Angst mit Betrunkenen

  • Heute möchte ich hier mal wieder schreiben, vielleicht geht es mir dann
    etwas besser. Heute hat mich die Angst wieder mal dermassen im Griff...
    Ich hasse den Sommer bzw. wie sich manche Menschen dann so benehmen.
    Es war heute schlimm mit ein paar Säufern... warum ich damit ein Problem
    habe, ich weiss es nicht. Dieses gröhlen, saufen... je später, desto schlimmer
    wird es... und ich finde keinen Ausweg aus der Angst. Man ist so angespannt...
    ich kann einfach nicht davon abschalten, so wie andere das machen. Nichts
    lenkt mich ab... fernsehen? Ich kriege nichts davon mit... lesen? ... ich verstehe
    nicht, was da steht usw. Niemand versteht meine Ängste... kann man wohl auch
    nicht erwarten... ich habe Kopfschmerzen vom vielen hin und her denken...
    was kann man bloss machen gegen diesen Zustand? Ich bin ihn so leid. Man
    bekommt kein normales Leben mit dieser "Angstmacke". Damit will niemand etwas
    zu tun haben. Wie lernt man Leute kennen, die wenigstens versuchen einen zu
    verstehen? Dieses nicht darüber reden können macht einen fertig. Naja, ihr seht,
    ich schreibe etwas wirr. Vielleicht mag ja jemand hier mit mir reden?

    LG, Gismona

  • also ich finde deinen text nicht wirr, hast dich doch klar ausgedrückt.

    komischerweise kann ich besoffene auch Net so ab, aber trink auch ab und an einen über den durst. das hat halt was mit meiner suchterkrankung zu tun. aber wenn ich als einzigst nüchternen im kopf in einer gruppe bin mit besoffenen, könnt ich auch weglaufen...mag das auch Net, erinnert mich an die zeit als meine mutter noch viel getrunken hatte. auch das mit der ablenkung, wenn es einem schlecht und gedanken kreisen kann ich verstehen. geht mir auch manchmal so.
    wo du drüber sprechen kannst und leute findest die dir zuhören und dich evtl. verstehen ist z.B. hier oder in selbsthilfegruppen. meine erfahrung.

    schönen angstfreien sonntag wünsch ich dir, LG pInK


    hm

  • Hallo Gismona,
    so was kenne ich auch, wenn mir auf der Strasse begegnet oder wenn ich abends mit dem Freund in Biergarten war und dann abends so gröhlende Mneschen die besoffenen sind, dann auch noch blöd anschauen. Da bekomme ich auch Angst davor, davor sie könnten was machen einen, dass was passieren könnte. Ich fühle mich unwohl. Kommt von meinen Ehemann als der so gesoffen hatte und auch andere Menschen.Was ich erlebt hatte.
    Abschalten daheim mit was, bin auch so oft unruhig die konzentration fehlt mir oft mal . Fange von vorne an ein Buch, dann lege ich es wieder weg oder male dann sitze ich davor weis nichts, Fernsehen ich schau an und komme doch nicht mit weil meine Gednaken immer beschäftigt sind. Möchte gerne es abschalten immer zu. Mir gelingt es manchmal wenn ich es niederschreibe. Es ist dann wie wenn Luft mehr da wäre.
    Verstehen, das können die die selber auch mit Ängste bestückt sind.
    Da sich auszutauschen wie hier hilft sehr viel finde ich.Mit meinen Freund kann ich drüber reden auch.
    Ich hoffe dass du nicht auf die Idee kommst dann mit zu trinken dass die Angst weg wäre, weil man genauso wäre. Weil das bringt ja nichts. Aus der Sitiation aus zu steigen, wenn zuviel wird.

