• liebes forum, ich habe bereits einen topic hier offen mit probleme die mich schon belasten, die aber im moment zweitrangig sind. ich hab mich soeben von meinem freund nach fast zwei jahrzehnten getrennt weil er alkoholiker und drogensüchtig ist. alkohol war schon immer ein problem in der beziehung. im moment gibt er mir die schuld für alles und auch dass er trinkt und trank und und und.

    mein problem was ich jetzt habe, ich bin froh dass er weg ist, ABER er verweigert JEDEN kontakt zu seiner kleinen tochter die ständig nach papa ruft und ihn vermisst. ich bin echt mit meinem latein am ende. versuche eine paarberatung, beratungsstelle usw aufzusuchen werden beleidigend und beleidigt abgeschmettert. ich habe keine lust dass die kleine ein trauma bekommt, weil der nicht mit ihr telt oder sonstiges... was soll ichtun? lg und danke

  • Na klar, du bist natürlich schuld :grinning_squinting_face:

    Ob dein anderes Problem zweitrangig ist, mag ich mal bezweifeln, da geht es um dich und das kann nicht hinten anstehen!

    Daher kann man nur sagen, soweit mal alles richtig gemacht und jetzt muss man mit Ruhe die weiteren Schritte überlegen und angehen.

    Dir sollte klar sein, du kannst nicht die Probleme deines Freundes lösen - wenn er meint dich zu schädigen, wenn er den Kindeskontakt verweigert, dann soll er das tun!

    Du solltest umgehend zur Familienberatung, die sollen dich und dein Kind unterstützen.

    Manchmal ist es gar nicht so schlecht wenn die Eltern voll den Stress haben, dass man die Besuche einschränkt.

    Trennungsschmerz der Tochter ist leichter zu händeln, als wenn die Kleine den Stress der Eltern live mitbekommt.

    Für den Moment sollten kindgerechte Erklärungen helfen, warum der Vater nicht da ist ...

    Dann sollte mit der Beratungsstelle eine erträgliche Besucherregelung erörtert und vereinbart werden - so wie du das schilderst, solltest das nicht alleine machen.

    Es wird noch genug Ärger mitschwingen, da kommt noch die Unterhaltsregelung, das Sorgerecht und eben die Besuchsregelung.

    Früher oder später wird der Vater es einsehen, wenn nicht, dann hat er den Umgang mit der Tochter gar nicht verdient :winking_face:

    Böse Worte, aber ich hab mal genau anders rum gekämpft, daher kann ich da schon bisserl mitreden ...

  • danke für die prompte antwort. genau andersrum gekämpft, was meinst du damit?


    ich hab das sorgerecht, bin nicht verheiratet und die wohnung gehört mir. ich verdiene eigentlich ganz gut und bin nicht angewiesen. der kann mich da mal. aber es geht mir darum, dass der vogel nach fast 20 jahren in der lage sein sollte sich einzukriegen und mal mit dem kind zu sprechen?? die kleine fragt jeden tag nach ihm, morgens, mittags, abends. klar versuche ich sie möglichst schonend drauf vorzubereiten, dass der papa erst mal nicht nach hause kommt, aber mir treibt es die tränen in die augen und ich muss mich schwer beherrschen. ich bin mit dem mann durch, schon seit längerer zeit, emotionen sind da weg und auch keinerlei nähe mehr gespürt, weder körperlich noch seelisch ABER wie kann man sich für drogen entscheiden? ist es wirklich so, dass man machtlos ist???? danke lg

  • ich habe keine lust dass die kleine ein trauma bekommt, weil der nicht mit ihr telt oder sonstiges... was soll ichtun?

    Mach dir keine zu großen Sorgen um deine Tochter. Kinder sind normalerweise sehr resilient, und wenn du zumindest einen Teil der Ratschläge von Franz beherzigst, wird es kein Trauma geben.

  • da bin ich mir nicht so sicher. ich stehe im kontakt zur drogenberatung bzw beratung der angehörigen und einer sehr guten suchtmedizinerin. aber dennoch sucht die kleine ihn... ich habe fürchterliche sorgen

  • ich habe fürchterliche sorgen

    Das kann ich gut verstehen. Aber du bist für sie da, und wenn du Rat suchst hat Franz dir ein paar kompetente Stellen genannt, wo du diesen bekommen kannst. Wenn du ihr eine liebevolle Mutter bist und sie ein ansonsten "normales" Kind ist, wird sie sich davon erholen.

