.


    Ich drück dich fest

    Bluemchen

  • Hallo Nachtfalter,

    schade das du dich in meinen Text wiederfindest! Denn es ist schade und schlimm für jedem, der mit solchen oder anderen schlimmen Gedanken zu kämpfen hat!
    Deshalb möchte ich dir auch alles Liebe wünschen und viel Kraft, die Zet zu überstehen, ohne großen Schaden!

    Alles Liebe!


    Hallo ganesha,

    es klingt so, als währest du da raus?! Das ist echt toll! Es lebt sich schließlich auch irgendwie leichter ohne dieses scheiß Hin und Her, ohne diese quälenden Gedanken! Aber ich weiß auch, dann kommen eben auch andere Gedanken und Probleme, die man nicht haben will. Und ich wei auch, für jeden ist sein eigenes Übel das größte, und da kommt es ja nicht darauf an ob an nun Suizidgedanken hat, Schneidedruck, Sucht ...... oder ob gerade ein Haustier gestorben ist! Für jeden ist seine Situation, wenn man sie nicht für gut befindet, eben schmerzlich!
    Deshalb: Für die schwierigen Wege in deinem Leben wünsch ich dir alles Gute!


    Hey Jule,

    klar war es irgendwie klar, dass es irgendwann wieder soweit sein würde, denn 6 Wochen sind nun nicht das "Allheilmittel" um alle Sorgen und Probleme lösen zu können. Aber es ist gerade so schwer das zuzugeben, weil ich mir eben als verdammte Versagerin fühle :frowning_face: Und na ja, ich hab eben auch die große Angst, dass es so bleiben, oder schlimer werden wird!
    Tja, der Kontakt nach Berlin, der starke Typ von dem du da redest, ja den hab ich auch ständig im Kopf! Da sind sogar mehrere! Darunter auch mein bester Freund, den ich leider schon sooo lange nicht mehr gesehen hab :frowning_face: . Ja, ich überlege, ich überlege jeden Tag, wenn ich gerade mal en wenig "freiheit" von meinen anderen Gedanken hab .... Aber es spielen eben auch viiele Ängste eine Rolle! Und die große Frage: Was wird es ändern wenn ich in Berlin bin??? Werde ich dann vielleicht ganz untergehen? Was hat´s berhaupt für Sinn weiterzumachn, wenn ich doch den "einfachereren" Weg nehmen könnte (bwohl da wie gesagt in mir die Frage ist, was danach kommt?)? Ich bin total überfordert gerade mit den ganzen Fragen, Gedanken und eventuellen Entscheidungen!

    Danke für´s Bett! Ist echt superlieb von dir *knutsch*


    Hallo Marocco,

    hmm, ich fühl mich aber als Versager! Bin 1 Woche aus der Klinik, und häng jetzt schon wieder soooo tief! Das hing ich in der Klinik übrigens auch oft, aber das hatte zum einen größtenteils andere Umstände und zum anderen ..... hmm, ich war einfach irgendwie Stolz, das ich den ganzen Scheiß, den ich da erleben musste, ohne "Schaden" überstanden hatte ..... Aber klar, du hast schon recht, dieses selbst noch runtergedrücke von mir selbst, macht es nicht einfacher!
    Ja die Gedanken zulassen, das sagte man mir auch in der DBT. Wahrnehmen, akzeptieren und Lösungsstrategien finden! Hmm, man sagte mir auch, dass die Gedanken immer wenger werden, je öfter man sie hatte und es schaffte, diese im Zaum zu halten! Aber daran kann ich irgendwie nicht glauben!
    Wow, du erträgst das schon 20 Jahre??? Respekt!!!! Ich weiß nicht genau, wieviele es bei mir sind (ok, hatte mit 12 Jahren meinen ersten Versuch, aber da wollt ich nicht sterben, sondern hatte nur furchtbare Angst vor meiner Mutter!). Ich glaub so richtig ging es 2002 oder 2003 los und wurde im Laufe der Jahre immer schlimmer!
    Ja Freiheit ist auch das was ich mir wünsche (das heißt jetzt nicht unedingt, dass das der Tod sein soll!). Habe in der Ergo in der Klinik auch auf ´ner großen Leinwand das Wort gemacht, mt Graffiti gemacht :smiling_face: Das gab mir Kraft!

    Vielen Dank für´s Daumen drücken!


