Warum SV ... ?

  • Es ist eigentlich so eine selbstverständliche, einfache Frage, aber ich finde keine Lösung (mehr).

    Ich hatte gestern ein Gespräch mit meiner Cousine, der ich - nach langem innerlichen Kampf - von meiner Problematik erzählt habe. An sich ist es gut verlaufen. Doch eine Frage, von ihr lässt mich nicht mehr los.

    "Warum machst du es denn?"

    Es wär doch eigentlich so einfach zu beantworten, nur meine Antwort gestern war, dass ich es nicht wüsste.
    Ich weiß es einfach nicht.
    Früher war es so, dass schlechte Noten für mich, unter anderem en Grund war. Aber, ich kann wenigstens sagen, dass das heute nicht mehr so ist. Na egal, wie auch immer.

    Heute fällt mir nur ein, weil ich eben Druck habe. Aber das jemanden zu erklären, der keine Erfahrung mit der ganzen Sache hat, ist danns chon wieder schwieriger.

    Auf jeden Fall hänge ich nun seit gestern an dieser Frage, ... warum ich es eigentlich mache. Mitlerweile ist es nicht mehr so einfach den Grund herauszufinden.

    Ich dachte, ich stell die Frage einfach mal in die Runde, weil mich interessieren würde, wie ihr die derzeitigen Gründe definieren würdet.
    Also, so doof es auch kingt, aber...

    "Wieso verletzt ihr euch selbst?"

    lg Zyna

  • Na Zyna ... ichs heute durchbrochen und mal den Tag nicht so begonnen :smiling_face:

    Ja .... warum es verändert das Körpergefühl, es ist eine Sucht, eine Strategie, sich das Leben wieder lebbarer zu machen?

    Bei mir ist das ähnlich wie, wenn ich nichts esse, es gibt mir eine innerliche Macht.
    Ich finde schwer darüber zu sprechen, weil ich der Meinung bin die Anderen denken ich bin komplett bekloppt. Beim Nichtessen ok, da nimmt man ab, aber das Schneiden hinterlässt hässliche Narben.

    Ich kann besser beschreiben, was passiert, wenn ich mich dagegen wehre, wenn der Druck kommt, weil das ist eigentlich nichts anderes als einen Affen schieben auf irgendeine Droge.
    Ich werde gereizt, ungeduldig, fühle mich schwitzig, und innerlich kribbelig, ich muss dauern rum laufen kann nicht still sitzen, mich auf keine Wohlfühlwanne einlasse, und mich nicht motivieren irgendwas zu machen, was mit Ablenkung verschaffen könnt.

    Geb ich dann nach, merke ich, wie schon der erste Schnitt Befreiung bringt. Ich fühle mich sofort ruhiger, nur leider hält das nicht sehr lange an.

    War das jetzt etwas am Thema vorbei?

    Ach ja warum ichs mache? Manchmal hilfts mir dabei kopfmäßig wieder klarer zu werden, mich wieder mehr aus diesem inneren Rückzug zu befreien, und meine "Körperhülle" wieder besser zu spüren...es hilft bei diesem Gefühl ich will raus aus meinem Körper ....

    es war ein Versuch :confused_face:

    LG Julchen

  • warum verletzt man sich immer wieder? vielleicht, weil es eine gelernte sache ist, mit problemen umzugehen, weil es damals geholfen hat irgendwie und man es als einzigen weg gesehen hat, seinen stress, ärger oder whatever rauszulassen...diesen druck halt loszuwerden, von dem du da sprichst. nun ja, und das hat man halt immer wieder getan, in solchen situationen, wo man dann mittlerweile gar keinen rechten auslöser mehr festmachen machen kann, warum man es nun wieder getan hat. es ist eine verhaltensweise, die man sich angewöhnt hat, eine nicht korrekte verhaltensweise. und da dann umzulernen, nach jahrelangen "praktizieren", das geht nicht von heut auf morgen, das braucht zeit...

    ...weiß nich, ob dir mein geschriebsel jetzt hier viel weiterhilft, oder ob ich gar das thema verfehlt habe, aber das sind meine gedanken dazu in kurzfassung...

    ...so far...

