• Das arme, kleine Herz

    Ein Herz, das seine Gefühle verbirgt,
    merkt, wie es langsam, ganz langsam, stirbt.
    Es wehrt sich nicht, nimmt es so hin,
    sieht in allem einfach keinen Sinn.

    Es quält sich sehr in seinem Schmerz,
    das arme, kleine, dumme Herz.
    Weiß nicht mehr ein und nicht mehr aus,
    kommt aus dieser Qual einfach nicht heraus.

    Es pocht immer leiser in seiner Not,
    wartet still und leise auf den Tod.
    Möchte einfach nur Ruhe und auch noch Frieden,
    hofft, dies alles im Sterben zu finden.

    Die Seele hat sehr lange zugeschaut
    bevor sie sich nun endlich traut,
    das kleine Herz mal anzureden,
    ihm zu helfen auf seinen Wegen.

    "Du, Herz, was hast du es denn so schwer,
    es ist doch schon so lange her,
    dass wir zusammen sind geboren,
    sieh, wie alt sind wir geworden!"

    "Kein Schmerz kann dich töten,
    das sage ich hier,
    zusammen werden wir es schaffen,
    bin immer bei dir...
    Ich werde dir helfen in deinem Schmerz,
    komm, schlag wieder kräftig, mein kleines Herz!"

    "Wenn du nicht mehr schlägst,
    bin auch ich nicht mehr da,
    du würdest mich töten,
    das ist dir wohl klar?"

    "Kein Mensch ist es wert, uns das anzutun,
    deshalb solltest du auch selber was dran tun!
    Wir gehören zusammen, auf immer und ewig,
    denk dran, überleg mal ein wenig!"

    Das Herz schaut auf, schlägt etwas fester,
    es fühlt, es geht ihm ein wenig besser.
    Da ist ja jemand, es ist nicht allein,
    und will ihm helfen bei seiner Pein.

    Das Herz überlegt, die Seele hat Recht!
    Warum geht es mir denn so schlecht?
    Ich habe mein Leben, das gehört mir allein,
    was soll der Kummer, was soll die Pein?

    Das Herz wird sehr groß und pocht ganz kräftig,
    spürt den Frieden in sich, fast übermächtig,
    es ist nicht mehr alleine, das spürt es so sehr,
    da ist seine Seele, das freut das Herz um so mehr!

    Zu Zweit kann man es schaffen, das weiß es nun,
    man muss nur selber etwas dafür tun!
    Das Herz wird jetzt leben, egal, was geschieht,
    es wird’s ertragen,
    weil es endlich wieder jemand liebt...

  • :loudly_crying_face: :loudly_crying_face: :loudly_crying_face: :loudly_crying_face: :loudly_crying_face: :loudly_crying_face: :loudly_crying_face: :loudly_crying_face: :loudly_crying_face: :loudly_crying_face: :loudly_crying_face: :loudly_crying_face: :loudly_crying_face: :loudly_crying_face: :loudly_crying_face: :loudly_crying_face: :loudly_crying_face:

    das ist sooooooo wunderbar geschrieben das es mir echt die tränen in die augen treibt......... ich wünscht ich könnt sowas auch........... mach noch mehr sowas

  • "Weißes Blatt Papier..."

    Dieses weiße Blatt vor mir,
    in mir, ein Gefühl zu Dir.
    Einfach keine Ruhe gebend,
    will es nach draußen, fordernd, flehend.

    Halt ich seinem Druck nicht stand,
    bis dankbar es fließt
    zum Stift in der Hand.
    So fügt sich auf dem Blatt vor mir,
    zaghaft dies´ Gefühl zu Dir.
    Zu Zeichen, Worten, diesen Zeilen
    die nun in deinen Händen weilen.

    Wird sich vielleicht lösen...
    vom Blatt, vor dir,
    Einlass gewähren, diese Zeilen von mir.
    Und schüchtern werden sie in dir,
    wieder zu diesem Gefühl... in mir.

    Es ist dann soweit,
    ob ich es will oder nicht.
    Es wird dir dann sagen:
    "So sehe ich Mich!"