  • ich denke das bin ich so gut es geht. wird mir zumindest nachgesagt. aber es ist trotzdem unfassbar schmerzhaft wenn ich überlege dass er ihr das kleine herz gebrochen hat und jeden tag immer mehr bricht... ich hasse diesen mann... ich hasse ihn so sehr ---es ist so widerlich grausam...

  • Andersherum heißt bei mir, mir wurden viele Steine in den Weg gelegt, was meine Kinder angeht ...

    Aber da kam auch die Scheidung dazu, also teilweise hatte ich echt bedenken, das ein Rückfall sich auch auf den Kindesumgang auswirken könnte - da es aber meiner Gegenüber mehr um's Geld ging, ist es gut ausgegangen.

    Auch wenn du finanziell unabhängig bist, der Unterhalt gehört ja letztlich dem Kind und später braucht es den ja vlt mal - es geht ja nicht nur um die nächsten 12 Monate :winking_face:

    Unterhalt steht deiner Tochter ja unter Umständen noch 15 Jahre oder mehr zu.

    Meine Kinder waren damals etwa 10 Jahre, ich hab immer die Wahrheit erzählt, halt kindgerecht verpackt.

    Zu der Zeit habe ich auch eine Art Chemo (Kombinationstherapie mit Ribavirin und Co) gegen HEP-C gemacht, da habe ich schon erklärt, warum ich die HEP hatte - also aus Junkiezeiten.

    Ich denke, man Kindern viel mehr zutrauen und ehrlich sagen was los ist, aber eben entsprechend verpackt.

    Der Stress zwischen den Eltern muss man raus halten, es wird immer der Vater bleiben, das Trauma würde am ehesten entstehen, wenn es zum bösen Vater tendiert und der Stress offen vor dem Kind ausgetragen wird.

    Suchtberatung ist sicher nicht verkehrt, aber meiner Meinung fehlt eine wirkliche Familienberatung sowie das Jugendamt.

    Die Erfahrung besagt, das wird früher oder später eh nötig, wenn nicht kannst dich freuen - keine Angst, die sind nicht böse!

    Über das Jugendamt habe ich damals auch ein Familienclearing angestoßen, dann musste Ex und Kinder ne Zeit mitmachen.

    Um ehrlich zu sein, damals hat es nicht viel gebracht, aber es hat sicher nichts verschlechtert und mir selbst insoweit geholfen, dass ich mich nicht mehr als alleinig Schuldiger fühlen musste.

    Dein Ex ist vermutlich tief verletzt, wie kann eine Frau mich nur auf's Abstellgleis stellen, aber wenn da noch ein wenig Hirn da ist - er wird das verändern.

    Klar ist das für dich als Mutter schlimm anzusehen, aber es darf dich nicht noch mehr auffressen und womöglich eben deine Tochter belasten.

    Als Vater und auch als Berater habe ich eine feste Meinung - wir können unseren Kindern nichts vormachen, zu viele unbewusste Signale senden wir, daher ist die kindgerechte Wahrheit der einzige Weg.

    Der Vater ist grade krank, das versteht auch ein Kind und wird verstehen - der muss sich erholen.

  • hallo franz, das ist heftig. warst du heroin abhängig und hast dich mit hep c angesteckt? durch die nadel oder wie kam das, sorry wenn ich direkt frage.

    ich selber kann mit drogen irgendwie gar nichts anfangen. ich rauche nicht und ich trinke nicht (beides nicht mehr seit 9bzw 4 jahren) und vor drogen hatte ich immer panische angst. umso schlimmer, dass mir genau sowas in mein leben trat. anfangs mal kiffen, dann mal etwas pepp, dann mal ne pille. wenn er die nase hochgezogen hat, ist mir schon schlecht geworden. und ich habe immer gesagt, dass er den scheiss lassen soll,

    seit letzter woche war er zweimal bei gemeinsamen bekannten, angeblich "nüchtern" will er mir jetzt zeigen, dass es wirklich an mir lag oder will er als der gute da stehen??? men standpunkt bleibt: entweder therapie oder adios. die kleine weint nicht mehr, wir reden jeden abend über papa und mittlerweile ist sie etwas entspannter, aber das heißt nichts. ich habe ihr gegenüber ein schlechtes gewissen. ich konnte ihm nicht helfen... ich kann es immernoch nicht... ihr heißgeliebter papa- das macht mich fertig... lg

  • Ja und ja, Nadel vlt, kann auch über andere Utensilien passiert sein ...