    Mea

  • Hallo Zyna,

    also bei mir hat es angefangen, weil ich den seelischen Schmerz nicht mehr spüren wollte und ertragen konnte. Es ging mir an einem Tag psychisch sehr schlecht und dann schlug ich mir aus Versehen den Kopf an und für kurze zeit war der seelische Schmerz weg und den körperlichen konnte ich versorgen, der war leichter zu ertragen. Und so gingen meine Gedanken weiter und irgendwann verletzte ich mich bewusst selbst. es gab mir erleichterung, da ich den seelischen Schmerz nicht mehr so spüren musste und mich auch in verschiedenen Situationen, in denen ich wütend auf mich war nun endlich eine Möglichkeit gefunden hatte, mich selbst zu bestrafen. Dass ich mich für Dinge bestrafte, für die ich gar nichts konnte, spielte keine Rolle. Und dann trat immer dieser Erleichterungseffekt ein. Irgendwann verletzte ich mich auch selbst, selbst wenn es keinen Grund gab, einfach unr um des Verletzenswillens. Es wird einfach irgendwann zur Sucht, es erleichtert und ist irgendwann einfach ein eingefahrenes Muster.

    Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.

    Liebe Grüße
    rose

  • Ich hab' in einer Situation mit dem selbstverletzenden Verhalten angefangen, in der ich von einem oder mehreren Gefühlen überfordert war. Ich konnte das Gefühl weder zuordnen noch damit umgehen, und bin durch Zufall auf eine Sache gestoßen, die mich aus dieser "Lage" befreite. Das Chaos in mir, der seelische Schmerz war plötzlich scheinbar weg - zwar war stattdessen ein körperlicher Schmerz da, aber der war weitaus leichter zu ertragen.
    Es war bei mir also ähnlich, wie gelberose es auch schon schrieb.

    Ich hatte zwischendurch eine längere "Clean"-Phase. Nach den ersten zwei Jahren kam irgendwann der Punkt, wo es nicht mehr half, und ich ließ es sein - wenn ich das auch nicht bewusst entschieden hatte.
    Aber irgendwann schaltete sich mein Erinnerungsvermögen wieder ein und machte mir das selbstverletzende Verhalten als Lösungsweg für gefühlsmäßig nicht aushaltbare Situationen bewusst - und ich fing' auch gerne wieder damit an, machte es doch so vieles einfacher zu ertragen.
    Verändert haben sich die auslösenden Situationen bei mir nie. Ich hab's damals zu wieder-klar-werden, runterkommen gebraucht.

  • Hallo Zyna,

    das Wichtigste wurde aus meiner Sicht schon gesagt. Warum SV? Es war der Ausweg aus einer emotionalen Notsituation, man hat einfach irgendetwas versucht und erkannt, dass es einem in dieser Situation helfen konnte. Dieses sehr effektive Mittel hat man nun schön in seinen persönlichen "Werkzeugkoffer" aufgenommen und es immer dann herausgekramt, wenn ähnliche Situationen zu meistern waren. Nur je öfter man soetwas anwendet, umso mehr wird man hier desensibilisiert. Irgendwann bedarf es keiner allzu schlimmen Situation mehr und man greift zu seinem ach so vertrauten Mittel. Im Grunde ist das der klassische Anfang jeder Sucht.

    Und warum genau SV? Ich denke wenn wir damals zur Flasche gegriffen hätten, würden wir uns nun (überwiegend) darüber unterhalten (*). Die Frage müsste daher vielleicht eher lauten "Warum haben wir die Notsituation damals nicht anders lösen können ...". Und hier würde ich einfach sagen, dass man damals mit der Situation völlig überfordert war.


    Emotionale Notlage -> Ausweg gesucht -> gemerkt wie es einem hilft (SV) -> sich dran gewöhnt -> daher umso öfter eingesetzt (Sucht entwickelt) -> und nun betreiben wir Ursachenforschung


    Kann die (prinzipielle) Erklärung tatsächlich so einfach sein? Ich hoffe es war nicht zu verwirrend :smiling_face:


    (*) meiner Theorie nach können hier auch gewisse Veranlagungen aus der frühen Kindheit zusätzlich eine Rolle spielen. Zumindest in meinem Fall scheint das nicht so abwegig zu sein.

