nicht mehr makellos

  • hallo leute

    nun ist eine zeit vergangen,seit ich das letzte mal ins forum geschaut habe.ich glaube,es war so,dass die seite umgebaut wurde und ich plötzlich nicht mehr rein kam.aber egal.

    damals erzählte ich euch(einige erinnern sich vielleicht),dass ich mir eine kamera bestellen wollte.
    doch dabei war immer entscheident,wie ich diese bestellung ausführe.also die art und weise.wie ihr euch vielleicht erinnert,habe ich eine Zwangsneurose.

    also,ich weiß jetzt garnicht recht,wie ich das erklären soll.
    ich war nicht in der lage,sie zu bestellen.ich tat es und bestellete sie immer wieder ab,weil die ausführung für meinen kopf nicht richtig war.

    dann sagte ich meinem freund,er solle dies übernehmen und mir das teil besorgen,doch als ich dies zu ihm sagte,hatte ich meinen linken arm dichter an meinem körper dran als den rechten und der lnike arm stand auf einmal unter einen totalen anspannung,was in meinem kranken kopf nun zur folge hatte,dass ich sozusagen aus der körperlichen ballance kam und die kamera für mich nicht mehr makellos ist.
    obwohl ich doch genau weiß,selbst wenn ich einen kopfstand bei der bestellung gemacht hätte,so verändert es die kamera doch nichtund meinen körper doch auch nicht.
    ich hatte dann überlegt,sie wieder abzubestellen,was ich aber bis heute noch nicht tat,weil..........wie oft soll ich das noch tun?und so bekomme ich sie dann nie..............nun bilde ich mir ein,die ganze sache ist nun nicht mehr perfekt und ich freue mich überhaupt nicht mehr und es kann passieren,dass ich jetzt viel geld dafür bezahlt habe und sie hier nur in den ecken liegt.........diese kamera wird nicht mehr hergestellt und ist nur noch sehr schwer zu bekommen.ich werde sie nun zugeschickt bekommen und stehe diesbezüglich unter druck,möchte mich am liebsten wieder davon befreien und doch wünsche ich sie mir so sehr.......

    ich weiß nicht,ob ich das jetzt alles so gut erklären konnte.es klingt alles so schwachsinnig..........
    kennt das irgend jemand von euch auch oder hat ähnliches?ich weiß garnicht wie ich mich verhalten soll.meine ärztin kann mir da auch nicht wirklich einen rat geben.....ist denn die kamera wirklich jetzt nicht mehr perfekt?oder hat die ganze sache nun einenmakel?ich versteh mich selbst nichtmehr........was sagt ihr dazu? lg badu

  • Hallo badu!

    Vielleicht will man immer das haben, was man gerade nicht hat? Warum auch immer das dann so ist. Und sobald man das dann hat, wirds uninteressant, bzw. man will wieder irgendetwas anderes. Somit ist man immer auf der Suche....nach was super tollem...

    Ich kenn das auch, dass ich Sachen möchte, und wenn ich sie mir dann kauf, dann denk ich mir, hätte es nicht noch was schöneres gegeben, oder was besseres? Naja, bei mir ist es dann eher so, dass ich beim Einkaufen davorsteh und mich nicht entscheiden kann....Naja, und dann geh ich wieder....
    Ist kein angenehmes Gefühl. Sobald ich das merk, brech ich das normalerweise ab, weil da macht sich son komisches Gefühl dann breit "Soll ich das nun kaufen? "Ist das andere nicht besser?" Und lauter so Fragen....

    lg

    eternal

  • hallo Badu,

    es ist für andere Menschen, ohne Zwangsneurose, sicherlich sehr schwer nachzuvollziehen, was du mit der Reinheit meinst.

    Was könnte denn schlimmes passieren, wenn du die Dinge nicht so ausführst, wie du es deiner Meinung nach tun solltest?

    Du sagtest ja selbst, dass du es nicht immer so hinbekommst, wie du es willst. Ist dir bisher etwas dabei passiert?

    LG, alive

  • hallöchen

    also,was die entscheidung betrifft..........
    ich habe mich ganz klar entschieden...........eben für genau diese und für mich ist keine schöner,keine besser.es war liebe auf den ersten blick und das bis heute.kein zweifel.
    ich stellte mir die frage eben auch nie,ob es noch etwas besseres gibt.ich will sie soooooooooooo sehr.sie ist,wenn man sie sieht so makellos.einen makel bekam sie nur für mich und durch mich,weil ich sie eben nicht auf die richtige weise bestellt habe,ob wohl ich weiß,dass dies total schwachsinnig ist.

    naja,und wenn eben die ausführung dessen,was ich tun will nicht richtig ist,so weiß ich,dass ich nicht sterbe oder krank werde oder mich infiziere oder welche art von vermutungen hinter den meißten zwangsneurosen eben stecken.und doch kannich mich nicht wehren.ich fühle ich mit diesen dingen dann eben nicht mehr wohl,bin unzufrieden und habe einen ständigen inneren druck in mir.......schon,wenn ich morgens aufwache sind diese schrecklichen gedanken da und suchen mich reglerecht heim.

    unsere therapeuten ier im forum habenmir zu einer therapie geraten,doch das hat mir leider auch nichts gebracht,mir nicht helfen können.
    es hat keine besserung gegeben.

    vielleicht fühle ich mich selbst un unperfekt........ups,das wort hab ich glaube ich eben erfunden,grins........und denke unterbewußt,dass diese kamera nur zu einem perfekten menschen paßt.....wennihr sie seht,sie ist so perfekt.das ist wahnsinn.schaut doch mal im netz nach der sony r1.....sieist wunderschön und für mich einfach das größte.............

    vielleicht komme ich auch immer wieder indiese psychischen bedrängnisse,weil ich mich ständig auf menschen oder auf eine beziehung mit menschen einlasse,die mir nicht gut tun.wißt ihr.ich glaube heute,ich habe immer wieder menschen in mein leben gelassen,die zwar gesagt haben,dass sie mich lieben oder das sie es gut und ehrlich mit mir meinen,aber eigendlich nur ihre eigenen vorteile gesehen haben und im grunde ihres wesen gnadenlose egoisten wahren.

    genauso sagt mir mein freun,dass andere vonmir denke,ich sei krank und gestört und solle mich untersuchen lassen,andere lachen schon über mich undich könne mich nirgends mehr sehen lassen.ichmeine,und das von einem menchen,dermitmir zusammen ist?

    da kann doch was nicht stimmen oder sehe ich das falsch?ich versteh garnicht,welche absicht seinerseits dahintersteckt,wenn er mir sowas sagt.punkt 1 glaube ich das garnicht mal,das andere so reden und wenn dann nicht über mich,sondern über ihn.

    ich schrieb hier bereits in einem anderen thread über meine beziehung in der wir immer wieder zusammen und wieder auseinander sind.........ich schrieb,dass er 44 jahre alt ist und in diesem alter noch bei seinen eltern wohnt und in der zeit in der wir zusammen sind dann immer bei mir........und ich glaube eben,dass all dies zu meiner psychischen befindlichkeit negative auswirkungen hat und das nicht zu wenig.

    vielleicht brauche ich genau aus diesem grund meine zwangsneurose,da sie sich unter anderem auch so auswirkt,dass ich mich von niemandem körperlich berühren lasse.

    hätte ich die Neurose nicht würde ich die menschen sozusagen pur an meine seele lassen.ich glaube heute dass ich sie genau aus diesem grund brauche.da ich es nicht schaffe diese menschen von mir fern zu halten,tut meine Neurose dies für mich.

    vielleicht habe ich unter anderem dies bezüglich etwas sehr wichtiges für mich erkannt.im großen und ganzen bin ich ratlos und fühle mich so wehrlos.entschuldigt,wenn mein geschriebenes etwas verwirrend klingt,aber besser kann ich es nicht erklären.

    lg badu

  • Hallo Badu!

    Dass ich weiß, was genau du mit dem Gefühl der plötzlichen Makelhaftigkeit meinst, will ich nicht behaupten, weil so was ja bei jedem irgendwie anders ist. Aber ich hab auch 'ne Zwangsneurose und kenne leider zur Genüge, wie einen plötzlich bei irgendwas ein "komisches Gefühl" überfällt. Und das Gefühl was "nicht auf die richtige Art" gemacht zu haben, das Gefühl, dass Sachen sich "falsch" anfühlen. Leider eben auch bei Sachen, auf die man sich eigentlich freut und die einem wichtig sind. Oft gerade sogar genau deswegen, wie ich bei mir gemerkt hab'. Weil ich wenn ich schon so Angst hab' oder nur dran denk', dass ein komisches Gefühl oder so kommen könnte, dann ist das natürlich auch so. Selbsterfüllende Prophezeiung quasi. Und natürlich ist grad da auch mehr Angst vor dem Gefühl da, wo's einem besonders ungelegen ist.

    Könnt sowas bei dir mit der Kamera auch mitgespielt haben? Hast du irgendwie schon drauf gewartet, dass so was passiert und dieses Gefühl des Makels kommt?

    Wie du dich trotzdem auf die Kamera freuen kannst? Ich weiß es auch nicht recht. Hab' so Sachen, bei denen hab' ich immer noch ein mulmiges Gefühl und muss mich voll zwingen bzw immer wieder überwinden die herzunehmen, obwohl's schon Jahre her ist, dass was damit war.
    Das bleibt aber vermutlich immer letztlich übrig, bei Zwangsneurosen. Etwas trotz Angst/komsichem Gefühl/... zu tun, weil jedes Mal, wenn man dem nachgibt, wird's ein Stückerl fester und stärker. Zumindest meine Erfahrung. Drum zumindest der Rat, zu versuchen gar nicht erst anzufangen, die Kamera ins Eck zu legen. Weiß aber, dass das leider nicht so einfach funktioniert, diese Gefühle zu ignorieren/loszuwerden, wenn sie mal da sind.

