Wie gehe ich mit Sportsucht der Freundin um?

  • Hallo,

    eine gute Freundin von mir hat Sportsucht und ist auch bereits seit einem Jahr deshalb in psychischer Behandlung (war schon kurz vor knapp). Trotzdem treibt sie nach wie vor jeden Tag Sport. Ich kann schwer einschätzen, wie extrem, und trau mich auch nicht mehr fragen (das übergeht sie und ist schlagartig schlecht gelaunt).

    Wenn man etwas ausmachen will, geht das nur, wenn das mit dem Sportprogramm vereinbar ist. Und da sie täglich arbeitet, ist das nicht viel: Wir haben noch den meisten Kontakt (!) und sehen uns gerade mal alle 2-4 Wochen. Selbst wenn sie mit Fieber im Bett liegt, geht sie ins Fitnessstudio und anschließend Joggen, Schwimmen, whatever. Wir telefonieren aber zumindest sehr regelmäßig, allerdings bin ich mir sehr unsicher, wie ich mich dann bzgl. des Themas verhalten soll.

    Wenn mich irgend eine andere Frau so oft versetzen würde, weil Schwimmen oder Fitnessstudio wichtiger ist, hätte ich sie schon längst zum Teufel gejagt. Soll ich das also in solchen Momenten thematisieren oder besser übergehen? Neulich hat sie "aus Spaß" an einem Wettkampf teilgenommen – natürlich mit entsprechendem Erfolg. Einerseits freue ich mich natürlich total, wenn sie sich freut! Andererseits weiß ich ehrlich gesagt nicht, ob das richtig oder kontraproduktiv ist, ihr das zu zeigen!?

    Ist es also besser, das Thema Sport generell zu meiden und so weiter zu machen oder soll ich es doch mal "krachen" lassen? Ich bin mit meinem Latein (und meinen Nerven) langsam am Ende …

    Danke für Eure Erfahrungen/Tipps!

  • Hey Wolfi,

    kann ich verstehen, das hört sich schon stark nach Sucht an.
    Kurz und knapp:
    Krachen lassen und klar machen wie du dich dabei fühlst.
    Außerdem sagen dass die Tür bei dir immer offen ist, wenn es ihr ernst ist und vor hat was an ihrem Verhalten zu ändern.
    Was gäbe es sonst für einen Grund für sie wenn alle drumrum mitspielen?

    Gruß

  • Guten Morgen!


    Kann mich Quzen anschließen.
    Sag, was du denkst und fühlst. Es belastet dich ja schon. Und so wie du das beschreibst, frage ich mich, ob die Therapie, die sie macht, überhaupt was bringt?
    Spricht sie mit dir über die Therapie? Frag doch mal nach.
    Schweigen macht es vielleicht sogar noch schlimmer. Da hat sie keine Gegenwehr und ist weiterhin der Meinung, dass es alles so ok ist wie sie es macht und dass keiner was dagegen hat, wenn sie so viel Sport treibt.
    Und dass sie schlechte Laune kriegt, wenn du was sagst, kann vielleicht auch sein, dass sie sich dann ertappt fühlt? Ich würde mal schauen, dass ihr ein ernstes offenes Gespräch führt, in dem du ihr klar deine Gedanken und Gefühle mittteilen kannst.

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