Die Sucht aus/mit Liebe überwinden?

  • ich hab jmd kennengelernt... und bin ziemlich verliebt. ich würd mir so sehr wünschen dass das jetzt endlich der ansporn ist, mich zu ändern, die Sucht in den griff zu kriegen. weil ich nicht die arme kleine bulimikerin, die ihr leben nicht auf die Reihe kriegt, sein will, sondern die begehrenswerte, starke Schlanke.
    Ist ein neuer Mann/eine neue Frau in eurem Leben eine Motivation? oder erwarte ich grade viel zu viel? ein paar schmetterlinge im bauch lösen kein suchtproblem, und man sollte in erster linie wegen sich selbst kämpfen, aber jmd anders zuliebe ist man oftmals eher bereit, opfer zu bringen und durchzuhalten.
    ich wünsch mir einfach nur dass ich mit ihm zusammenkomme und meine Sucht nicht ständig dazwischensteht. :20:

  • Ey - das wünsche ich dir auch!
    Als ich vor Äonen langsam & gerade noch rechtzeitig begriff, dass ich SchwerstAlkoholiker bin, half es mir schon, zu wissen, dass ich gerade dabei bin, die Liebe meiner Frau wegzuwerfen!
    Aber tun sollte man es für sich selbst!
    Edit: Das Aufhören natürlich.......nicht die Liebe wegwerfen.....*g*
    Ganz viel Energie, Kraft und Sturheit - der Sucht gegenüber, nicht der Liebe...:)
    LG.Ganesha.

  • ganesha sagt es schon, eine 'Sucht kannst nur du für dich in den Griff bekommen. Aber sicher spornt es an, wenn man einen lieben Menschen gefunden hat :smiling_face:

    Aber so ne "starke Schlanke" entsteht nicht von selbst, es wird viel Arbeit sein und Kraft kosten.
    Weiß denn deine neue Liebe über dich Bescheid?

    LG Franz

  • Und wann sagt man sowas?

    Das man nich beim ersten Date mit der "Tür ins Haus" fällt, ok, keine Frage. Aber du wünschst dir doch dass es klappt, also hast du doch großes Vertrauen, oder?

    Meiner Meinung wird es immer schwerer, je länger man wartet. Aber es ist natürlich Situationsbezogen, wie und wo trifft man sich, wie weit ist man dabei gekommen usw.

    Setz dich aber jetzt nicht unter Druck, weil ich da so schreibe, es muss einfach passen, wenn man über solche Sachen "auspackt"!
    Nur ich denk halt, entweder is es der richtige oder nicht und wenn ja, dann will er dich doch richtig kennen lernen :winking_face:

    LG Franz

  • Wie ergeht es ihm? ist er auch in dich verliebt?

    Ich hab meinem jetzigen Freund sehr schnell von meinen Problemen erzählt, aber das war auch ne etwas andere Situation (haben uns auf ner stationären Psychotherapiestation kennen gelernt und am Anfang war da nur Freundschaft "geplant" ;)). wann der richtige Zeitpunkt ist, das musst du entscheiden, aber warte damit nicht zu lange, denn sonst bekommt er es eventuell "einfach mal so" mit und das ist dann wesentlich schlimmer.

    Die Kraft, die Sucht zu besiegen muss in dir liegen, das haben meine Vorschreiber ja schon gesagt. Bei mir ist es nun so, dass ich es ein Jahr ohne SVV geschafft habe und oft hab ich es nur sein lassen können, weil ich wusste, dass es meinem Freund weh tut, wenn ich es mache. Insofern kann es schon eine Unterstützung sein.

    Ich wünsche dir alles Glück der Welt und ganz viel Kraft!