    Würd' denn von der Kamera für dich jetzt so was wie ein Gefühl der Bedrohung ausgehen, nachdem du das nicht richtig gemacht hast? Was würde für dich passieren, wenn du sie trotz Makel benutzen würdest?

    Würd' dir echt gern helfen, weil ich weiß, wie schlimm das ist. Aber ich such selber zur Zeit nach einem Weg aus meinem ganzen Scheiß (tschuldigung!) und kann nicht wirklich mit 'ner tauglichen "Lösung" für dich aufwarten.

    Vielleicht hilft's dir ja wenigstens bissl, dass ich, zumindest ansatzweise, meine nachvollziehen zu können, wie's dir mit der Sache geht.

    Beste Grüße, :smiling_face:

    Udo

  • hallo udo
    oh,schön,dass endlich mal jemand da ist,derdiese problematik am eigenen körpererfährt,denn für menschen,die keine Zwangsneurose haben ist es ja doch fast unmöglich nachzufühlen wovon zwangsneurotiker erzählen.

    ja,ich glaube du hast recht,wenn du sagst,gerade bei den dingen,die einem besonders wichtig sind ist die ganze geschichte amschwierigsten.diese kamera ist für mich das größte,also sehr wichtig.desweiteren habe ich dasselbe problem in meinem haus.
    ich bin beim bauen und egal wie gut die maurer auch sind,ich scheine mir ständig etwas einzubilden.dies scheint nicht zu stimmen und das andere auch nicht,obwohl,wennich mir da ergebnis,also das,was sichtbar ist ansehe,dann ist es mehr als ausreichend.also wirklich gut,doch ich sage immer,auch das was man nicht sieht.also as,was darunter liegt.der gesamte aufbau des ganzen muß ebenfalls stimmig sein,obwohl ich weiß,dass es einem normal denkenden menschen zum beispiel sch... egalwäre.....sieht man ja nicht,sagen die dann.......ich verstehe nicht,warum das fü rmich so wichtig zu sein scheint.

    zitat:Hab' so Sachen, bei denen hab' ich immer noch ein mulmiges Gefühl und muss mich voll zwingen bzw immer wieder überwinden die herzunehmen, obwohl's schon Jahre her ist, dass was damit war.

    das kenne ich auch.es hört einfach nicht auf.einmal auf die falsche art gemacht=mangelhaft.
    bleibt mangelhaft.ich dachte......mal auf die sogenannte Verhaltenstherapie zurückzuführen.......

    beispiel:berühre,was du nicht berühren willst und erkenne,dir passiert nichts und der druck läßt nach......

    ich weiß,dass mir nichts passiert.ich fall nicht tot um und ich glaube auch nicht,dass wenn ich es alles normal mache,das mir dann was passiert.jedenfalls ist mir das nicht bewußt.

    ich habe lange überlegt die kamera wieder zurück zu schicken,aber bei der nächsten bestellung würde es wohl kaum perfekter sein,zumal ich mich nicht mal in er lage fühle sie noch einmal zubestellen.sie ist noch nicht da,aber,ob ich sie behalten kann weiß ich noch nicht.ich hoffe es wirklich und ich hoffe,dass diese einbildung aufhört.ich hab die kamera ja bis heute nicht mal berührt.also,was soll damit sein,frag ich mich immer.

    wie lange leidest du denn schon unter der krankheit,wenn ich fragen darf?
    und was hast du bisher unternommen,damit es dir besser geht?
    ich habe bei mir bemerkt,dass alles schlimmer wird,wenn ichmich gestresst fühle.dann geht auf einmal garnichts mehr. :wall:

    ich war etwa 8 mal in stationärer therapie und habe unzählige medis bekommen,deren namen ich heute schon vergessen habe.ich glaube,dass man einfach gegendieses leiden noch nicht wirklich etwas gefunden hat.bei den meißten medis,so kann ich mich erinnernnhatte ich schlimme nebenwirkungen,sonst aber auch nichts.......

    ich schiebe das ganze schon zu einem großen teil auf ein ungleichgewicht im gehirn.so wie,wenn man magenschmerzen hat,eine erhöhte magensäure schuld sein kann.so in etwa stell ich mir das im gehirn auch vor.doch da die ärzte eigendlich keine genauen untersuchungen machen ,was z.b. das blutbild betrifft(immer nur standart),aber doch medis verschreiben,so machen sie halt auch nur versuchungenmit einem......im sinne von......mal sehn ob dies wirkt,oder das...............ich denke,dass die medizin in diesem bereich noch nicht recht einen weg gefunden hat.was meinst du denn dazu?

    oh je,schon wieder hab ich sooooooooo viel geschrieben,grins.

    lg badu

  • zitat:beispiel:berühre,was du nicht berühren willst und erkenne,dir passiert nichts und der druck läßt nach......

    das blöde ist....mag sein,dass der druck nachläßt,aber immer dieser bleibende beigeschmack der bleibt und alles mangelhaft macht,stört mich doch sehr........es ist mir dann,als würde so eine gewisse schwere auf diesen dingen liegen.....

    lg badu

  • Hi Badu.

    Klar darfst du fragen. :smiling_face: Muss dich aber mit der Antwort noch bissl vertrösten. Hab die Woche einfach zuviel um die Ohren, um in Ruhe zu schreiben.

    Gruß,

    Udo

  • Hallo Badu!

    Tut mir leid, dass du so lange auf Antwort warten musstest. War die Woche ziemlich im Prüfungsstress (heute Klausur) und zum Überdruß hat mich dann auch noch 'ne hübsche Erkältung/Husten-Kombination zeitweise niedergestreckt.

    Hab' meine Probleme seit gut 12 Jahren, fing zum Ende der 4.Klasse hin an. Kam dann bald in stationäre Behandlung für ein dreivierteltes Jahr und später nochmal, als es "wieder" ausbrach, und danach noch lange Zeit ambulant (zur "Rückfallprophylaxe" vermutlich). Diese Zeit und "Therapie" mach' ich irgendwie mitverantwortlich für die Art, wie's mit mir weiterging, insbesondere dass sich alles nur mehr und mehr steigerte. Wär ansonsten vielleicht ähnlich gekommen, wer weiß, aber 'ne sinnvolle Behandlung damals hätte alles vielleicht im Keime erstickt. War aber lediglich bissl Dressur und letztlich hab' ich nur "gelernt" alles nach innen zu verlagern bzw unauffällig zu tun oder wenn ich alleine war und nach außen heile Welt zu spielen, damit ich dieser verhassten Institution entkommen kann und keiner mich in meinen Sachen stört. Nur wurde die Art, wie ich mich zu dieser ganzen Aktion Zwang, eine Art gedanklicher Zwänge und "Auswege", letztlich der Grundstein für sein Fortbestehen, lediglich in anderer Form. Hat also alles mehr geschadet denn geholfen.

    Im Gegensatz zu dir hatte und habe ich Angst, dass durch das, was ich tue/sage/denke/..., mit mir, anderen und der Welt um mich herum etwas passiert. Aber nie etwas fassbares, dessen nicht-Eintreten zu beweisen wäre, indem ich mich dem aussetzen würde. Es bleibt ungreifbar. Ist aber für mich fast greifbar vorhanden, nur ein Wissen meinerseits, ein Gefühl der Bedrohung und des Bösen, dass ich danach mit bestimmten oder allen Sachen um mich herum verbinde. Das Gefühl einer anderen Wirklichkeit und ein Gefühl des Bösen.

    War nicht die ganze Zeit gleich schlimm, so wellenförmig durch die Jahre wurde es schlimmer und besser. Zeitweise blieb lediglich ein gewisser "Grundstock", der relativ "Routine" war und mich vermeintlich kaum behinderte. Konnte auch mein Leben so "gut" leben, zu Schule gehen etc., keiner merkte etwas und ich dachte alles im Griff zu haben. War aber nicht dauerhaft so, dann mit der Zeit vor dem Wechsel zur Uni fiel ich wieder mit unvermittelter Härte in den SCH* zurück. Fing mich dann zwar, trotz nach ein paar Stunden gescheitertem Therapieversuch (diesmal ohne VOrgaukeln, bin einfach nicht mehr hin, weil die Angst zu groß war) so weit, dass ich doch zur Uni konnte, aber es blieb größ0tenteils auf erhöhtem Niveau und dieses Jahr geriet ich an einen Punkt, an dem ich endgültig einsehen musste, dass es so nicht weitergeht. Nicht aus rationaler Überlegung, sondern nur aus blanker Angst heraus, was mir den Mut der Verzweiflung gab, mit all dem zum ersten Mal komplett aus mir herauszugehen.
    (Die Details sind zu kompliziert, um sie hier reinzupacken.)

    Naja, und momentan versuche ich einen Therapieplatz zu finden, damit ich vielleciht mal an das rankomme, was die ganze Sache eigentlich auslöst. Ich weiß, dass dabei Verlust-, Zukunftsängste und die Angst vor dem Tod und dem, was (vielleicht) danach kommt, eine große Rolle spielen, soviel wurde mir inzwischen zwar klar, aber ändern tut dieses blanke Wissen alleine auch nichts. Dafür hat sich alles schon allein zu sehr "eingelebt".
    Außerdem bekomm' ich so vielleicht auch raus, ob sich da inzwischen nicht noch mehr entwickelt hatt', was ich oft das Gefühl hatte/habe.

