Warnung vor Gabapentin - Wesensveränderung und langer Entzug, zudem Gefahr des Suizids und der Selbstverletzung

  • Hallo,
    ich wollte hier mal alle vor dem "Wundermittel" Gabapentin warnen. Das der Lyrica Entzug der Horror ist, wird sich wahrscheinlich schon herumgesprochen haben. Als es meinem Lebensgefährten nach der Entgiftung in der Villa immer schlechter ging und sein Tinitus nur noch lauter war, hat seine Hausärztin ihm eine große Packung Gaba in die Hand gedrückt- keine Hinweise auf Nebenwirkungen etc. Naja, mir fiel erst auf dass er immer agressiver wurde, sich einigelte, richtig feindselig wurde. Wir haben dann mal in Ruhe gesprochen, und er zeigte mir, dass er sich die ganzen Beine komplett aufgekratzt hatte, blutig und tief, und er meinte, er hätte dabei Befriedigung empfunden. Außerdem erzählte er von Selbstmordgedanken...Und dazu neigt T. mal gar nicht, egal wie schrecklich es ihm geht. Aßerdem hatte er richtige Wahrnehmungsstörungen, Empfindungsstörungen...War richtig Wesensverändert. Ich hab das Zeug "konfisziert" und ihn so schnell es ging runter dosiert, obwohl er eh nur eine minimale Dosis nahm. Und jetzt, drei Wochen danach, geht es ihm immer noch nicht gut, bei jeder Anstrengung klatschnass, nach der Nacht ein klatschnasses T-Shirt, kein in die Gänge kommen....
    Der Vertreter meines vesrtorbenen Psychiaters wollte mir dieses Gaba auch geben, nachdem ich aber Bedenken aussprach, hat er es gelassen.
    Ich hab ihm Internet ein bißchen geschaut, einige dieser Nebenwirkungen sind beschrieben, aber Tendenzen zur Selbstverletztung und Suizidgedanken sind nirgendwo aufgeführt. Daher wollte ich einfach davor warnen, vor allem Menschen, die dieses Risiko oder Verhalten sowieso haben!!!!!!!!!!!!

  • Servus,

    vorweg, ich nehme kein Gabapentin, nur als Wundermittel ist es mir auch nicht bekannt.
    Da sollte generell klar sein, Wundermittel gibt es nicht, auch Lyrica ist das nicht.

    Die Frage ist ja, warum wurde es verordnet!

    Und auf vielen Seiten werden genau die von dir aufgezählten Nebenwirkungen beschrieben, den Beipackzettel kenne ich aber ehrlicherweise nicht.
    Gerade Juckreiz und Hautveränderungen sind beschrieben, siehe z.B. hier ==> Gabapentin - CT 100mg Hartkapseln - Beipackzettel / Informationen | Apotheken Umschau


    Eigenmächtiges absetzen finde ich auch als den falschen Weg, in der Villa hat man engmaschige ärztliche Begleitung, also sollte man doch die Beschwerden mit den Ärzten abklären.


    Einiges was du beschreibst, das könnte man auch gut für jeden Entzug oder eben Nachwirkungen eines körperlichen Entzuges annehmen.


    Schade ist natürlich, wen die Aufklärung auf all die möglichen Nebenwirkungen ausgeblieben ist :frowning_face:

  • In der Villa hat er gar kein Gaba bekommen, sondern "nur" Quetiapin. Das Gaba hat er von einer Hausärztin bekommen (ein Muster), wegen seines Tinitus und seiner Entzugssymptome. Ohne Beipackzettel. Ich Doofi dachte das sei okay, bis ich mich dann mal schlauer gemacht habe...
    Da ich selber zu leichter Selbstverletzung neige und lange während meines Studiums mit Borderlinern gearbeitet habe, finde ich es wahnsinnig, dass diese Symtome eben nicht im Beipackzettel enthalten sind, welchen ich im Internet -wie Du- nachgelesen habe.

