• Das unter anderem Zahnschmerzen auftreten, ist nicht ganz selten ...

    Aber wie du das ganze beschreibst, da hört es sich ja eher schon nach chronischen Schmerzsyndrom an.

    Leider bedenkst du offenbar auch nicht, ein abdosieren von Oben ist leichter machbar, als die letzten Schritte bis zum endgültigen Ende!

    Zudem, ich weiß nicht was du für Tabletten hast, sollten es normale 50mg long sein - dann sind die nicht mehr teilbar ...

    Wenn man die trotzdem teilt, entsteht ein ganz anderes verhalten der Medikation!

    Mal abgesehen, wie du deinen Verlauf hier in diesem Thema geschildert hast, jetzt auch einen vorhandenen Entzugsplatz leichtfertig platzen lässt, zeigt mir schon den Schweregrad deiner Erkrankung.

    Der Irrglaube, es alleine zu schaffen und letztlich auch die Gefährlichkeit grade beim letzten Schritt auf 0 zugehen außer Acht zu lassen, bestätigt das noch :frowning_face:

    Es war doch alles geplant, dein Freund hat Urlaub, dein Kind ist somit versorgt und du kannst dich deiner Sucht stellen ...

    Nutze das Angebot, so einfach wirst nicht nochmal nen Platz bekommen!

    Zusätzlich sollte klar sein, mit dem Entzug ist es nicht getan!!

    Ich finde es schon ziemlich krass wie du mit den ganzen Medikamenten umgegangen bist, besonders eben noch illegal Tilidin als Ersatzstoff nimmst, also ich denke du kommst da ohne therapeutische Aufarbeitung eher nicht raus.

    Du schiebst deine Tochter vor, dass du nicht in die Klinik möchtest - ich sehe es genau anders rum, deine Tochter sollte mitunter der Grund sein, dass du dieses tolle Angebot nutzt und dich fachlich beim letzten Entzugsschritt unterstützen lässt.

  • Leider bedenkst du offenbar auch nicht, ein abdosieren von Oben ist leichter machbar, als die letzten Schritte bis zum endgültigen Ende!

    Das kann ich leider nur bestätigen. Als ich mein Opioid (Hydromorphon, das ist etwa 40-80mal so stark wie Tilidin oder Tramadol) in einem Schritt von 2x täglich 24mg auf 16mg reduzierte, hatte ich davon überhaupt nichts bemerkt. Als ich später von 16mg dann von einem Tag auf den anderen auf 8mg reduziert habe, hatte ich kaum Beschwerden, nicht der Rede wert. Aber zuletzt von 8mg auf 4mg, da habe ich zwei Wochen lang richtig gelitten. Eigentlich wollte ich bis Ende des Jahres auf 0 runterkommen, aber das habe ich jetzt erstmal bis auf Weiteres verschoben.

    Wie meine Vorredner schon schrieben, was du da gerade tust ist selbstzerstörerisch. Es hilft dir nicht und schon mal gar nicht deiner Tochter.

    Was lässt dich glauben, dass du das Alles aus eigener Kraft und ohne therapeutische Unterstützung schaffst? Hast du Superkräfte?

  • Wie meine Vorredner schon schrieben, was du da gerade tust ist selbstzerstörerisch. Es hilft dir nicht und schon mal gar nicht deiner Tochter.

    Was lässt dich glauben, dass du das Alles aus eigener Kraft und ohne therapeutische Unterstützung schaffst? Hast du Superkräfte?

    Ich kann das " Verhalten" schon ein wenig "verstehen". Bei mir hat es auch lange gebraucht, bis ich Worten aus Internetforen Glauben geschenkt habe. Bei mir waren es aber Dutzende von Ärzten die mir was vom Pferd erzählt haben, am Ende hat man jegliches vertrauen in Alles verloren.

    Hier ist, so wie ich interpretiere, nur eine Hausärztin mit involviert. Da MUSS also schnellstens ein Therapeut...Schmerzzentrum aufgesucht werden!!