    Also Medikamente hab' ich keine genommen. Sollte ich mal, in der Phase vor der Uni, aber die kamen von dem Therapeuten, vor dem ich auch Angst hatte, also auch vor den Medikamenten. Also hab' keine Erfahrung diesbezüglich.
    Hab' dieses Jahr mal in Selbstmedikation so leichte pflanzliche Beruhigungsmittel ausprobiert, als es so schlimm wurde, aber das war nicht wirklich was. Oder ich hab' zu früh wieder damit aufgehört.
    Glaube auch nicht, dass die mir helfen würden, weil zwar die Angst der Auslöser ist, aber sich aus dem ganzen über die Jahre ein Gedankengebäude entwickelt hat, dass zu sehr "rational/durchdacht" ist, als dass es so leicht beeinflussbar wäre.

    Was du schilderst mit Stressphasen kommt mir bekannt vor. Da ist man ja als Normalmensch auch weniger belastbar und dann schlägt sowas vermutlich einfach mehr durch. Oder es ist eine Art Stressabwehr des Körpers, besser Kopfes, weil der Stress ja dann erstmal in den Hintergrund tritt, man quasi von der Neurose "abgelenkt" wird. (Mindert den Stress aber i.d.R. wenig, also dumme Abwehr. Trotzdem vielleicht ein Mitgrund.)

    Was ich mache, damit's besser wird?
    Um meine Gedanken und Ängste zu unterdrücken hilft oft Ablenkung mit anderen Sachen, mich auf was anderes zu konzentrieren. Nimmt dem Hirn einfach die Kapazitäten dafür alles immer und immer wieder durchzugehen und "Auswege zu suchen", um dabei noch tiefer reinzurutschen. Zumindest in der Phase, wo was anderes mehr Aufmerksamkeit erfordert, rücken die Gedanken und Gefühle erstmal weg, allerdings sind sie meist wieder hinterher da, sobald ich mich an die Situation vorher erinnere.
    Bis vor Kurzem hab' ich die Spannung/Angst/Gefühl/whatever immer durch "Nachgeben" gelöst. Mit dem Aushalten hab' ich nicht viel/so gutwie keine Erfahrung. Aber ich hab' gemerkt, je mehr ich drüber nachdenke oder wenn ich überhaupt anfange drüber anchzudenken, dann rutsch ich in mein Gedankensystem und denke nur noch entsprechend und dann wieder rauszukommen ist hart. Das Beste wäre, sich zu zwingen, ganz "normal" drüber zu gehen, 'ne Art Gedankenblockade, die die Gedanken nur nach vorne richtet ("nein, ich denk' da jetzt gar nicht erst drüber nach, ich mach jetzt folgendes mit ganzer Konzentration"), nicht aber zurück auf die Situation, so dass man die gleich wieder vergisst. Hat mal so ansatzweise funktioniert, aber dazu sind die Gedanken normal viel zu schnell und das Gedächtnis einfach zu gut.

    Die kurzfristig wirkungsvollste Methode ist leider einfach das "dem Zwang nachgeben", nur leider die langfristig fälscheste, weil sich alles mit jedem Mal tierfer und tiefer festsetzt. Ich frag' mich, ob ich nach all den Jahren des Nachgebens und Denkens in diesen Schemata überhaupt mal wieder normal denken kann.

    Langfristig muss man's Aushalten, da führt trotz allem kein Weg vorbei, denke ich. Nur, wie du ja auch sagst, das Wissen und Gefühl bleibt über Jahre. Aber ich finde es wird leichter die Sachen trotzdem zu nutzen oder so, je öfter man es tut. Auch wenn das Gefühl immer noch da ist, mir mulmig wird, ich mcih wieder an die Situation erninnert fühle, etc...
    Nur WIE man das Aushalten machen soll, NICHT OB, das ist halt die Frage. Weil falsch oder inkonsequent gemacht, veschlimmert's alles nur.

    Darum auch zu deiner Kamera (und dann geb' ich mal Ruhe für heute *g*): Vermutlich hast du schon zuviel über die ganze Sache nachgedacht, als dass dir diese Kamera spontan wieder makellos erscheinen wird, wenn du sie in der Hand hälst. Allein schon, weil du nach dem Gefühl suchen wirst. Aber durch eine Neubestellung wird's vermutlich wieder nicht anders laufen, dafür bist du vermutlich schon zu sehr drauf sensibilisiert. Man wartet ja dann irgendwie schon gerade drauf, zumindest geht's mir so, was die ganze Sache mit recht großer Zuverlässigkeit eintreten lässt. (Wenn's bei dir anders ist, und eine Neubestellung reele Chancen hat, dann o.k.. Ist zwar ein Nachgeben gegenüber dem Zwang (was man ja laut Konditionierungstheorie nicht machen sollte), aber wenn dir die so viel bedeutet, wie es klingt, dann hilft sie dir vieleicht nachher eher, dass dir's allgemein besser geht.)
    Also hilft vermutlich nur Aushalten des Gefühls und trotzdem die Benutzung der Kamera. Aber ob du das kannst, musst du selber fühlen. Und ich weiß, wie hart das ist, soll also kein neunmalkluges "da muss man halt durch"-Gequatsche sein. Entscheid dich für eine Seite, Kamera ja, dann hernehmen und nicht weglegen, gar nicht erst, am besten auspacken und losknipsen. Oder Kamera nein, dann abbestellen.

    So, damit wäre auch ein anderes, zwar nciht krankhaftes, aber doch recht manifestes Problem von mir offenbart, nämlich dass ich mich manchmal einfach nicht kurzfassen kann. Entweder ich sag gar nichts, oder zu viel.

    Hm, hast du bei deinen diversen Therapien auch verschiedene Therapietypen ausprobiert? Erscheinen dir da welche besonders tauglich? Nachdem's nicht dauerhaft geholfen aht, eine blöde Frage, sit mir klar, aber was erschien dir noch am hilfreichsten?
    Steht zwar für mich momentan fest, dass ich 'ne tiefenpsychologische probieren werde, sollte ich einen Platz finden, aber würd' mich interessieren.

    Mit besten Grüßen,

    Udo

  • hallo udo
    zuerst einmal möchte ich dir sagen,dass ich auf jeden fall schonmal froh bin jemanden gefunden zu haben,der so in etwa nachvollziehen kann,wovon ich rede,denn,wie schon gesagt,für jemanden der das nicht hat,so glaube ich,ist es fast unmöglich zu begreifen und hört sich einfach nur lächerlich an.
    grins,du sagts,du schreibst zu viel......also entweder garnichts oder unendlich viel.als ich das las mußte ich grinsen,denn wie du siehst bin ich genauso,lol.aber,ich finde das ganz ok.fühl dich ganz frei und sei einfach wie du bist.ich bin auf jeden fall gespannt,ob es dir besser geht,wenn du wieder eine therapie angefangen hast.ich weiß jetzt nicht mehr genau,ob ich das oben schon geschrieben habe.ich habe etwa 7-8tstationäre therapien gemacht.naja,und hätten sie geholfen,wäre ich wahrscheinlich ehernicht in diesem forum oder vielleicht um anderen möglicherweise helfen zu können.ich bin heute auch wieder extrem unkonzentriert.ich hatte heute schon wieder so ein erlebnis.ich habe einen schrank bestellt und bilde mir nun wieder ein,es war auf die falsche weise.
    und nun verfolgtmich dieser gedanke mal wieder und ich überlege hin und her,wie ich diesen druck los bekomme.es ist genau,wie die geschichte mit der kamera.dasselbe problem.die kamera ist noch nicht da.bin am überlegen sie wieder zu verkaufen,aber,wenn ich diese dinge immer so mache,werde ich ja nie zu etwas kommen,werde immer verzichten und mein leben ist noch weniger lebenswert.dann versuche ich wieder diese gedanken zu verdrängen.naja,das schaffe ich für 5 min vielleicht.vielleicht ist es so,dass man einfach aufhören soll zu kämpfen,sich nicht mehr wehren,vielleicht sollte ich mich ergeben und heute einfach ins bett gehen,weil ich ja eh wehrlos bin und alles laufen lassen.
    vielleicht wäre das ja garkein aufegeben in diesemsinne,sonder der richtige weg.ich habe bei mir das gefühl,dass hier echt garnichts mehr geht.heute,die geschichte mit dem schrank.ich glaube,ich habe mir heute auch zuviel zugemutet den ganzen tag lang.ich schffe es einfach nicht meine ziele niedriger zu setzen und bemerke es nicht mal,wenn ich überfordert bin.selbst wenn iches bemerke,so hanle ich nicht und ruhe mich nicht aus.

    mit medikamenten habe ich leider keine so guten erfahrungen machen können.sie haben bezüglich meines problems nichts bewirkt.aber immerhin hatte ich klasse nebenwirkungen,uff.

    das war jetzt mein galgenhumor,grins.bei einem medikament konnte ich nur noch alles verschwommen sehen,bei nem anderen kaum noch laufen,weil meine beine mich nicht mehr halten konnten.

    ja.......fragen sie ihren arzt oder apotheker.........hab ich gemacht und ich bekam gesagt,dass sich diese zustände zeigten,da ich kurz vor meiner klinischen entlassung stehe und einfach Angst habe nach hause zu gehen.ich hab die echt für blöd gehalten und denen sollte ich vertrauen?

    weil ich Angst habe nach hause zu gehen werden meine pupilen riesen groß,ich sehe alles nur noch veschwommen und kann kaum noch laufen?naja,ich habe den müll zu hause selbstständig abgesetzt und diese nebenwirkungen hörten auf.von wegen Angst nach hause zu gehen........es gab ein medikament,welches mich psychisch etwas stabiler gemacht hat und mir damals,als alles begann das leben gerettet hat.imap heißt es und ein antidepressiva glaube ich.damals hatte ich eben auch noch mit schweren Depressionen zu tun.