  • Also im Beipack ist es ja meist so beschrieben, siehe hier ==> GI-gabapentin-biomo 300mg-110202.pdf

    Als 'SVV würde ich es so nicht bezeichnen, das müsste ein 'Psychiater genauer analysieren.
    Vielmehr könnte es mit den Hautreaktionen zusammenhängen, verstärkt durch Entzugssymptome ...
    Natürlich verschafft das Kratzen Befriedigung und von H oder Opiaten kenne ich das auch selbst zur Genüge :winking_face:


    Bei Zweckentfremdung von Medis, also hier um den Entzug zu unterstützen, braucht es viel Erfahrung und engmaschige Begleitung.
    Wenn Medis ohne Beipack herausgegeben werden, dann hab ich da schon etwas Bauchweh.
    Nach meiner Auffassung ist das im AMG §11 genau festgelegt und da heißt es unter anderem:
    [...]Bei Auseinzelung von Arzneimitteln muss eine Kopie der Packungsbeilage ausgehändigt werden.[...] <== Quelle: Seite „Packungsbeilage“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 20. Februar 2015, 09:05 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Packungsbeilage&oldid=139028898 (Abgerufen: 6. Oktober 2015, 14:02 UTC)


    Warum du deswegen aber ein Doofi sein sollst, das verstehe ich nicht.
    Es geht doch um Medis deines Freundes, also sollte das in seiner Verantwortung liegen und nochmal, verstehe ich unter Patientenmitverantwortung, dass man sich selbst informiert und nicht alles einfach hinnimmt :winking_face:


    LG Franz

  • Danke :smiling_face: Hast ja Recht, ich bin ja nicht seine Mama :winking_face: Zum Glück gehts ihm jetzt schon besser.
    Ich bin jetzt eine Woche Tramalfrei =) Nur sooooooo müde, mich hat das nämlich oft aufgeputscht -total paradox. Kann mich aber auch nicht mit Kaffee zupumpen, sonst rast das Hez wegen der Benzos. Aber ich hab nächste Woche wieder einen Termin im Neurozentrum und dann werd ich das ansprechen und auch, ob mein Antidepressiva (Duloxetin) vielleicht für diese Antriebslosigkeit mitververantwortlich ist, Citalopram und Venlafaxin ging bei mir nämlich auch nicht....
    Naja, Tag für Tag, Schritt für Schritt...
    War wenigstens heute draußen.....

  • Hallo,
    ich habe eure Posts über das Gabapertin gelesen.
    Ich bekomme es seit ca. vier Wochen auch.
    Verordnet wurde es in einer (Entzugs)klinik.
    Mir hilft das sehr, die heftige EntzugsSymptomatik im Griff zu behalten und ich habe auch keine Nebenwirkungen bis jetzt.
    Das AbhängigkeitsPotenzial von Lyrika ist mir bekannt und auch vom Arzt thematisiert worden.
    Er sagte mir, dass es über einen ??????? Zeitraum genommen werden kann ohne direkt abhängig zu werden.
    Darauf vertraue ich erstmal.
    Meinen TeilEntzug, das weitere ambulante Abdosieren und die Schwierigkeiten schildere ich in einem gesonderten Thread.
    Gruß pingala

  • hallo
    Ich nehme jetzt seid fast 4 Jahren gaba verordnet wurde es damals vom Neurologen!
    Mein Hausarzt will aber jetzt einen Schlussstrich ziehen und mir garkeine mehr verschreiben, nachdem was ich jetzt hier gelesen habe bekomme ich es wirklich mit der Angst Zutun!!!

  • Hallo, wohnst du ländlich?

    Einfach so absetzen ist schon gefährlich vielleicht solltest du dir überlegen ihm alles offen zu legen, nur so kann er richtige Entscheidungen treffen. Wenn alle Stricke reißen solltest du in eine Suchtambulanz, dort wirst du aufjedenfall richtig behandelt!

    Gruß

  • ich war wegen meiner Tabletten sucht schon 2 mal in der Psychiatrie und einmal in der tagesklinik denn es ist ja nicht nur das gaba!
    Und ja ich wohne ländlich
    Gruß

  • und tilidin und Gabamentin schon seit 4 Jahren gleich nach der Geburt meiner Tochter wegen kritischer Migräne mit Lähmung der rechten körperhälfte während der Schwangerschaft.
    Am Anfang haben alle Mitleid mit einem aber wenn man dann süchtig ist
    Bekommt man nur noch Verachtung zu spüren
    Der Arzt der mir das tilidin verschrieben hat damals noch in tropfenform dachte dann nach einem Jahr ok reicht wieder und wollte es aprubt absetzen
    Doch da war es natürlich schon zu spät und ich schon in der Hölle!
    Ich weiß nicht mehr weiter
    Bin verzweifelt
    Alleine die Angst wie alles sein wird ohne
    Ich kenne meine eigene Tochter ja nicht mal ohne
    Und mich selber erkenne ich schon lange nicht mehr Ich bin ein Wrack gefangen in diesem Teufelskreis

