Es war die Nacht vom 2. auf den 3.Februar 2001. Da fing es an. Einfach so. Plötzlich. Unerwartet. Ein paar Stunden vorher saß ich im Auto und drehte mich um, um was von der Rückband nach vorne zu holen. Bei dieser Bewegung verkrampfte die rechte Brustseite, es tat höllisch weh. Aber nach wenigen Augenblicken gab sich das wieder. Später in der Nacht ging es dann los. Das Herz fing an zu rasen, der Hals wurde enger und enger, das Atmen viel schwer, ich sah zum Teil doppelt. Ich rief den Notarzt, der mich gleich mit ins Krankenhaus nahm. Festgestellt wurde: nichts. Tolle Sache. Ich dachte zunächst, das wäre irgendein psychischer Ausrutscher oder sonstwas. Ich sollte mich täuschen. Denn die obigen Symptome kommen seit jenem Tag immer wieder. Mal täglich, mal im Abstand von ein paar Tagen, evtl. sind auch mal ein paar Wochen Pause drin. Ich dachte, oder denke immer noch, das alles eine organische Ursache hat. Ich habe folgende Ärzte seitdem konsultiert: Kardiologe, Neurologe, Orthopäde, Augenarzt, Hausarzt, Psychologe. Ergebnisse aller Untersuchungen: Ich bin kerngesund. Aber wenn das so ist, warum quält mich mein Körper immer wieder? Die Symptome sind im Laufe der Zeit immer vielschichtiger geworden. Herzrasen, Herzklopfen so stark, das man das Gefühl hat, das Herz schlägt im Hals, Schwindelgefühle, Sehprobleme, Übelkeit, Atemnot, Kopfschmerzen, Taubheitsgefühle in allen Gliedmaßen (besonders im rechten Unterarm), hoher Blutdruck, Hitzewallungen und so weiter und so weiter...Jedesmal was anderes. Ich hab keine Lust mehr, immer wieder zum Arzt zu rennen oder nachts nen Rettungswagen zu rufen. Manchmal denke ich, dann soll es halt nen Knall geben und alles ist vorbei. Dann hab ich endlich Ruhe. Aber das kanns ja irgendwo auch nicht sein. Aber ich will, das das endlich aufhört. So macht das doch alles keinen Spaß mehr. Ich wär ja schon froh, wenn ich mal wenigstens einen Monat ohne Unterbrechung ohne Probleme Leben könnte. Aber soll wohl nicht sein. Und da ja alle sagen, ich bin gesund, dann bin ich wohl ein Hypochonder (schreibt man das so?). Was macht man dagegen? Vielleicht sollte ich wieder zu Medikamenten greifen und mir mal wieder was richtiges Verschreiben lassen. Im KKH haben sie mir mal was mitgegeben, Tavor. Aber ist ja nicht ganz ungefährlich das Zeugs. Na, mal sehen. Ich wollte mir das alles einfach jetzt nur mal von der Seele schreiben, vill. hat ja jemand hier auch ähnliche Erfahrungen.
So long
Antonio
Panikattacken
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Gibt es irgendwelche Zusammenhänge zwischen den Symptomen und Alltagssituationen? Meine Hausärztin hat mir bei mrkwürdigen Symptomen immer geraten, aufzuschreiben, wann sie auftreten, was genau passiert und was so im "Umfeld" gewesen ist (Also, was man vorher gegessen hat, getan hat, welche Belastungen auftraten, etc.). Manchmal kann man daraus erkennen, ob es einen Zusammenhang zwischen bestimmten Dingen / Geschehnissen gibt. Hast du schon mal Buch drüber geführt? Manchmal hilft es einem auch, das ganze etwas klarer zu sehen und die Angst etwas abzumildern.
Wenn es sich um psychosomatische Symptome handeln sollte, hilft vielleicht auch Sport. Das hilft zumindest, um den Körper etwas auszupowern und zu stärken.Hast du auch mal über einen Osteopathen nachgedacht? In einer Zeitung war mal ein Artikel über einen Jungen, der mit zwölf seit zwei Jahren schlagartig inkontinent war. Urologen und andere Ärzte haben auch nichts gefunden. Die Eltern sind hinterher zu einem Osteopathen und der hat sie dann auf Unfälle in der Kindheit angesprochen. Da kam dann raus, dass der Junge mit 10 einen harmlosen Skiunfall hatte und sich dabei irgendein Knochen minimal verschoben hatte und nun immer auf die Blase drückte. Das Kind hatte also gar keine andere Chance als inkontinent zu werden.
Das wäre vielleicht auch noch eine Möglichkeit, wenn du das Gefühl hast, dass es eine organische Ursache hat. Sonst gibt's auch noch die Möglichkeit von versteckten Mangelerscheinungen. Ein schlechter Homozysteinwert zum Beispiel kann Ursache von Depressionen sein. So etwas wissen die meisten Allgemeinmediziner allerdings nicht, weil es dann schon wieder eher in die Naturheilkunde gehört und von der Schulmedizin immer noch nicht komplett anerkannt wird.