    liebe Grüsse Dasein

  • Hallo pInK,

    vielen Dank für Deine Antwort. Mit Selbsthilfegruppen ist es hier bei uns,
    glaube ich, ein wenig schwierig. Bei Dir gibt es dann ja einen Bezugspunkt
    wegen des Trinkens (Deine Mutter). Bei mir ist es so, dass ich nicht weiss,
    warum ich damit so ein Problem habe. Ich könnte einfach nur weglaufen.
    Aber man kann halt nicht immer nur davon laufen. Die Nacht war voller
    Alpträume. Ich habe mich kaum getraut die Jalousie aufzuziehen, aus Angst,
    die Betrunkenen wären wieder da. Gott sei Dank sind sie es bis jetzt nicht.
    Aber mein Zustand ist trotzdem noch nicht sehr viel besser als gestern. Ich
    kann einfach nicht abschalten von diesem Problem. Ich wüsste zu gern
    wieso ich auf Betrunkene so reagiere. Ich darf gar nicht an die Fussball-EM
    denken.. Danke schön, dass Du mir geantwortet hast. Ein wenig hilft es doch
    darüber zu schreiben und das sich jemand die Mühe gemacht hat meine Zeilen
    zu lesen...

    LG Gismona

  • Hallo Gismona,

    hab ein bisschen "geschnüffelt" und hab gelesen, das du sowieso mit ängsten behaftet bist. leider kenn ich mich in richtung phobien nicht wirklich aus. kann mir aber vorstellen, das es echt krass ist, wenn man Angst vor etwas hat, obwohl man gar nicht weiss warum. hm, und in bezug auf die betrunkenen, ich denk, das der ursprung der Angst vllt jeder hat, da ja eben betrunkene gröhlen, laut sind und rumpöbeln. nur, das es menschen gibt die mit dieser Angst anders umgehen und deshalb diese nicht so schlimm werden?ja,wie gesagt, hab mich mit dem thema phobien noch nie beschäftigt, da ich ja immer genug mit dem thema Sucht zu tun hatte...
    bist du eigentlich noch deswegen in therapie?
    ja und das mit den selbsthilfegruppen ist echt schei..e, ich müsste auch 50 km fahren bis zur nahengelegensten gruppe...na deshalb gibts ja auch dies hier noch :smiling_face:
    nunja, ich wünsch dir dann mal viel kraft und mut für deienn weiteren weg, lg pInK

  • Hallo dasein,

    auch Dir vielen Dank für Deine Antwort. Siehst Du, Du weisst auch den Grund,
    warum Dir Trinker Ängste machen. Aber das hilft Dir auch nicht so viel weiter.
    Ich dachte immer, wenn ich mal den Grund wüsste, könnte ich der Angst besser
    begegnen. Aber dem scheint wohl nicht so zu sein. Ja, das mit dem nieder-
    schreiben stimmt. Danach ging es mir auch etwas besser. Ich bin manchmal
    einfach nur wütend aus diesem "Theater" nicht heraus zu kommen. Mit Willen
    kommt man wohl nicht dagegen an. Willen habe ich eigentlich viel... Nein, das
    Trinken fange ich gewiss nicht an. Du kennst das also auch, Dich nicht
    konzentrieren zu können. Auch heute habe ich noch den ganzen Tag mit der
    Angst gekämpft, obwohl es ruhig draussen war. Ich hasse diese Tage, wo ich
    von der Angst nicht los komme.
    Schön, das Du mit Deinem Freund reden kannst. Versteht er Dich? Bei mir kann
    niemand verstehen, wie ich reagiere auf diese Situationen. Manchmal verstehe
    ich mich ja nicht mal selbst.

