Stationäre oder ambulante Therapie?

  • Hallo zusammen, wir hatten heute den ersten Termin bei der Caritas. Die nette Dame hat uns so einiges erklärt und unter anderem meinte sie das bei der Spielsucht eher die stationäre Behandlung vorgeschlagen wird. Ambulant wurde sie weniger erfolgreich finden.

    Was habt ihr so für Erfahrungen gemacht?

    Sie meinte aber noch das es natürlich von Mensch zu Mensch verschieden ist.

    Wie läuft das mit dem Arbeitgeber? Wir würden nicht wollen das er es erfährt.

    Danke schon mal für eure Antworten.

  • Die nette Dame hat uns so einiges erklärt und unter anderem meinte sie das bei der Spielsucht eher die stationäre Behandlung vorgeschlagen wird. Ambulant wurde sie weniger erfolgreich finden.

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    Wie läuft das mit dem Arbeitgeber? Wir würden nicht wollen das er es erfährt.

    Ambulant funktioniert bei Spielsucht nicht gut, weil die Angebote so niedrigschwellig sind. Es gibt praktisch keine Hürden vor dem Spielautomaten. Da muss man schon sehr, sehr stark und gefestigt sein, wenn man da erfolgreich Rückfälle vermeiden will. Wer einer Sucht überhaupt verfallen konnte, ist das jedoch in der Regel eher nicht.

    Stationäre Therapie wird jedoch fast immer dazu führen, dass der Arbeitgeber vom Problem erfährt. Man kann natürlich irgendeine (andere) Krankheit vorschieben, aber es könnte schwierig werden, bei der gewählten Story über Wochen oder Monate konsistent zu bleiben.

    Ist es nicht möglich, den Arbeitgeber einzubinden? Wenn ich entscheiden müsste zwischen einem hohen Risiko mit der Therapie zu scheitern und damit in letzter Konsequenz meine ganze Existenz zu riskieren und den Folgen, dass mein Arbeitgeber von meiner Krankheit erfährt (und nichts anderes ist die Spielsucht), würde ich das Gespräch mit dem Arbeitgeber wählen.

  • Ich habe das Thema mal verschoben, das ist eigentlich der passendere Bereich :smiling_face:

    Um ehrlich zu sein, ich würde da zwischen den verschiedenen Süchten erstmal gar nicht den großen Unterschied machen.

    Mir sind Fälle bekannt, da lief es gut mit ambulanter Unterstützung, genauso brachte stationäre bei anderen auch nichts.

    Ich sehe es auch so, es liegt am Suchtgrad und der aktuellen Verfassung des Betroffenen!

    Es ist aber keine Charakterschwäche oder so!

    Niedrigschwellig würde ich auch anders beschreiben, das mit kleineren Hürden und Spielautomaten zu verbinden, denke ich ist nicht passend.

    Vielmehr sollen solche Angebote schnelle und einfache Hilfe ermöglichen :winking_face:

    Der Junkie in der Suchtklinik (welche in der Regel ja kein geschlossener Bereich ist), der Spielsüchtige der spielen will - beide finden innerhalb kürzester Zeit den Dealer oder Automaten.

    Logischerweise ist aber eine Klinik meist mehr Schutz, als wenn ich in der gleichen Umgebung bin und ambulante Behandlung erfahre.

    Bei der ersten Therapie halte ich aber auch eine stationäre Behandlung als wirksamer - wenn der Betroffene sich drauf einlässt :winking_face:

    Viele sehen das Problem ja noch immer nicht so ganz ein und meinen, ich geh da bisserl ambulant wo hin und dann ist gut ...

    Grundsätzlich wird es drauf ankommen unter welcher Voraussetzung die Therapie läuft.

    Geht es in Richtung Reha (wobei das so jetzt diagnostisch nicht ganz richtig ist), kann man grade bei Psychosomatik ansetzen - bei einer Reha wird dem Arbeitgeber keine Diagnose mitgeteilt und (eigentlich) darf er auch nicht danach fragen.

    Andernfalls geht es über längere Krankschreibung, bekommt der AG auch nicht den Schlüssel am gelben Schein vermerkt - aber zu 100% gibt es da keine Sicherheit.

    Kurz und gut, Lügen kommen meist irgendwie auf, daher gleich jetzt raus mit der Wahrheit :face_with_tongue:

    Was mich etwas wundert, warum schreibst du eigentlich hier und nicht dein Freund?

    ich meine, letztlich sollte er sich doch die ganzen Infos einholen :5:

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