    Erzählte erst Märchen und Geschichten, von "Damals" und "Heute",
    bekam auch viel Post, von verschiedenen Leuten.
    Sie mochten mich und meine Art zu schreiben,
    denn sie ließen sich mit meine Geschichten treiben.

    Mal war es der Fluss und mal meine Seele,
    gab etwas von mir ab, womit ich mich quäle.
    Doch eines Tages, fragte ein kleines Kind an,
    sag: "Leidest du an M P S?, dann bist du arm dran!"

    Ein anderes verstand meine Geschichten nicht,
    dass war für mich ein fester Schlag ins Gesicht.
    Ich stellte darauf hin, erst Mal alles ein,
    ich wollte mit mir und meinem Kummer alleine sein.

    "Doch was war M P S?", dass kannte ich nicht
    und doch ein Stich ins Herz, als ob es bricht.
    Die Schmerzen wurden stärker, sie wurden zur Qual,
    also ab... gelernt den Computer... hat ja keine Wahl!"

    Ich saß als "Große" unter Kindern in der Bibo rum,
    die Kinder da drüben, die starrten nur stumm.
    Ein "Großer" der lernen muss, wie dieses Ding funktioniert
    und doch hatte ich´ s geschafft und auch kapiert.

    Ich drückte bald hier und ich drückte bald dort,
    dann war ich bei "Schotterblumen", einen düsteren Ort.
    Ich bekam diesen Tipp von einem E- Mail Schreiber,
    doch was ich dort las... Hilfe! Hilfe!... Leider!

    So etwas kann es doch gar nicht geben,
    viele, viele Menschen mit genauso einem Leben.
    Das konnte doch alles nicht die Wahrheit sein,
    ich wollte nur noch weg... in die Dunkelheit rein.

    Irgendwann war ich wieder draußen... im Licht,
    schrieb eine E- Mail... ganz einfach und schlicht.
    Doch irgendwie verstand der am anderen Ende...
    nicht richtig...
    Obwohl... diese Antwort... sie war doch so wichtig!

    Dann war es dunkel und auch wieder hell,
    O. K., ich geh´ noch mal nachsehen,
    "Wirklich ganz schnell!"
    Da war eine Antwort... doch da stand nicht mehr...
    "Ich wünsche Dir..."
    Nein, nein... da stand "EUCH"... oh wehe mir.

    Ich hatte nichts erzählt von den Kindern bei mir,
    mit denen ich wohne, in einer Wohnung, hier.
    Ich fragte also erneut: "Was reden Sie denn da?"
    Doch jetzt machte sich auch "Ihre Hilfe"... sehr rar.

    Ein Knall... ein Peng... und Puff und weg,
    oh weh... so viel Zeit... einfach fort... einfach weg.
    Was hat diese Frau mit mir damals gemacht?"
    Habe ich erst, so bei mir gedacht.

    Ich ging nach Hause, fühlte mich schlecht und gemein,
    dass wollte ich auch nicht... das war gemein.
    Ich fiel erneut in ein tiefes Loch,
    doch... was heißt M P S... will´s wissen doch!

    Wieder verging Zeit... mit und ohne Mir,
    doch ich war wieder da, im "Jetzt" und "Hier".
    Wieder fand ich solch´ eigenartige Schrift,
    doch diesmal fasste ich selber zu einem Stift.

    Schrieb für mich auf... was ich "brauche" und "will",
    für mich fand fast statt, ein richtiger Drill.
    Ich surfte wieder und wieder auf anderen Seiten,
    lernte mich kennen, mit allen Längen und Breiten.

    Eh!...in meinem Tagebuch... wieder ein Gedicht,
    doch bei mir kein erinnern... in Kopf und Gesicht.
    "Wo kam nur wieder diese "Alte Schrift" hier her?"
    Jetzt frage ich niemand mehr... denn es wurde ständig...
    mehr und mehr.

    Ich bin also doch kein "Ich", denn ich bin ein "Wir"
    und deshalb schreibe ich Euch dies Gedichtlein hier.
    Ich verstehe noch nicht, dass Wie? Was? Warum? und Wann?
    aber jetzt klotze ich Gehirn mäßig noch mehr ran!