    vor einer weile nahm ich es zu stabilisieren auch wieder,aber ich sitz ja schon wieder in der sch........anbei...dieses medikament sollte nicht länger als 6 wochen verabreiht werden.manche ärzte wissen das scheinbar nämlich nicht.es macht anhängig.ich werde also die tage zu meiner ärztin gehen und mich wieder zur neurologin überweisen lassen.mal sehen wie schön die nächsten nebenwirkungen werden.....sorry,ich kann nicht anders.ich weiß,man merkt in meinenzeilen meinen frust auf die ärzte.aber ich habe in einer therapie gelernt,man soll seine wut nicht in sich hineinfressen.ich glaube ich habe sehr sehr viel wut in mirzuder ich keinen rechten zugang habe und wenn unterdrücke ich sie aus rücksicht auf andere.übrigens,wie schon geagt hatte ich so einige therapeuten.es gab nur einen einziegen,der zugang zu mir hatte und dies war wie ein wunder.ihm war sein psychologisches tallent in die wiege gelegt.nach genau diesem bin ich jetzt auf er suche.ich bin so oft aus therapiesitzungen heraus gegangen und nichts ist hängen geblieben.ich konnte hinterher nicht einmal mehr sagen,worüber in meiner therapiestunde geredet wurde.

    es war alles wie weg geblasen und das brachte mich zum verzweifeln.es war,als wäre ich nie in einer therapiesitzung gewesen.ich schob das immer auf mich selbst,doch durch zufall hatte ich bei eben diesem oben erwähnten therapeuten eine vertretungsstunde und alles schien mir so klar und ich konnte alles worüber wir geredet hatte deutlich wieder geben.ich war wie befreit und fühlte mich viel besser.es schien nicht mehr alles so ausweglos.ich will damit sagen,dass e wirklich sehr wichtig ist,dass du einen guten draht zu deinem therapeuten hast.lg badu

  • hallo udo

    ich habe da noch seit einiger zeit so eine idee im kopf von der ich dir mal kurz erzählen wollte.da ich ja schon alles mögliche versucht habe,um mir selbst zu helfen und nichts gewirkt hat,habe ich noch die idee,mal eine Hypnose zu machen.aber ich denke,es müßte eine sein,in der mein bewußtsein komplet ausgeschlaltet ist.ich habe keine ahnung,ob es sowas gibt oder wer das machen könnte.bei meiner therapeutin habe ich mal etwas ähnliches mitgemacht.durch eine bestimmte art der atmung habe ich mich in einen trancezustand versetzt,war teilweise in meinem unbewußten,verlor aber mein bewußtsein nicht gänzlich.aber ich glaube,bei einem so schweren fall wie bei einer solchen Neurose wie wir sie haben ist das bewußtsein sehr sehr stark und wir brauchen ja die kontrolle............ich glaube,man müßte mal komplett ohne bewußtsein sein.ich weiß nicht oder klingt das blöd?meine freundin liest gerade ein buch über hypnose.die werd ich nochmal fragen.lg badu

  • Hallo badu!

    "wir brauchen ja die Kontrolle..."
    Das trifft den Nagel ziemlich auf den Kopf, wenn ich so drüber nachdenk'. Ich hab' irgendwie immer das Bedürfnis eben diese haben zu müssen, v.a. bei den Sachen, die nun mal von Natur aus mit Unsicherheit verbunden sind. Und da überspielen die Zwänge dann gewissermaßen, dass ich sie nicht habe, die Erkenntnis der eigenen Ohnmacht wird verdrängt durch die Einbildung, mit den Zwängen irgendwas abwehren zu können/zu müssen. Gibt die Illusion, das vielleicht doch eine Einflussmöglichkeit da ist. Aber dabei kämpft man nur noch mit den Zwängen und den damit verknüpften Ängsten und verliert dadurch den Blick für das Tatsächliche. Soviel zum Thema Schutzmechanismus.
    Ich merk' das momentan schon wieder brutal. Steh vor einigen Entscheidungen bezüglich meiner Zukunft und weiß nciht so recht wohin bzw wie. Alles erscheint so unsicher, so ohne Garantie, was es letztlich ja auch ist. Was die Zukunft bringt, sieht man als Ottonormalverbraucher nun mal erst, wenn sie da ist. Und diese Unsicherheit, die ich nicht wahrhaben will, lässt mich entweder "Depressiv" werden oder hat früher eben oft wieder die Zwänge gesteigert, so das ich anderes im Kopf hatte. Muss aufpassen, dass ich diesmal nicht wieder da rein rutsch, grad wo mir momentan eh alles so komisch vorkommt, seit ich ernsthaft versuch, mit den Zwängen aufzuhören.

    Aber womit ich eigentlich anfangen wollte, bevor mir das gekommen ist:
    Von Hypnose als Therapieform weiß ich bisher eigentlich nicht wirklich was. Muss auch gestehen, dass ich mir das nicht recht vorstellen kann, wie das funktioniert. Also wie das ist, in Hypnose zu sein. Muss man vielleicht einfach mal erlebt haben.
    Hat die Hypnose nur den Zweck, das Bewusstsein auszuschalten, damit es nicht mehr das ins Unterbewusstsein Verdrängte zurückhalten kann und dieses somit dem Therapeuten zugägnlich wird (das ist das, wovon ich bisher gehört habe), oder soll die Hypnose auch so einen therapeutische Wirkung an sich haben.
    Verstehe einfach nicht so recht, was der Effekt für einen an der Sache wäre, wenn das Bewusstsein ganz weg ist. Man hat keine Kontrolle mehr, o.k., aber das bekommt man doch gar nicht mit, oder? Oder stell' ich mir das total falsch vor? Wie gesagt, kann mir so einen Zustand nicht recht vorstellen.
    Aber generell der Gedanke, bissl die Kontrolle und auch das Bedürfniss nach dieser bissl "kontrolliert" abschalten zu können, ist so blöd eigentlich nicht. Vielleicht hilft's ja Gedanken zuzulassen, denen man sonst jegliche Existenzberechtigung absprechen würde.

    Was ich mir schon öfter gedacht und gewünscht hätte, was auch in die Richtugn geht, ist quasi nur einen Teil des Bewusstsein ausschalten zu können. Diese Gedanken abschalten zu können, die sich in den Kopf schieben, gnadenlos und scheinbar unaufhaltsam, obwohl oder gerade weil, man sie nicht denken will, sich vor ihnen fürchtet. Diese Gedanken, die kreisen und kreisen bis man nichts anders mehr denken kann, die einem oft im Weg stehen die Sache einfach auf sich beruhen zu lassen. Da müsste man einen Riegel vorschieben können, in dem Moment abschalten zu können, nicht mehr zu denken, dass würde sicher helfen. Aber den Rest Bewusstsein bräuchte man ja noch, also keine totaler Kontrollverlust, weil man ja im entsprechenden Falle nicht einfach wegklappen kann (irgendwo auf der Straße z.B.).

    Wie auch immer, denke aber, dass so ein "Kontrollverlust" trotzdem viel Kontrolle im Vorfeld braucht, sprich, ich denke, das kann ziemlich in die Hose gehen, wenn man da an den Falschen gerät. Quacksalber gibt's auf derartigen "alternativen" Schienen ja mehr als genug und dergleichen lernt man nun mal nicht im Wochenendkurs. Aber wenn du da jemanden mit Qualifikation und Erfahrung findest, der das für sinnvoll erachtet, ist's ja vielleicht den Versuch wert. Grade angesichts deiner vielen vergeblichen Therapien. Aber ehrlich gesagt, fehlt mir da das nötige Wissen in der Materie um dir einen fundierten Rat geben zu können.

    Wäre ja toll, wenn du diesen einen Therapeuten wiederfinden würdest. Viel Erfolg bei der Suche! :smiling_face:
    Hm, aber wie komm's eigentlich, dass du ihn erst suchen musst? Weißt du seinen Namen nicht mehr oder ist er weggezogen?

    Frage mich auch, ob es mir mit Therapie besser gehen wird. ??? Wäre aber immerhin die erste ordentliche, die ich mach'. Allein schon von dem her, dass ich vorhab' MITZUMACHEN, auch wenn's erstmal hart wird, und nicht möglichst schnell davon wegzukommen, wie's früher war.
    Im Moment fühl' ich mich mit der ganzen Sache allerdings nicht so wohl. Hab' inzwischen bei zwei Therapeuten Erstgespräche gehabt, aus beiden kam aber nichts raus, außer dass sie mich weiterverwiesen haben und ich hinterher total aufgewühlt und total fertig war, weil es mir furchtbar Probleme und Angst macht, über die ganzen Sachen zu reden. Drum sit meien Motivation da momentan etwas geschwunden. Aber es führt wohl dauerhaft kein Weg dran vorbei. Langfristig wird's besser sein. Alles andere hieße nur auf den nächsten großen Ausbruch zu warten, der über kurz oder lang sicher wieder kommen wird. Zwar kann ich mich momentan einigermaßen halten, aber fühle mich sehr "wackelig" und weiß, dass ich mit bestimmten Situationen überfordert wäre.

    Deinen Frust auf die Ärzte, wer soll ihn dir verübeln??? Würde ja wohl jedem so gehen, nach der medizinischen Odyssee, die du bisher durchgemacht hast und in der du weiterschippern musst.

    Zu dem Thema fällt mir noch ein, dass du ein paar Posts früher noch was gefragt hast:

    Zitat

    doch da die ärzte eigendlich keine genauen untersuchungen machen ,was z.b. das blutbild betrifft(immer nur standart),aber doch medis verschreiben,so machen sie halt auch nur versuchungenmit einem......im sinne von......mal sehn ob dies wirkt,oder das...............ich denke,dass die medizin in diesem bereich noch nicht recht einen weg gefunden hat.was meinst du denn dazu?

