Meine Reha, meine disziplinarissche Entlassung, die Folgen und die Frage wie kann es weiter gehen.
Hier ein paar Infos zu meiner Person, dann mein Wiederspruch gegen meinen Behandlungsabbruch, der Verlauf meiner Klärungsphase, Konzept der Klinik und eine Abhandlung der leitenden Pschologin der Klinik.
- Ich bin 40 Jahre alt, meine Erzeuger sind mir nicht bekannt
- mit 10 Jahren fing mein Suchtmittelkonsum an ( Rauchen )
- mit 12 Alkohol
- mit 14 Maria Hu
- mit 15 dann das volle Programm ausser H und Nadeln waren auch nicht mein Ding
- mit 27 bekam ich Panikattacken und Deppresionen woraufhin ich nur noch legale Drogen in Form von Psychopharmaka und Alkohol konsumierte.
- Dies ist auch heute noch der Fall wobei ich vor 4 Jahren eine Eigenmedikation mit Coca begann ( das Wort Eigenmedikation soll kein Witz sein ). Zumindest glaubte ich so ca 1 Jahr lang diesen Schwachhsinn.
- vieleicht sollte ich noch erwähnen das ich trotz meines Lebenswandels nie arbeitslos war und beruflich im laufe der Jahre auch etwas erreicht habe.
- mittlerweile geht es allerdings ziemlich den Bach runter.
Gegen die oben genannte dizieplinarische Entlassung erhebe ich hiermit Widerspruch
Begründung:
In meinem Fall kann eine vorzeitige Entlassung nicht stichhaltig mit dem Wohl des Patienten (also mir) begründet werden, da dem Entlassenen (also mir) im Gegensatz zu den Weiterbehandelten eine erheblich schlechtere Abstinenzprognose für die Zeit nach der Entlassung zu stellen ist. Laut der Philosophie Ihrer Klinik werten Sie Rückfälle als Entwicklungschancen. Was in meinem Fall meiner Ansicht auch voll zutrifft.
Ein Rückfall während der Therapie kann besser reflektiert und bearbeitet werden als nach der Therapie. Nach 10 Wochen Abstinenz von Crack, Kokain, Alkohol, Cannabis und Diazepam denke ich das man mir fehlende Motivation nicht unterstellen kann. Bei meinem Entlassungsgespräch mit Fr. Therapeutin und Fr.Dr. blablabla bekam ich auch ein positives feedback.
Abstinenz ist nicht der zentrale Gradmesser für die Beurteilung einer Behandlung. Zudem in einem Gespräch am Mittwoch dem 00.00.08 nach einer Gruppentherapie in sozialer Kompetenz mit Hr. Cotherapeut mir klar wurde das meine Therapie jetzt erst richtig beginnt. Auch das Gespräch am Donnerstag den 22.05.08 mit Fr. Cotherapeutin hat mir gezeigt das ich erst am Anfang meiner Arbeit stehe. Rückfälle sind erklärbar – sie fallen nicht vom Himmel und das Verhaltensmuster das ich an den Tag legte passt zu meiner Vergangenheit. Auch ist mir klar geworden das Kokain Konsum eine Flucht ist um meine Persönlichkeitsdefizite ausgleichen zu wollen. Ich glaube auch das Fr. Cotherapeutin und Hr. Cotherapeut das erkannt haben. Des Weiteren bin ich über meine vorzeitige Entlassung sehr enttäuscht da ich mich für Ihre Klinik entschieden habe weil Ihr Behandlungsangebot Doppeldiagnostich zu arbeiten für mich sehr wichtig war bzw. ist, da ich schon seit vielen Jahren unter Panikattacken und Deppresionen leide auch ohne das ich Suchtmittel konsumiert habe. Ich habe den Eindruck das meine Entlassung viel mit Emotionen von Seiten meiner Bezugstherapeutin ausging und das eigentlich nicht Ihr Konzept und Handeln wieder spiegelt. Ich möchte jetzt auch nicht näher auf meine Gefühle als Suchtpatient eingehen als mir am Freitag den 00.00.08 um 11.15 Uhr
