• Wieso beschäftigen sich meine Gedanken immer viel mehr um den Tod als um das Leben?
    Wieso zieht mich der Tod so sehr in Bann?
    Warum weigert sich ein Teil in mir, das Leben anzunehmen?
    Wie kann es sein, dass etwas Positives unmittelbar das doppelte an Negativen nach sich zieht?
    Warum erscheint das Leben so schwer zu sein, dass Suizidgedanken so viel Macht haben?
    Warum scheint es das letzte Mittel oder vielleicht auch einzigste Mittel zu sein, um zur Ruhe zu kommen?
    Kapier das nicht.

  • Des sind Fragen, die man so eigentlich nicht beantworten kann. Ärzte würde nun sagen (womit sie ja auch recht haben) es ist die Erkrankung.
    Du bist krank und deine Gedanken werden von diesem Zustand abgeleitet... Blablabla

    Weiß ja das es dir eigentlich nun gerade gar nicht drum geht, sondern eher warum es dich da so trifft.
    Tut mir auch sehr leid, das es dir im Moment so mies geht, aber sich diesen Fragen zu widmen tut in der Regel auch nicht gut. Lassen sie einen nur noch in eine Richtung schauen.

    Ich hoffe du kannst einen Weg finden, die Hilfen anzunehmen, die dir nun geboten werden, wenn sie auch nicht so aussehen wie du sie wohl erhofft
    hast.

    Ich schick ein dickes Kraftpaket in deine Richtung und denk dran du bist nicht alleine !!!

    Liebe Grüße

    Bluemchen

  • Hallo Blümchen,
    danke für das Kraftpaket, ich werd es hüten und nur dosiert anwenden, hab doch Angst zu viel davon zu verprassen.

    Ist echt schwer Hilfe anzunehmen, immer noch.
    Sammle momentan täglich 3 Positivpunkte - wow, fast unmöglich.

    Warum - sinnlos darüber nachzudenken. Trotzdem beschäftigt mich das immer wieder. Und auch wenn ich die Gründe ahne, hilft es überhaupt nicht.

    Ja, ich werde daran denken: bin nicht allein!!!!
    Werd es mir einhämmern, damit ich das auch wirklich nicht vergesse.
    Auch wenn ich mich wirklich alleine fühle.

    Liebe Grüße dir Blümchen
    Nebula

  • Hallo du :smiling_face:


    ... noch ein Kraftpaket dranhäng, dann kannst bisschen verschwenderischer damit umgehen :winking_face:

    Irgendwo im Forum hab ich gelesen, einer meinte, er sei froh, über diese Gedanken, weil sie ein Weg sind, mit dem Leben klar zu kommen.... und es dann auch weiter geht ....

    Ich denke 3 Positivpunkte, die du stehen lassen kannst, sind besser als viele, die du hinterher negativ bewertest.... denk an die kleine Schritte.

    Ich denk an dich, toll wie du in der Klinik durch hältst, wirst sehen, es wird nicht umsonst sein ....

    Änderungen kommen langsam, aber sie kommen

    drück dich
    Jule

  • Zum Thema Makel....
    Es ist ein Makel für die Hinterbliebenen, für die Familie, Angehörige ... kam bei mir so an.
    Hab mir da viele Gedanken gemacht.
    Ein Gefühl des Versagens?
    So hab ich das jedenfalls bei Hinterbliebenen gedeutet.
    Aber es kann demjenigen vollkommen egal sein, ob sich die Hinterbliebenen diesen Schuh anziehen.
    Damit seh ich dieses Thema als geschlossen.

    Was ich eher als belastend sehe, ist der Umstand:
    was mute ich dem Finder eines Selbstmörders zu?
    Denn früher oder später wird dies wohl der Fall sein.
    Dieser Gedanke ist ein Gedanke mehr durchaus wert.
    Oder:
    wie verkraften diese Personen diesen Zustand?

    Ein Sprung aus dem Fenster - sieht bestimmt nicht hübsch aus, mit zerschmetterten Knochen dazuliegen.
    Auch alle anderen Suizid-Tote werden mehr oder weniger den Auffindern einen Schock versetzen.
    Kann man das den Menschen zumuten?
    Meinen Kindern möcht ich das nicht zumuten.

    Sind so Gedanken, die mir durch den Kopf gehen.

    Andererseits denk ich, ist ein Suizid im Affekt eben nicht planbar. Das passiert wohl einfach.
    Da wird wohl keiner vorher noch überlegen, ob das irgendjemanden schocken könnte.
    So nach dem Motto: Nach mir die Sintflut..

    So ein paar Gedanken von mir.

    Nebula

  • Hallo nebula, ich habe auch oft solche Gedanken, was passiert mit dem, der mich findet? Wie werden sie mich auffinden und das hat mich bis jetzt immer schnell wieder solche Gedanken vergessen lassen. Wenn ich an den Tod denke, dann denke ich hauptsächlich an Ruhe, die damit verbunden ist. Aber diese Ruhe kann man doch auch anders finden. Ich möchte sie so gerne in mir spüren, diese Ruhe und Zufriedenheit mit mir selbst.
    Weißt du wovor ich Angst habe und was ich immer meinem Therapeuten sage, all die Menschen, die sich für Selbstmord entscheiden, wann ist der Punkt, daß man daran denkt. All die Selbstmörder haben ja nicht schon immer daran gedacht. Warum kommt es soweit, daß man da überhaupt dran denkt. Ich habe Angst davor, daß ich mal soweit bin und daran denke. Und das möcht ich nicht.

  • ich weiß nun gerade nicht so recht ob du dich nun einfach nur sortierst und deine Fragen zu deinen Gedanken gehören, oder ob du da wirklich eine Antwort haben möchtest.

    Ich hab meine Freundin verloren und sie auch finden müssen. Könnte dir dazu gern nun meine Gefühle und die Auswirkungen schildern die es nun auf mein Leben und das Leben ihrer Kinder hat, aber bin nicht sicher ob du das nun hören wollen würdest.

    Ach Nebu. Versuch wieder bissel den Kopf zu heben. Hast soviel erreicht. Soviel gekämpft. Weiss das du dich schwer mit auseinandersetzt und hast doch auch schon so viele Schritte gemacht in die richtige Richtung. Gib nun nicht auf. Geh weiter.. Es wird auch wieder was leichter.

    Es wird immer Hochs und Tiefs geben im Leben und du wirst einfach immer besser auch damit umgehen lernen. Es wird auch wieder anders.

    Du bist wichtig und nur du zählst.

    Meld dich bitte bei mir wenn wen brauchst und alles mal rauslassen möchtest

    Drück

    Bluemchen

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!