Hallo ihr.
Kennt einer von euch das Gefüh, ständig oder zumindest oft von der Angst geplagt zu werden, eine Person, die euch wichtig ist, könnte sterben? Hab bisher noch nicht so wirklich darüber gesprochen, es tritt mal mehr, mal weniger auf.
Lg, Santi
Angst vor dem Tod von anderen
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Santi -
6. April 2007 um 16:38
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Hi Santi,
ja, das kenne ich ziemlich gut! :O
Abgesehen davon, dass ich mit dem Thema Suizid konfrontiert wurde/werde, hab ich solche Gefühle insbesondere auch bei meiner Familie. Ich sage zwar mind. 3mal am Tag, dass z.B. meine Mutter mir tierisch auf den Keks geht, aber was würde ich denn machen, wenn sie nicht mehr da wäre?! Genauso ist es bei meinen Geschwistern. Ich wüsste nicht, wie es dann weitergehen sollte... Ich hab 'ne totale Panik davor, diese Art "Stützpfeiler" zu verlieren! Aus dem Grund mach ich mir generell ungern Gedanken um den Tod.Wie ist das denn bei Dir?
Gruß,
Incer -
ich muss zugeben, mich würde im Moment der Tod von Niemandem berühren. Das klingt zwar hart, ist aber ehrlich. Kein einiziger Mensch steht mir gefühlsmäßig so nahe, das ich um ihn trauern könnte oder Angst um sein Leben hätte.
Hast du, Santi, berechtigte Sorge um das Leben eines dir nahestehenden Menschen oder ist es einfach nur die paranoide Angst vor dem Tod, die jeden Menschen begleitet?
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Bei mir ist es eigentlich so, dass ich mir oft vorstelle(n muss), dass meinem Freund was passiert. Besonders schlimm ist es, wenn ich nicht bei ihm bin, aber auch mit ihm zusammen passiert es mir manchmal, dass ich vor allem vor dem Einschlafen so lange darüber nachdenke, bis ich irgendwann anfange zu heulen. Einen konkreten Grund gibt's eigentlich nicht, also er hat keine schlimme Krankheit oder gefährlichen Job. Es ist eher die Angst, was jetzt wäre, wenn ich morgen vor seiner Tür stehen würde und er hätte zum Beispiel einen Unfall gehabt.
Auf andere Personen bezogen kommt das eigentlich nicht vor. Ich kann mich erinnern, dass ich als Kind oft Angst hatte, meine Oma könnte sterben, aber inzwischen sehe ich das eigentlich realistischer. Ich weiß zwar, dass das dann auch schlimm für mich wäre, aber ich hab nicht ständig diese Panik davor. -
was mir so ganz spontan einfällt, das schaut wie eine übertriebene verlustangst aus, da es sich anscheinend nur auf deinen freund konzentriert. von deiner oma mal abgesehen.
kann natürlich sein, das ich völlig danebenliege. es erweckt den anschein eines gesteigerten verlassen-werdens. nicht nur getrennt, sondern für immer durch den tod getrennt. hattest du das schon mal in früheren beziehungen?
es ist aber nicht so, das du dich für seinen imaginären tod verantwortlich fühlst?
hast du eine ahnung und wenn sie klein ist, woraus das resulitieren könnte? weiss dein freund von diesen gedanken?
edit: ach ja, wie lang geht das schon so?
soweit meine kurzweiligen gedanken.
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Ja, ich glaub, die Angst, dass ich dann allein wäre, ist dabei am größten. Manchmal macht es mir auch Angst, daran zu denken, dass ICH sterben würde und dann was auch immer mit mir passiert, wo er nicht dabei sein kann.
Da er mein erster Freund ist, gibt's keine früheren Beziehung, aus denen ich über die Erfahrungen berichten könnte.
So oder so fühl ich mich aber eigentlich nicht verantwortlich für den Fall, dass ihm was pasieren würde. Es beunruhigt mich nur, wenn ich gerade nicht weiß, ob alles in Ordnung ist, weil ich zum Beispiel gerade woanders bin.