Ich wünsch dir gute Besserung.
Lg vom Wurm -
Die Attacken kommen bei jeglichen Situationen. Egal, ob in einer Ruhephase oder bei Aufregung. Die Ausgangssituationen sind völlig unterschiedlich. Einen Osteopathen hab ich noch nicht aufgesucht, ist vielleicht noch ne Alternative. Danke für den Tip
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Hallo Antonio,
als auch Panik-Betroffene kann ich dir gut nachempfinden. Probier das mit dem Ostheopathen ruhig mal aus, da kann schon was dran sein.
Wenn das auch nix bringt, wird es dir nur helfen, den Ärzten - und du hast die Fachärzte ja durch, was auch gut zur Abklärung ist - zu vertrauen und zu akzeptieren, dass das die Attacken keine körperlichen Ursachen haben. Nur so kannst du auf Arztbesuche wegen dieser Geschichte und Rettungswagenaktionen verzichten und lernen, deinem Körper wieder zu vertrauen.
Du hast die Panikattacken ja schon recht lange. Was hast du denn bisher schon versucht, um sie los zu werden? Wie weit bist du denn in der Thematik Angst und Panik drin? Gibt es Situationen, die du vermeidest, weil du Panik befürchtest? Wenn du magst, kannst du darüber ja mal was schreiben.
Von Tavor würde ich dir abraten. Das hilft im Notfall und knippst die Panik total zuverlässig aus - so lernst du aber nicht, mit der Angst umzugehen. Du wirst sie nicht los, was ziemlich schnell zur Abhängigkeit führen kann. Ich kann deinen Wunsch ein normales Leben ohne Panik zu führen sehr, sehr gut verstehen, aber das ist nicht der Weg. Sprich mit deinem Psychologen, Neurologen vielleicht mal über Antidepressiva (SSRI`s). Die sind zur Unterstützung bei Panikattacken in Begleitung mit Verhaltensänderungen besser geeignet.
Tja und ansonsten: Halt die Ohren steif! Nur weil da körperlich nix ist, heißt das noch lange nicht, das du ein Hypochonder bist. Deine Symptome sind real und verursachen Leidensdruck, das bildest du dir ja nicht ein! Es gibt wirklich Möglichkeiten die Panik zu überwinden...
Viele Grüße,
Cat -
Hallo Antonio!
Auch ich leide seit Jahren unter Panikatakken! Unter anderem Herzrasen , Pulz rasen , Schwindel , Übelkeit , eRbrechen , Agressiv , Attenmot das der Notartzt kommen mußte! Nun bin ich auf Paroxetin eingestellt und ich muß sagen es geht wieder alles ! Ausser zu meiner Periode hin bekomme ich durch den Hormonhaushalt Panikattaken aber ansonsten ist es so gut eingestellt das ich auch wieder Auto fahren kann ! Ich nehme jeden morgen 1 Paroxetin 20 mg! Bei mir hat es ca 4 - 6 wochen gedauert bis es richtig half aber nun hilft es ! Wünsche Dir alles Liebe und Gute vom Herzen
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Hallo Anni...
ich habe auch Paroxetin aufgeschrieben bekommen,traue mich es aber nicht zu nehmen...Angst vor den Nebenwirkungen...wie war das bei dir??
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Hallo
Nebenwirckungen hatte ich nur keinen Apetit mehr und ansonsten zum Anfang Müdigkeit und Schwindel . Aber es ist ja bei jeden verschieden , versuche es
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Hallo ,
Ich hatte oder habe noch ab und zu Panikattacken ! und bin bei behandlung würde dir auch empfehlen es hilft ! Was ich dir noch sagen wollte hast du schon mal Dissoziation was gehört ? wenn nein kann es auch daran liegen geh mal auf die seite Dissoziation .org und lies die symptome
Gute besserung -
ja Koelner,gehört habe ich das schon....werde da nachher mal vorbei schauen...
habe gestern im Fernsehen den Zwegat gesehen...das hat mir wieder gezeigt,ich möchte andere Wege gehen,als mit Tabletten..
dir auch Gute Besserung....wielange hast du das schon? -
Na gut , Ich hab das zeit einem Jahr und habe auchsämtliche untersuchungen hinter mir mrt ct ekg eeg blutbild hno augen usw... Bin kern gesund und bin auch sehr froh darüber .. Mir blieb nchts übrig! und musste vor zwei wochen eine therapie anfangen.Zeit dem sehe ich sehr viel besserungen ! Ich nehme ad Cipralex und hab nicht von nebenwirkungen gespürt . Was ich dir noch abraten kann Tavor und Diazepam ! Finger weg von dem zeug !