    Liebes Bluemchen,

    ja das bei dir das Telefon nicht schellte (von mir) liegt wohl daran, dass mir telefonieren immer noch sehr schwer fällt und noch viel schwieriger, wenn es mir so geht und ich in meinen Gedanken so festhäng! Wieso? Weil ich Angst hab zu nerven, andere runterzuziehen etc. .... Kannst du das verstehen????
    Ja das stimmt, war alles ziemlich viel in dieser einen Woche! Ja der Zeitpunkt ist der falsche, an dem ich meine Wünsche realisieren kann. Nur, genau das ist mein Problem! Was soll ich machen, ein langes Jahr lang???? Soll ich nur hier sitzen, soll ich mich zu irgend welchen Dingen quälen nur um rauszugehen???? Was soll ich tun, um einen geregelten Alltag zu finden? Ich wollte eine Aufgabe, ein Ziel, etwas, das mich ausfüllt! Und ich glaub es ist die Angst vor dem wieder - Totalabsturz, die mir diese Gedanken verursacht. Oh man, ist alles echt gerade nicht leicht! Aber, vielleicht muss ich einfach versuchen das anzunehmen, ohne zu beurteilen, vielleicht auch wieder wertfrei!
    Ich drück dich auch ganz fest!!!!


    Aber, ich hab mich heut ganz ganz doll aufgerafft und mich dazu entschieden, etwas für mich zu tun! Ich hab nachher eine Verabredung, bei der ich wieder meine geliebten Fingernägel bekomm :smiling_face: Ich hoffe, ich fühl mich dann einfach ein wenig wohler. Ein Versuch ist es wert oder??? Muss mich deshalb auch endlich bemühen, mich anzuziehen! Auch wenn´s schwer fällt, ich tret mir mal rasch selbst in den Arsch! Moment! *Arsch tret*

    Ich dank euch jedenfalls für die lieben Antworten!

    Euch allen alles Liebe!

    Liebe Grüße
    sweety

  • hallo Sweety,


    es wird wohl noch ne Zeit dauern bis es mir wieder besser geht, aber bisher habe ich immer so gut ich konnte gekämpft.
    Auch wenn es so schwer für mich ist und ich eigentlich keinen Sinn sehe zu kämpfen!
    Und doch bin ich der Meinung wenn ich das hier so von dir lese dass du es schwer hast aber auch schaffen kannst! Ich versteh glaub ich ziemlich gut wie du dich fühlst und wie du denkst.
    Auch wenn ich oft daran denke einfach aufzugeben, finde und hoffe ich dass du weiterkämpfst!
    Ich glaub an dich, du packst das schon!
    lg Nachtfalter

  • Hi Sweety, Dein Text macht mich unendlich traurig, weil ich dieses Chaos auch kenne und dem nur mit Benzos entfliehen kann und das ist auch nicht richtig. Und weißt Du, was mich wütend macht, so richtig brastig. Wir mußten in der Kindheit Dinge erleben, die kein Kind erleben sollte und wir werden noch mit einer Krankheit bestraft, obwohl wir nichts dafür können. Und denen, die uns das angetan haben, daß es uns so scheiße geht, denen gehts gut und sind sich keiner Schuld bewußt, die hacken noch auf uns rum. Ich könnt kotzen. Ich drück Dich. Es ist so ungerecht.
    Ich denke manchmal ich werde bestraft, wofür auch immer.

  • Hallo Nachtfalter,

    du hast gekämpft so sehr du konntest? Du lebst und das ist doch ein großer Sieg was den Kampf betrifft!
    Ich versteh immer nicht, wieso Menschen an mich glauben, wenn ich es selbst noch nicht mal schaff?????? Wie geht das?


    Liebe Tine,

    nee, Benzos sind nicht der richtige Weg und das ist auch der Grund, warum ich die Finger davon lass! Ich möcht, wenn ich lebe, dann endlich OHNE Sucht leben! Seit 2001 das Theater, nein, es muss aufhören!!!

    Weisst du, was unsere Kindheit angeht, das ist doch immer so. Wir haben die Arschkarte, während die sich, sorry für den Ausdruck, die Eier schaukeln und schwärmen wie toll sie doch waren, als Eltern, Verwandte, Bekannte ect.... Es sind immer die kleinen, die darunter leiden und es wahrscheinlich ihr Leben lang tun.
    Ich denke auch oft, dass ich bestraft werde, hinzu kommt aber, dass ich immer denke, dass ich auch selbst Schuld bin! Ich sag mir immer, dass ich doch als Kind irgendwas schlimmes angestellt haben muss, das man mich so behandelt hat und es teilweise immer noch tut..... Irgendwas muss es ja sein!