Ich spreche auch ab und zu mit ihm darüber, aber ich glaub, für ihn ist es schwer, da was zu zu sagen außer: "Ich sterbe ganz bestimmt nicht heute oder morgen einfach so." Er sagt mir dann nur, dass auch in einem solchen Fall mein Leben weitergehen würde, und dass er auf mich warten würde, falls es sowas wie ein Leben nach dem Tod gibt. Ansonsten kann er so eine "unrealistische" Angst aber wohl nicht so ganz nachvollziehen. -
ich habe "eigentlich"keine Angst vor dem Tod. Ich weiß, dass es ein Leben danach gibt.
Das EIGENTLICH bedeutet aber leider, dass ich trotzdem Angst habe.
Ist widersprüchlich, ich weiß.Dieser Gedanke von Dir Marvin, dass es sich um Verlustängste handeln könnte, ist sehr interessant für mich. das würde meine Angst nämlich erklären.
LG Libellchen
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Es ist schon merkwürdig, aber ich hab vor dem Tod keine Angst. Auch mach ich mir keine Gedanken darüber, ob Menschen die mir nahe stehen sterben könnten. Der Tod gehört für mich zum Leben. Nichts vor dem ich Angst haben muß oder habe.
Ich konnte nur nie richtig mit dem Tod von mir lieben Menschen umgehen. Aber da ging es dann eher darum, daß ich mich nicht verabschieden konnte, Dinge unausgesprochen blieben, die wichtig gewesen wären. Und dieses Gefühl von Trauer, das mir einfach zu heftig ist...@ Marvin - ich kann dem nicht zustimmen, daß eine paranoide Angst vor dem Tod jeden Menschen begleitet.
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Zitat
Original stammt von Libellchen, heute, 18:16 Uhr
ich habe "eigentlich"keine Angst vor dem Tod. Ich weiß, dass es ein Leben danach gibt.Das geht mir auch so. Woher weißt du das(dass es ein Leben danach gibt)?
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f-s hallo
Es hat halt etwas mit meinen Erfahrungen zu tun f-s.
LG LIbellchen
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Ich denk das ist Glaubenssache, wissen kann`s niemand...
Aber dieser Glaube kann einem die Angst vor dem Tod nehmen !!
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Ich habe mein ganzes leben Angst, dass jmd. den ich mag, was schlimmes passiert. Zuerst bezog sich das nur auf Familienmitglieder, später auch auf meine gute Freunde und meine Lebensabschnitt-Partner.
Ich dachte, das ist normal, meine Eltern haben zum Beispiel auch ständig Angst um uns, also um meinen Bruder und um mich, ich bin damit aufgewachsen un dich denke, wenn ich einen Kind hätte, wäre ich auch in ständigen Angst um ihn, gerade bei so viele Kinderschänder, bei all den Drogen und Gewalt. draussen.
Das ist auch ein Grund, warum ich kein Kind haben will - ich wäre einfach von Angst eingegangen und hätte auch mein Kind unglücklich gemacht.Seitdem ich ambulante Thera mache, lerne ich, dass diese übertriebene Angst in meiner Familie nicht normal, sondern krankhaft ist.
Komischeweise hatte ich nie Angst um mich, mir kann ja nix passieren, auch wenn ich mich in unmöglichste Orten ins Gefahr begebe..wenn ich mal überlege, sollte ich am meisten um mich Angst haben.
und noch was:
@Santi, kannst du vielleicht in einer anderen Farbe schreiben, es tut Augen weh -
@Achiella, ich würde mal sagen, jeder mensch hat auf seine eigene art und weise Angst vor dem tod. ganz egal, was derjenige mensch mir erzählt. das ist meine überzeugung. nicht umsonst hat die menschheit einen so enormen totenkult entwickelt, der sich immer weiter entwickelt und nie wirklich aufhören wird.
um sich selbst die Angst vor dem tod zu nehmen. aber ein letzter rest ungewissheit bleibt immer.der tod ist das letzte unaussprechliche, ohne namen, fern jeder erfahrung. und das was wir nicht kennen, macht uns immer Angst. ein grund für unseren forschertrieb. nur das wir beim tod immer wieder gegen die gleiche mauer rennen.