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ja das habe ich schon gehört....ich habe es jetzt bewusst seit 2005,nach einem Überfall auf Arbeit 2004....
bei mir ist es die Angst vor der Angst und generalisierte Angststörung mit unter Angstverschiebung...Ablenkung vom Eigendlichen,aber was ist das Eigendliche??Na ich für mich weis es...aber andere aus meiner Familie wollen es nicht hören..aber würde ich ein neues Leben anfangen können,würde es besser werden. -
Es hat bei mir auch so Angefangen Kurz gefasst" Eine Frau hat vor mir Schlanganfall bekommen und ich musste erstehilfe leisten " nach 4 jahre später bekam ich auch Angst , dass ich auch schlaganfall bekomme oder so .
Was du deine familie empfehlen kannst " es gibt auch therapie für angehörige " woher kommst du ? -
JA so ist das bei mir auch,wenn ich was höre oder lese,beziehe ich es auf mich und habe auch Angst davor,genauso mit dem Essen,wenn einer was nicht verträgt,denke ich das auch gleich bei mir...
Ich komme aus Hessen,in der Nähe von Kassel..und du??Aus Köln...gg -
Jap ich komme aus Köln sehr Schlau!;) Das ist aber ganz normal und symptome für Angst und panikattacken ! Gebe dir ein Beispiel :Die Patienten bekommen ein medikament verschrieben und lesen Beipackzettel und nebenwirkungen, dann denken sie alle nebenwirkungen haben sie
Es war bei mir auch so .
Wenn du ein Verhatensteraphie machst wird dir bewusst seien. Dachte immer mir ist schwindlig oder sehe schlecht aber in der Tat ist nicht so , sondern man bildet sich alles einHast du evtl. Trauma ? gibtes irgendwelches Problem dass du nicht lösen kannst oder konntest ?
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So ist es das gibt es häufig auch ich zählte dazu8o Gott sei dank hat sich das wieder gelegt!
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fein Anni,das du es geschafft hast..
ja Koelner,ich habe mehrere Traumen...aus der Kindheit,nur meine Thera meint,durch die jetztigen Umstände zu Hause,sollte ich das jetzt nicht aufarbeiten,sondern erst später,wenn ich gestärkt bin....es ist zu viel passiert in meinem Leben,von Missbrauch,Einsperren,Schlägen,der Überfall etc..
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Blauer Engel ich weiß wie es Dir geht , habe das selbe durch kam dann mit 7 in ein Heim . Mein Vater bekam 3 Jahre auf Bewährung
Und wir wir haben Lebenslänlig. Meine KIndheit herschte aus Pferde gerte nichts zu Essen so das ich mich an Müll tonnen bediente , was zum Glück meine Hort Erzieherrin sah und es meldete.
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Anni,so schlimm war es bei mir nicht,aber ich erinnere mich halt an Dinge,die mein Vater gemacht hat,wie Decke über den Kopf,so das ich keine Luft bekam oder im Schwimmbad mich unterduckte und ich mich so festklammerte,weil ich Angst hatte....auch mein Bruder,als er Baby war,wurde verhauen und dann ins Zimmer gesperrt.....und mein Mann erzählte mir letztes Jahr von seinem Verdacht,das ich im Jahr 2000 von unserem Kumpel missbraucht worden sein muß,ich wußte noch nicht mal das ich bei ihm war mit meinem Sohn....alles habe ich verdrängt...da stellte sich dann die Frage,ob meine Tochter überhaupt von ihm ist..
Meine Kind-und Jugendheit spielt sich vor Augen ab..
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Nicht schlimm sagst du
Das was du erlebt hast ist Horror pur und ich finde es so traurig .
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wenn ich ihm das heute sagen würde oder auch meiner Mutter,die sagen dann es stimmt nicht.Ich habe meinem Vater jetzt einen Brief geschrieben...weil meine Thera gesagt hat,das es bei mir auch mit in den Genen liegt und meine Mutter auf jedenfall Depressionen hat,aber nicht zu gibt,weil sie es nicht wahr haben will.Angeblich wollte Sie meinen Vater letztes Jahr umbringen,ob es stimmt weis ich nicht....meine Thera sagte dazu nichts.Ich lese sogar schon Todesanzeigen,weil ich denke er lebt nicht mehr...
Vielleicht sollte ich mal zum Traumatologen gehen,aber erst müssen sich die Umstände hier verbessern...wenn das alles aufgewühlt wird,wird es schwer...
Heute Nachmittag kommt eine Frau,die uns gerne helfen würde..ich habe ihr gemailt,weil ich beim ZA eine Broschüre von ihr mit genommen habe...Erfolg zum Leben....mit Erfolgstraining,mal sehen was das ist. -
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