Hallo liebe Leute,
mein Name ist Anni und ich bin relativ durch Zufall auf dieses Forum gestoßen.
Ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll. Letztendlich hat mich mein Beruf, sowie die Sorge meines besten Freundes, der auch mein Arbeitskollege ist, dazu gebracht, mich mit dem Thema Essstörungen intensiver auseinanderzusetzen. Bereits seit 2013 dreht sich alles bei mir um das Thema gesunde Ernährung, Diäten und Sport. Ich war zu der Zeit ziemlich übergewichtig, nachdem ich aus gesundheitlichen Gründen mit dem Handballspielen aufhören musste. Da dieser Sport eins der wichtigsten Dinge in meinem Leben war, fiel ich entsprechend in ein tiefes Loch, nachdem mir mein Arzt mitteilte, dass ich nicht mehr weiterspielen könnte. Resultat war Kummerfressen was das Zeug hält. Irgendwann hab ich dann, also im Jahr 2013, den Dreh bekommen und meine Ernährung wieder umgestellt, kalorienarm, kohlenhydratarm, sowie fettreduziert gelebt, mit großem Erfolg. Nun ist es so, dass ich normalgewichtig bin und an und für sich auch gut zurecht komme. Mit dem Thema Diäten, Fasten und Sport habe ich nie wirklich abschließen können. Seit gut einem Jahr befasse ich mich täglich und in jeder freien Minute damit, wie ich eine weitere Kalorienzufuhr sparen kann, wie ich die Kalorien am Wochenende wieder verbrennen kann usw. Letztendlich befasse ich mich hauptsächlich damit, eine Gewichtszunahme unter jeden Umständen zu vermeiden und auch ist es mein Ziel, und das verfolge ich wirklich strikt, noch weiter abzunehmen. Dies führt dazu, dass ich seit längerer Zeit häufig faste oder sehr wenig Nahrung zu mir nehme. Infolge dessen machen sich natürlich extreme Heißhungerattacken bemerkbar. Manchmal bin ich nicht Herrin über diese Attacken und verschlinge alles, was mir in den Weg kommt, bis mir schlecht ist und ich mich am liebsten übergeben würde. Dies mach ich natürlich nicht, mit dem Hintergrund, dass dies in eine Ess-brech-Sucht enden könnte. Vor kurzem war es dann soweit, dass ich einer Heißhungerattacke auch während der Arbeit nicht widerstehen konnte, den Kühlschrank geplündert habe und schließlich weinend in meinem Büro saß. So hat mich schließlich mein bester Freund vorgefunden. Mir war das Ganze ziemlich peinlich und auch wurde ich von einem extremen Schuldgefühl übermannt. Er äußerte, dass er sich extreme Sorgen machen würde, da ich auch seiner Meinung nach wenig essen würde und er befürchtet auch, dass mein Fasten überhand nimmt und ich in eine Essstörung reinrutschen würde oder diese gar hätte. Krankhaft hat er mein aktuelles Ziel genannt. Ich selbst sehe das natürlich nicht so, habe ihm aber versprochen, mir mal Rat einzuholen. Und nun meine Frage....meint ihr, dass ich in eine Essstörung gerate oder gar eine entwickelt habe? Im Rahmen meiner Recherchen konnte ich so nichts finden, was so auf mich zutrifft. Weder Magersucht noch Bulimie kommen in Frage. Ich bin selbst etwas ratlos...
Ich danke euch für eure Hilfe!
Liebe Grüße,
Anni