Hallo,
eine gute Freundin von mir hat Sportsucht und ist auch bereits seit einem Jahr deshalb in psychischer Behandlung (war schon kurz vor knapp). Trotzdem treibt sie nach wie vor jeden Tag Sport. Ich kann schwer einschätzen, wie extrem, und trau mich auch nicht mehr fragen (das übergeht sie und ist schlagartig schlecht gelaunt).
Wenn man etwas ausmachen will, geht das nur, wenn das mit dem Sportprogramm vereinbar ist. Und da sie täglich arbeitet, ist das nicht viel: Wir haben noch den meisten Kontakt (!) und sehen uns gerade mal alle 2-4 Wochen. Selbst wenn sie mit Fieber im Bett liegt, geht sie ins Fitnessstudio und anschließend Joggen, Schwimmen, whatever. Wir telefonieren aber zumindest sehr regelmäßig, allerdings bin ich mir sehr unsicher, wie ich mich dann bzgl. des Themas verhalten soll.
Wenn mich irgend eine andere Frau so oft versetzen würde, weil Schwimmen oder Fitnessstudio wichtiger ist, hätte ich sie schon längst zum Teufel gejagt. Soll ich das also in solchen Momenten thematisieren oder besser übergehen? Neulich hat sie "aus Spaß" an einem Wettkampf teilgenommen – natürlich mit entsprechendem Erfolg. Einerseits freue ich mich natürlich total, wenn sie sich freut! Andererseits weiß ich ehrlich gesagt nicht, ob das richtig oder kontraproduktiv ist, ihr das zu zeigen!?
Ist es also besser, das Thema Sport generell zu meiden und so weiter zu machen oder soll ich es doch mal "krachen" lassen? Ich bin mit meinem Latein (und meinen Nerven) langsam am Ende …
Danke für Eure Erfahrungen/Tipps!