puhhhhhh, habe momentan (eigentlich schon den ganzen Tag) ein moralisches Tief, fühle mich beschißen und anscheinend hat sich noch dazu die ganze Welt gegen mich verschworen... Heule ohne ersichtlichen Grund und komm mir im nächsten moment blöde dabei vor. Was mich aba nicht daran hindert weiter zu heulen. Weiß nicht ob das mit der Abstinenz zu tun hat (Tag 12) oder ob ich momentan einfach zu Depressiv bzw. zu "zart besaitet" bin. Iregendwie stell ich momentan alles in Frage, meinen Job, meinen Sport, meine drogenfreien Freunde, mein Leben etc. Mag mich aba auch keinem mitteilen, außerdem würde das sicher kein "aussenstehnder" verstehen, dass ich urrplötzlich zu heulen anfang, weil mir bsp.weise grad ein Obdachloser über den Weg läuft und er mir in diesem Moment unsagbar leid tut. Na ja, finde meinen Text hier auch grad ziemlich unnötig, aba irgendwie muß ich das einfach los werden... Vielleicht geht es ja manch einem ähnlich und kennt diese Gefühlsregung...
lg,
zuckaaa
irgendwie blöde grad
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[m]~ Thema wurde verschoben aus Suchterkrankungen ~[/m]
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Guten Abend zuckaaa
Ich sehe gerade ein deutliches Muster, was sehr auch mich zutrifft. Allerdings bei mir keine Drogenvorgeschichte.
Gedanken um mich, meine Umgebung und die ganze Welt mache ich mir seit Monaten. Bei mir wurde eine schwere Depression diagnostiziert. Soll aber nicht heisst, daß das auch dich auch zu trifft...
Z.Z. bin ich auch in so einen teifen Loch gefangen. Ich versuche mich selber genau zu beobachten, wie ich auf Aktivitäten reagiere. Ich kann z.B. nicht sagen, was mir Momentan Spass machen würde. Also versuche ich mich daran zu erinnern, was mir an "besseren Tagen" Spass gemacht hat. Wo ich wirlich gut abschalten kann, ist, Abends weggehen, Freunde treffen, Sport, und wenn es nur in der Kneipe Billard ist. Spazieren gehen, Motorrad fahren, ...im Moment denke ich zudem noch über einen Urlaub nach. Bei mir funktionieren Bücher und TV überhaupt nicht.
Kopf frei bekommen heißt meine Methode. Und Gut zu sich selber sein.Auch diese "Mitfühlen" kenne ich sehr gut. Bei mir zwar nicht unbedingt ausgelöst durch einen Obdachlosen sondern viel mehr durch Menschen, mit denen ich Kontakt habe. Es müssen auch keine guten Freunde sein. Irgendjemand ezählt mir traurige Geschichten und ich nehme den Kram mit nach Hause und es geht mir überhaupt nicht gut damit. Ich kann das auch in keinster Weise abschalten oder steuern.
Das Zauberformel heißt hier wohl "Lernen, sich selber zu schützen/abzugrenzen"...im Bezug auf andere Menschen ist das für manche schon schwierig genug, Nein zu sagen. Aber wie das funktioniert, wenn man von Emotionen "übermannt" wird, kann ich dir leider auch nicht verraten.
Gruss
joe -
Eine Sache fällt mir nur grad ein, so spontan ...
Ich mache es ab und wann das ich mit Obdachlosen einkaufen gehe, natürlich keine Spirituosen. Damit helfe ich und lerne gleichzeitig den Menschen dahinter kennen. Es ist oft ziemlich interessant zu erfahren was Menschen so umtreibt. Mein Gewissen beruhige ich damit nicht wirklich, aber nuja. Leider gibt es auch genug schwarze Schafe unter den Bettlern.
Versuchs einfach mal;). Ist auch nur ein Mensch der da sitzt.So Tage an denen du alles in Frage stellst, wirst du sicher noch öfter erleben. Bereite dich darauf vor, damit du weiterhin deine abstinentfreien tage zählen kannst. Solche Tage sind unvermeidlich und gehören dazu.
Und denke/erinnere dich daran, was dir gut tut, so wie joe es schon gesagt hat. -
Vielen Dank für die Antworten! ich muß sagen heute gehts mir auch scho wieder etwas bessa. Ich habe gemerkt, dass ich zu den Aufzählungen von gestern zudem noch ziemlich stark dazu neige in mir furchtbar "selber Leid" zu tun. Irgendwie ganz komisch. Ich hab schließlich auch versucht mich abzulenken, war bißchen mit dem mp3 Player draußen, war ganz okee.
Das mit dem Obdachlosen steht übrigens nur stellvertretend f.viele Bsp., in diesem Moment könnte es auch eine Taube mit verkrüpeltem Fuß sein, die umher humpelt oder auch wie joe schrieb, irgendwelche traurigen Erzählungen von Freunden/Bekannten.
Na ja, wie gesagt heute geht schon wieda bessa. Werde mir Mühe geben die sauberen Tage weiter zählen zu können, obwohl es gester schon ziemlich schwer war :o)
Vlg,
zuckaaa -
mal kurz am Thema vorbei, aber mich interessiert, warum du Worte wie "bessa, aba, imma, wieda" schreibst. Ich finde, dass es das Lesen teilweise erschwert.
LG, alive
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stammt noch aus der Studienzeit. Die Vorlesungen waren damals so prall mit Stoff gefüllt, dass man als Studi-Anfänger oft nicht mim schreiben mit kam. In der Not wurde man (ich) also erfinderisch und so kürzte ich alle Worte die auf "er" endeten mit "a" ab, da diese Silbe sowieso als "a" ausgesprochen wird...
Man glaubts kaum, sparte aba ungemein an Zeit (gehörte imma eher zu den langsameren Schreibern)
lg
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