• Hmh...ich dachte mir, dass diese Kategorie irgendwie noch mehr Leben benötigt :smiling_face:

    Ich hab zwar in letzter Zeit irgendwie eine größere Schreibblockade und meine alten Gedichte findet man an sich schon an genug anderen Stellen aber evtl. kennt diese Stellen ja der eine oder andere noch nicht und evtl. kommen ja auch bald wieder weitere Gedichte hinzu.

    Daher werde ich im Folgenden erstmal ein paar meiner älteren Gedichte posten, die ich für akzeptabel befinde und das Ganze dann ggf. fortführen.

  • Regen

    Und ich schlepp mich durch den Regen
    Es ist kalt ich bin allein
    Es fällt schwer mich zu bewegen
    Du wirst niemals wieder bei mir sein

    Ein Licht das einst glanzvoll und hell
    Erstrahlte hier in meinem Leben
    Es ging von mir viel zu schnell
    Nie wird es hier ein neues geben

    So ging ich durch den Regen
    In jeder folgenden Nacht
    Es fällt schwer mich zu bewegen
    Die Schritte wähl ich mit bedacht

    Wartend auf den einen großen Tag
    An dem die Engel weinen
    An dem ich zu dir kommen mag
    Mich erneut mit dir zu einen

    Doch jedes Mal wenn es regnet
    Spür ich wie du mich hältst
    Dein Leben schien gesegnet
    Nie dacht ich, dass du fällst


    25.03.2005

    Anmerkung: Dieses Gedicht ist eines der Gewinnergedichte des Lerato-Verlages und wird somit bald in einem Buch erscheinen. Bin da schon ein bisschen stolz drauf :winking_face:
    Wer's nicht glaubt darf hier suchen: lerato-verlag.de :grinning_squinting_face:

  • Wenn Engel Flügel kriegen

    Gelernt hab ich es nie
    So zu sein wie ihr
    Doch egal wie oft ich flieh
    Ich lande immer wieder hier

    Geflohen und gerannt
    Verachtet und verspottet
    Betrogen und gebannt
    Gestorben und verrottet

    Wie oft habt ihr gedacht
    Die Welt in Händen zu halten
    Getrunken und gelacht
    Hier lasst ihr keine Gnade walten

    Doch der Tag ist nah
    Ich spür es schon
    Das was ich sah
    Das reicht zum Thron

    Denn eins ist klar
    Wir werden siegen
    Nichts wird wie es war
    Wenn Engel ihre Flügel kriegen


    28.03.2005

  • Der Weg und die Mauer

    Warum lache ich nicht
    Ich sollte glücklich sein
    Warum kehrt in mein Gesicht
    Nicht Freude wieder ein

    So viele Hürden schon erklommen
    So viel vom Weg bereits gegangen
    Doch immer noch seh ich verschwommen
    Hier auf dieser Seite gefangen

    Ein Teil des Weges scheint verbaut
    Eine Umleitung nein, die gibt es nicht
    Zu oft auf falsche Gefühle vertraut
    Ein Schmerz tief drin der ewig sticht

    So geh ich meinen Weg allein
    Schau manchmal rüber zu den andern
    Wie lang wird dieser Weg noch sein
    Wie lang werd ich nur auf ihm wandern

    Die Hoffnung bleibt, dass eines Tages
    Ein kleiner Pfad den Weg befreit
    Schrei es, sing es, sag es
    Komm, wir gehn ein Stück zu zweit

    Doch so lang geh ich den Weg allein
    Und manchmal schrei und singe ich
    Warum muss diese Mauer sein
    Oh bitte Herr, erlöse mich


    31.03.2005

  • Die Stadt der Engel

    Die Stadt der Engel war nicht weit
    Konnte schon die Tore seh’n
    Doch sie zu öffnen nicht bereit
    Blieb ich stumm vor ihnen steh’n

    Ob hinter dieser großen Mauer
    Ein bess’res Leben möglich ist
    Verbleichen dort Hass und Trauer
    Ist es der Ort an dem du bist?

