Trennung wegen Alkohol und Drogen

  • Hallo,
    habe mich nun endlich dafür entschieden mich hier anzumelden.
    Kurz zu meiner Geschichte:
    Ich habe meinen Mann vor fast 14 Jahren kennengelernt, wir waren beide sehr jung. Er war meine erste große Liebe und ich seine. Damals haben wir sehr oft zusammen gefeiert, Drogen genommen (Extasy, Koks, Speed...) gekifft haben wir täglich. Er kommt auch aus sehr schwierigen Verhältnissen, seine Mutter hat auch jeden Tag gesoffen, von morgens bis abends. Wir haben aber trotzdem unser Leben auf die Reihe bekommen, sind arbeiten gegangen hatten eine saubere Wohnung usw. Irgendwann bin ich dann schwanger geworden und alles hat sich geändert. Ich wollte das Leben so nicht mehr. Es ging auch eine ganze Weile gut, bis mein Mann einen Jobwechsel hatte. Dort hat er einen Arbeitskollegen kennengelernt der nur am koksen war, und mein Mann war so dumm und hat mitgemacht. Das ging ungefähr über zwei Jahre dass ich das ständig bei ihm bemerkt habe. Das Vertrauen ist natürlich im arsch. Jedes mal versprach er mir das er aufhört, habe sogar mit Trennung gedroht aber es half nichts.
    Irgendwie hat er es dann doch geschafft jetzt schon ein halbes Jahr nichts mehr zu nehmen, der Kollege wurde auch gekündigt. Allerdings ist das Vertrauen so dermaßen zerstört und die Liebe nicht mehr vorhanden. Die letzten zwei Jahre zerrten ganz schön an meinen Kräften. Jedesmal wenn ich dachte alles wird gut kam der nächste Hammer.
    Habe mich vor drei Wochen von ihm getrennt. Eigentlich geht's mir mit der Entscheidung gut, wenn da nicht diese Angst wäre. Ich habe so eine Angst das er wieder kokst oder zum alki wird, der Alkohol war auch schon seit Jahren ein Thema bei uns.
    Unsere Tochter ist jetzt neun Jahre alt und bekommt das halt auch schon so halb mit, also das mit dem Alkohol mit dem Koks zum Glück noch nicht. Ich will halt nicht das sie so wird wie er.
    Ich hab echt keine Ahnung wie ich mich ihm gegenüber verhalten soll, am liebsten würde ich ihn wieder kontrollieren, aber eigentlich geht's mich ja auch nichts mehr an. Was soll ich nur tun!?
    Bin für alle Tips und eigene Erfahrungen sehr dankbar.
    Liebe Grüße

  • Moin!


    Habe mich vor drei Wochen von ihm getrennt. Eigentlich geht's mir mit der Entscheidung gut, wenn da nicht diese Angst wäre. Ich habe so eine Angst das er wieder kokst oder zum alki wird, der Alkohol war auch schon seit Jahren ein Thema bei uns.
    Unsere Tochter ist jetzt neun Jahre alt und bekommt das halt auch schon so halb mit, also das mit dem Alkohol mit dem Koks zum Glück noch nicht. Ich will halt nicht das sie so wird wie er.


    Respekt für diese Entscheidung. Ist dir sicher nicht leicht gefallen. Aber wenn du diesen Schritt schon gewagt hast, scheint der Leidensdruck schon sehr hoch zu sein.
    Aber du hast schon Recht, wichtig ist, dass eurer Kind geschützt wird. Auch mit 9 Jahren bekommen Kinder mehr mit als wir uns vorstellen können!
    Ihr seid nun getrennt und ja, ich verstehe deine Angst, aber auf der anderen Seite ist es nicht mehr deine Angelegenheit. Kann sein, dass er nun wieder abstürzt, muss aber nicht. Vielleicht merkt er damit aber nun auch, dass es so in seinem Leben nicht weitergeht.
    Sieht er denn seine Tochter regelmäßig?
    Ist er im Umgang mit ihr nüchtern?
    Ansonsten vielleicht Regeln aufstellen, wenn er seine Tochter sehen will. Ihm richtig vor augen führen wie er sich verhält.
    Und kontrollieren solltest du nicht! :winking_face: Das klingt beinahe schon nach Co-Abhängigkeit.... Bringen tut das in den meisten Fällen eh nichts und einem gehts dabei auch schlecht.
    Ich denke, dass es nun wichtig ist, dass du zur Ruhe kommst und deine Tochter auch, dass du Abstand gewinnst und dein Leben neu sortierst. Natürlich bleibt er der Vater deiner Tochter, aber ich finde es wichtig, dass es klare Regeln für ihn im Umgang geben sollte.
    Du kannst ihm Hilfe anbieten, wenn du dich stabil genug fühlst. Aber auch nur, wenn er bereit ist Hilfe anzunehmen.
    Hast du ihm schon mal gesagt wie du dich fühlst in der ganzen Situation? Wenn ja, wie hat er darauf reagiert?

  • Erstmal vielen Dank für deine Antwort!
    Ja er sieht sie so ca 2-3 mal in der Woche. Er betreut sie wenn ich arbeite. Und war auch bis jetzt immer nüchtern, denke ich.

    Ich hatte ihm das auch mehrmals gesagt wie es mir dabei ging, am Anfang nahm er das überhaupt nicht ernst. Irgendwann hatte er mir dann mal gesagt das es ihm leid tut und gemerkt hat was er mir die ganze zeit angetan hat. Trotzdem hat er es wieder getan...

    Ich werde jetzt erstmal versuchen mich nicht um seine Probleme zu kümmern, obwohl es schon ziemlich hart ist wenn ich von der Arbeit komme und er sich dann weinend von mir verabschiedet (die kleine ist dann meistens schon im Bett). Mal sehen wie es weitergeht, ein zurück gibt es für mich jedenfalls nicht.

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