    Doch was macht man mit Zeilen die man nicht lesen kann?
    Na gut... werdt sie aufheben... bis irgendwann!
    Doch... äh... ich bin doch Deutsche! Wieso dann Ausländer Zeilen?
    Können sich etwa auch, viele Nationen einen Körper teilen?

    Doch da fange ich lieber nicht zu denken an,
    bin sonst fort... wieder mal... bis irgendwann.
    Also her mit dem Glas Alkohol... ist besser als die Klingen,
    es tropft dann kein Blut, denn der Mund fängt an zu singen!

    Abends ganz leise und auch ganz sacht,
    habe ich mir dann... schwere Vorwürfe gemacht.
    Wie erkläre ich nur auf der Kinder. de Seite,
    das lange keine Märchen, weil ich suchte, das Weite!

    Hm... na ja... also suchte ich nach Worten,
    fing an verschiedene Argumente zu horten.
    Doch irgendwie... man kann doch nicht die Wahrheit schreiben,
    also werde ich nun für immer fort bleiben.

    Jedoch ein bisschen Wahrheit, dass war ich euch schuldig,
    in meiner Bauchgegend wurde es nur noch mulmig.
    Also hingesetzt und aufgeschrieben,
    und diese Zeilen... hm... die sind übrig geblieben.

    "Hier kennt man mich...

    In finsterer Nacht wurde ich geboren,
    der liebe Gott, hat mich in der Nacht verloren.
    Ich bin ein Kind der Dunkelheit,
    Trauer, Einsamkeit und böse Träume,
    machen sich in mir breit.
    Habe zu selten mal das Sonnenlicht gesehen!
    Vielleicht wollt´ ich auch nicht, im Leben stehen?
    Meine Freunde waren die Schatten der Nacht,
    denn nur sie haben über mein Leib und die Seele gewacht.
    Viele Dinge sahen des Nachts meine Augen,
    die konnten wirklich nicht für ein Tageslicht taugen.
    So dachte ich viele Jahre lang... nur so bei mir,
    bis ein Kind fragte: "M P S bei dir?"
    Ich war und bin gefangen in dem, was ihr "Die Freiheit" nennt,
    aber dennoch schön, dass man das Kind der Dunkelheit,
    jetzt "Hier" wenigstens kennt!

  • Danke Tirallalla und destiny für die geschriebenen Worte.

    Doch auf Anhieb so etwas zu schreiben (Gedichte), hm, ich glaube das können selbst wir nicht einmal, auch wenn bei uns einige mehr schreiben, als es bei euch je der Fall sein wird. Meistens entstehen solche Gedichte nur, wenn wir keinen Bock haben, eine ganze TGB- Seite für die anderen zu schreiben, oder wenn wir einfach nicht wissen, wie wir den anderen erklären können, wie es uns gerade geht.
    In solchen Situationen schreiben wir eben dann halt diese Texte, die sich in unseren Gedichten wieder spiegeln. Ich kann mich noch gut erinnern, wie es damals war, als ich mein erstes überhaupt schrieb. Es war eine Situation die ich selbst gar nicht so wahrgenommen habe, wie die anderen Menschen, die mit mir zusammen auf der Autobahn waren. Ich begriff erst viel, viel später, während unserer Traumatherapie auf Station, was ich dort erlebt hatte. Eine TGB Seite konnte ich damals nicht schreiben, da meine Gedankenblitze selbst nur kurz waren, die ich zu diesem Zeitpunkt hatte. Also schrieb ich diese auf und versuchte nur noch die Worte so zuzuordnen, dass es wenigstens wie ein Gedicht klingt. :winking_face:
    Ich selbst bin eher nicht so der Typ, der sich mit Hilfe von Gedichten versucht zu artikulieren, da ich weiß, dass es bessere Schreiber bei uns gibt. :smiling_face:

    Das war das, was ich damals verfasst habe, aber ich glaube da spielte mehr meine Wut eine Rolle, die ich hinterher verspürte, da auch nicht viel für die Kinder, am besagten Tage, rum gekommen ist.

    Mit ... Jahren habe ich das nun erlebt. Damals dachte ich, wenn man es aufschreibt, kann man schneller vergessen. Ich irrte mich mächtig. Noch heute sehe ich die Bilder, welche sich mir damals auf der Autobahn boten, deshalb habe ich heute das Gefühl wie damals, dass meine Überschrift die richtige war.
    "Wie lange dauert vergessen? Meist ewig und immer!