  • Ups.........Mein lebensgefährte und ich haben gerade deine Beiträge gelesen....Und ich weiß von mir, wie schwer es ist, mit Kind(ern) zu entziehen, die Frage wohin mit ihnen oder mit......Also gute Erfahrungen kenne ich vom Entzug in der Nußbaumstraße her, allerdings können da keine Kinder mit. Ansonsten hatte ich mich in Haar beworben, mit Kind.
    Dann war es aber so, dass ich ambulant von Tramal (800mg) entzogen habe, also ganz langsam und jetzt noch bei den benzos bin, 15mg, momentan ist bei mir so viel los, dass ich es nicht schaffe zu reduzieren. Aber in Dießen soll es eine gute Suchtberatung geben, die hat mir meine Familienhilfe (die aus Dießen kommt) empfohlen - vielleicht weiß die noch andere Anlaufstellen und evtl wäre ja auch eine Mutter-Kind-Therapie eine Lösung, nachdem Deine Tochter erst vier ist. Meine älteste ist elf und auf einer Diagnos-Förderschule, da gibt es kaum Möglichkeiten. Also hab ich meinen arsch zusammengekniffen und es ambulant angefangen und bringe es auch hoffentlich zu Ende!
    MitMigräne hab ich auch massiv zu kämpfen, eine zeitlang bekam ich Amitriptylin...Jetzt nehme ich "nur" Ibuprofen und teilweise halfen mir Betablocker sehr.
    Hast Du denn Unterstützung?Eltern, Freunde, den Vater?
    Wink Dir mal über den Ammersee zu :wink:
    Sitz auf der anderen Seite....
    Ich habe und hatte auch Angst, aber gerade meine Kinder sind mein Hauptmotivator!!!!!
    Und bitte nicht von einem tag auf den anderen absetzen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Alles Liebe.Val

  • Falls Du nochmal online sein solltest: Das Schmerzzentrum, bei dem ich war, hatte mich an einen Psychiater in Dießen verwiesen, Dr. Giglhuber, vielleicht kann er ja helfen, ich selber bin nicht dorthin, weil ich auf das Auto angewiesen wäre, was ja gar nimmer existiert (habs abgemeldet, unser Schnuckelchen), und bin nach Pasing, ist leichter mit der S-Bahn.
    Ich habe oft gesagt, wenn ich "nur" ein Kind im Kigaalter hätte, dann wäre ich nach Haar zur Mutter- Kind- Entziehung und danach auf eine Mutter-Kind-Therapie, hätte nochmal komplett neu angefangen. Du bist noch so jung!!! Bei mir waren so viele äußerlichen Umstände, die dies nicht zuließen, und ich bin froh, dass es jetzt nach ewigem Hin und Her ambulant geht, aber sehr langsam und mühsam... Ohne Hilfe... Und die hättest Du dort, wärst mit deinen Ängsten aufgehoben....
    Vielleicht meldest Du Dich ja nocheinma...
    Val

  • Danke für deine Antwort
    Das Problem ist aber das ich mit meiner Tochter alleine da stehe und noch schlimmer ich habe gerade vor 3 Monaten wieder angefangen zu arbeiten was ich ja auch muss und wenn ich jetzt gleich auf eine Kur gehe und das sind ja Wochen wo ich krank wäre kann ich den Job vergessen

  • Sorry, ich hab es lange nimmer auf die Seite geschafft und wenn ich mal wollte, hat der PC gesponnen.
    Das mit dem Arbeiten verstehe ich, Du wärst wirklich lange krank geschrieben, und ich kenne die Ängste, so etwas aufzugeben.
    Bist Du denn zur Zeit mit Deinen Medikamenten versorgt? Also sicher und legal vom Arzt?
    Und würdest Du Dir vorstellen können, trotz Arbeit und Kind langsam runterzudosieren?
    Also ich arbeite zwar nicht, allerdings hab ich hier drei schwierige Rabauken vom anderen Stern :winking_face: ...
    Einmal Diagnose-Förderschule, einmal Dyskalkulie und mit der Kleinsten muss ich jetzt zum Neurologen, weil sie nachts Schreiattacken hat, wie in ihrer eigenen Welt lebt und einfach auffällig ist (hab Kinder- und Jugendpsychiatrie studiert)....
    Hab oft das Gefühl nimmer zu können und hab auch nen riesen Rückfall gebaut, über Wochen und kann jetzt fast neu anfangen, was die Benzos angeht....
    Aber ich will!!!!!!!
    Wobei wir am überlegen sind, nicht im Sommer auf Familientherapie nach Heiligefeld oder auf Kur zu gehen.
    Bin so ausgebrannt von den letzten Jahren...
    Wenn Du Lust und Zeit hast, kannst Du mir ja auch hier privat mailen.
    Bin halt manchmal ncht der schnellste....

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