    Und @ Kathi ...Du kannst den beiden (auch mir :winking_face: ) Rabert und Franz Glauben schenken! So ausführlich...in die Tiefe gehend...kann man nur schreiben...wenn man Alles selbst erlebt/ mitgemacht hat bzw. noch mittendrinne steckt!

    P.S. Gehe mal in meinen Tread...dort findest Du einen Link zu einem Forum dort wird HERVORRAGEND beschrieben, erklärt e.c.t welch ein Irrsinn es ist u.a. Tramdol in großen Schritten abzusetzen und was das Ganze mit deinem Gehirn macht!!

  • Hallo zusammen

    Ich bin seit einigen Tagen auf 0.

    Ich komme damit eigentlich gut zurecht.

    Ich möchte meine Tochter nicht vorschieben als Grund nicht in die Klinik gehen zu wollen. Aber tief im Inneren ist es wahrscheinlich so wie ihr es schreibt.

    Ich war jetzt mehrfach bei einem Therapeuten der mir quetiapin gegen Depressionen verschrieben hat. Er hat früher auf einer suchtstation gearbeitet und meinte dass man nur psychisch von tramadol abhängig werden kann. Das empfand ich schon recht merkwürdig da ich schon körperliche Entzugserscheinungen habe.

    Mein größtes Problem ist im Moment die extreme antriebsarmut und noch viel schlimmer sind die unruhigen Beine in der Nacht. Es ist so schlimm das ich nicht schlafen kann und mein Freund auch nicht.

    Das quetiapin macht es leider nicht besser.

    Die Zahnschmerzen haben sich gelegt.

    Ich war erneut im mrt und es hat sich rausgestellt das ich zwischen dem steißbein und dem kreuzbein einen bandscheibenvorfall habe. Der letzte (l5/s1) wurde letztes Jahr operiert.

    In 3 Wochen habe ich einen Termin in der neurochirurgie.

    Und ich werde mir bzw bin dabei mir einen schmerztherapeuten zu suchen.

    Aber das ist echt schwierig.

    Meine Hausärztin hat mir eine Krankmeldung für 4 Wochen gegeben.

    Ich würde so gern wieder arbeiten zu gehen aber das ist im Moment unmöglich.

    Ich habe mich gegen die Klinik entschieden. Aber unter einigen Auflagen.

    Ich kann gerade nur nicht viel weiter schreiben. Ich bin so müde.

    Ich danke euch für eure offenen und vorallem ehrlichen Nachrichten!

  • Zitat

    Ich bin seit einigen Tagen auf 0. Ich komme damit eigentlich gut zurecht.

    Zitat

    Mein größtes Problem ist im Moment die extreme antriebsarmut und noch viel schlimmer sind die unruhigen Beine in der Nacht. Es ist so schlimm das ich nicht schlafen kann und mein Freund auch nicht.

    :question_mark::question_mark::question_mark:

    Zitat

    Er hat früher auf einer suchtstation gearbeitet und meinte dass man nur psychisch von tramadol abhängig werden kann.

    Pysche - Psychosomatisch

  • Nur kurz angemerkt: Wenn dieser Arzt im Bereich Sucht gearbeitet hat, ist es ein Armutszeugnis zu behaupten, Tramal würde nicht körperlich abhängig machen!! Das typische Opiat schwitzen /frieren, Schmerzen im Rücken und Beinen, dieses lange schlapp sein nach dem Entzug ist keinesfalls psychosomatisch! Mich ärgern solche Aussagen immer, gerade von Menschen, die in diesem Bereich arbeiten. Was jedoch stimmt, quetiapin wird gerne gegen Suchtdruck und Entzugserscheinungen gegeben, ich selbst kenne eine Klinik und eine Praxis in München (hab ungenau gelesen, du bekommst es ja als Antidepressiva. Ist ja in erster Linie ein Antipsychotika, oder? Wahrscheinlich mit dem Hintergrund der Schmerzmittel Abhängigkeit ausgewählt, da kein klassisches Antidepressiva). Und auch dieses Medikament macht abhängig.