Von Ihrem Reinigungspersonal mitgeteilt wurde ich solle das Zimmer räumen. In der Bezugsgruppe xyz wurde mir um 10.40 von Fr. Bezugstherapeutin ein Termin um 14.00 genannt, wo noch ein Gespräch folgen sollte. Ich hatte wenigstens die Hoffnung eine Alternative aufgezeigt zu bekommen, was ich in der Gruppe auch angesprochen habe. Ich schreibe diesen Brief weil ich verzweifelt bin und ich mich in der Klinik blablabla gut aufgehoben fühlte. Der Mittwoch, der Donnerstag und der Freitag morgen waren für mich wie ein Film in dem ich der Hauptdarsteller war, allerdings ohne meiner Rolle gerecht werden zu können. Ich möchte Sie mit diesem Schreiben bitten mir noch eine Chance zu geben oder aber irgendwie weiter zu helfen. Ich brauche Ihre Hilfe und ich weiß das ich bei Ihnen gut aufgehoben wäre und mir die richtigen Wege aufgezeichnet würden. Jetzt kommt eine Hypothese die nicht auf meinem Mist gewachsen ist Rückfälle sind als aktive Gestaltungs-Versuche zur Bewältigung eigener Lebensprobleme zu respektieren. Diese Aussage passt wie die Faust aufs Auge zu der Situation in die ich mich gebracht habe. Ich glaube das musste so kommen. Mit diesem Schreiben möchte ich das Team bitten sich noch einmal mit dem Patienten also mir zu befassen. Ich glaube diese Zeit wäre lohnend und auch verantwortungsbewusst Ihrem Patienten gegenüber.
In meinen Augen hattet Ihr in zehn Wochen nur einen schlechten Tag
Mit freundlichen Grüßen.
Ein Patient der sich nicht wegen Fusspilz oder einem Leistenbruch um einen Therapieplatz in Ihrer Fachklinik bemüht hat.
[LEFT][LEFT]Verlauf meiner Klärungsphase in der Klinik XYZ[/LEFT]
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Am Mittwoch den 00.00.2008 wurde bei einem grossteil der Patienten mit einer Drogenproblematik einen Drogenscrenning angeordnet.. Anlass war das Fehlen eines Patienten der nach einer wochenend Heimfahrt Suchtmittel mit in die Klinik gebracht hat. Das Sceening von mir war positiv da ich von besagtem Patient Suchtmittel gekauft habe. Daraufhin hatte ich bei meinem Cotherapeut ein Gespräch indem ich auf die mir gestellten Fragen antwortete. Daraufhin sagte mir Hr.plaplapla das ich in der Klärungsphase wäre und nannte mir die Auflagen die ich zu erfüllen habe. Hr. plaplapla ging dann in ein zweiwöchigen Urlaub. Meine Auflagen waren ein Verbot das Klinikgelände zu verlassen, einen Bericht für Fr. Förster meine Bezugstherapeutin zu schreiben und am Donnerstag, Samstag und Sonntag die Tasgruppe zu besuchen.. Obwohl es mir alles andere als gut ging habe ich versucht die Aufgaben zu erfüllen. Die TaS am Donnerstag viel mir besonders schwer und Ich bat Frau plaplapla und die Gruppe gehen zu dürfen. Fr. plaplapla sagte mir Sie sei bis 19.00 Uhr im Haus und ich könne zu Ihr kommen. Gegen 17.00 Uhr ging ich zu Fr.plaplapla und hatte ein sehr emotionales Gespräch mit Ihr. Es ist Ihr auch gelungen mir etwas von dem riesigen Druck zu nehmen, Ich bin auf Ihr anraten trotz meiner Ängste und meines Charmgefühls einen Kaffee trinken gegangen.. Die Blicke vieler Mitpatienten waren wie eine Anklage. Es gab aber auch einige Leute die auf mich zu kamen und mir Mut zusprachen und mich etwas aufbauten.. Obwohl sich in meinem Kopf alles drehte und ich kaum einen klaren Gedanken fassen konnte schrieb ich noch meinen Bericht, den ich Fr. plaplapla am Freitag den 23.05.08 um 8.00 morgens in Ihr Büro brachte. Als ich eintrat fragte Sie mich warum ich so leidend aussehen würde und sagte mir das Sie sehr verärgert wäre. Mit