    Hast schon recht damit, denke ich. Schließlich hat man ja keine Ahnung, wo das herkommt, nur so Vermutungen über beteiligte "organische" Komponenten. Also worauf soll man testen und wogegen ein Medikament entwickeln. Ist eigentlich mehr eine Erfahrungssache, dass bestimmte Medikamente, grad halt aus dem Kreis der Antidepressiva, sich bei manchen Menschen mit unserem Krankheitsbild als hilfreich erwiesen haben, aber ob das im Einzelfall hilft oder nicht, "muss man halt schauen". Ist ja meistl so bei den Psychopharmaka auch für andere Krankheiten, dass man nicht weiß, wie gut/ob's hilft, bis man den Effekt sieht.


    Bekommst du dieses komsiche Gefühl, wie mit der Kamera und dem Schrank und so, eigentlich bei allen neuen Sachen oder nur bei bestimmten? Bzw oft oder nur sporadisch?

    Zitat

    und nun verfolgtmich dieser gedanke mal wieder und ich überlege hin und her,wie ich diesen druck los bekomme. (...) dann versuche ich wieder diese gedanken zu verdrängen.naja,das schaffe ich für 5 min vielleicht.vielleicht ist es so,dass man einfach aufhören soll zu kämpfen,sich nicht mehr wehren,vielleicht sollte ich mich ergeben und heute einfach ins bett gehen,weil ich ja eh wehrlos bin und alles laufen lassen.

    Ich hab' bei mir gemerkt, dass genau das oft der Fehler ist, dass ich verzweifelt versuche, den "Druck"/das Gefühl irgendwie los zu werden. Aber gerade dadurch lenke ich erst meine ganze Aufmerksamkeit und Konzentration darauf. Und auch verdrängen hilft nur, wenn man wirklich nicht mehr dran denkt, was ich aber eigentlich nicht tue, sondern ich erinner mich dann doch dauernd dran, schau' nach, ob das Gefühl noch da ist, ob's schon schwächer geworden ist, weg ist, etc. Scheint nicht verwunderlich, dass es dadurch keine Chance bekommt, zu verschwinden. Das klappt erst, wenn und solange ich mich wirklich ganz mit was anderem beschäftige.
    Insofern ist's vielleicht wirklich besser aufzuhören dagegen zu kämpfen. Solange es da ist, müsste man sich damit abfinden. Denn es geht nicht durch Grübeln weg, sondern rückt nur noch mehr in den Focus. "Nach den Regeln der Neurose" dagegen zu kämpfen bedeutet FÜR die Neurose kämpfen, nicht GEGEN sie. Das musste ich oft und bitter erfahren. Aber ich bin allerhöchstens gut in der Theorie. In der Praxis und in einer konkreten Situation vergess' ich ziemlich schnell alles, was mir klar geworden war, wenn ich verusche rational nachzudenken, und es reagiert wieder die Angst und ich mach' die gleichen Fehler wie immer.

    Mit dieser schon viel zu oft gemachten Erkenntnis übe rmich möcht' ich für heute schließen. ist eh schon wieder länger geworden.

    Außerdem ist's spät. *gähn*

    Mach's gut derweil!!! :smiling_face:

    udo

  • hallo udo
    also der therapeut,welche ich gerade such hat früher mal in der letzten klinik in der ich war gearbeitet und ist leider dort weg gegangen,um sich eventuell selbstständig zu machen.

    leider hat er niemendem gesagt,wohin er gehen wird.alles,was ich habe ist sein nachname.vielleicht habe ich ja glück und finde ihn.zuerst versuche ich jedoch diesen neurologen,dessen tel.-nummer meine ärztin mir gab mal ans tel. zu bekommen.schätze,die haben im moment alle urlaub.du schreibst,du weißt im moment nicht recht welche entscheidung du treffen sollst,wo es mit dir hingehensoll und auch nicht wie.


    dazu will ich dir sagen,dass ich diesesgefühl natürlich auch kenne und weiß,jemehr ich darüber nachgedacht habe,hab ich das gefühl des kontrollverlusts bekommen und es erdrückte mich noch mehr.ich hatte Angst unterzugehen und wollte umsomehr kontrollieren.

    ich sagte mir in diesem moment.......so,nun will ich einfach mal vertrauen haben...........vielleicht u gott,zu einer höheren kraft oder macht,die alles führt und leiten kann.nennen wir dies gott.

    ich sagte mir,dass gott für uns alle sorgt und schon niemanden hängen läßt.also,damit ging es mir etwas besser.vertrauen udo...........verstehst,was ich sagen will?wir zwangsneurotiker haben von diesem wort echt überhaupt keine ahnung,denke ich.

    wir vertrauen absolut nichts und niemandem,denn würden wir es,bräuchten wir keine Angst haben,würden vertrauen und bräuchten keine zwänge.ich persönlich umgebe mich jedoch immer wieder mit menschen,die mich irgendwieregelmäßig endtäuschen.wie also soll ich in diese vertraun setzen?vertrauen zu gott.......
    mal eine kleine simple geschichte nur alsbeispiel.
    ich sitze im garten und zupfe unkraut nd denke so bei mir,dass der garten ja so garnicht schön bunt und blühend aussieht,so garnicht prächtig,einfach trist.geld,um mir blumen zu kaufen hatte ich keins.

    was nun?in diesem moment sagte ich mir einfach..............och,wenn der liebe gott will,dass ich schöne blumen habe,wird er es schon auf mich zukommen lassen.es wird einfach geschehen.ups.............die nachbarin kommt in den garten,wir kommen ins gespräch und sie sticht ein par pfänzchen in ihrem garten für mich ab und ich pflanzte sie inmeinen garten.

    der garten ist mir zwar noch immer zu trist,aber du verstehst hoffe ich,worauf ich hinaus wollte.manchmal glaube ich wir stehen uns selbst so sehr im weg.haben wir vertrauen,so wird schon alles gut.und haben wir wünsche......nun,wünsche sind da,um sie erfüllt zu bekommen. :smiling_face:

    manchmal klappt das sogar.heute sage ich mir zum beispiel.scheiß drauf......und wenn ich den schrank mit nem kopfstand bestelle.......ist doch banane.klappt nicht so ganz,aber ein bissl.du schreibst es selbst.............konzentration auf das wesendliche.........das wesendliche war,ich brauchte einen schrank und ich habe nun einen.also bitte lieber zwang,mach hier mal nicht immer so nen affen,grins.in unserer traurigen welt vergessen wir so oft die schönen dinge,weil all die farbe mit diesem grau übersäät wird.

    ich hab da gerade so eine idee.du kannst sie auch für blöd halten.kauf dir einen saftigen grünen apfel oder einen mit roten bäckchen.setz dich draußen auf eine bank in die sonne,wo du mit diesem apfel ganz alleinbist und schau ihn dir genau an.er ist nicht eben,nicht gleichmäßigrund und auch seine färbung ist nicht überall gleich und doch scheint ertotal perfekt finde ich....................und das beste ist...dieser apfel ist ganz allein nur für dich und du wirst ihn dir schmecken lassen.diese kleinen dinge der welt können einem manchmal so viel geben und sind ganz und gar nicht lächerlich finde ich.doch ich weiß,dass wenn esuns gerade so schlecht geht versuchen wir auch diese schönen dinge nicht mehr und geben uns ganz dem dunklen grau hin.nun warst du bei zwei der therapeuten und eigendlich ist mal wieder nichts bei rum gekommen.

    kenne ich nur zu gut.man rennt und rennt und fragt sich am ende für was egendlich........dannwird man hierhin überwisen und dann wieder dahin und am ende ist man bei dem therapeuten der angefangen hat,dieses überweisungsdilemma anzufangen,grins.wenns nicht so traurig und anstrengend wäre würd ich drüber lachen.

    manchmal stell ich mir das leben wie ein comic vor.ich glaube,es ist auch eins,grins.was man mit den ärzten heutzutage noch machen soll,frag ich mich manchmal.......hab auch ne antwort,grins........in therapie schicken,lol.im moment bekomme ich meinen arzt nicht mal erreicht,geschweigedenn........wer weiß,wann ich da nen thermin bekomme,uff.

    am besten,ich sperre mich solange in meinen schrank,grins.zu thema Hypnose hast du recht.da braucht man jemandenzudem man vollkommen vertrauenhat...........grins,und das uns zwangsneurotikern,lol.wir vertrauen doch niemandem,grins........heute kann ich schon ein bissl über dieses ganze dilemma schmunzeln.du vielleicht auch..........

    so udo,jetzt hatte ich den text vorhin geschrieben,ihn aber noch nicht abgeschickt.....nun ist einige zeit vergangen und ich schreibe weiter.in dieser zeit ist mir schon wieder etwas aufgefallen.meine mutter ruft mich zum beispiel tierisch oft am tag an.

    ich habe ihr jetzt gesagt,dass ich glaube,dass mir das zuviel ist.sie meint es nicht böse,macht sich sorgen,macht mich aber manchmal wegen einiger sachen verrückter,als es not tut,wenn du verstehst,was ich meine.in der ruhe liegt doch die kraft,so sagt man.

    sie lassen einen nur nicht,so habe ich das gefühl,zur ruhe kommen,um wieder gewisse dinge in angriff zu nehmen.wenn sie mich nicht anruft,sondern stattdessen meinen freund,so nervt mich das mittlerweile schon genauso,da ich ja ständig jemanden reden höre und meineruhe nicht habe.manchmal habe ich das gefühl,ich will endlich mein leben wieder haben.allein,wennich en klingeltonschon höre...........stresst es mich.kennst du das auch?

    lg badu

  • Hallo badu!

