was ist falsch am Selbstmord?

  • jetzt muss ich auch mal meinen senf dazugeben:
    ich selber habe sechs suizid-versuche hinter mir, die alle in der psychatrie endeten, von den zahllosen nutzlosen veruchen will ich gar nicht sprechen.
    Jedes mal, wenn ich im krankenhaus wieder zu mir kam, war ich wahnsinnig sauer, daß man mich zwingt, mein leben aus schmerz, verachtung und einsamkeit weiter zu führen.
    wer hat das recht, über mich zu bestimmen?
    heute sind ein paar jahre seit dem letzten versuch vergangen.
    noch immer habe ich schmerzen
    noch immer werde ich von der gesellschaft verachtet
    noch immer bin ich einsam
    aber ich bin immer noch am leben!
    ob das gut ist, oder schlecht, das kann ich wohl erst entscheiden, wenn dieses leben zu ende geht.
    ich kann nur jedem raten, der sich mit diesem problem beschäftigt, sich nie allein mit diesen gedanken befassen, denn sonst ist niemand da, der einem die augen öffnet undeinen vor etwas unüberlegtem schützt.
    ich kann nur sagen, daß ich von allen seiten unter beobachtung stehe und den ärzten und psychiatern es am liebsten wäre, wenn ich mir auf die stirn "selbstmordgefährdet" tätowieren lassen würde.

    bastard, deine bemerkungen kann ich zu diesem thema nur als zynisch bewerten. vor allem, als du meintest, daß dir langweilig war.

    auch muss ich carryon absolut recht geben: denkt bitte einmal an das, was passiert, wenn der versuch missglückt...krankheit, behinderung,pflegefall. ist das besser, als die situation vor dem suizid? wohl kaum.
    lasst die religiösen gründe aus der diskusion raus, denn hier sollte jedes individuum für sich entscheiden. ich beglückwünsche jede/n, der/die sich gegen den Suizid entscheidet, und dafür, etwas zu ändern.

    ich wünsche jedem, der sich mit diesem thema beschäfftigt, die stärke, unbeschädigt wieder daraus aufzutauchen

    dunge

  • danke für die vielen interessanten antworten (auch die zynischen *schmunzel*).
    ab und an beschäftige ich mich noch mit dem Thema, zb bin ich letztens auf werbung für rattengift gestoßen, das hat mich nochmal dran erinnert, aber insgesamt ist der gedanken an den Suizid nicht mehr so präsent wie zu der zeit wo ich den text geschrieben habe.
    ich bin nach wie vor der meinung dass das Selbstbestimmungsrecht des Menschen auch das Bestimmen des eigenen Todes einschließt. Es sollte aber in jedem fall keine Kurzschlusstat sein, und das wärs bei mir damals glaub ich gewesen, wenn ich s wirklich getan hätte. ein glück dass ich so ein Schisser bin *seufz*

  • Zitat von Meli;90079

    Hallo Bastard,
    tut mir leid aber ich finde dass man allen Dingen gegenüber etwas nachdenklicher sein sollte. Bin auch Net gläubig, aber finde es völlig ok, für Menschen die sich dafür entscheiden. Egal was man im Leben tut, trägt man immer Eigenverantwortung zur Sache egal in welche Richtung das gehen mag.
    Amüsant ist es vielleicht auf dem Jahrmarkt, aber nicht bei einem Thema wie Selbstmord.
    Will dich nur zum Nachdenken anregen, nicht bös gemeint
    Gruß Meli


    Danke nicht noetig.
    Ich beschaeftige mich gedanklich shcon laenger als mir lieb ist, mit Selbstmord.

    Und ich bleib bei meiner Meinung.

    Ich hab nicht mal was gegen gläubige Menschen. (Insofern sie mich in ruhe lassen).
    Ist doch schoen wenn man so prmitiv sein kann, um an etwas an einem Gott glauben zu koennen.
    Ich waer wirklich gern so stumpfsinnig, mein denken wem anders ueberlassen zu koennen.
    Wenn man damit gluecklich wird - herzlichen gluckwunsch.

