.. das war die Diagnose vor ein paar Monaten, als ich anscheinend ziemlich konfus in Behandlung gekommen bin. Mein "eigenes" Problem war dass ich mich nicht mehr konzentrieren konnte und daher nicht mehr lernen konnte. Ich hatte ständig Angst, dass sich hinter den Menschen, die mich ansahen, Dämonen verbargen (nicht richtige Dämonen, eher böse Menschen, dies auf mich abgesehen haben, aber mir keinen körperlichen Schaden zufügen). Hat ein Auto neben mir an der Ampel gehalten, hatte ich furchbare Angst, ich hatte Angst davor, dass ich per wlan-router überwacht werde. Ich konnte kaum noch raus gehen, ohne extreme Angst vor den Menschen draussen. Bei Kindern war das Misstrauen fast noch grösser, einmal hab ich die Nachbarskinder reden gehört beim Ballspielen "da hilft nur noch den Kopf abhacken" und ich bin ganz schnell rauf.. stunden später ist mir bewusst geworden, dass sie etwas mit "Kopfball" gesagt haben. Wie auch immer. Ich war ziemlich durcheinander, hab weder einen klaren Satz, noch Gedanken rausgebracht. Stimmen hörte ich nur selten, aber wenn, dann haben die meist mein Verhalten oder meine Gedanken kommentiert, in einem unangenehm vorwurfsvollen Ton. Ich war ständig auf 180 und bin in der Wohnung rumgerannt, hab mich selbst gefragt, ob ich an meinem Verstand zweifeln soll. Nun ja, eigentlich wusste ich, dass das alles Blödsinn sein muss, aber gleichzeitig "wusste" ich auch, dass diese Gedanken berechtigt waren, denn: es ist Realität.
Wenn ich mit Jemand anderes spreche verliere ich nicht nur sehr oft den Faden, sondern ich rede oft wie von selbst und fühle mich neben mir stehend. Erinnerungen sehe ich meist in der 3. Person. Meine Gefühle zu den Menschen die ich mag, schwanken täglich. Von einer Sekunde auf die andere bin ich komplett gereizt und hasse mein Gegenüber. Aber das ist besser geworden.
Die einzige Unterstützung, die ich habe, sind mein Hund und mein Freund - das sind auch die Einzigen, die wissen, damit umzugehen, denen es nicht egal ist, wie ich grad drauf bin und die mich immer versucht haben zu verstehen.
Als Alternative zur stationären Therapie, die für mich (wegen meinem Hund) nicht in Frage gekommen ist, musste ich eben die Anti-Depressiva und die Zyprexa nehmen, sowie mich in psychotherapeutische Hände begeben. Bei einer Ärztin bin ich auch einmal pro Woche, wo ich auch die Medikamente ausgehändigt bekomme.
Gebessert hat sich in den letzten Wochen und Monaten sehr viel, aber manchesmal kommt alles wieder zurück - für ein paar Minuten, Stunden oder Tage - aber dann gehts wieder bergauf und ich fühle mich besser. Manchmal kommen Gedanken, die definitiv nicht meine sind (denn es gibt Dinge, die ich nicht denken will), manche Gedanken/Ideen/Ängste begleiten mich schon seit Jahren, ich leide seit frühester Kindheit unter Albträumen. Und dann gibt es wieder Tage, wo alles passt und ich mich fast fühle wie ein normaler Mensch... nur halt ein bisschen schräger, als die anderen.
Was ich auch seltsam finde, ist dass ich schon immer so war - so lange ich zurückdenken kann, hatte ich bestimmte Ideen, Gedanken, alles was illegal ist, hat eine furchtbare Anziehung auf mich ausgeübt. Schmerzen haben meinen Adrenalinspiegel steigen lassen -
ein ständiges auf und ab.