    Muss mich schon wieder für die lange Wartezeit entschuldigen."Ausrede" wieder etwa das gleiche. Hatte diese Woche 'ne Fetzen-Klausur auf'm Programm, zum Glück die letzte des Semesters und musste so tierisch büffeln, dass ich's erst heute geschafft hab', deinen letzten Post überhaupt zu lesen.
    Brauche einfach immer viel Ruhe und keinen Zeitdruck um hier zu schreiben, drum schaff' ich dass immer nicht mal so zwischendrin, wenn noch was anderes anliegt. Fällt mir einfach auch nicht leicht über all das zu reden/schreiben und "gewohnt" bin ich's auch nicht. Wie mir eigenltich alles schwerfällt, wobei ich mich in irgendeiner Form mit meiner Krankheit auseinandersetzen muss. Wo ich doch oft eh Zweifel hab', ob es überhaupt eine ist, die schlechten Gefühle wieder die Oberhand gewinnen. Die Gedanken, die mir sagen, dass alles (meine Einbildungen, mein System) vielleicht doch real ist, kein Hirngespinnst.

    Ja, Vertrauen ist ein Problem. Ein riesiges Problem. Habe nicht viele Menschen, denen ich vertraue. Und selbst die sind nicht davor geschützt, dass ich Angst vor ihnen bekomme. Wenn ich nicht mehr sicher bin, ob die Welt um mich noch die wirkliche ist, dann schließt das ja alle Personen mit ein. Dann bekomme ich Angst vor den Menschen denen ich vertraue und vertrauen will. Von denen ich eigentlich sicher weiß, dass sie es gut mit mir meinen. Auch vor denen die ich liebe. Denn ich bin mir dann nicht mehr sicher, ob sie es noch sind, die mir gegenüber sind. Das hat dann gar nichts mehr mit dem Vertrauen in diese Menschen zu tun. Das könnte so groß sien, wie es will. Im Gegenteil, je größer es ist, desto schlimmer wäre es ja, wenn die Person nicht mehr die gleiche ist.
    Was mir fehlt, ist oft allein schon das Vertrauen in die Wirklichkeit an sich. Und warum in die Zukunft planen, wenn alles nicht real ist. Ist es dann nicht eh egal?

    Vertrauen in Gott? Ja, das möchte ich gern haben. Aber wie überall hämmern die Zweifel ständig in meinem Kopf. Auch hier der Kontrollwahn vielleicht schuld. Wie kann ich mir nur sicher sein? Und die geringste Möglichkeit einer Unsicherheit, gibt die Angst frei. Gibt ihr Nahrung. Die geringste Möglichkeit, mein Zwänge udn Gedanken könnten keine Einbildung sein, ist ein zu hohes Risiko. Aber gerade hier gibt es keine absolute Sicherheit. Wie sollte es sie geben? Drum nennt man es ja auch GLAUBE und VerTRAUEN. Aber durch die Unsicherheit wird diese Sache zu einem ziemlichen Angstfaktor bei mir. Dabei ist gerade dieses Thema ein Kernpunkt meiner Ängste und ein Schlüsselpunkt sowohl meiner Krankheit, wie vermutlich auch dem Weg aus ihr hinaus.

    Ich schreib' grad ziemlich wirr oder??? Mir gehen da einfach zu viele Gedanken durch den Kopf und es fällt schwer, dass überhaupt in Worte zu fassen. Zum einen generell drüber zu reden, zum anderen macht es mir teilweise Angst, die Dinge beim Namen zu nennen. Als ob sie dadurch mehr Kraft oder erst ihre Kraft erlangen könnten.

    Vertrauensmangel und Kontrollbedürfnis. Ja, sie sind wesentliche Probleme von uns. Sie gehen auseinander hervor und beide verlangen sie von allem vor allem eines, die absolute Sicherheit. Sicherheit ohne Lücken, ohne wenn und aber. Alles verbrieft und versiegelt. Man weiß, es kann sie nicht geben, aber man versucht sie zu erzwingen, jeden auftretenden Zweifel sofort zu eliminieren. Aber wie das, bei Dingen, die nicht greifbar sind. Die nicht rational überprüfbar sind. Es geht nicht. Es gibt sie nicht. Zumindest nicht in der Art, wie man sie möchte. In der materiellen, wissenschaftlich fundierten Art.

    Habe letztens einen sehr engen Freund aus meiner Schulzeit wieder getroffen. Wir sind damals verdammt viel zusammen gesteckt und ich hätte ihm damals trotz gewisser "Macken" voll vertraut. Aber irgendwann wurde er zur möglichen Gefahr für mich. Also durch meine Gedanken, nicht in der Realität. Er bekam für mich die Aura von etwas Bösem. Und das ist zwar schwächer, aber bis heute nicht mehr weggegangen. Als ich zu Studieren anfing, haben wir uns bissl aus den Augen verloren. Bzw. wollte ich eigentlich auch keinen Kontakt mehr. Inzwischen würde ich den zwar schon gerne haben, aber es ist nicht mehr das gleiche. Nicht nur weil wir uns natürlich beide irgendwo verändert haben, das wär's nicht, sondern es steht die Angst vor ihm nach wie vor in meinem Bewusstsein und blitzt immer mal wieder auf. Ich weiß eigentlich, dass es irreal ist, aber das Gefühl bleibt da. er weiß das nicht und merkt es nicht, aber dies, meine Krankheit, hat das Vertrauen unserer Freundschaft zerstört. Besser gesagt mein Vertrauen. Jetzt hat er mich seit 3 Jahren mal wieder zu Hause besucht (hatten uns zwischendurch schon mal gesehen, aber eigentlich kaum) und ich hab' mich riesig gefreut. Aber dieses unterschwellige Angstgefühl hängt immer wieder im Raum und gibt letztlich dem versuch, das alte freundschaftliche Gefühl wiederzufinden keine Chance.

    Oh weh, Themawechsel, sonst versumpf' ich da noch drin und schreib hier 'nen halben Roman.

    Der Lernstress ist momentan vorbei und ich weiß, dass ich die Zeit nun nutzen sollte um nachzudenken. In aller Ruhe über alles nachzudenken, mein Leben, meine Zukunft, mein Krankheit, blablabla. Sollte einen Kurs für mich finden, den ich überzeugt antreten kann. Aber wie du sagst, dabei wird einem der Kontrollmangel erst so richtig bewusst. Man kann ihm nicht entkommen, man muss mit ihm kalkulieren, kann ihn nicht verdrängen. Und das bewirkt ein krampfhaftes Bedürfnis nach Sicherheit, die es nicht gibt.
    Aber ich sollte mich damit auseinandersetzen. Bewusst, anstatt derartige Gedanken so schnell wie möglich zu verdrängen, so dass nur dieses Wissen um das verdrängte Wissen der Unsicherheit bleibt.

    Schmunzeln kann ich nur schwer bei diesen Sachen. Wenn ich gute Phasen hab', kann ich anders drüber denken, alles von einem anderen Standpunkt sehen. Mir idiotisch vorkommen. Meine vieles zu durchschauen. Aber schmunzeln, nein, dazu ist zuviel Angst im Spiel. Und in schlechten Phasen ist das ohnehin weggeblasen und vergessen.

    Ja, so ein Bedürfniss nach Ruhe hab' ich auch manchmal. Manchmal muss man einfach mal seine Ruhe haben, einfach ungestört sein. Und dann passt sowas halt nicht in den Kram, dass man angerufen/angesprochen wird, irgendwas anderes tun soll, irgendwelche Geräusche um sich hat, was auch immer. Und auch wenn's rein objektiv und äußerlich gar nicht so viel sein mag, irgendwo verhindert es trotzdem, dass die INNERE Ruhe in einem aufsteigen kann.
    Diese Ruhegefühl stell ich mri bei deinem Vorschlag mit dem Apfel vor. Denn diese Ruhe braucht man auch, denke ich, um diese kleinen Freuden und Schönheiten zu sehen, bei denen man sich sonst selbst im Weg steht. (Als dieses Jahr unser Kirschbaum zu blühen begann, hab' ich das z.B. lange einfach ÜBERHAUPT NICHT bemerkt. Dauernd was anderes im Kopf, man läuft wie blind durch die Welt. So hat's 'ne Zeit gedauert, bis ich den Baum auf einmal bewusst gesehen hab', da stand er schon wunderschön in voller Blüte und ich dachte mir nur, wie ich Idiot das nur dauernd übersehen konnte. Erschreckend irgendwo. Aber so übersieht man vieles im Alltag. Manches wohl auch, weil man es irgendwie auch will.)
    Danke übrigens für die schöne Apfelidee. So was in der Art würde mir nämlich momentan wirklich gefallen und vielleicht gut tun.

    Die schönen Dinge, wir sehen sie nicht mehr.
    Ich hab's glaub' ich schon mal geschrieben, dass ich mich über mein Leben nicht beschweren kann. Und will. Ich hab' eigentlich immer viel viel Glück gehabt. Darum hab' ich auch oft ein komisches Gefühl dabei, überhaupt so viel Wind um meine Krankheit zu machen. Denn an sich geht's mir ja voll gut und die meisten Menschen auf diesem Planeten wären froh, wenn sie nur meine Sorgen hätten. Wie kann ich es da wagen, mich zu beschweren. Aber alles wird überschattet durch die Zwnagsneurose und die Ängste und so kann ich mir zig mal sagen, dass andere tausendmal schlimmer dran sind als ich. Aber das hilft mir gegen die Ängste auch nicht weiter.Ich komm' mir nur noch blöder vor.

    Fürchte, ich hab' schon wieder viel zu viel geschrieben. Oh mei.
    Also Schluss für heute...