    Tut einfach alle das, was euch gluecklich macht.

    Das tut ihr eh, bei allem was ihr tut. Meistens ohne es ueberhaupt zu merken.
    Es gibt auch tatsaechlich Menschen, die Schmerz und Leid als angenehm empfinden, geradezu suechtig danach sind und danach handeln.

    Das ultimative Maß daran, fuehrt dann letztlich nun mal zum Selbstmord.

    MAN MUSS DEN SCHMERZ GENIESSEN!

  • Hi Alle!

    Interessantes Thema! ...und interessante Meinungen dazu!

    Ich denke, das Leben ist ein Geschenk (von wem auch immer, @Bastard), und man kann es geniessen oder ertragen.
    Viele hier leiden unter irgendetwas - sonst wären wir nicht hier am Board.
    Dass man/frau unter 'Leiden' das Leben nur ertragen kann, anstatt es zu geniessen, ist logisch.
    Sicher, auch ich war dem Suizid schon sehr nahe ... vor vielen Jahren.
    Aber in dem Moment, wo man sein eigentliches 'Leiden' angeht, sich motiviert und daran arbeitet ...persönliche Erfolge erzielt, lichtet sich doch das Dunkel und Zuversicht, Mut und Lebensfreude kommen auf..
    Selbstmord ist definitiv *unnatürlich*, sonst hätte die Natur nicht eine so kräftige
    Sicherung zwischengeschaltet. Eben diese riesige Hemmschwelle! Und Selbstmordgedanken zeugen für sich schon von einem unheimlich grossen, inneren (oder äusserlichen) Leiden. Und die Entscheidung, ob man/frau sich dieser Aufgabe stellt oder nicht .... liegt bei jedem selbst.
    Ich habe mich damals dazu entschlossen, mich der Aufgabe zu stellen und das eigentliche Prob -nämlich MEIN Leiden- wenigstens mal anzugehen und es zu versuchen, denn die Alternative, sofern Suizid eine solche darstellt, liegt tagtäglich in Reichweite.
    Ist Sucht nicht auch eine Art Selbstmord ... auf Raten?

    Ciao

    Gipfel

  • Zitat von alive;98134

    nee, Sucht ist sicherlich kein Selbstmord auf Raten, sondern eine Krankheit. Nur Abhängigkeit kann dazu werden.


    irgend n ganz toll schauer typ hat das irgendwann irgendwie irgendwo mal behauptet mit Sucht und selbsmord auf raten, viele hams nachgeplappert.

    kann man vielleicht tatsaechlich dazu zaehlen, Sucht endet nun mal in vielen faellen mit dem tod.
    aber das kann bei bergesteigern, autpfahren oder gar kekse backen genauso kommen.

  • @ Bastard: Ich möcht mal ganz kurz etwas los werden, weil ich eine deiner Bemerkungen etwas untreffend formuliert fand. Es ist nicht primitiv an Gott zu glauben. Man kann es für falsch erachten, aber ich finde, keiner hat das Recht sich über den Glauben anderer Menschen zu stellen und zu behaupten, Gläubige wären primitiv oder ihre Einstellung bzw. Glaube wäre primitiv. Wie kann etwas primitiv sein, das seit Anbeginn der Menschheit in unterschiedlichsten Fassungen besteht? Im Glauben überlässt man sein Denken auch nicht jemand anderem, sondern glaubt daran, dass es eine höhere Macht gibt. Denken einem anderen zu überlassen hieße blinden Gehorsam und das ist Glaube definitiv nicht, zumindest nicht so, wie es moderne Gläubige verstehen. Worauf du anspielst, hat mehr etwas mit Nationalsozialismus und blindem Gehorsam zu tun als mit Glauben. Ist es nicht auch eher gedankenlos, wenn man einfach dem Mainstream folgt und gar nicht erst sich damit auseinander setzt, wie viele Menschen es machen?
    Sorry, aber ich fühl mich da gerade ziemlich angegriffen, weil ich deine Bemerkung gelinde ausgedrückt ziemlich oberflächlich und verallgemeinert finde. Natürlich mag es solche Gläubige geben, wie du sie beschrieben hast. Aber man sollte nie von einigen wenigen auf eine gesamte Gruppe schließen. Ich nehme mal zu deinen Gunsten an, dass du's einfach nur ungünstig formuliert hast.