    Das einzige was ich positiv daran fand, dass mir durch die Traumatherapie die Chance gegeben wurde, auch jene Splitter zu finden, die mir fehlten, als ich am besagten Tage diese Zeilen schrieb. Heute weiß ich, dass es auch mich nicht mehr gegeben hätte, wenn unsere Jungs nicht einfach die Kontrolle über die Beine übernommen hätten und somit voll aufs Gas gingen. Ich selbst weiß, dass ich noch heute in den Alpträumen die Bilder sehe und auch meinen Gesichtsausdruck, wie ich am überlegen bin: "Was soll ich jetzt machen? Was ist besser? Vollgas oder Bremsen?"
    Ich bin glücklich und zufrieden, dass meine eigenen Gedanken am besagten Tage nicht dazu kamen, weiter über das richtige Nachzudenken, sondern dass es anderen gelang, mich einfach aus der Realen Welt zu ziehen und ins Innere zu bringen.

    LG A.

  • Falsche Betreuerin

    Vielleicht sollte man nur sich selbst vertrauen,
    nur auf sich alleine bauen.
    Mit eigener Hilfe aus der Scheiße kommen,
    wenigstens hat man den Kampf dann allein gewonnen.
    SIE hat nie mit "MIR" gesiegt,
    hätten "WIR" uns auch noch so verbiegt!
    Sehen SIE doch endlich ein,
    ich will und muss ich SELBST sein!!!
    Da lass ich mir von Ihnen auch nichts sagen,
    und vielleicht sollten SIE, das auch niemals wagen!!!
    Nicht bei mir und sonst irgendwen,
    denn ich glaub, genau dies ist IHR Problem!!!
    Sie können nicht mit ansehen,
    wie andere (WIR) besser sind als SIE,
    nein, das lassen SIE einfach nicht zu.
    Und so fangen SIE an, UNS nieder zu machen,
    mit IHRES Gleichen über UNS zu lachen!!!
    Nur dumm, wenn das nicht klappt,
    und SIE sich selber zum Idioten machen!!!
    Dann hat man wohl die Betreuung von Seiten des Betreuten verspielt,
    und ins Leere dabei einfach gezielt!!!
    Es ist schon beschissen,
    wenn einen die anderen nicht Mal vermissen!
    Oder wie sehen SIE das,
    vielleicht wissen SIE jetzt was Betreuung, Vertrauen und Achtung bedeute,
    wenn es endlich jetzt auch bei IHNEN Mal läutet!
    Wir lassen jetzt zwar die Kinder zurück,
    doch damit haben SIE auch kein Glück!!!
    "Wir" sind fort, und das ist keine Frage,
    endlich Ruhe vor Ihnen, alle Tage!!!
    Sie konnten IHRE Niederlage beim Vormundschaftsgericht,
    nicht verkraften, jetzt sag ich es IHNEN ins Gesicht,
    deshalb spielten SIE "Uns" weiter so übel mit.
    Aber eines Tages ist auch IHRE Zeit abgelaufen,
    dann sollten SIE in all dieser Schuld, ersaufen!!!
    Man sagt zwar "Vergelte nicht Gleiches mit Gleichem,
    Doch bei IHNEN? Nee, niemals, werde extra nicht weichen!!!
    Gleiches mit Gleichem, und Zahn um Zahn,
    und sollten "Wir" verrecken bei diesem Wahn.
    Mensch, Mutter, Tochter und Kind sollten "Wir" noch nie sein,
    aber SIE, SIE kriegen "Uns" auch nicht klein.
    Habe schon einmal ein neues Leben bekommen,
    und habe dies als Geschenk, angenommen!!!
    Aber nicht für SIE, um IHREN Hass zu spüren,
    sondern um die "Hülle" zu einem ganzen zu führen.
    Also, mach es gut und betreuen SIE sich jetzt alleine,
    "Wir" haben genug, von Ihrer Hundeleine.
    Ich, nein "Wir" sind keine Viecher auf 4 Beinen,
    sondern Menschen, ohne Hunde Leinen.