  • Abend zusammen,

    danke für das Schildern eures Erlebens und für das niederschreiben eurer Erfahrungen.
    Irgendwie hat nun meine Antwort auf das ganze ein wenig gedauert, aber nun ist sie ja da :winking_face:

    Es kommt ja oft vor, dass es dieses unaushaltbare Gefühl ist. Genau so empfinde ich es ja auch.
    Die Selbstverletzung ist zu einem Mittel geworden, sich auszudrücken und mit den inneren Gefühlen umzugehen, mit dem Druck.
    Hm, wenn man sich mit Menschen unterhält die das kennen oder erlebt haben, dann klingt das alles auch so einleuchtend und man wird auf Anhieb verstanden.
    Aber ich hatte das bei dem Gespräch mit meiner Cousine nicht und deshalb häng ich mich da so halb an der Frage auf.
    Wenn ich ihr sage, dass es ein Impuls ist, eine Methode, mit meinen Gefühlen und Anspannungen umzugehen, kann sie es nicht nachvollziehen. Das ist ja auch völlig in Ordnung, sie muss es nicht. Aber für mich wirft es umso mehr Fragen auf.
    Eben auch, wieso es Selbstverletzung ist. Was es mir eigentlich bringt, mich zu verletzen. Abbau des inneren Drucks, ja … aber irgendwie genügt mir das nicht. Es genügt mir nicht zu wissen, dass ich es aus Dummheit und Aufmerksamkeitswunsch angefangen ab und es als Mittel für den Notfall entdeckt habe. Es reicht mir nicht, dass es zu dem geworden ist, was es nun ist, sondern es muss doch auch noch heute einen Grund geben, wieso ich schneide und wieso ich diesen inneren Druck aufbaue. Nur den Grund dafür, kann ich nicht mehr erkennen.
    Bin ich so instabil, dass mich alles Denken und Fühlen im Alltag durcheinander wirft, oder bin ich einfach nur zu „faul“, das aufzugeben, weil es dann nicht mehr die „einfache“ Möglichkeit gibt sich Erleichterung zu verschaffen.
    Gedanken die sich in meinem Kopf kreisen, vielleicht sind es total sinnlose Gedanken und ich frage mich schon selbst wieso ich mich darin so verbohre.


    Julchen, ich finde nicht dass du am Thema vorbeigeschrammt bist. Im Gegenteil :smiling_face:
    Ich kann deine Worte gut nachvollziehen. Kenne es ebenfalls, dass wenn sich einmal der Gedanke an SV festgesetzt hat, dass ich kaum eine Möglichkeit finde mich auf etwas anderes einzulassen. Was auch bisher immer das anwenden von Skills unmöglich gemacht hat.

    Mea, ja du hast Recht und ich kann es auch so sehen. Ein falsch angelerntes, antrainiertes Verhalten. Wofür es schlussendlich vielleicht auch gar nicht mehr so richtig einen Grund braucht, … aber derzeit ist das so scher für mich zu akzeptieren, :14:
    Wenn es doch eine Verhaltensweise ist, von der man weiß das es Schwachsinn ist, wieso ist es dann so schwer zu lassen, vor allem wenn man den aktuellen Grund, der SV nicht kennt?

    Rose, ja du konntest mir weiterhelfen. Denn ich konnte mich in einem Teil deiner Worte wieder finden. :smiling_face:

    Fibra, dass der körperliche Schmerz leichter zu ertragen ist, als der psychische, das kann ich so auch gut nachempfinden. Denn so habe ich es auch oft umschrieben, und empfunden. Einfach ein Stück weit greifbarer. Vielleicht hängt es auch mit dem zusammen, dass man sich den körperlichen Schmerz dann mehr erlaubt :21:

    elmx, die These die du aufgestellt hast, dass wenn es nicht die SV gewesen wäre, wir uns etwas anderes als Ausweg gesucht hätten, die hat was. Ja das kann gut sein. Aber du stellst ja auch die Frage, wieso gerade SV, und die stell ich mir eben auch. Obwohl es ja eigentlich Schwachsinn ist, denn nun heißt es damit umgehen etc. Vielleicht liegt es wirklich teils an der Veranlagung.
    Die Frage die daran knüpft, wieso wir damals, als es zu der ersten „Tat“ kam, nicht anders reagiert haben. Wieso wir nicht geredet haben, … auch wenn ich die Frage für mich am Liebsten beantwortet haben will, denke ich führt es ins Nichts, bzw würde mich ewig im Kreis drehen.

    Zitat

    Kann die (prinzipielle) Erklärung tatsächlich so einfach sein?

    Wahrscheinlich :winking_face:



    Da fällt mir noch eben was ein.
    In dem Buch, das ich gerade gelesen habe, beschreibt eine auch eine Art These, für was die SV herhält.
    Sie beschreibt es so, dass es für sie ein Ausstieg aus dem Alltag ist.
    Wenn (alltägliche) Verpflichtungen anstehen und sie sich überfordert damit fühlt oder ähnliches, dann greift sie oft zu dem Mittel der SV. Einfach um das andere hinter sich zu lassen. Wenn sie die Küche hätte putzen müssen, ist das in den Hintergrund getreten, denn nach der Verletzung gab es nur sie und die Wunden.
    Alles andere war nicht mehr wichtig.
    Ich fand es interessant zu lesen, und auch einen solchen Teil kennen zu lernen, den ich so bisher noch nicht gesehen hab.