    @ Topic: Ich denke, dass Sucht in gewissem Maße (abhängig von der Form der Sucht) schon eine Art Selbstmord auf Raten ist. Magersucht zum Beispiel hat in vielen Formen nur ein letztendliches Ziel und das ist der Tod. Wenn die Intention der Sucht der eigene Tod ist, wäre Sucht ein Tod auf Raten.
    Ich verstehe aber den Grundgedanken, weil viele Süchtige nicht unbedingt sterben wollen sondern viel mehr auf diese Weise um Hilfe schreien.

  • Zitat von Wattwurm;98307

    @ Bastard: Ich möcht mal ganz kurz etwas los werden, weil ich eine deiner Bemerkungen etwas untreffend formuliert fand. Es ist nicht primitiv an Gott zu glauben. Man kann es für falsch erachten, aber ich finde, keiner hat das Recht sich über den Glauben anderer Menschen zu stellen und zu behaupten, Gläubige wären primitiv oder ihre Einstellung bzw. Glaube wäre primitiv. Wie kann etwas primitiv sein, das seit Anbeginn der Menschheit in unterschiedlichsten Fassungen besteht? Im Glauben überlässt man sein Denken auch nicht jemand anderem, sondern glaubt daran, dass es eine höhere Macht gibt. Denken einem anderen zu überlassen hieße blinden Gehorsam und das ist Glaube definitiv nicht, zumindest nicht so, wie es moderne Gläubige verstehen. Worauf du anspielst, hat mehr etwas mit Nationalsozialismus und blindem Gehorsam zu tun als mit Glauben. Ist es nicht auch eher gedankenlos, wenn man einfach dem Mainstream folgt und gar nicht erst sich damit auseinander setzt, wie viele Menschen es machen?
    Sorry, aber ich fühl mich da gerade ziemlich angegriffen, weil ich deine Bemerkung gelinde ausgedrückt ziemlich oberflächlich und verallgemeinert finde. Natürlich mag es solche Gläubige geben, wie du sie beschrieben hast. Aber man sollte nie von einigen wenigen auf eine gesamte Gruppe schließen. Ich nehme mal zu deinen Gunsten an, dass du's einfach nur ungünstig formuliert hast.

    @ Topic: Ich denke, dass Sucht in gewissem Maße (abhängig von der Form der Sucht) schon eine Art Selbstmord auf Raten ist. Magersucht zum Beispiel hat in vielen Formen nur ein letztendliches Ziel und das ist der Tod. Wenn die Intention der Sucht der eigene Tod ist, wäre Sucht ein Tod auf Raten.
    Ich verstehe aber den Grundgedanken, weil viele Süchtige nicht unbedingt sterben wollen sondern viel mehr auf diese Weise um Hilfe schreien.


    Ich hab es genau so formuliert wie ich es wollte und das seh ich auch jetzt noch.
    Und zwar weil:

    Glaube ist primitiv, weil es nun einmal GLAUBE ist, und nicht WISSEN.
    Das ist genau der Punkt.
    Ein schlauer Mann sagte einst:
    "Geistliche Grundsätze ohne Gründe, nennt man Glaube"

    Es ist Glaube, der Glaube an etwas, dass in alten Buechern steht, dass sich nie gezeigt hat.
    Klaar, koennte man jetzt mit Jesus, Mohammed und wie sie alle hiessen kommen, aber das ist laenger her, als es eine einheitliche Schrift gab, die es wahheitsgetreu festgehalten haette koennen.