    (geschrieben 02.01.2003)

  • Was wäre, wenn wir noch richtige Kinder wären?

    Was wäre, wenn wir Kinder wären....
    würden uns die Erwachsenen helfen zu versteh´ n,
    wie sie uns tatsächlich seh´ n?
    Wenn wir Kinder wären....
    würden sie uns sagen, ganz bestimmt,
    was mit uns wohl nicht stimmt?
    Wenn wir Kinder wären....
    würden sie uns eine Antwort geben, auf all unsere Fragen,
    anstelle uns sich selbst zu überlassen,
    an all den kommenden Tagen?
    Wenn wir Kinder wären....
    Wären wir hoffnungsvoll?
    Unser Leben toll....einfach wundervoll?
    Wenn wir Kinder wären....
    Würden wir viel lachen?
    Einfach alles zusammen machen?
    Wenn wir Kinder wären....
    Wären meine Stimmen und Ich Freunde?
    Hätten gemeinsame Träume?
    Wenn wir Kinder wären....
    Würde ich die Stimmen kennen?
    Unsere Gefühle einfach ganz naiv beim Namen nennen?
    Wenn wir Kinder wären....
    Würden wir mit dem Herzen sehen?
    Unsere gemeinsamen Wege gehen, uns einfach verstehen?
    Wenn wir Kinder wären....
    Hätten wir Liebe im Herzen? Noch keine Schmerzen?
    Wenn wir Kinder wären....
    Würden wir einfach leben?
    Dem anderen, was er verdient, geben?
    Wäre es schön....
    Wenn wir Kinder wären?????

    (geschrieben 15.12.2001)

  • "Verloren"

    Du sagst nicht ein Wort
    und deine Hand wischt eine Träne fort
    und dein Blick sinkt in dein Glas.
    Du sitzt hier vor mir und dein Gesicht
    lässt keinen Zweifel mehr
    Heute sagst du es mir
    dass ich dich verlier
    Nie war Zeit für mich
    ich lebte nur in meiner eigenen Welt
    Ich weiß du wirst geh´ n
    ich muss dich versteh´ n
    Lieb mich ein letztes Mal
    es bleibt mir keine andere Wahl
    Ich weiß das ich die Nacht mit dir
    an den Tag verlier
    Schenk mir die Zeit, die uns noch bleibt
    Lieb mich ein letztes Mal,
    las mich dich noch einmal spür´ n
    Bist du auch morgen nicht mehr hier
    etwas bleibt von dir.
    Ich habe so viel Zeit neben dir vorbei gelebt
    Ich nahm, doch was ich gab, zählte nicht viel
    Ich habe oft geweint,
    doch du warst blind,
    sahst meine Tränen nicht
    Heute ist mir klar, wie einsam du warst.
    Doch wenn du mir vergibst,
    dann schließe die Tür und bleib bei mir
    und ich verspreche dir:
    "Ich werde glücklich mit dir!"

  • Die Seele brennt

    Komm ein bisschen näher und hab keine Furcht vor mir.
    Schau genauer hin, denn ich zeig dir eine Tür.
    Ich gebe dir den Schlüssel, schließe sie auf, geh ruhig hinein.
    Das was du gleich sehen kannst wird mein Inneres sein.
    Geh durch die Kammer des Gewissens und des Verstandes
    folge meiner Weisung und du betrittst den Raum der Angst.
    Hörst du meine Stimme?
    Du bist im Zimmer der Musik
    und nur ein Stück weiter und du stehst im Saal des Glücks.
    Besteig die Stufe des Vertrauens zu dem Turm des Angesichts.
    Hoch oben steht eine Kerze, die Flamme meines Lebenslicht.
    Die Seele brennt.
    Tief in mir ist ein Feuer, dass niemand außer dir sonnst kennt.
    Unten in den Tälern läuft der Fluss der Zeit,
    hier fließt der Lauf der Dinge und der Vergangenheit.
    Erkennst du auch die Berge, der Zufriedenheit?
    Dort tosen stets die Stürme von Hoffnung und Leid.
    Doch hier oben im Licht stehst du sicher,
    auf Mauern voller Zufriedenheit.
    Und suchst du meine Nähe, denn ich bin die Unsterblichkeit.
    Du wirst dich fragen, was das soll,
    ich will dir nur sagen, ich finde dich toll!
    Du wirst mich nicht kennen,
    ich kann dir meinen Namen nicht nennen.
    In die selbe Schule gehen wir nicht,
    aber du kennst vielleicht mein Gesicht.
    Ich wohn bei dir im selben Ort,
    und gar nicht so weit fort.
    Deine strahlenden Augen,
    dein Lächeln, deine Art,
    das ist es, was ich an dir so mag!
    Doch die große Frage ist sicherlich:
    "Was denkst du ab Sonntag über mich?
    Soll ich es wagen, dir was von den Geheimnissen sagen?
    Ich weiß es nicht...............
    Ich glaub es würde mir schaden.........