    Vielen Dank für Deine Worte... ein bisschen haben sie mir geholfen :smiling_face:

    LG Gismona


    Hallo pInK,

    zu dem "das andere Menschen anders mit dem Thema Betrunkene umgehen":
    meine Schwester war da gestern mit dabei (also nicht bei den Betrunkenen,
    sondern sie war gerade bei mir zu Besuch). Ich habe sie dann gefragt, ob sie nicht ein
    wenig beunruhigt wäre. Sie meinte nein, damit befasst sie sich gar nicht. Sie
    hat aber auch die Gabe gut abschalten zu können. Was ich leider so gut wie
    nie schaffe. Sie kann mich nicht verstehen, dass ich da so in Panik gerate und
    ich bewundere sie, das sie mit allem so locker umgehen kann.
    Wegen meiner Ängste war ich in Therapie und habe ja auch einiges gelernt. Aber
    mit manchen Situationen werde ich nach wie vor nicht fertig. Leider ist mein
    Therapeut dann woanders hin gegangen und ich habe noch keinen wieder
    gefunden, der mir helfen konnte. Darf ich fragen, um was für eine Sucht es bei
    Dir geht? Ich wünsche Dir auch viel Kraft auf Deinem Weg :smiling_face: und danke schön
    für eure Zeilen... sie haben mich ein wenig ruhiger werden lassen :smiling_face:

    LG Gismona


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  • hallo Gismona,
    ja verstehen tut er es schon , mhm aber ob er wirklich keine Ahnung . Er hört mir zu und dann wars.
    Es nimmt mir nicht die Angst weg , eher wenn ich wo hin muss und ein Betrunkener da steht und vorbei muss oder in dem Bus egal wo dann ist das für mcih beschützend.
    So wie bei dir , wenn du es wüsstest, dann könnte man daran mehr arbeiten vielleicht.
    Bei der Therapie ist da gar nichts raus gekommen, warum ?
    Lg Dasein

  • Hallo dasein,

    ja, so ein Beschützer tut schon gut :smiling_face: Warum die Therapie nicht so viel
    gebracht hat? Ich hatte sehr viel Probleme, so dass wir kaum wussten,
    wo anfangen und wo aufhören. Ein wenig hat mir die Therapie schon
    geholfen. Ich war so weit, dass ich nicht mehr raus gehen konnte. Das
    mache ich heute wieder alles. Es ist nur so, dass sich Ängste sehr schnell
    wieder aufbauen. Vieles tue ich trotz der Angst. Aber es gibt immer noch
    die Situationen, wie mit den Betrunkenen z.B. da werde ich einfach mit
    meiner Angst nicht fertig. An diesem Problemchen haben wir noch nicht
    gearbeitet, da der Therapeut dann leider weg gegangen ist aus meinem
    Wohnort. Meine Versuche mit anderen Therapeuten lief leider dann nicht
    so gut. Da bin ich noch auf der Suche nach der richtigen Therapie.

    LG Gismona

  • Hey Gismona, danke für deine Wünsche:-)

    Hm, jo, das mein ich, manche menschen befassen sich eben nicht damit oder merken vllt das sie ja eigentlich kein grund für die Angst haben und sind dadurch beruhigt. also, wenn ich Angst bekomme, dann kcuk ich immer ob die Angst wirklich "berechtigt" ist. oft komm ich dann auf den punkt, das mir ja nix passieren kann bzw. das was mir passieren kann gar nicht sooo schlimm wäre. dann bin ich auch gleich beruhigter...
    klar, solche menschen die alles mit links wegstecken, bewunder ich auch, aber du darfst nicht vergessen dich selbst zu bewundern, das du trotz deiner ängste weitermachst, find ich super! ja, und ich wünsch dir dann auch das du bald einen geeigneten therapeuten findest:-) um da wieterzumachen wo du aufgehört hast mit deinem alten therapeuten.
    letztendlich find ich Angst haben ganz normal, auch bei dieser betrunkenen-situation. nur denk ich das man dann, wie gesagt, kucken muss, in wie weit das wirklich für mich gefährlich werden kann.
    bei mir geht es um Drogensucht, hauptdroge waren letztendlich Heroin, Kokain und Benzos. hab 2004 ne stationäre langzeittherapie gemacht, die mir sehr viel geholfen hat. seitdem hatte ich zwar einige rückfälle, die ich aber auch wohl gebraucht habe. ;-)also ich sag für mich, cih bin auf einem guten weg :smiling_face:
    hm, ich muss sagen, als ich dann aufgehört hatte mit drogen, habe ich auch mit vbielen ängsten zu tun gehabt.das wurd aber mit wachstum meines selbstwertes imemr weniger.
    was sind denn allgemein die gründe für deine ängste?? habt ihr da was erarbeitet? ist dir da was bewusst?