    So, nun schließe ich das Thema für heute ab,…
    Vielleicht sollte ich mir allgemein weniger Gedanken darum machen, sondern einfach nur noch dran arbeiten, dass ich es in den Griff bekomme. Aber irgendwie hab ich das Gefühl es nicht zu können, wenn noch die Fragen offen sind…

    Egal, gute Nacht erstmal (wieder mal, viel zu viel geschrieben .. zis :face_with_rolling_eyes: )
    Zyna

  • Ich denke, es ist gar nicht so ungewöhnlich, dass es auch mit einem "ganz bei sich sein" zu tun hat.
    Ich persönlich hatte dieses Gefühl nur sehr wenige Male, aber ich kann mich zumindest daran erinnern, dass es ganz angenehm war. Während des Schneidens hab' ich mich auf nichts Anderes konzentriert, alles war darauf fokussiert, Platz für andere Gedanken oder Empfindungen war da nicht mehr. Der Rest war unwichtig in dem Moment, und auch danach dauerte es eine Zeit, bis der "Alltag" wieder zurückkam. Das Beobachten, bis es aufhört zu bluten etc., das Wunden versorgen war aus einem ähnlichen Grund angenehm. Es gehörte einerseits dazu und ich konzentrierte mich auch dann nur darauf - und außerdem "wenn sich schon keiner um mich kümmert, dann mach ich das jetzt". Wenn's auch nur die Wunden betraf und nicht die Psyche, dieses Umsorgtwerden-Gefühl konnte so zumindest teilweise aufkommen, in dem ich mich da selbst bemüht habe, jemand anders tat es ja nicht.

    Vielleicht kennen die Anderen das ja auch?

  • Also warum ich mich selbst verletzte

    Ich habe damals angefangen mich selbst zu verletzen (als ich noch nicht wusste, dass es so was überhaupt gibt und was ich da mache) um mit meiner Agression umzugehen. Ich habe früher viel auf Wände eingeschlagen oder solche Sachen, was ja an für sich auch schon zum Selbstschädigenden Verhalten gehört. Irgendwann habe ich geschnitten. Ich hab das gemacht um meine aufgestauten Gefühle los zu werden, mit denen ich nicht anders umgehen konnte als auf diese Art. Ich habe es nicht anders gelernt. Bei mir hat keinen interessiert wie ich mich gefühlt habe. Ich musste immer alles runterschlucken und durfte es nicht rauslassen. Also habe ich es eben gegen mich ausgelassen.

    Heute ist es eigentlich ähnlich. Ich gerate immer wieder in Zustände, in denen mir alles zu viel wird, ich dann vollkommen den Kontakt zu mir verliere und ein sehr großer Selbsthass aufkommt. Das sind oft dann verschiedene Gründe aus denen ich mich verletze. Mal das nicht spüren und mal der Selbsthass eben.

    Den um mich kümmern Aspekt kann ich bei mir nicht beobachten. Ich tendiere ohnehin dazu das ganze eher nicht zu versorgen, weil mir dann ziemlich egal ist, ob sich da was entzündet oder nicht… :o Ich mein, ich habs ja verdient, wieso soll ichs dann versorgen?

    Ich denke das das ganze sehr schnell zum Selbstläufer werden kann. Also man hat mit der Selbstverletzung aus bestimmten Gründen angefangen um mit einer Situation scheinbar besser klar zu kommen, aber irgendwann ist es wie eine Art Sucht und man weiß nicht mehr wie man angefangen hat…


    LG
    dawn

  • Ich bin grad am Überlegen, ob ich diese Aspekt des "für sich selbst Sorgens" bei mir auch so kenne.
    Also so wie du ihn beschreibst, Fibra, so kann ich ihn schon gut nachvollziehen und sehe es auch als logisch, wenn man durch das Versorgen der Wunden selbst für sich sorgt, wenn es schon kein anderer tut.
    Schlussendlich verarztet man ja nicht nur seine Wunden damit, sondern auch die Schmerzen auf der Seele.