@Santi
zitat
"Ja, ich glaub, die Angst, dass ich dann allein wäre, ist dabei am größten."das ist sicherlich ein wesentlicher grund. Angst vor einsamkeit. verwunderlich ist nur, das du es gleich in dieser extremen form denkst. nicht nur Angst vorm lerlassenwerden, sondern gleich vor dem tod des anderen. wie ich der meinung bin, ist die Angst vor dem eigenen tod etwas ganz natürliches. das du es mit deinem freund verknüpfst, liegt wohl an der situation.
die frage ist nur, wie kannst du dich von dieser Angst wieder lösen? denn auf dauer wird das sehr belastend für dich und für ihn. ich persönlich würde das nicht aushalten, wenn jemand ständig Angst um mich hätte. wie schätzt du da deinen freund ein?
du musst lernen, ihm zu vertrauen. -
Einen guten Abend an alle hier,
ja der Tod,...
eines der unerforschten Dinge, die jedem ein schauriges Gefühl geben (doer den meisten zumindest)Die Angst, dass einer meiner wenigen Lieben sterben könnte versetzt mich in manchen Tage in totale Panik. An anderen scaffe ich es mir einzureden, dass es nciht so schnell passiert. Ich denke, dass ich etwas überempfndlich bin in dieser Sache...das meine Panik nicht normal ist, soviel zu Verlustangst.
Ich denke, das was Marvin mit der Verlustangst gesagt hat, das hat damit sehr viel zu tun.Früher war es jedoch anders.
Früher war es so, da habe ich jemand von meiner Familie den Tod gewünscht um mien Leben beenden zu können, oder endlich einen Grund zu haben, um zu erklären können,warum es mir schlecht geht. Ich hasse diese Gedanken doch sie waren eben nunmal da, .. und ich kann s enciht leugnen...Die Angst jemanden zu verleieren, ist in einem gewissen Punkt normal, denke ich, ... denn es ist eben eine nicht erklärbare Sache - der Tod. Und wird es auch immer bleiben.
lg
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ja kenn ich auch... das ist voll schlimm aber manchmal muss ich einfach daran denken das es sein könnte.. weil iwann muss ja jeder sterben und man weiß ja nich wann dieser tag ist... und wenn ich daran denke das ich zb meinen bruder oder so verliere dann bin ich immer depri und so..
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Hi leute,
ja ich habe auch sowas...ich habe manchmal Angst um mein bruder oder meine mutter oder vater,dass etwas passieren könnte...am meisten kommen mir solche sachen wie z.b. ich sehe mein bruder auf dem boden mit aufgeschlitzter kehle...oder meine mutter liegt im saag...sowas macht mir besonders angst!ich kann dass nich richtig beschrieben aber es is halt so dass manchmal solche bilder kommen...ich meine dass sowas auch nicht i-woher kommt...ich hab viel mitbekommen wie mein vater meine mutter geschlagen hat...oder wie er ihr die kehle zu gedrückt hat usw.sowas tuht schon weh wenn solche bilder oder solsche wie ich oben geschrieben hab...ich hab einfach Angst um meine mutter,bruder und vater.
Meine mutter und mein bruder spielen die wichtigste rolle in meinem leben!wenn ich die 2 nicht hätte wär ich schon lange nicht mehr da!villeicht habe ich deswegen solche phobien weil ich die 2 ums verrecken nich verlieren will!!!
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Hey,
hab heute erst deinen Beitrag gelesen, da ich momentan auch stark an Ängsten leide. kenne ich, v.a. mir lebensnotwendigstwichtige Personen zu verlieren und habe oft Blitzgedanken und -bilder im Kopf, wie ihnen gerade etwas passiert und manchmal beerdige ich sie schon im Kopf, obwohl nix war, ich sie z.B. am Telefon nicht erreichen konnte. dann bekomme ich voll die Panik, dass sie tot neben dem Telefon liegen, oder einen Unfall hatten. ist echt schlimm.
Ich versuche dann immer gegenzusteuern, z.B. mir die Wahrscheinlichkeit auszurechnen in Prozent, wie oft meine Befürchtungen schon Wirklichkeit gewesen sind, also z.B.: ich erreiche jemanden nicht am Handy:
Angst Nr. 1: tot - gefühlte Wirklichkeit 100% - in Wirklichkeit schon passiert: 0 %.
Angst Nr.2: Unfall - " ": 100 % - echt passiert: 70 %
usw. und so reduziere ich meine Angst, da ich sehe, dass sie eigentlich meist nur in meinem Kopf passiert.
vielleicht hilft dir das.
alles Gute.
sepia
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