    aslo schönen abend noch, greetz det pInK :smiling_face:

  • Hallo pInK,

    oh je, da hast Du ja auch ein dickes Paket zu tragen. Prima, dass Dir die Langzeittherapie geholfen hat. Rückfälle gehören wohl zur Heilung dazu.
    Auch ich kenne die Rückfälle :smiling_face: Wenn Du selbst meinst, auf einem guten Weg
    zu sein, dann ist das bestimmt auch so. Ich drücke Dir ganz fest die Daumen,
    dass Du auf diesem guten Weg bleibst. Ich ziehe vor jedem den Hut, der es
    schafft, von der Droge loszukommen.
    Das kann ich verstehen, dass Du Ängste hattest ohne die Drogen. Da werden ja
    viele Empfindungen überdeckt.
    Wachstum meines Selbstwertes, ich denke, da klemmt es bei mir auch. Die Gründe
    für meine Angst? Ich bin als Jugendliche überfallen worden von einer Gruppe Mädchen. Diese "Bedrohung" setzte sich dann über ein paar Wochen fort. Ich
    denke, das war der Auslöser. Ab da wusste ich, was es heisst, Angst zu haben.
    Es gab dann in meinem Leben noch mehr angstauslösende Erlebnisse. Einiges konnte ich ja nun mit der Therapie aufarbeiten. In Bezug auf die Betrunkenen kann ich mich aber nicht an irgend etwas bestimmtes erinnern. Warum da die Angst ausgelöst wird wüsste ich gern, dann könnte ich auch dagegen an gehen. In der Therapie wurde mir gesagt, dass ich schlimmes erlebt haben muss, sonst würde ich nicht so krass reagieren, aber ich lasse die Erinnerung nicht zu, weil ich das, was da geschehen ist, nicht verkraften könnte. Ich weiss nicht, ob ich das glauben kann. Ich habe immer gesagt, in mir läuft ein Horror-Video ab und ich kann die Szenen nicht sehen. Ich würde mich "gern" erinnern, um endlich zur Ruhe kommen zu können. Aber die Erinnerung setzt leider nicht ein. Mit gutem Grund, meinte der Therapeut. Aber das bringt mich ja nicht weiter.

    Du hast geschrieben, manche Menschen befassen sich nicht mit der Angst oder merken, dass es keinen Grund für Angst gibt. Ich sage mir dann auch ständig, es gibt keinen Grund zur Angst. Aber mein Körper schickt leider alle Signale der Angst. Leider kann man dieses nicht mit dem Willen in den Griff kriegen, da das Gehirn nicht unterscheidet, ob echte oder unechte Gefahr besteht. Das Gehirn reagiert so, da war schon mal Gefahr in der gleichen Situation und warnt mit den körperlichen Symptomen vor der vermeintlichen Gefahr. Und leider ist es so, auch wenn man weiss, es kann einem nichts passieren, so reagiert trotzdem der Körper, als wäre man in reeller Gefahr. Nochmal kurz zu den Betrunkenen: ich sage mir wirklich, da passiert nichts... und trotzdem weiss ich vor Angst nicht wohin. Irgend etwas ist da im Unterbewusstsein verankert, das ich nicht greifen kann (noch nicht). Ich hoffe wirklich, dass ich mal erfahre, was irgendwann passiert ist und mich nicht in Frieden leben lässt. Dazu brauche ich sicherlich die richtige Therapie. Hypnose war im Gespräch, aber da wohne ich wohl in der falschen Stadt. Naja, kommt Zeit, kommt Rat :smiling_face:

    Oh je, nun habe ich aber viel geschrieben und weisst Du was? Das tut mir soooo gut. Hier habe ich leider niemanden mit dem ich wirklich reden kann. Von Problemen will doch niemand etwas hören.