    Ich wünsch' dir was. :smiling_face:

    udo

  • hallo udo
    wollt dir nur kurz bescheid sagen.mir gehts auf deutsch gesagt beschissen.........besch..gehts gar nicht.meine Neurose ist derartig schlimmund ich weiß nicht,was ich machen soll.und was mir z.b.ne klinik bringen soll in die mich alle stecken wollen.da sitz ich ja auch nur und soll irgendwas malen oder in einer gruppe mit anderen reden.ich habe ja kein problem darüber zu reden und es fällt mir auch nicht schwer und was mir malen bringen soll weiß ich genauso wenig und wenn ich ne einzelsitzung habeund der therapeut mir sagt,dass mein partner mir nicht gut tun,naja,dazu brauche ich keinentherapeuten.das weiß ich auch alleine.ich hab diesearttherapien schonoft durch.im moment habe ich ein homeopatisches mittel bekommen.ist sowas nicht viel zu schwach gegen eine zwangsneurose?was sagst du dazu?also,falls ichmich längerezeit mal nicht melde,dann gehts mir nicht gut.wollt nur,dass du bescheid weißt.lg badu

  • hallo badu!

    Tut mir so leid!!!

    Stehe der Homöopathie generell skeptisch gegenüber. Aber manchmal scheint's zu helfen, auch wenn's wohlmöglich zum gewissen Teil Glaubenssache ist und Placebo (was ja nicht schelcht sein muss, hauptsache es hilft). Gegen Zwangsneurose, v.a. schwerere, erscheint's mir aber auch bissl mager. Aber gib' ihm (dem Mittel) trotzdem mal 'ne Chance. Schaden tun die ja normal nicht und wenn's dir die Zwnagsneurose auch nicht verschwinden lässt, vielleicht ist's ja zumindest 'ne kleine Hilfe für dich wieder besser ins Gleichgewicht zu kommen.

    Verstehe dich da voll mit der Klinik. Zumal du das Spiel ja schon paarmal hinter dir hast. Grade das mit dem "auch nur Rumsitzen" ist halt blöd, weil da hat man ja dann noch mehr Zeit, sich mit seiner Neurose zu beschäftigen (und ich meine jetzt die negative Art der Beschäftigung).
    Aber andererseits hättest du da auch bissl den Alltagsstress aus'm Kopf, vielleicht schaffst du's dadurch wieder ruhiger zu werden.
    Also wenn's gar nicht mehr geht, überleg's dir vielleicht doch noch mal.
    Vielleicht woanders als du schon warst.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall ganz fest, dass du es aus dem momentanen Loch bald wieder raus schaffst!!!

    Viel Kraft und alles Gute!

    udo

  • hallo udo
    na,ich wollt mich ja nicht gleich ganz verabschieden,grins.war gestern bei einem anderen arzt.mit dem homeop.mittel kam ich nicht klar.ich bin immer weiter zusammengebrochen.du,ich bin nur noch am putzen und wischen,aber glaub mal nicht,dass meine bude blitzt.nein,ganz im gegenteil.ich komme garnicht mehr dazu aufzuräumen,weil ich nur noch an mir selbst rum putze.kaum bin ich irgendwo gegen gekommen oder habe etwas berührt,wische ich mich und meine klamoten mit nem lappen ab.das geht manchmal stunden täglich.die tabletten die ichjetzt habe machen dies leider auch nicht weg.sie verhindert ein wenig,dass mich die ganze sache mit den nerven noch mehr mit nimmt,also lassen mich mehr aushalten,stabilisieren etwas mehr.die homeop.tropfen sind ein witz.ich dacht es mir schon.versuch wars wert.esist so traurig,dass es noch immer in die ja soooooooooo modernen welt keine mittel gegen unsere Zwänge gibt.man würde ja forschen sagt mein arzt,naja,wahrscheinlich tun sie das noch die nächsten hundert jahre bis zum erdknall.dann braucht da auch keiner mehr ein mittel.hab mit meinem arztheut über kliniken gesprochen.er hält auch nichts davon.und wie ists jetzt so bei dir?haste ne behandlung angefangen?lg badu

  • Hallo badu!

    Dieses Waschzeugs/sich selbst reinigen ist mir alles andere als unbekannt. Kenn' das zur Genüge. Und mit solchen und ähnlichen Sachen hat's bei mir damals auch angefangen.Unschöne Erinnerungen!!!Als ich zum ersten Mal im Krankenhaus deswegen war, da bin ich irgendwann 'ne Zeit lang alle paar Minuten ins Bad gelaufen um mich zu waschen. Und auch später kam's immer mal wieder.
    Inzwischen ist's aber nur noch bei ganz wenigen Situationen, bei denen mich dieses Bedürfnis überfällt. Wie's jeweils weggegangen ist, weiß ich nicht mehr, sonst würd' ich's dir sofort schreiben. War glaub' ich eher so, dass es durch andere Sachen und Methoden verdrängt wurde bzw. zu auffällig wurde.

    Was für ein Gefühl hast du da genau, das du wegwischen willst? Fühlt sich des schmutzig/unrein an oder eher bedrohlich? Oder was infektiöses?
    Versuchst du dem Druck zwischendurch mal standzuhalten? Oder fehlt dir für solche Sachen einfach momentan die Kraft? (was mich nicht wundern würde, nach dem, was du erzählst)

    Glaube auch nicht, dass da so bald 'ne medizinische Lösung gegen Zwangsneurosen kommen wird. Dazu weiß man einfach zu wenig, wo's herkommt. Also kann man nicht gezielt was entwickeln. Kann mir eh nicht vorstellen, dass so was überhaupt durch Medis wegzubekommen ist. Denke, dass da vielleicht so leichte" Fehlfunktinen" oder so gibt, die die Entwicklung von 'ner Neurose begünstigen, aber viel wird wohl einfahc ein psychischer Prozess sein und den kann man nun mal nicht so einfach mit 'ner Tablette umprogrammieren.

    Hab' machmal echt Angst, ob man das überhaupt wieder los werden kann, wenn man's länger hatte. Das Beste ist wohl, wenn man so was gleich am Anfang erwischt und da RICHTIG behandelt, mit Psychotherapie halt und einfach die auslösenden Faktoren von außen bewältigt. Aber wenn's erst mal so festgefahren ist, wie bei uns, quasi über die Jahre zur Gewohnheit/Selbstverständlichkeit/normal geworden ist? Geht das, dass man das trotzdem komplett wieder los wird. Hoffe schon! Müssen wir ja hoffen!

    Gibt's/Gab's denn bei dir eigentlich Phasen, in denen du kaum noch Probleme hattest, also halt alles auf ziemlich niedrigem Level nur noch lief? Weißt du wie das gekommen ist, was die Ursache dafür war?

    Nein, hab' noch keine Behandlung angefangen. Wird auch noch dauern. Die letzten Uni-Wochen konnt' ich mich echt nicht darauf auch noch konzentrieren und da ich außer Lernen nicht viel gemacht hab', bin ich kaum in schwierige Situationen gekommen, weshalb ich die Notwendigkeit weiterzusuchen verdrängt habe.
    Aber jetzt, wo ich mehr Zeit hab', merk' ich immer wieder, wie die Gedanken wieder stärker hochkriechen. Solange ich mich nicht mit einer meiner "Situationen" konfrontiert sehe, geht's momentan RELATIV gut. Aber sobald nur die Möglichkeit besteht, dass ich in so eine Situation kommen könnte, geht's im Kopf wieder rund. Insofern kann ich mir nichts vorlügen, dass ich's vielleicht doch ohne Thera schaff. Werd' also schon weitersuchen, auch wenn's mir nicht behagt.

    Pass auf dich auf und halt durch! Ich wünsch' dir so viel Kraft, wie du brauchst!!!

    udo

  • hallo udo

    schön von dir zu lesen.mich hats jetzt für ein paar tage komplett ausgenoggt.hatte tabs vom arzt,die schwindel auslösten,mich noch verwirrter gemacht haben,mich aber auch auf der anderen seite gedämpft haben.weiß nicht wie ich das anders erklären soll.mein ganzes gesicht ist von den dingern,also eigendlich wars nr ne halbe tablette..............aber mein ganzes gesicht ist davon aufgedunsen.


    was für ein gefühl ich vr diesem extremen waschen habe?mh..........also dieses ganz extreme giftige liegt vor allem bei meiner familie.deswegen will ich von denen auch niemanden hier haben oder nichts was die angefaßt haben,hier haben oder selber anfassen.auch mein freund dürfteda nichts von anfassen,da er dann alles was er daraufhin anfaßtinfizieren würde.ich habe aber keine Angst vor vieren oder so,also keine angst,ich könnte mich anstecken mit irgendwas.muß irgendwas anderes sein.am schlimmsten ist es hier in meinem haus nun,weil mein onkel,

    also einer aus meiner failie unverhofft hier im haus stand.ich kann mich nicht errinner dass er mir was getan hat,aber er ist aus meiner familie und hatte kontakt zu meinen großeltern und mutter und schwester,also selbst träger oder infizierter.es ekelt mich und es scheint mich zu bedrohen.in letzter zeit verhält es sich hier auch so,dass meine mutter alle und jeden verrückt macht.

    sie ruft hier und bei meinen nachbarn ständig mehrmals am tag an.sie redet heute so und morgen wieder ganz anders.ich soll mich ausruhen,hat sie aber ein problem heißt es wieder,ich soll nicht nur im bett liegen und aufstehen,was ich aber nur einen tag lang wegen dertabs nicht konnte,weil sich bei mir alles gedreht hat.sie meint immer alles in die hand nehmen zu müssenund glaubt wir sind zu doof alles allein hinzubekommen und sie könne das alles besser.sie wurde in den letztentagen von ettlichen leuten am tel.weggedückt.weil sie frech wird und drohungen den leuten gegenüber ausspricht und sie beleidigt.auch mir ha sie gesagt,wenn ich ich nicht mehr melde schickt sie mir mein geld nicht mehr.sie verwaltet es.das ist aber in meinen augen erpressung und ich frag mich immer,ob sie vielleicht selber nicht mehr mitbekommt,was sie sagt oder tut.sie war schon immer so und hat sicher aus diesen gründen auch keinen freunde.meine schwester wohnt direkt neben ihr,

    geht aber auch nur noch ans tel.wenns ihr behagt,es ihr selbst dementsprechend geht und sie auch lust hat mit muttern zu reden.ich weiß nicht,vielleicht leigt meine ursache auch genau dort.sie greifen in mein leben ein,weil sie selbst keins haben?vielleicht brauche ich freiheit,die man mir nicht gewährt.ichsoll immer alles so machen,wie die es von mir wollen.nur leider kann ich es nicht mehr,selbst wenn ich wollte.