  • Das Gedicht " Verloren" find ich wirklich genial! Die anderen Gedichte sind auch super gut!

    Aber " verloren" find ich bis jetzt am allerbesten!

    lg destiny

  • Hallo destiny,

    erst einmal vielen Dank für deine Worte. Ich weiß wahrscheinlich woran es liegt, dass dir dieser Text bisher von allen am besten gefiel: "Auch ein Simple kann solche Situationen erleben, wie dort beschrieben sind. (mit seinem Partner/ Partnerin vll.)

    Aus diesem Gedicht geht nicht so eindeutig hervor, dass es sich hier um eine Unterhaltung zwischen unserer Host und einem Inni, handelt. :grinning_squinting_face:
    Nichts was drauf hinweisen tut, erinnert in diesen Zeilen aus Sicht eines Simpels, an einen multiplen Menschen. Wie gut doch bestimmte Verpackungen von Wörtern genügen, um den Anschein zu erwecken, dass hier jemand diese Zeilen schrieb, die einem anderen Menschen gewidmet sind. Schön, dass wir nun einmal auch die Sicht aus eurer Sichtweise zu diesen Zeilen lesen konnten, denn so konnten wir es noch nie wirklich lesen, da wir ja wissen, wer es verfasste und an wen diese Zeilen gerichtet waren. :winking_face:

    LG A.

  • Hallo redshark,

    vielen Dank für deine Worte. Ja, so ähnlich ging es mir gestern Abend. (hoffe zumindest jetzt mal, dass es jetzt auch gestern war und nicht schon wieder länger her ist)
    Ich versuchte mich in die Situation von destiny zu versetzen, warum sie ausgerechnet diesen Text so schön findet und das war aus meiner Sicht die einzige Erklärung. Ich könnte zwar auch falsch liegen, aber andere Möglichkeiten hatte ich nicht mehr, zumindest nicht, als ich diese Gedanken hier verfasste. Ich hatte mich daraufhin auch einmal mit meiner Tochter unterhalten, ohne ihr zu sagen, warum ich hier eine Meinung von ihr möchte. Sie wusste weder, dass diese Gedichte hier von uns stammen, noch, dass sie anders zu verstehen sind, als wie aus Sicht eines Unos. Und als sie mir dann zur Antwort das gleiche gab, wie destiny wurde ich stutzig und fragte nach dem warum. :grinning_squinting_face:
    Durch ihre Antwort konnte ich zum ersten Mal, realistisch nachvollziehen, wie ein Uno diese Gedichte liest und in welche Richtung seine Gedanken dabei gehen.

    LG A.

    @ destiny

    Dann bin ich Mal neugierig, wie dann dieses Gedicht auf dich wirken wird, welches ich dir heute hier lassen werde. :winking_face: (allerdings wurde auch dieses, schon vor längerer Zeit von uns geschrieben)
    Bin schon auf die Meinungen gespannt und auf die Anregungen, welche wir dadurch wieder erlernen können.