    Dann schicke ich Dir mal jede Menge Kraft und würde mich sehr freuen, wenn Du mir nochmal antwortest :smiling_face:

    LG Gismona

  • Hey du...also seit wann hast du denn so viel Angst mit und vor Betrunkenen?
    Diese Angst ist natürlich auch berächtigt, es passieren ja immer wieder schlimme Sachen mit so Leuten.
    Hast du diese Angst auch bei betrunkenen Mädchen? Oder ist es ein bestimmter Typ, z.B. erwachsenen Männer oder ältere?
    vor ein paar Jahren hatte ich auch Angst vor Betrunkenen, mittlerweile war ich allerdings selber schon oft betrunken und daher habe ich irgendwie keine Angst mehr. Vorher wusste ich nicht wie das ist, es reagiert auch jeder Mensch anders, manche werden nur lustig, manche agressiv. Kommt immer auf die Person drauf an.
    Wenn du durch die Straßen gehst z.B in der Zeit mit Volksfest und solchen Festen, ist so eine Angst glaube ich ganz normal, da habe ich auch Angst.
    Hast du nur Angst wenn du allein bist oder auch wenn Freunde oder jemand bei dir ist, der nicht betrunken ist?
    Viel Glück und liebe Grüße

  • Hallo x3x3x3,

    das ist ja ein lustiger Name :smiling_face: Die Angst vor Betrunkenen habe ich seit
    vielen Jahren. Ich habe auch jahrelang mit Trinkern wohnen müssen, das
    hat mich wohl auch ein wenig geprägt. An die Zeit mag ich gar nicht gern
    zurück denken. Mich stört ja auch nur, das ich weiss, ich brauche keine Angst
    zu haben und mir mein Körper aber ganz was anderes signalisiert. Dabei ist es
    egal ob die Betrunkenen älter oder jünger, allein oder in einer Gruppe sind. Na gut,
    Gruppe ist doch etwas schlimmer. Auch wenn ich einen Haufen Leute um mich
    herum habe ist die Angst da. Volksfeste und ähnliches da gehe ich gar nicht erst
    raus. Ich ziehe das Unglück manchmal magisch an. Der Therapeut hat mir mal
    gesagt, die anderen spüren meine Angst (wie Hunde z.B., die spüren auch, wenn
    der Mensch Angst vor ihnen hat). Also gehe ich das Risiko gar nicht erst ein, ausser
    wenn ich auch in Begleitung bin.

    LG Gismona

  • Guten Morgen Gismona,

    entschuldige wenn ich jetzt erst antworte, aber irgendwie hat ich die letzten tage nicht die muse zu schreiben. war ziemlich ausgepowert durch die arbeit und irgendwie reicht dann die energie nur noch fürs lesen, sorry :winking_face:

    Das mit dem Selbstwert war bzw. ist eine schwierige Sache. Das war auch sozusagen mein erster Punkt in Therapie. Ich hab da dann versch. Aufgaben bekommen, wie z.B. Kioskverantwortung, da musste ich dann 2 mal in der Woche den Kiosk öffnen. Ich musste lernen "nein" zu sagen, wenn mich jemand zw. den Zeiten gefragt hatte, ob ich den Kiosk öffnen kann. Anfangs hat ich solche Angst dies abzulehnen, weil ich hätt uncool da stehen können. Dann hab ich zur Auflage bekommen, das ich in den Großgruppen Kopfwäschen( da geht man in die Mitte mit einer Person und die 30 anderen sitzen im Kreis aussen rum, dann musss man dem jeneigen sagen, was einem in der woche an ihm nicht gepasst hat) verteilen MUSSTE. Ich hab immer behauptet das mich nie etwas an anderen stört...obwohl mich insgeheim schon einiges gestört hat...hab mich nur Net getraut was zu sagen. Nunja, nach den ersten kopfwäschen, die ich dann durchgezogen habe, hab ich gesehen das mir nix passiert, wenn ich sage wie ICH denke und fühle. Und in so einer Therapie mit 30 Drogensüchtigen, da ist es extrem schwer sich zu behaupten! Hehe, jo, ich könnt jetzt ein Roman über die Therapie schreiben, aber das würd den Rahmen sprengen. Ich will nur damit sagen, das man den Selbstwert sich antrainieren kann, man muss nur wirklich sich damit konfrontieren. Und zum Glück sind wir Menschen lernfähig ;-), man muss "nur" das erfahrene umsetzen.

