es tut mir gut zu hören, dass es nicht mir allein mit diesen "den Beruf verfehlten sog. Ärzten" geht. da ich mit den schmerzen schon seit 1993 kämpfe, gibt es wohl kaum noch etwas, womit ich mich noch nicht zum versuchskaninchen gemacht habe. da war auch schmerztherpie und akkupunktur dabei, dann noch einige windige naturheilverfahren. ich hab tausende zum fenster raus geschmissen. das Morphin war wirklich der letzte weg nach einer nur bedingt erfolgreichen op. die ärzte im kh haben damals vor der op alles mögliche, auch sehr schmerzhaftes wie eine diskographie, mit mir angestellt, um die op zu vermeiden, wußten dann aber auch nicht weiter und haben doch operiert.
ja und nun? ich bin nach den vielen jahren nur dahingehend schlauer, dass ich weiss, was alles nicht hilft. mich bekommt deshalb keiner mehr in ein kh. schmerztherapie mach ich ambulant. leider fühl ich mich da nicht gut aufgehoben, denn außer dass ich zu den terminen aller 10 wochen ein schmerztagebuch führen muß, passiert da nix. sie geht auch nicht darauf ein, was ich da eingetragen hab, schreibt es nur in ihren laptop und liest mir beim nächsten termin daraus vor. sehr hilfreich für mich.
ich bin in ständiger behandlung bei hausarzt, Psychiater, psychologin u. schmerzthera. werd immer gefragt, wies mir geht und meine ehrliche antwort löst immer mehr hilflosigkeit aus. immer wieder werd ich gefragt, was denn die kollegen so zu mir meinen. das geht reihum, jeder fragt nach dem anderen, nur kommt keiner zu einem ergebnis. die einzige, die auch zu mir mal ehrlich war, war meine psycho, sie hat zu beginn der thera gesagt, ich mach ihnen keine hoffnungen, dass es ihnen nach der thera besser geht und wir werden auch nicht 25 h ausnutzen, sie haben schließlich schon so viele theras gemacht.
naja, deshalb bekomm ich jetzt auch rente. aber auch frührentner wollen noch bissel halbwegs positiv in die zukunft sehen. nicht nur dass man sehr wenig geld hat, auch alle anderen probleme lösen sich dadurch nicht in luft auf.