    Der Glaube an sich, an etwas das einen eines wunderbaren Tages an einen besseren Ort bringt, wenn man seinen Grundsätzen folgt, dass ist fuer mich primitiv.

    Nur meine kleine Meinung.
    Vielleicht sind die Menschen, die glauben, in anderen Bereichen nicht so Primitiv, aber in Bezug zu der Tatsache, dass sie glauben, sind sie das.
    Und auch nur da, der Rest mag sein wie er will.

    Und nein, uich habe nichts gegen diese Menschen, ich wuenschte ich koennte so sein, aber das kann ich nicht. Mein ratinonales Denken und meine Lebenserfahrung lassen das beim groessten Kopfzerbrechen, es zu versuchen einfach nicht zu, auch nur ansatzweise an irgendeine Form von hoeherem Lebensdaseinen (wie Gott) zu glauben..

  • da muss ich doch auch mal was zu sagen...

    Zitat von Bastard;98376


    Und nein, uich habe nichts gegen diese Menschen, ich wuenschte ich koennte so sein, aber das kann ich nicht.


    da stimme ich dir vollkommen zu... ich sehe menschen, die glauben, zwar nicht als primitiv an, nicht einmal naiv, aber verstehen kann ich sie trotzdem nicht...
    und gerade, dass so viele menschen daran glauben und vor allem schon seit so langer langer zeit, das macht mich am meisten stutzig. schließlich entwickeln wir uns weiter, in so gut wie jeder hinsicht, warum dann nur so wenig in dieser? kein mensch läuft heutzutage mehr länger als eine stunde zu fuß (außer zu sportzwecken oder zwecks armut, behaupte ich mal) und deswegen wurden fortbewegungsmittel erfunden... um nur ein beispiel zu nennen. im hinblick auf den glauben jedoch fällt es den menschen verblüffend schwer, an sich selber zu glauben und daran, dass man selber für sein handeln verantwortlich ist.
    vielleicht sehen gläubige mich jetzt als naiv an, aber deswegen ist es doch schön, dass es unterschiedliche meinungen gibt :winking_face:


    so, zurück zum thema... wollt auch noch was zum Selbstmord sagen.
    Ich denke, jeder ist für den eigenen körper verantwortlich und somit auch "sorgeberechtigt" für ihn. Somit darf derjenige auch über ihn bestimmen. Es braucht wirklich viel, um sich für den Selbstmord zu entscheiden, ich weiß es aus eigenen Erfahrungen. Außerdem senden fast alle Menschen, die suizidgefährdet sind, Hilferufe aus, welche aber zu oft einfach ignoriert werden. Nur direkt vor dem Selbstmord ziehen sie sich meist zurück. Dann ist es zu spät und es hilft erst recht keiner mehr. Schaut euch allein die SVV-"Opfer" an, sie verstümmeln sich selber, und selbst wenn sie ihre frischen Narben offen zur Schau stellen würden, würden viele nicht helfen, sie würden wegschauen. Und dann über den Freitod wundern!?
    Was ich damit sagen will: Wenn es den Menschen vor dem Tod egal ist, was mit mir ist, warum sollten sie denn dann danach rumjammern? Ist es deren gutes Recht? Ich denke nicht. Es ist eher wie eine "gerechte" Strafe und vor allem eine Lehre für sie, denke ich.

    LG, The FaceLess One

  • ok, gestern wohl untergegangen

    .... um der Diskussion um Glauben mal einen eigene Raum zu geben, und diesem Thread wieder die Chance zu lassen, seinem ursprünglichem Sinn zu folgen, findet ihr die, doch vom Thema abschweifende, Diskussion jetzt

    hier :)

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