    Zitat

    Aber mein Körper schickt leider alle Signale der Angst. Leider kann man dieses nicht mit dem Willen in den Griff kriegen, da das Gehirn nicht unterscheidet, ob echte oder unechte Gefahr besteht.

    Hm, klar kann mein seine Gefühle nicht steuern, so hab ich das auch nicht gemeint. Die Gefühle kommen und gehen wie sie wollen, man kann aber lernen sie zu akzeptieren und damit umzugehen und evtl. zu reagieren. Und da wärs schon gut, wenn man weiss warum man jetzt gerade diese gefühle hegt. Die Gabe haben, in sich reinzuhören, ist natürlich auch nicht selbstverständlich, aber wie gesagt, wir sind lernfähig :winking_face:

    Du schreibst

    Zitat

    Das Gehirn reagiert so, da war schon mal Gefahr in der gleichen Situation

    ...vllt haben die Mädels die dich damals angegriffen und bedroht haben unter Alkeinfluss gestanden?

    Hm, ich kenn das wenn man sich nicht mehr erinnern kann oder will,oder sich fragt ob da überhaupt was war oder ob man jetzt selbst am Rad dreht. So wars anfangs bei mir, als ich meine Familiäre Vergangenheit aufgearbeitet habe. Da hab ich mich gefragt " hm, war meine vergangeenheit echt so schlimm, das ich dadurch so "verrückt" bin? ne war doch Net so schlimm. wie hab ich mich gefühlt, als ich mit 8 jahren mitbekommen hab, das meine mutti trinkt und das es zu ziemlichen heftigen streiterein kam, dass ich mit 10 soviel verantwortung schon tragen musste??waren diese gefühle echt?bin ich deshalb so wie ich jetzt bin?"
    also ich will damit sagen, das es für mich echt gut war, die vergangenheit wieder aufzuarbeiten, mich zu erinnern, mich nachzufühlen...irgendwann war dann der punkt, wo ich mir sagte, hey es war nicht schön damals, und ich hatte das VERDAMMTE RECHT mich so zu fühlen!! ist doch nachvollziehbar!!! dadurch hab ich gelernt MICH zu akzeptieren und konnte dann erst an mir weiterarbeiten, weil ich eben mich verstanden habe....

    Hm, wohnst du niocht vllt wenigstens in der Nähe einer stadt die Hypnose anbietet?? Du hast sonst keinen zum reden? Das ist echt schade, umso wichtiger ist es, vllt nochmal therapeutische Wege zu gehen.

    So jetzt bin ich durch ein Telefonat in meinem Schreiben unterbrochen worden...dann mach ich auch hier mal en PUNKT.:-)

    Es freut mich das dir das schreiben hier auch gut tut!!! Mir übrigends auch :winking_face:

    Danke für die Kraft!! Geht voll zurück! Schönen Tag!!! LG pInK

  • Hallo Pink,

    jetzt habe ich lange nichts mehr von mir hören lassen. Mit dem nein sagen habe ich es auch nicht so. Gruppen.... mag ich gar nicht. Aber habe ich natürlich auch hinter mir. Meist habe ich das gemacht, was erwartet wurde nur um meine Ruhe zu haben. Haben die Therapeuten natürlich gemerkt. Das glaube ich Dir gern, dass es nicht leicht ist sich in so einer grossen Gruppe zu behaupten. Schaffst Du es denn heute auch noch?