    dazu binich schon zu krank.ich will eigendlich nur noch meine ruhe haben und auch mt nichts meh konfrontiert werden,auch entscheidungen zu treffen fällt mir zu schwer.ich weiß auch nicht mehr was ich will oder was ich nicht will.vielleicht fällt dir dazu etwas ein udo.ich hab nämlich nur noch kopfsalat.habe aber in einer woche etwa meinen ersten termin beim therapeuten.

    hoffe,ich halte bis dahin irgendwie durch......achso,ja....ich hatte auch zeiten in denen ich besser damit umgehen konnte,es zwar da war,aber besser ging.aber seit mein onkel hier unbeabsichtigt mein haus vergiftet hat überlege ich tag ein tag aus wie ich dieses gift wieder raus bekomme.leider lassen sich zum beispiel mauersteine schlecht abwischen.zu rauh.ich traue mich nur noch mit zusammengezogenen armen durch die türengänge und selbst wenn ich nur eine ahnung habe etas berührt haben zu können gehts wieder los.......lg peggy

  • hallo badu!

    Zitat

    vielleicht leigt meine ursache auch genau dort.sie greifen in mein leben ein,weil sie selbst keins haben?vielleicht brauche ich freiheit,die man mir nicht gewährt

    Bestimmt liegt da eine Ursache.Zumindest hört sich's doch stark danach an.In dem sie dir dieses Gefühl der "Giftigkeit" vermittelt, will deine Psyche dich vielleicht dazu zwingen, den Abstand zu deiner Familie einzunehmen, den du wohlmöglich gerne hättest, aber nicht haben kannst. Wenn du dich von deiner Familie eingeengt fühlst, in deiner Unabhängigkeit, eigenen Entwicklung, Persönlichkeit, Zukunfstpläne oder was auch immer, ist's ja normal innerlich und/oder äußerlich eine abwehrende Haltung einzunehmen, mehr oder minder bewusst. Nur das das bei uns Neurotikern eben leider derart krasse Formen annehmen kann.

    Kenne das ein bissl von mir. Wenn mir jemand zu sehr in persönliche Belange fragt/vordringt, die ich von der Person verschlossen halten möchte, kommen mir auch manchmal so Gedanken, dass diese Person bedrohlich ist, mich aushorchen will und mit den Infos irgendwas anfangen will oder so. Dabei wär's das normalste, einfach bei bestimmten Sachen 'enen gewissen Abstand haben zu wollen.

    Deine Familie weiß ja über deine Zwangsneurose Bescheid, wenn ich das richtig verstanden habe. Hast du denn schon mal versucht ihnen das beizubringen, dass du einfach mehr Abstand und Ruhe brauchst, um mit deinen Problemen besser ins Reine/zurecht kommen zu können. Musst ihnen ja nicht das Komplette erzählen, dass sie "Gift" für dich sind etc, wenn du sie dadurch nicht verletzen willst.
    Schließlich bist DU es, die krank ist und hast das Recht darauf, dass man in dieser Beziehung so weit möglich Rücksicht auf dich nimmt. Und wenn du ein Problem damit hast, dass deine Familie dir so arg auf der Pelle sitzt und dass sogar zu Zwangshandlungen führt, dann solltest du versuchen, den Abstand zu finden, den du brauchst und mit dem du dich v.a. wohl fühlst. Aber damit du den finden kannst, brauchst du eben erstmal die Ruhe, damit du danach schauen kannst, mit wieviel Kontakt/Nähe du klar kommst.

    Und wenn deine Familie unbedingt ständigen engeren Kontakt pflegen will, nun ja, meiner Meinung nach ist das primär erstmal zweitrangig, weil's nun mal um DEINE Gesundheit geht. Du kannst nicht aus Rücksicht auf sie deine Krankheit akzeptieren. Wäre Blödsinn. Und solange du nicht eine Basis gefunden hast, auf der du dich sicher fühlst, wirst du ihnen ohnehin nicht das bieten können, was sie sich erhoffen, sondern der Umgang miteinander wird von beiden Seiten nur immer verkrampfter, was bei dir vermutlich zu noch schlimmeren Symptomen führt, da du dich innerlich noch intensiver dagegen zu wehren versuchst, und für die anderen genauso unbefriedigend ist.

    Kann sein, dass das alles jetzt überhaupt nicht auf dich zutrifft. Kenne mich in deinen Familienbeziehungen ja auch nicht aus.

    Das deine Mutter dir dein Geld vorzuenthalten droht, ist wirklich eine Zumutung. Dazu hat sie davon abgesehen ja auch kein Recht, wenn sie's eben nur verwaltet. Gehören tut's ja dann trotzdem dir.
    Warum sie so was tut und in wie weit sie sich selber über derartige Erpressungsversuche bewusst ist bzw wie sehr sie andere Leute angreift, darüber steht mir kein Urteil zu und da ich sie nicht kenne, kann ich nur spekulieren.
    Vielleicht ist's ja so 'ne Art "Sinnkrise" oder so. Kinder erwachsen und auf eigenen Beinen, vielleicht wenig ausgelastete Freizeit, du sagst selber wenig Freunde. Vielleicht hat sie Angst überflüssig zu werden oder fühlt sich so und versucht deshalb krampfhaft sich einzumischen und an anderer Leben teilzuhaben, einen Teil im Leben anderer darzustellen, nach Möglichkeit sogar einen prägenden Teil.
    Würde etwa zu dem passen, was du selbst gesagt hast, mit dem "in dein Leben eingreifen, weil sie selbst keins haben".
    Und aus der Angst der Sinnlosigkeit/Unwichtigkeit heraus, merkt sie vielleicht nicht, dass sie's übertreibt.
    Ob sowas dahinterstecken könnte, kann ich aber nicht beurteilen. Wie gesagt, ist's von mir ja nur Spekulation auf Gruindlage dessen, was du mir erzählt hast.

    Aber auch wenn ich mich da von oben wiederhole: Selbst wenn das zutrifft, glaube ich nicht, dass du ihr eine große Hilfe sein kannst, wenn du aus Rücksicht auf sie so weitermachst wie bisher. (Vorausgesetzt natürlich, deine Probleme kommen wirklich (zumindest teilweise) aus deinen familiären Verhältnissen.) Denn damit würd's dir selber nur schlechter gehen und ihr könntet kaum einen sinnvollen Umgang miteinander pflegen. Wenn du selber stabil bist, weil dich die Konstellation nicht mehr von vornherein bealstet, dann kannst du vielleicht auch die Kraft finden, ihr zu helfen. Momentan bist erstmal du wichtiger, finde ich.

    Hoff ich hab' jetzt nciht den totalen Schmarrn geschrieben und mich zu sehr auf meine Spekulationen versteift.

    Hm, liegt es wirklich an der rauhen Oberfläche der Steine, dass du sie nicht "sauber" bekommst? Oder wär's nicht eher letztlich egal, wie die Oberfläche ausschaut, das Gefühl würde trotzdem bleiben.
    Will damit sagen, dass du ja eigentlich weißt, dass da nichts ist. Also nicht objektiv, sondern eben nur für dich. Und drum liegt der Schlüssel zur "Entgiftung" eben auch nicht in der Art der optimalen Oberflächendesinfektin, sondern in dir. Wenn's nicht die Rauhigkeit wäre, wäre es vermutlich was anderes, was dir das Gefühl gibt, eine "Entgiftung" sei nicht möglich. Also suche deinen Ausweg nicht da.
    (Leicht geschrieben, kaum möglich zu tun.)

    Es tut mir so leid für dich, wenn ich lese, wie's dir geht, weil mir das alles so furchtbar bekannt vorkommt und ich diese Gefühle nur zu gut kenne, die Art, wie man anfängt sich zu bewegen, dass man sich nicht mehr traut bestimmte Sachen zu tun, anzufassen, usw.

    Wennich schreibe, dass z.B. das Abwaschen keine dauerhafte Lösung ist und letztlich nichts bringt, ist das kein leichtfertiges "dann lass es halt einfach sein, dann hört's auch wieder auf", sondern ich weiß genau, wie beinahe unmöglich das ist, v.a. wenn man akut drinsteckt und den Druck spürt. Ich weiß, dass einem das ganze theoretische Gesalbere in so einer Situation meist nicht viel helfen, so sehr sie auch stimmen mögen.
    Aber ich weiß nun mal auch von mir selber, dass der Weg der Zwänge NICHT die Lösung sein kann. Nicht dauerhaft und auch kurzfristig meist nur für kurze Zeit. Zumindest war's/ist's bei mir so und ich schätze du kennst das auch zur Genüge

    Ich glaub's dir, wie satt du diese Konfrontieren hast, aber versuch' durchzuhalten und nicht immer weiter zurückzuweichen. Jetzt ist's nicht mal mehr 'ne Woche bis zu deinem Therapeutentermin, also versuch einfach erstmal bis dahin zu kommen. Ist nicht allzu lang (auch wenn die Zeit in so einem Zustand erfahrungsgemäß ziemlich lange werden/erscheinen kann) und vielleicht hilft's dir ja was. Gib dem eine Chance.
    Du schaffst das!!!

    Alles Gute!

    udo

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