    Liebe Grüße
    sweety

  • Dieses Gefühl was ihr da beschreibt kenn ich auch nur zu gut. Denk es auch sehr oft das ich irgendetwas getan hab als Kind... aber heute bin ich in meinem Denken eben auch soweit zu sagen das es Quatsch ist. Ein Kind ist die Unschuld ...und niemand, wirklich niemand hat das Recht ihnen das zu nehmen. Es kann nichts geben was man als Kind getan hat um das so zu erleben...

    Aber ich weiß das Gefühl Schuld ist ein sehr ein einnehmendes Gefühl, was bei mir dann selten Platz für anderes läßt. Mich dann selten weiter schauen läßt. Ich hoffe ihr könnt euch da beide bissel von lösen...


    Nochmal zum Tel meine liebe sweety;)

    Natürlich versteh ich das sehr gut, nur weißt du auch, das ich immer ehrlich bin. Nerven tust mich eh nie, das könnte es gar nicht geben :6:, aber selbst wenn es mir dann mal nicht gut geht,.. du weißt ich würde es dir dann sagen. :winking_face:

    Ich wünsch einen schönen Sonntag

    Liebe Grüße

    Bluemchen

  • Liebe Sweety!

    Ich fühle mit Dir ... und ich weine mit Dir ... es spiegelt auch mein Leben ein bisschen wieder.
    Weißt Du, ich habe die Feststellung gemacht, daß hier auf Mutter Erde jedes Menschenkind sein Platz hat .... AUCH DU ....
    DU gehörst auch hier hin, wie der Wind, die Bäume, das Meer usw.
    Du gibt auch ganz viel, auch wenn Du das momentan nicht sehen kannst. Und Du hast auch ganz viel Kraft und Mut ..... und was ich so lesen kann, holst Du Dir jetzt Hilfe und hast am Montag einen wichtigen Termin.
    Mach weiter so .... Glaubst Du eigentlich an Engel??? Hol Dir auch von dort Hilfe.
    Sprich sie an und bitte sie Dir zu helfen (Engel dürfen nicht ohne Deinen Willen ein-
    greifen). Glaub mir, sie sind da und warten nur darauf.
    Fühl Dich umarmt von mir
    Du tapfere Frau
    LUNA1

  • Hallo Luna, das hast Du so schön geschrieben. Solche lieben worte brauchen wir alle. Ich fühle mich mal gleich mit angesprochen. Ich habe Sweety gestern ein Video empfohlen "Die reisenden Engel" Such sie mal. Ist eine schöne Geschichte. Sie wird Dir gefallen. Du schreibst, wir alle haben unseren Platz. Ich habe mich auch immer gefragt, wo ist mein Platz. Ich habe es allen nach gemacht, geheiratet, Kinder bekommen, groß gezogen und doch frag ich mich, hab ich das gemacht, weil ich es wollte, oder weil alle das so machen. Ich hatte nicht viele Vorbilder (sprich Eltern) und habe mich meine ganzes Leben an anderen orientiert, wie die das machen und so bin ich ganz schön chaotisch groß geworden,weil ich nicht weiß, was richtig und falsch ist. Eine über 90jährige Frau unserer Gemeinde hat mal gesagt, Tine, irgendwann wirst Du begreifen, warum Du so leiden mußtest und ich muß sagen, sie hat recht. Es hat alles seinen Sinn, nicht die Mißhandlungen in der kindheit, dafür gibt es überhaupt keine Entschuldigung, doch, hätte ich die Krankheit nicht, ich würde nie so tief denken, ich hätte an meinem beschissenen Leben nichts geändert, sprich mich von Menschen trennen, die mir nicht gut tun. Ich würde immer noch im Nichts stecken. Ich fühle mich trotzdem bestraft, weil ich kämpfe und kämpfe und sich an meinen Zuständen nichts ändert, obwohl es so in den schlauen Büchern steht.

    sweety - sei mir jetzt nicht böse, daß ich Deinen Beitrag jetzt benutzt habe und so viel von mir geschrieben habe, daß ist eigentlich ja Dein Platz hier. Ich drück Dich und freu mich auf die Lieder. Lg. Tine

  • Liebes Bluemchen,

    stimmt, eigentlich ist ine Kinderseele die Unschuld und rein.... , aber vielleicht nicht meine???? Ach man, ich weiß es doh auch nicht :frowning_face: . Es ist enfach schwer, davon abzukommen, zumal ich immer und immer wieder das Gefühl hab, keine Leensberechtigung zu haben, gar ncht hier sein zu dürfen ..... Das war auch oft Thema in der Klinik ....