  • meinte dass man nur psychisch von tramadol abhängig werden kann

    Vielleicht sollte der erstmal nen Selbstversuch durchführen, bevor er so nen Schwachsinn von sich gibt :wall:

    Öfter mal was neues über Opioide, die machen nicht abhängig, bravo!

    ==> Opioide bei chronischen Schmerzen — ÄZQ

    Und ich werde mir bzw bin dabei mir einen schmerztherapeuten zu suchen.

    Aber das ist echt schwierig.

    Das würde ich dringendst anraten, der dürfte dann auch klar vermitteln, was abhängig macht und was nicht ...

    Warum ist das schwierig?

    Ich habe mich gegen die Klinik entschieden. Aber unter einigen Auflagen.

    Halte ich zwar nicht für richtig, aber mal sehen wie sich das entwickelt.

    Wer stellt aber jetzt Auflagen in den Raum und welche?

  • Es ist alles einfach nur scheiße.

    Nach dem tramadol kam jetzt das tilidin. Macht auch Abhängig aber angeblich kann man es nicht sehr überdosieren wegen dem naloxon.

    Gegen die Schmerzen hat es mir gar nicht wirklich geholfen. Und diese ganzen Mittel gegen Depressionen sind genauso Müll. Alles macht mich extrem Banane im Kopf.

    Seit Samstag nehme ich nur noch novalgin. Ich habe Schmerzen. Sie sind wenn ich mich nicht besonders viel bewege auszuhalten.

    Das schlimmste ist aber das ich mich so müde und schlapp fühle. Ich kann mich nicht aufraffen etwas im Haushalt zu machen.

    Ich schaffe nur das nötigste damit meine Tochter alles hat was sie braucht. Aber selbst spielen mit ihr fällt mir schwer.

    Im Moment ist der suchdruck hoch denn dieses Gefühl von schlappheit und motivationslosigkeit ist ziemlich mies.

    Wenn ich wüsste das sich das ändern würde wäre mein Wille ohne diese Schmerzmittel zu leben sehr stark. Aber mein Körper sagt mir das sich das nicht ändern wird.

    An manchen Tagen sind die Schmerzen kaum auszuhalten. Da wünschte ich mir etwas stärkeres auf Bedarf. An den meisten Tagen hilft mir das novalgin schon weiter.

    Aber meine Hausärztin wird mir nichts stärkeres mehr aufschreiben denn es war so mein eigener Wunsch damit ich nicht so abhäniger werde.

    Schlafen ist auch so eine Sache. Ich bin abends sehr müde und könnte eigentlich auch so Einschlafen. Aber dann kommen diese unruhigen Beine und alle paar Nächte starke wadenkrämpfe.

    Vitaminpräparate und Magnesium nehme ich schon aufgrund meines magenbypassen ein.

    Ich habe mit meiner Hausärztin abgemacht das ich 200mg tilidin jeweils morgens und abends nehmen darf.

    Höher darf ich nicht gehen.

    Ich möchte im Moment sehr zu einem schmerztherapeuten aber ich kann mich nichteinmal dazu aufraffen nach einem zu suchen.

    Ich bin im Moment wie ein Kind. Ständig am Jammern und heulen.

    Ich bin ratlos und weiß nicht mehr was ich tun soll.

  • Ich bin im Moment wie ein Kind. Ständig am Jammern und heulen.

    Das zeigt meiner Meinung wie krass dich diese Sucht belastet ...

    Ganz ehrlich, greif auf die Klinik zurück und mach direkt eine stationäre Schmerztherapie - oder zumindest Tagesklinik!

    So ganz verstehe ich die Umstellung nicht, ok, Tilidin zeigt dir deine Grenzen auf, weil irgendwann das Naloxon einschlägt.

    Aber technisch verstehe ich die Umstellung nicht, da vermutlich von überhöhtem Tramalkonsum ja Entzug entsteht und den würde das Naloxon ja verstärken - nicht umsonst wird extra drauf hingewiesen, dass Tilidin nicht zur Substitution verwendet werden darf (siehe jeden Beipack).

    Zudem frage ich mich, warum hilft dir Novalgin?

    Normal bekommt man doch nur Metamizol, das hat ja nichts mehr mit dem früheren echten Novalgin zu tun ...

