Hallo!
ich möchte euch etwas über mich erzählen, weil ich denke das das wichtig ist zur beantwortung meiner frage.
während ich dies hier schreibe versuche ich mich so gut wie möglich in vergangenes hereinzuversetzen und alles genau zu schildern:
Als kleiner Junge schon war ich immer das mobbingopfer, ich war schon sogut wie immer etwas dicklich, ganz früher nicht aber das tut nichts zur sache, ich bin oft heulend heimgekommen weil ich beleidigt wurde, ich wehrte mich nie. Alles was ich IMMER gemacht habe, und auch heute noch mache ist verschüchtert in den boden zu starren, das liegt meiner meinugn nach viel an meinem vater, ich habe nie ein Lob oder ähnliches von ihm bekommen immer nur Rügen, ich habe immer alles Falsch gemacht, mein Vater hat mich als idioten bezeichtnet u.s.w. Z.b war ich eigentlich nicht dumm in der Schule wenn ich mit meiner Mutter zusammen die Hausaufgaben machte hat alles bestens geklappt, aber sobald mein Vater mit am Tisch war machte wirklich ich alles falsch, sobald mein vater in der Nähe war hatte ich so dermasen Angst davor das ich etwas Falsch mache ( ich war sowiso sehr ruhig und er hat mich sehr oft angeschrien) das ich garnichts mehr hinbekam, und trotzdem Liebte ich diesen menschen , wenn jemand gegen ihn was gesagt hat wurde ich wütend, ich weis nicht warum das so ist heute empfinde ich mehr hass gegen ihn. Ich baute noch nie in meinem Leben eine eigene meinung auf, ich wollte nie etwas anderes wie er sagen, ich dachte er wäre enttäuscht von mir. Wenn ich mir das alles heute so überlege komme ich darauf das ich das alles eigentlich nur gemacht habe um einmal von ihm Gelobt zu werden, ich hätte soviel schaffen könne. Früher spielte ich Fußball, ich war torwart und auch nciht gerade schlecht, das war das einzige an das ich mich erinnern kann als er mich mal gelobt hat, das war für mich ein unbeschreibliches Glücksgefühl, sonst wurde ich nur angebrüllt und heruntergepuzt, ich kehrte immer mehr in mich zurück.
Mein Problem ist das sich das alles auswirkt auf mein heutiges Leben ( heute bin ich 16 ) ich will etwas daran ändern ich schaffe es einfach nicht,wenn ich z.b versuche jemandem mal meine meinung zu sagen, schaffe ich es einfach nicht, ein inner drang der fest in mir sitzt treibt mir dabei die tränen in die Augen das es in einer Blamage endet, ich überlege ewig bis ich eine Idee habe wie ich jemandem meine Meinung geigen kann, derjenige kontert mit einem bestimmten, aber gegen mich so mächtigem Wort, das ich danach wieder in den Boden starre, und überhaupt nichts dagegen machen kann egal wie sehr ich mich bemühe. Wenn ich immer alleine in meinem Zimmer sitze kommen mir oft die Tränen weil ich daran denke das ich meinen Vater hasse, ich will ihn aber nicht hassen es ist so verwirrend! ich denke an schöne momente mit ihm und schäme mich dann für das zuvor gedachte gegen ihn es ist wirklich sehr komisch. Ich führe ein Doppelleben eines mit einer Vollkommen zerstörtem selbstbewusstsein, das andere als witzereisender clown, der für jeden spass zu haben ist . sobald ich unter mehreren menschen bin " Spiele " ich mich immer auf als der Beste und mache mich nur zum clown. Nur der Alkohol war schon immer wie ein Vater zu mir, ja der Alkohol wenn ich viel trinke traue ich mich etwas, ich rede mit anderen Leuten, ich komme richtig ausmir heraus das ist so ein tolles Gefühl in den Letzten Monaten habe ich den Spass an drogen entdeckt und gemerkt das dadurch vieles Leichter für mich wird, nurso bin ich stark, so kann ich auchmal zu den coolen zählen.
Zu meiner statur( auch ein groses problem ) mein selbstbewusstsein passt überhaupt nicht zu meinem Körper, ich bin 195cm gros, kräftig, und wiege 100 Kilo, ich wüsste nicht warum ich vor jemandem Angst haben müsste aber ich habe einfach gegen niemanden eine chanche weil ich mich nciht traue gegen jemanden was zu sagen weil ich ihn nicht beleidigen will, obwohl ich weis das viele menschen mir böses wollen und es vor mir verbergen.