    Das mit den Wunden verarzten, dass ist bei mir eh so ne Sache, das kommt nur sehr selten vor, dass ich mcihd a wirklich drum kümmer.
    Oft umgehe ich sogar das eincremen oder sonst irgendwas, was auch nur annähernd den HEilungsprozess beschleunigen könnte.
    Vielleicht liegt es daran, dass ich mir denke, ich bin ja selbst Schuld, so wie dawn es beschreibt. Oder es liegt daran, dass ich nicht will dass es verheilt, weil es ja ein Produkt meines Selbst sind und mich an etwas erinnern. :21:
    Trotzdem kommt es vor, an dem ich dem ganzen wiederstrotze und mcih selbst um mich kümemrn kann. Und auf diese Momente kann ich schon fast stolz sein :smiling_face:


    dawn, was du schreibst, das die SV zum Selbstläufer wird, ... hm ja vielleicht ist es wirklich so. Ich kenne es ja oft von mir selbst, das ich mich u.a. auch verletzte weil ich es eben schon "lang" nicht mehr getan habe. Ohne diesen Druck zu haben. Ich denke das hängt da mit zusammen.
    Doch es muss eben auch den Weg geben, um diesen Selbstlauf zu unterbrechen.

  • Ich häng mich da doch nochmal dran

    ...also ich versorge Wunden nur, wenn sie zu tief sind, und ich in einer "Selbstläuferphase" stecke...was bei mir meint, dass ich es von Anfang an nicht ausschließen kann, dass ich mich kontrollieren kann, weil zu solchen Zeiten habe ich auch Material zuhause, zum Verbinden, und Tapen.

    Es gab auch schon Zeiten, in denen ich Druck gut standhalten konnte, und oder gar keinen Druck hatte.
    Ich habe dann nicht das Gefühl, ich müsste mir wehtun, weil es so lange nicht passiert ist, sondern es kommt so ein Unglaube auf, warum es überhaupt nötig ist es zu tun.

    Dann gibt es die Zeiten der Rückfälle, wenn zu viel von Außen passiert, das ich nicht kontrollieren kann, und ich zum probatesten Mittel greife der SV.

    Ich verbinde nicht des Versorgens wegen, sondern um den Punkt zu stoppen, um aufhören zu können, wenn die Vernunft sagt, es reicht, mehr wird nicht an Wirkung möglich sein ... weil einmal getapet ist schwieriger wieder aufzumachen :confused_face:

    na ja soviel von mir nochmal dazu

    LG Julchen

  • also aufhören kann ich - meistens - ganz gut und was ich immo so mache, geht meist nicht besonders tief! bei mir ist es eher die häufigkeit..so hat nichts genug zeit, um auch bloss im ansatz zu heilen (ok..auch weil ich ebenfalls wunden ganz gerne offen halte) und zeitweise sahs recht übel aus! ritzen "beruhigt" mich - was ich schon beim ersten mal festgestellt hatte und daraufhin auch dabei geblieben bin - und verhindert, das ich andere probleme bekomme, die mich akut daran hindern, hier weiterzumachen..alleine schon wegen meiner kurzen muss das sein, also is das schneiden momentan meine einzige möglichkeit!(=

  • Das Schneiden kann nicht die einzige Möglichkeit sein Finni ... was könnte es für DICH, für Alternativen geben, dir mal gut zu tun ?

    Oder Skills anzuwenden es einfach mal zu probieren ...ich finds positiv, wenns nicht zu tief ist :smiling_face:

    Aber wie wäre der Versuch es umzukehren nicht dir weh zu tun, sondern dir was Gutes?

    :smiling_face: Julchen

  • naja...das ding ist, das es DAS ist, was mir immoment gut tut!(= ich denk mal, irgendwo im kopf weiss jeder hier, das es das nicht wirklich sein kann, sich ständig neu weh zutun - aber irgendwo weiter drinnen ist es es manchmal das, was einen davon abhält, noch blödere dinge anzustellen! es wird unheimlich viel sein, woran es was zu arbeiten gibt und ich hoffe das, sobald ich mehr klarheit habe, wo ich überhaupt anfange, es für mich wieder andere möglichkeiten gibt! es gibt andere sachen, die mir sehr wichtig sind..musik..zeichnen..aber es ist eben vom gefühl her nicht dasselbe!
    schön ist übrigens auch, hier so schnell reden zu können!:)

  • :smiling_face: freut mich dafür gibt es das SuS :smiling_face:

    naja, klar, aber es ist immer noch da , Alternativen zu suchen, ich kann dich verstehen, aber man will ja weiter denken :winking_face:

    LG Julchen

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