    Ok, es dockt an anderen Stellen an, ich nehme es auch gegen starke Kopfschmerzen, aber bei meinem sonstigen Schmerzen bringt das überhaupt nichts.

    Wenn du nicht erkennst oder besser dir eingestehen willst - ich bin süchtig und muss was ändern - dann wirst du leider keine Besserung finden.

    Natürlich kannst du nicht vorher wissen wie sich alles entwickelt, aber wenn du es nicht versuchst, was soll dann besser/anders werden?

    Letztlich bist du immer irgendwie entzügig, auch wenn du es etwas abfängst ...

    Hier sollte echt nicht ein Hausarzt rumwerkeln, da gehören Profis mit ins Boot!!

  • Ich bin süchtig. Das weiß ich und streite es auch nicht ab.

    Metamizol ist doch der Wirkstoff und novalgin bzw novaminsulfon ein Name des Präparats.

    Es hilft mir nur bedingt. Ich merke das die Schmerzen damit ein wenig weniger sind.

    Trotzdem sind die Schmerzen noch so stark das ich den größten Teil des Tages im Liegen oder Sitzen verbringe. Ich habe es schon häufiger mit leichter Bewegung probiert da diese sehr gut helfen soll.

    Ich bekomme dann aber noch stärkere Schmerzen. Letzte Woche habe ich eine prt behandlung bekommen. Also eine Spritze in den Bereich des bandscheibenvorfalls. Gespritzt wurde ein Betäubungsmittel mit Cortison gemischt.

    Bisher hat es mir jedoch nicht geholfen.

    Das meine Hausärztin nicht die richtige Ärztin ist weiß ich. Der neurochirurg bei dem ich jetzt schon mehrfach war hat mir diese prt behandlung verordnet. Schmerzmittel verschreibt er nicht.

  • Ich meine, dir selbst gegenüber musst du eingestehen, ohne Hilfe kommst vermutlich nicht mehr aus der Nummer raus.

    Das würde bedeuten, geh in die Klinik, was ja eh schon geplant war :winking_face:

    Ja, es ist der Wirkstoff, aber früher berichten viele, wäre es stärker gewesen.

    Ob das nach Wiedereinführung wegen angenommener Agranulozytose liegt, kann ich nicht sagen ...

    Eine PRT ist ein Versuch, hatte auch 2 mal Infiltration, aber brachte auch keine Veränderung.

    Abwarten, vlt hilft es ...

    Normal aber sollte da schnell eine spürbare Verbesserung einsetzen!

    Das der Neurochirurg nix weiter verschreibt, ist irgendwie klar :winking_face:

  • Kathi291

    So wie du hier schreibst befindest du dich, aus der Ferne betrachtet, hast du eine bipolare affektive Störung bekannt auch als „manisch-depressiven Störung“. Du solltest dir dringend therapeutische Hilfe suchen.

    Zitat

    Und diese ganzen Mittel gegen Depressionen sind genauso Müll

    Der Therapeut sollte herausfinden unter welcher Form Depressionen du leidest, dann erst, wenn überhaupt, Medikamente verschreiben.

    In der Schmerzmedizin wird oft eine Kombination von Schmerzmittel und Antidepressiva gegeben um u.a. "Schmerzfilter" aufzubauen u.s.v.m.

    Die Dosis der Antidepressiva ist äußerst gering kann mitunter jedoch eine "Depression" positiv beeinflussen.

    Hier mal ein Beitrag dazu:

    Antidepressiva in der Schmerztherapie | Schmerzzentrum | Immanuel Klinik Rüdersdorf

  • hi kathi, warum glaubst du das es nicht mehr gut wird alles? is ja klar du bist auf entzug nach einem entzug kann man noch monate lang depressionen, freudlosigkeit und starkes verlangen haben die droge wieder zu nehmen. das braucht viel zeit..

    ich würde auch sagen geh in die klinik. dort gibts kein altagsstress und du hast hilfe von profis.

    ich nehme selber drogen und weiß es ist unglaublich schwer die ersten Monate.

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