    Liebe Grüße
    rose

  • Also, ich möchte schon wissen, was Sache ist!
    Meiner letzten Freundin (klingt blöd: Freundin ist sie immer noch; lieben tun wir uns auch noch; wir leben "bloß" jeder wieder sein Leben in seiner Gegend ..) brauchte ich es nicht extra erzählen, sie wußte es bereits aus dem damaligen Raucherforum.
    Ich gehe mit meiner Vorgeschichte sehr offensiv um, was mir vieles erleichtert.
    Aber, ganz klar: Das ist mein Weg & den möchte ich nun wirklich nicht für alles und jeden verallgemeinern!
    Ich wiederrum wußte auch, dass sie Angstanfälle bekommt, wenn es zum Beispiel in die U-Bahn geht!
    Das änderte nix daran, dass ich mir beim ersten Mal sehr hilflos vorkam, als wir die Situation hatten. Ohne das Wissen darum, hätte ich nicht gewußt, dass es das Beste ist, sie einfach in den Arm zu nehmen & beruhigend auf sie einzureden!
    Und das ist wohl genau der Punkt: Es ist wichtig für den Partner, zu wissen, dass es zu Grenzsituationen kommen kann & dass er darauf reagieren kann; er muß aber doch ne Chance haben, zu wissen, wie er reagieren soll...
    Laß doch das Thema immer wieder mal ins gespräch miteinfliesen; ev. ist er ja sensibel genug & hat eh schon eine Ahnung!
    Wenn 2 Menschen sich gerade nahe kommen, hey - da ist doch soo viel Magie im Spiel!
    Und mal ganz im Ernst: Wenn er wirklich nicht mit klar käme - was wäre das für eine Liebe?Er hätte dich nicht verdient!
    Machs in Liebe, machs gemächlich, aber mach es...Findet Ganesha.:63:

  • inzwischen gehts mir wieder etwas besser, ich habe etwas abstand zur Sucht gewonnen, dadurch dass ich nicht mehr so viele fressanfälle habe. inzwischen bin ich soweit dass ich es ihm bei der nächsten gelegenheit sagen will, ich will halt nur nicht so ein plumpes aufs-auge-drücken veranstalten, so à la "ach, wo wir grad über Autoreifen reden... ich hab übrigens Bulimie". hab ihm gestern abend noch ne mail zurückgeschrieben (nur geplänkel), vielleicht schaff ichs ja mich zu überwinden ihn heut abend anzurufen... ich scheu mich immer so ein bischen vor telefonaten :grinning_face_with_smiling_eyes:

  • Du sagst nun zwar, dass deine FA's jetzt doch weniger wurden, aber kurz zuvor war es doch noch ziemlich heftig bei dir. Hast du mal überlegt, ob es daran liegen könnte, dass du vielleicht wortwörtlich etwas in dich hineinfrisst, nämlich deine Problematik, bei der du dich nicht traust, sie deinem Freund gegenüber zuzugeben?

    LG, alive

  • Zitat von alive;96396

    Du sagst nun zwar, dass deine FA's jetzt doch weniger wurden, aber kurz zuvor war es doch noch ziemlich heftig bei dir. Hast du mal überlegt, ob es daran liegen könnte, dass du vielleicht wortwörtlich etwas in dich hineinfrisst, nämlich deine Problematik, bei der du dich nicht traust, sie deinem Freund gegenüber zuzugeben?
    LG, alive


    das habe ich schon oft überlegt und bin zu dem schluss gekommen dass das ziemlich gut sein kann. ich versuch mich mit dem essen irgendwie "auszufüllen" bzw. meine Probleme "wegzuessen".
    ich versuch auch dran zu arbeiten, meine probleme frühzeitig zu erkennen und gescheit zu lösen, aber oft geht es mir halt einfach so scheiße, und dann greife ich, auch wenn ich genau weiß dass es falsch ist, zum essen.
    am schwersten fällt mir, die gründe/auslöser fürs Essen zu finden, weil ich in dem moment einfach nur vom gedanke/befehl "Essen" beherrscht bin, und nicht genau sagen kann wieso ich den Zwang hab genau das zu tun.

    "echte probleme" hab ich eigentlich gar nicht, studium läuft ganz gut, tolle wohnung, nette freunde, körperlich einigermaßen auf der höhe, ich seh nicht sonderlich schlecht aus, keine geldsorgen, keine großartigen streits, kann mehr oder weniger machen was ich will...

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