dieser Aussage konnte ich als Suchtpatient der einen Rückfall hatte nicht viel anfangen. Ich solle um 9.00 in meine Bezugsgruppe xyz kommen womit das Gespräch beendet war. Um 9.00 Uhr betrat Fr. plaplapla den Gruppenraum mit den Worten Sie sei sehr wütend und machte Rückfälle zum Thema.. Die Gruppe war alles andere als angenehm für mich und ich kam mir eher wie ein Straftäter als ein Suchtpatient vor. Obwohl ich das Gefühl hatte vorgeführt zu werden blieb ich bis zum Ende um 10.40. Ich fragte Fr plaplapla wie es jetzt weiter gehe worauf Sie mir um14.00 Uhr einen Termin gab, Sie müsse erst noch mit dem Team sprechen. Ich bat Sie auch noch in der Gruppe um Hilfe bzw. Möglichkeiten an mir weiter zu arbeiten falls ich das Haus verlassen müsse. Ich ging in mein Zimmer und legte mich etwas hin. Um 11.15 Uhr klopfte es und es fragten mich zwei Mitarbeiterinnen von Ihrem Reinigungspersonal wer heute ausziehen würde weil Sie das Bett beziehen wollen. Was daraufhin in mir vorging war von meiner Ärztin und meiner Therapeutin nicht weiter von Bedeutung als ich um 12.00 meinen offiziellen Rausschmiss mitgeteilt bekam. Als Rat wie es weiter gehen könnte wurde mir gesagt ich solle eine neue Therapie beantragen. Wenn ich wolle könnte ich auch wieder in die Klinik kommen. Fr. plaplapla sagte mir auch das ich schon gut an mir gearbeitet hätte. Damit war das Gespräch zu Ende und meine Therapie in der Klinik auch. Um 1.00Uhr verbiss ich das Klinikgelände und stand mal wieder vor einem Abgrund. Ich verstehe nicht warum ich es nicht wert sein soll weiterbehandelt zu werden und warum ich wie ein Stück Abfall vor die Tür gestellt werde. Was hat das mit Respekt zu tun.???
P.S. Ich habe keinem Mitpatienten etwas angeboten bzw. angedeutet das in der Klinik Drogen sind.. Ich habe die Drogen auch nicht mit in die Klinik gebracht. Mangelnde Motivation kann man mir auch nicht vorwerfen da ich aus Angst zu versagen noch keine Heimfahrt beantragt habe. Auch hätte ich mir ohne Heimfahrt mit Sicherheit etwas besorgen können. Ich habe mich nicht abgrenzen können als mir die Nase lang gemacht wurde. Anstatt daran mit mir zu arbeiten bekomme ich einen Tritt in den Ar....
Dies kann weder im Sinn des Kostenträgers sein noch dem Wohl des Patienten dienen. Vielleicht helfen sie mir das zu verstehen. Fehler können gemacht werden wo Menschen arbeiten. Sie können auch wieder berichtigt werden wenn Sie erkannt werden. Das ist meine subjektive Auffassung und soll keine Anklage sein. Ich halte den Standard Der Klinikfür sehr hoch. Dies ist kein Honig den ich Ihnen um das M.... schmieren will sondern mein Eindruck.
Eine Antwort die mir weiter hilft diesen Film zu verstehen steht mir meiner Auffassung nach zu.
Mit freundlichen Grüßen.
Der gelbe Sack bzw. ich gehöre ja eher noch in die Biotonne
Ich setzte mich mit Hr. lalilo von der Sucht und Jugendberatung in Timbuktu in Verbindung. Er hatte nach einem Telefonat mit Fr.Bezugstherrorpeutin blablabla die Information erhalten, wenn ich nicht auf dem Klinikgelände konsumiert hätte wäre ich auch nicht entlassen worden. Jetzt stellt sich mir natürlich die Frage warum ich nicht am Mittwoch entlassen wurde sondern in die Klärungsphase kam. Auch ist es mir ein Rätsel warum ich Freitags noch in die Gruppe musste und einen Termin um 14.00 Uhr bei meiner Therapeutin Fr. blablabla bekam. Auf Ehrlichkeit wird in der Klinik xyz sehr grossen Wert gelegt.