    Versuchte einen Blick zu werfen
    Durch einen Schlitz in diesem Tor
    Versuchte meinen Sinn zu schärfen
    Mir kam alles verschwommen vor

    So wandelte ich in kleinen Schritten
    Schaute aufmerksam die Mauer an
    Sendete kleine große Bitten
    Dass ich durch sie was sehen kann

    Ging noch einige Meter weiter
    Doch da änderte sich das Bild
    „Lies es und werd gescheiter“
    stand geschrieben auf dem Schild

    „Was verschwendest du deine Zeit
    mit wandeln und mit Fragen
    zum Eintreten bist du nicht bereit
    hör auf zu jammern und zu klagen

    wenn deine Zeit gekommen ist
    tritt ein und du wirst alles seh’n
    der Grund warum du gekommen bist
    ist falsch und es ist Zeit zu geh’n“

    So ging ich meinen Weg zurück
    Den Sinn der Worte nicht erkannt
    Auch enttäuscht ein kleines Stück
    Ein neues Ziel mir nicht bekannt

    Erst später auf dem Sterbebette
    Hab’ ich das Tor weit aufgemacht
    Wenn früher ich’s verstanden hätte
    Hätt’ mich das Wissen arm gemacht

    Bluestar 10.11.2005

  • ... auf jeden, der seine Gefühle so in Worte fassen kann!!!! :O :top:

    Kann zwar meine Gedanken ganz normal für mich aufschreiben, aber in so tolle Gedichtform bringe ich es leider absolut gar Net hin.

    Hast du noch mehr Gedichte von dir? *neugierig*

    Übrigens Gratulation zu deinem Gedicht, welches sogar in einem Buch erscheinen wird! Da darfst schon ein bissl mehr als nur "ein bischen" stolz sein :smiling_face:

    Mach weiter so!!!

    Lieben Gruß von der neugierigen Mel

  • Vielen Dank :smiling_face:

    Aktuell findest du meine Gedichte komplett nur in meinem Lyrikforum, auch eine Direktauflistung.

    Allerdings muss ich dazu sagen, dass nicht alle Gedichte meine Gedanken und Gefühle wiederspiegeln. Bei mir gibt es durchaus Gedichte bei denen das "lyrische Ich" und das wirkliche Ich nicht viel miteinander zu tun haben :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Aber es freut mich sehr, wenn es gefällt.

    Blue

  • Bei mir gibts leider kein lyrisches ICH ... allerdings ein musikalisches :smiling_face:

    Werde mir mal in Ruhe das Lyrik-Forum ansehen .. danke für den Link!

    Bin schon sehr gespannt - Guts Nächtle dir *winke*

    Grüßle, Mel

  • Wollt ich längst auch machen, ich finde deine Texte auch echt geil!

    Muss wieder mal mehr lesen im Lyrik-Forum! :smiling_face:

    Tja, der Tag hat aber bloß 24 Stunden :winking_face:

  • Danke, danke, danke *gerührt ist*

    Naja, ich hab in letzter Zeit kaum was geschrieben.
    Nennt man wohl Schreibblockade. Vor kurzem mal 2 "erzwungene Gedichte" und davor lange nix.
    Das hier seit langem mal wieder das erste mit dem ich selbst einigermaßen zufrieden bin und da freut mich die positive Resonanz umso mehr :smiling_face:

  • Also für ne Schreibblockade liest sich das aber ziemlich flüssig *g*

    Ich werde dich jetzt mit gaaaaanz viel (absolut ehrlichem) Lob überschütten - dafür überschüttest du uns dann mit gaaaaaanz vielen tollen Gedichten *fg*

    Gute Idee, oder? *lach*

    Viel Spaß beim Schreiben :smiling_face:

    Grüßle aus der Puppenkiste

    Mel

  • Ich werd's versuchen aber ich kann nix versprechen :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Früher hatte ich am Tag ca. 5 Ideen für Gedichte und hab dann vllt. die besten 2 wirklich umgesetzt.

    Heute bin ich froh, wenn alle 5 Tage mal ne Idee kommt :grinning_squinting_face:

    Aber ich werd mir wie gesagt Mühe geben :winking_face:

  • hallo bluestar

    du kannst wirklich stolz auf dein gedicht sein , ich finde es sehr schön .
    nicht jeder hat solche gabe , ich bestimmt nicht ! bin schon gespannt , neue gedichte von dir lesen zu können

    lg runaway

  • Die Sachen sind gepackt
    Die Koffer steh’n bereit
    Die Wände sie sind nackt
    Vorbei die alte Zeit

    Erinnerungen eingesperrt
    In kleinen, engen Räumen
    Mit aller Kraft hineingezerrt
    Und keinen Platz zu träumen

    Gespannt wartend auf die Zeit
    Der Änderungen, der großen
    Für alles hier und jetzt bereit
    Neue Türen aufzustoßen

    Doch alle sind verschlossen
    Und keine helfende Kraft
    Hat ihren Mut vergossen
    Damit man es auch schafft

    Tick, Tack, die Zeit verrinnt
    Und mit ihr alles Schöne
    Die Stunden machen blind
    Das man sich dran gewöhne

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