    Aber alles alter Käse, die Therapie hat sofort angeschlagen und ich bin seit 2005 ohne Hep.

    Süchtige sind vermutlich die geborenen Schauspieler und ja, natürlich könnte er sich nun als der "Gute" hinstellen wollen - aber wie soll das gehen?

    Letztlich egal, kümmere dich um deine Tochter und vor allem um dich selbst - alles weitere wird sich zeigen, er kann sich ja Hilfe suchen und seine Probleme beheben.

    Lass dich nicht zum Instrument machen, lass ihn machen was er für richtig hält, es wird immer ehemalige Freunde geben, die sich auf eine der beiden Seiten schlagen :winking_face:

    Wenn diese Schuldgefühle anhalten, was ich nicht hoffe, dann solltest dir selbst auch therapeutische Unterstützung suchen.

  • da hast du aber glück gehabt.

    wahrscheinlich werde ich irgendwann eine mega therapie machen müssen, einmal mit meinen angststörungne, die komischerweise im moment echt ruhig sind und dann weil ich so traumatisiert von dieser beziehung bin. meine güte. dennoch, ich versteh nicht, wieso er nicht für die kleine endlich zur vernunft kommt... ist mir ein rätsel.

    danke

  • Vermutlich ist er sehr verletzt, warum auch immer ...

    Dazu kommt natürlich, der Mann ist süchtig und da funktionieren auch manche Dinge anders im Hirn :winking_face:

    Und dieses irgendwann, ich meine, hast du das nicht auch vom Vater deines Kindes schon oft gehört? :face_with_tongue:

    Nutz doch die Zeit, Therapie könnte dich extrem durch die anstehende Zeit unterstützen - zudem, bedenke, von heut auf morgen bekommst auch keinen Therapeuten der Platz für dich hat.

  • nein ich habe tatsächlich nie ein irgendwann gehört, da er nie zugegeben hat, dass er viel säuft- es hieß dann immer. ich trinke nicht mehr, aber auch nicht weniger...

    ja ich weiß aber insgeheim, dass ich das irgendwann haha wirklich brauchen werde. heute ist er übrigens ganz ruhig und schreibt mir nix beleidigendes...ich schätze mal er hat sich gestern nochmal ordentlich abgeschossen.

    verletzt bin ich, ... schließlich bin ich für eine stoff-affäre liegen gelassen worden. nach etlichen krankheiten, herzproblemen und lungenblutungen, hätte er wenigstens mal ein wenig um seine gesundheit besorgt sein müssen, aber im gegenteil...

  • Wie gesagt, auf Einsicht wirst du wie viele andere Angehörige leider lange warten müssen :winking_face:

    Auf der anderen Seite, sich selbst Schuld einzugestehen ist auch manchmal schwer möglich ... - ausnahmsweise zu seiner Entschuldigung :winking_face:

    Wenn seine eigene Gesundheit nicht für Einsicht reicht, dann wird es schwer für ihn, aber auch das darf nicht weiter zu deinem Problem ausarten.

    Deine Verletzung ist verständlich, aber die solltest schnell überwinden, sonst kommst ja aus der Situation kaum raus.

    Leichter geschrieben, als getan, keine Frage - aber nur so wird es funktionieren :smiling_face:

    Beide werdet ihr erst eine Lösung finden können, damit meine ich die Zukunft mit eurer Tochter, wenn die Emotionen der zerstörten Beziehung ausgenommen werden.

    Das braucht bestimmt Zeit, für beide Seiten, aber bis dahin solltest dich in der Vordergrund stellen und neben dir ist natürlich deine Tochter.

    Dabei ist aber auch wichtig, wenn man nur noch für sein Kind denkt (du beschreibst es ja, wie es dich fertig macht, weil deine Tochter leidet), verliert man sich selbst.

    Aber du als Mama wirst ja noch viele Jahre gebraucht, also achte wirklich auch auf dich!

  • deine lieben worte helfen für einen kurzen moment, das weiß ich sehr zu schätzen, dennoch ist das alles noch sehr frisch und ich noch nicht in der lage zu entspannen und an mich zu denken, obwohl ich es schon tue, immerhin schlafe ich gut.


    das war vorher nicht so der fall, weil ich häufig nachts hochgeschreckt bin, wenn er gegen die tür lief oder sehr spät nach hause kam... es ist echt eine blöde zeit. ich wünschte wirklich er würde einsichtig sein, wie gesagt, verständnis fehlt meinerseits, wie man sich so kaputt machen kann... schlimm. ich hoffe dass ich immer suchtfrei bleibe...