Die Regeln der Klinik und die Folgen.
Unsere vier Grundregeln
• Die regelmäßige Teilnahme an allen Therapieangeboten
ist Grundvoraussetzung für
das Gelingen der Behandlung.
• Die Einhaltung der Hausordnung ist Bestandteil
der Therapievereinbarung.
• Wer Gewalt androht oder anwendet, stellt
sich außerhalb der therapeutischen Beziehung.
Eine Fortführung der therapeutischen Arbeit
bedarf in diesem Fall der Abklärung.
• Der Besitz und die Einnahme von Suchtmitteln
oder Medikamenten, die nicht durch uns verordnet
sind, stellen die Therapie in Frage. Ein
Rückfall während der Therapie leitet in der
Regel die Rückfallbehandlung ein.
Bis zum Zeitpunkt meiner Entlassung war mein Rückfall der einzige Regelverstoss in den 10 Wochen meiner Behandlung in xyz. Ich habe nach dem verlassen auch sofort Versucht mit der Klinik xyz eine Lösung zu finden wie eine weitere Behandlung von mir aussehen könnte. Leider habe ich bis heute noch keine Antwort auf meine e-mails erhalten. Dieses Schreiben habe ich auch an die Klinik xyz gesendet ( bis Textstelle Ich setzte mich mit Hr. lalilo------ )
Mit freundlichen Grüßen.
Die Biotonne
ãAlkoholikern ist nicht zu helfen.Ò - ãHeroinabh.ngige sind Aussteiger aus der Gesellschaft
und kosten nur Geld.Ò - ãE§-, Spiel-, XY-S.chtige sind Ausw.chse unserer Gesellschaft, mit
denen wir uns abfinden m.ssen.Ò - ãJede Gesellschaft hat die S.chtigen, die sie verdient.Ò
Diese etwas resignativen Ausspr.che werden von den Ergebnissen der angewandten modernen
Suchtforschung h.ufig widerlegt.
Suchtforschung - besonders die psychotherapeutisch orientierte - ist in Deutschland von der
gesellschaftlichen Anerkennung, der Profilierung in der wissenschaftlichen Gemeinschaft und
der .ffentlichen Unterst.tzung her lange eher ein Stiefkind gewesen. Nichtsdestotrotz gibt es
eine - .berschaubare - Gruppe an engagierten Wissenschaftler(innen), die fundierte Arbeit
leisten. Ihre Ergebnisse treten hin und wieder dann kometenhaft in den Vordergrund, wenn in
Pressemitteilungen die ãS.chtigenÒ (meist illegaler Drogen) unserer Gesellschaft herausgestellt
oder negative Folgeerscheinungen wie Alkoholunf.lle im Stra§enverkehr oder Straftaten
unter Rauschmitteleinflu§ statistisch belegt werden. Abh.ngigkeit von Suchtmitteln beeintr
.chtigt jedoch nicht nur den Betroffenen selbst, sondern auch sein unmittelbares soziales
Umfeld und - hinsichtlich der Folgekosten - auch die Gesellschaft.
Wenn ãdas Kind in den Brunnen gefallen istÒ, sprich: wenn der Mensch suchtmittelabh.ngig
geworden ist und seine sozialen Aufgaben nicht mehr erf.llt, k.rperlich und psychisch krank
ist infolge seines Drogenkonsums, tauchen viele Fragen auf:
1. Warum wurde gerade diese Person suchtmittelabh.ngig?
2. Warum wurde sie von dieser bestimmten Droge abh.ngig?
3. Welche Behandlungsm.glichkeiten gibt es mit welcher Erfolgswahrscheinlichkeit?
4. Wie k.nnen Verschlimmerungen und R.ckf.lle verhindert werden? (Sekund.rpr.vention)
5.
Fr.Dr. leitende Psychologin der Klinik xyz
P.S.
Über Tipps, Ratschläge oder sonstige feedbacks sowie auch Kritik solange sie konstruktiv ist würde ich mich freuen