  • "Versprechen"

    Ich kann dir nicht versprechen
    mich nie zu ändern
    Ich kann dir nicht versprechen
    nie schlechter Laune zu sein
    Ich kann dir nicht versprechen
    deine Gefühle nie zu verletzen
    Ich kann dir nicht versprechen
    nie unberechenbar zu sein
    Ich kann dir nicht versprechen
    immer stark zu sein
    Ich kann dir nicht versprechen
    meine Schwäche nie zu zeigen

    Aber ich verspreche, dir immer beizustehen.
    Ich verspreche, all meine Gedanken und Gefühle mit dir zu teilen.
    Ich verspreche, dich nicht einzuengen.
    Ich verspreche, all deine Handlungen zu verstehen.
    Ich verspreche, immer offen und ehrlich zu sein.
    Ich verspreche, mit dir zu lachen,
    wenn mir auch zum Weinen zu Mute ist.
    Ich verspreche, dir zu helfen,
    all deine Ziele zu erreichen.
    Aber mein allergrößtes Versprechen ist,
    dich immer zu lieben, egal was geschieht.

    (geschrieben 18.07.2002)

  • Du hast richtig vermutet, dieses Gedicht gefällt mir auch sehr gut!
    Ich hätte es nur nicht "Versprechen" genannt! Sondern "Liebe"

    Denn für mich sagt es genau das aus, was man unter Liebe versteht!
    Sich nicht selbst aufgeben, aber trotzdem in jeder Situation für
    den anderen da zu sein!

    Du kannst wirklich toll schreiben! Wurde von dir schon mal was veröffentlich?

    lg destiny

  • Hallo destiny,

    Hm, ich hoffe ich darf dir auch antworten, da die anderen hier schon schlafen. :face_with_rolling_eyes:

    Wie meinst du veröffentlicht? In einem Buch, wo man so was nach lesen kann? Eigentlich weiß ich es nicht so genau, ob Gedichte veröffentlicht wurden, denn die online Seite, welche damals extra von uns die Freigabe der Gedichte haben wollte, wollte zwar eins drucken lassen und irgend einem Verein spenden, aber daraus ist wohl nie was geworden so viel ich weiß.

    Das einzige was ich weiß, ist, daß jetzt demnächst 2 Artikel veröffendlicht werden von unseren Schreibern, die 2006 in einem Buch anonym veröffendlicht werden. :smiling_face:

    Ich hoffe, daß somit die Frage von dir beantwortet ist. :grinning_squinting_face:

    Aber ich muß gestehen, daß ich die Sachen von unseren Schreiberlingen auch sehr oft gut finde. Zwar nicht alles, aber manches schon. Besonders die Geschichten von unserem Märchen Erzähler gefallen mir, da die einfach gesagt, nur toll sind. Da hat die Kurze wirklich was drauf, obwohl ich auch wie gesagt, ihre Gedichte mag.

    Liebe Grüße
    Johanna

  • ich fühle mich gefangen,
    gefangen, in meinem eigenen körper.

    gefangen in meinen gedanken,
    erinnerungen und schrecklichen träumen.

    gefangen in einer welt,
    in der ich nicht, ich selbst sein kann.

    gefangen in der vergangenheit.

    gefangen in einer rolle,
    die ich nicht spielen möchte.

    gefangen unter "freunden",
    zu denen ich nicht mehr gehöre.

    gefangen in einsamkeit und stille,
    obwohl das leben um mich herum tobt.

    gefangen in trauer und schmerz.

    gefangen in einer welt,
    die aus kälte und unrecht besteht.

    gefangen in einer welt,
    die von hass und gier regiert wird.

    gefangen in einem land,
    in dem ich mich fremd fühle.

    gefangen in zwängen,
    selbstzweifeln und hoffnungslosigkeit.

    gefangen um zu leben?
    um mir die freiheit zu erkämpfen?

  • "wiedersprüche"

    ein erleuchteter raum,
    doch ich sehe kein licht.
    ein feuer brennt im kamin,
    doch ich spüre die wärme nicht.
    ich starre auf den fernseher,
    doch ich kann die bilder nicht erkennen.
    ich beobachte die zeiger der uhr,
    doch kann ich dir die uhrzeit nicht nennen.
    ich höre den regen an die fenster nicht prasseln,
    ich kann die tropfen nur sehn, richtig zum hassen.
    ich sitze neben dir,
    doch ich möchte am liebsten gehen.
    ich lache, doch innerlich weine ich,
    du sagst, du verstehst mich gerd,
    doch du kennst mich noch lange nicht.

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