    Ja, ich weiß, du bist da schon ehrlich, trotzdem bleibt irgendwie immer und bei jedem die Angst! Weißt, da gab es eine Situation in der Klinik. C. hat mich zum Essen eingeladen, wobei er mehr von meiner Mutter erfahren wollte. Er wusste bereits einen Teil und als er das Telefonat mit meiner Schwester (der mit der ich keinen Kontakt habe) mitbekam, die meinte, sie würde keine S.... kennen (also meinen Namen) wurde er ganz ruhig und fing an zu zitttern! Wir liefen zurück zur Klinik und er ging hoch! Er kam nicht mehr runter, und so wusste ich, dass es ihm nicht gut geht! Na ja, am nächsten Tag hilt ich es nicht mehr aus und ging zu ihm auf Station. Ich begann, mich bei ihm zu entschuldigen, obwohl er immer wieder sagte, dass es nicht an mir gelegen hat/liegt, dass es ihm so schlecht geht/ging, aber ich wollte das einfach nicht glauben! Er versicherte immer wieder, dass er wieder einen Schub hatte und es nur Zufall gewesen sei, dass es genau zu diesem Zeitpunkt passierte! Dabei wusste ich doch ganz genau, dass er sich nicht mehr von Station traut, wenn er wieder einen Schub hat .... Ich hab mir die totalen Vorwürfe gemacht .....
    Das meine ich, egal, ob man mir sagt, es würde nicht an mir liegen, ich geb mir trotzdem die Schuld, für alles!!!! Ich hasse es und würde es gern ändern, aber ich weiß einfach nicht, wie ich das anstellen soll, wenn ich eh nicht glaub, dass es ncht so ist, wie ich es mir einbilde.

    Verstehst du was ich meine???


    Liebe Luna,

    danke für deine lieben, lieben Worte! Hm, Ein Platz auf dieser Erde, ICH??? Du hast Recht, ich kann´s wirklich nicht sehen!
    Hm, was die Hilfe anbetrifft, ich hatte Hilfe, 6 Wochen DBT, 2. Durchgang. Und doch, ich denke schon das es was gebracht hat, aber ich denk die eine Woche, die ich jetzt Zuhause bin, ging einfach zuviel "in die Hose"!
    Nein, eigentlich glaub ich nicht an Engel, aber ich kann ja immer noch damit beginnen oder?

    Danke Luna und alles Liebe!


    Liebe Tine,

    mach dir mal keinen opf! Der Platz hier ist nicht für mich, sondern für ALLE da!!!!
    Du hast Recht, es hat Vorteile das wir sind wie wir sind! Wir denen wirklich tiefer!
    Hast du schon mal genau in dir reingehört, ob du das alles wirklich nur getan hast weil das "alle" so machten, oder ob du es nicht vielleicht doch, wengstens ein wenig wolltest? Und deine Kinder, egal ob du das wolltest oder nicht, bist du nicht trotzdem stolz darauf das du sie hast????
    Also ich, ich hätte gern eins aber ich hab auch viel zu große Angst, meinem Kind nicht das richtige bieten zu können, ihm vielleicht weh zu tun in irgend einer Art und Weise, ihm das Leben zu versauen, wie es bei mir der Fall ist .... Trotzdem mir schon einige gesagt haben, dass das nicht passieren wird, ich habe meine Zweifel! UND: Ich muss erstmal lernen, mt mr klar zu kommen, denn wenn ich es schon allein nicht schaffe, wie soll es denn erst mit Kind werden??? Aber sehnen tu ich mich schon danach!

    Liebe Grüße euch alle
    sweety

  • huhu Sweety,

    weißt du, immer öffter empfinde ich das Gegenteil.

    Mir fehlen grad mal wieder die Worte um noch ein paar Zeilen zu schreiben, aber ich denk an dich!

    drück dich
    lg Nachtfalter

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