Das arme, kleine Herz
Ein Herz, das seine Gefühle verbirgt,
merkt, wie es langsam, ganz langsam, stirbt.
Es wehrt sich nicht, nimmt es so hin,
sieht in allem einfach keinen Sinn.
Es quält sich sehr in seinem Schmerz,
das arme, kleine, dumme Herz.
Weiß nicht mehr ein und nicht mehr aus,
kommt aus dieser Qual einfach nicht heraus.
Es pocht immer leiser in seiner Not,
wartet still und leise auf den Tod.
Möchte einfach nur Ruhe und auch noch Frieden,
hofft, dies alles im Sterben zu finden.
Die Seele hat sehr lange zugeschaut
bevor sie sich nun endlich traut,
das kleine Herz mal anzureden,
ihm zu helfen auf seinen Wegen.
"Du, Herz, was hast du es denn so schwer,
es ist doch schon so lange her,
dass wir zusammen sind geboren,
sieh, wie alt sind wir geworden!"
"Kein Schmerz kann dich töten,
das sage ich hier,
zusammen werden wir es schaffen,
bin immer bei dir...
Ich werde dir helfen in deinem Schmerz,
komm, schlag wieder kräftig, mein kleines Herz!"
"Wenn du nicht mehr schlägst,
bin auch ich nicht mehr da,
du würdest mich töten,
das ist dir wohl klar?"
"Kein Mensch ist es wert, uns das anzutun,
deshalb solltest du auch selber was dran tun!
Wir gehören zusammen, auf immer und ewig,
denk dran, überleg mal ein wenig!"
Das Herz schaut auf, schlägt etwas fester,
es fühlt, es geht ihm ein wenig besser.
Da ist ja jemand, es ist nicht allein,
und will ihm helfen bei seiner Pein.
Das Herz überlegt, die Seele hat Recht!
Warum geht es mir denn so schlecht?
Ich habe mein Leben, das gehört mir allein,
was soll der Kummer, was soll die Pein?
Das Herz wird sehr groß und pocht ganz kräftig,
spürt den Frieden in sich, fast übermächtig,
es ist nicht mehr alleine, das spürt es so sehr,
da ist seine Seele, das freut das Herz um so mehr!
Zu Zweit kann man es schaffen, das weiß es nun,
man muss nur selber etwas dafür tun!
Das Herz wird jetzt leben, egal, was geschieht,
es wird’s ertragen,
weil es endlich wieder jemand liebt...