    Die Mädels damals waren nicht betrunken, die können dann wohl nicht für meine heutigen Ängste ursächlich sein. Ich war gestern mal wieder bei meinem Neurologen und ich habe nachgehakt, was ich denn noch für Möglichkeiten habe, dass mir geholfen werden kann. Aber er hatte leider keine helfenden Tipps für mich. Hypnose habe ich angesprochen. Er hat mir dann erzählt, er hat mehrere Angstpatienten die das gemacht haben, viel Geld investiert haben und es ihnen nicht wesentlich geholfen hat. Er hat mir auch gesagt, für jede Art von Angst gibt es Behandlungsmöglichkeiten, aber für meine Art von Angst wüsste er nichts. Er fragt jetzt nochmal in Universitäten nach ob eine Möglichkeit besteht, mir weiter helfen zu können. Und ich habe mal wieder Hoffnung...

    Ich hoffe, Dir geht es gut. Schönes Wochenende...

    LG Gismona

  • hey gismona,
    schön das du doch nochma antwortest:)

    Zitat

    Das glaube ich Dir gern, dass es nicht leicht ist sich in so einer grossen Gruppe zu behaupten. Schaffst Du es denn heute auch noch?


    also zum glück bekomm ich so Net mehr die gelegenheit mich mit 30 personen gleichzeitig auseinadner setzen zu müssen. aber ja, das passiert ja nicht nur in so grossen gruppen.und ja, ich schaffe das heut auch noch. mal ganz einfach, mal schwieriger, hängt von ab welche tageslaune ich grad habe.gut, auf arbeit kann man halt Net grad so einfach "nein" sagen, da hat man ja schon so seine verantwortung.na ich versuch halt en mittelmass zu finden, wobei es mir einfach noch gut geht und ich dies mit mir noch vereinbaren kann. jetzt am beispiel arbeit, haben meine kolleginnen und ich auch ab und an mal auseinandersetzungen, mit denen ich anfangs gar Net klar kam. aber sowas gehört dazu, wenn man auch mal "nein" sagt oder seinen bedürfnissen nachgeht. mittlerweile weiss ich, das mir keiner den kopf abmacht, wenn ich auch mal meine meinung sage.ich kanns halt Net allen recht machen, auch wenn ich das soooo gern hätte :winking_face:
    aber wie gesagt, ist tagesformabhängig. manchmal komm ich halt auch weniger mit klar und ertappe mich dabei, wenn ichs wieder allen recht machen will und diskussionen ausm weg geh, indem ich einfach zustimme. aber nunja, man ist halt nie perfekt:)

    Zitat

    Er fragt jetzt nochmal in Universitäten nach ob eine Möglichkeit besteht, mir weiter helfen zu können. Und ich habe mal wieder Hoffnung...


    Na da hoff ich doch mit dir:63:

    dir auch nen schönen sonntag:wink:

  • Erst seit ich trocken bin merke ich, wie widerlich ein Betrunkener ist. Angst habe ich nicht davor, es ist eher eine Art Mitleid. Wie sich jemand zum lallenden Affen macht und es selber nicht mehr merkt.

    Ich hab' mich oft am nächsten Tag in Grund und Boden geschämt, wenn ich mal wieder Filmriss hatte, und mich meine Saufkumpanen am nächsten Tag aufgeklärt haben, wie ich mich wieder benommen habe.

    Ich muß dazu sagen, ich selber war nie aggressiv, eher Wehleidig. Kannte aber Leute, die sind brutal geworden.

    Heute denke ich eher, es ist die Unberechenbarkeit, die ein Besoffener hat, und die Angst macht. Ich weiß nicht, was in ihm vorgeht.

    Ich gehe Situationen wo Massenbesäufnisse üblich sind schon lange aus dem Weg. Es gibt mir einfach nichts.

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