  • guten abend, ich hatte gestern wieder action. gestern morgen kam er zu mir um noch ein paar sachen zu holen, in dem zuge hat er noch einen drogentest gemacht, den ich vor jahren mal online bestellt hatte. dieser war negativ. gut nach tagen ...wundert es mich nicht. wir haben uns denoch gestritten und er ist gegangen und hat dann über den tag verteilt immer wieder nachrichten geschrieben, dass ich ihn fertig mache, er am ende ist. am ende kam eine "abschiedssms" und ich dachte, "scheiße, jetzt ist er suizidal"...also rief ich die polizei... die haben ihn dann zur fahndung ausgesetzt, gegen mitternacht stand er unten in der straße. ich also noch mal die polizei angerufen, dass er wohl in meiner gegend ist. ich hatte wirklich panik und habe der polizei natürlich auch alles erzählt. dann dachte ich im nachhinein, dass das vielleicht nicht so klug war, wenn das jugendamt jetzt rausbekommt, dass hier drogen im haushalt waren. aber eigentlich dürfte ja nichts passieren, da ich die gefahernquelle ja entsorgt habe,... ich werde bald wahnsinnig. ende vom lied. er ist ok. behauptet vor seiner familie er wäre bei mir und ich muss der polizei beweisen, dass er lebt... ich werd bescheuert...

  • Tja, irgendwie hatte man damit schon rechnen können, allein schon weil es einem viel abverlangt vor Therapieantritt.

    Da ticken oft mal welche aus, doch hier ist es schon fast angesagt gewesen :frowning_face:

    Solche Drogentests für den Hausgebrauch sind schon irgendwie ok, aber ganz ehrlich, viele wissen auch wie man die manipulieren kann.

    Dir muss der nix beweisen, um die Tests kümmert sich nun eh die Therapie in der nächsten Zeit :winking_face:

    Dir muss klar sein, nichts ist einfacher als dir nun an allem die Schuld zu geben - egal um was es geht.

    Das ist auch die Spezialität von Süchtigen, ok nicht nur von denen, aber meist ist es eben so.

    Versuch diese Zusammentreffen so weit wie möglich zu unterbinden, entweder er geht zur Entgiftung und Therapie oder eben nicht - wird sich ja bald zeigen.

    Mach dir keinen Kopf wegen dem Jugendamt, ich hatte immer wieder mal als Berater mit denen zu tun, die sind nicht so böse wie oft dargestellt.

    Ich glaube da kommt eh nix und sollte dem so sein, kannst alles gut erklären und das sollte reichen.

    Nicht du bist der Konsument, du hast alles getan was dir möglich ist, ich sehe keinen Handlungsbedarf für das Jugendamt.

    Sollte er nicht zur Therapie gehen, dann muss man neu überlegen ...

  • hi, der geht nicht in die therapie. wir haben seit dem keinen kontakt mehr. der lügt alles und jeden an, ich weiß nicht, wo er ist. ich habe nur eben in einer seinen jackentaschen noch was zu kiffen gefunden und frage mich, wo er noch gebunkert hat. so langsam ekelt es mich total...

    der wird wirklich nie in eine therapie gehen. ich habe zugang zu seinen telefonaten... frag nicht warum, ist halt so. er hat den typen bei dem er immer holt kontaktiert und ich gehe davon aus, dass der immer weiter konsumiert. bis er zusammenbricht. dem test habe ich nicht getraut. die polizei meinte an dem abend, dass es doch gut wäre, dass er sich drauf eingelassen hat. auf meinen hinweis mit den 4 tagen nachweisbarkeit, meinten die, dass das sogar länger nachweisbar wäre, aber ich glaube das nicht. und ich finde eigentlich schon, dass er mir beweisen müsste clean zu sein, aber ich glaub davon sind wir lichtjahre entfernt. ich habe auch nochmal recherchiert und eigentlich dürfte mir das jugendamt nicht auf die nerven gehen, die polizei hat ja auch nichts kindeswohlgefährdendes vermutet... ich glaube ich kann sehr schnell panisch werden. naja, bin halt auch angstgestört... lg

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