Mit diesem Text wollte ich alle meine Probleme schildern, vor allem war mir wichtig alles zu erzählen was ich immer nur IN MIR hatte, niemand anders weis davon wie mies es mir geht, ich lasse mir nichts anmerken, und ich würde mich auch nicht trauen mit jemandem von angesicht zu angesicht darüber zu reden, deswegen wende ich mich an dieses Forum weil ich hier anonym sein kann
Mfg Alex
Mein Leben!
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Xander1991 -
19. November 2007 um 17:24
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Hallo Xander1991,
ich kenne so Dinge auch, wie Du sie beschreibst. Ich konnte als Kind tun und machen was ich wollte, ich wurde selten gelobt. Heute komme ich nicht zurecht, wenn ich gelobt werde und machs dann selber runter.
In so einer Umgebung, wie Du sie beschreibst, kann man einfach kein gesundes Selbstbewußtsein entwickeln. Man tut als Kind immer alles, damit man von seinen Eltern geliebt wird. Das ist ein Grundbedürfnis. Bekommt man das nicht zurück, tut man alles, egal was...um es zu bekommen.Ich finde es furchtbar, diese ich nenne es "emotionale Vernachlässigung". Ich habe das selber an mir erfahren und muß nun auch schauen, wie ich im Erwachsenenalter damit zurecht komme. Dadurch, dass einen gesunde Vorbilder fehlen, muß man sich irgendwie so vieles alleine aneignen. Es fehlt einfach an einer Bezugsperson, an jemand, an dem man sich halten kann.
Früh ist man dadurch schon allein auf sich gestellt.
Ich hatte da so verschiedene Phasen durchlebt. Von extrem verschüchtert bis hin zum schlagfertigen Clown...Muß sagen, als Clown hab ich mir viel besser gefallen....leider wars auch nur Fassade und die bröckelte auch immer mehr.
So ein gesundes Mittelmaß zu finden, ist schon nicht einfach.Bleib dran, man kann schon sehr viel auch selber erlernen, und je früher man damit beginnt, desto besser! Beim nächsten Mal, wenn Du das Bedürfnis hast, wegzuschauen, dann versuch den Drang zu widerstehen und noch ein wenig länger hinzusehen. Je öfter man sowas macht, desto besser klappt das auch. Und klappts mal nicht, mach Dich selber nicht runter, dafür klappts eben beim nächsten Mal.
lg
eternal
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Ich danke dir für deine antwort, wenigstens weis ich jetz das ich nicht der einzige bin dem es so geht, ich werde weiterhin dran bleiben und du hast mir Mut dafür gegeben, dankeschön!
Mfg -
Hallo Alex, was ich so über Dich lese, kommt mir alles nur zu bekannt vor. Ich habe das selbe Problem mit meinem Vater, sogar heute noch und stecke in einer tiefen Krise wegen ihm. Und nun bin ich schon 38 Jahre und habe das Problem im Prinzip immer noch. Ich war damals als Kind und Jugendliche sehr schüchtern, kam nie damit raus, was ich dachte und hasste mich dafür, nicht so zu sein, wie ich gern wollte. Meine Reaktion auf diesen wirklich miesen Sadisten, er schlug und beleidigte mich, ignorierte mich oder zerriss mich verbal in der Luft. Ich habe es bis heute nicht geschafft, eine positiv verlaufende Beziehung zu einem Mann aufzubauen, weil dieser Hass und diese Verzweiflung den Vater betreffend, mich zu einem misstrauischen und auch aggressiven Menschen gemacht hat. Ich habe alle Männer stets vertrieben. Auch habe ich gelesen, dass Du nun zu Drogen und Alkohol greifst. Also das habe ich mit 17 Jahren nach meinem Auszug auch getan. Aus Selbsthass und weil ich mein Verhalten nicht mehr ertragen habe, nahm ich alles was zu bekommen war, kam in schlechte Kreise, habe Leute verloren, weil sie sich mit Drogen getötet hatten. Erst mit 22 Jahren hatte ich dann den Absprung geschafft, weil ich merkte, das der Drogenweg eine Einbahnstraße ist. Ich wollte aber noch so viel sehen von dieser Welt, wollte noch so viel wissen und lernen und hatte noch ein wenig Hoffnung für mich. Ich habe begonnen mich als Person zu entfalten, habe Musik gemacht, eine Schauspielschule besucht und mich dabei selbst erst richtig gefunden. Du hast noch soviel Möglichkeiten im Leben, die Liebe steht Dir noch bevor. Ich bin mir sicher, wenn Du Dir helfen lässt, kannst Du auch Deine Kindheit verarbeiten und Dich mit allem, was passiert ist aussöhnen. Ich hoffe, Du gehst nicht weiter diese trostlose und selbstzerstörerische Einbahnstraße weiter. Ganz liebe Grüsse und viel Kraft sendet Dir ELLY
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