Eine Bekannte kifft den ganzen Tag!

  • Hallo,
    ich habe ein Problem mit einer Freundin, die ich letztes Jahr im März kennengelernt habe. Sie ist eine wirklich tolle Frau, aber leider hat sie ein Drogenproblem. Sie wird bald 28 und kifft seit sie 19 ist. Es ist nicht so, daß sie nur ab und zu kifft. Sie kifft von morgens bis abends, also vor der Arbeit fängt sie an, und gleich nach der Arbeit macht sie weiter. Es ist verdammt schwer sie am Wochenende vom Sofa runterzubekommen (Antriebslosigkeit, Interessenverlust). Sie will dann einfach nur Kiffen und nichts machen. Sie meint, wenn ich Kiffen würde, dann könnte ich es verstehen. Ich kann das absolut nicht nachvollziehen, da ich nie mit Drogen in Kontakt gekommen bin. Sie hat auch schon andere Sachen wie Pilze oder Koks genommen und würde es jederzeit wiedermachen. Sie schwärmt mir immer vor wie toll das doch alles ist, und glorifiziert die Drogen richtig. Ich habe sie mal auf's Kiffen angesprochen, von wegen Sucht und so. Da hat sie mich nur ausgelacht und gemeint, daß das ihre Sache ist. Ich würde ihr wirklich gerne helfen von dem Zeug loszukommen, ich weiß nur nicht wie.Sie meint Kiffen ist absolut ungefährlich, aber in dem Maße wie sie Cannabis konsumiert bestimmt nicht! Sie würde auch nie mit mir in eine Drogenberatungsstelle gehen, oder so. Ich weiß also nicht, was ich machen soll. Ich hoffe Ihr könnt mir ein paar Tips geben was ich machen kann.

  • Hallo MAOWL!
    Ich bin zwar trockener Alki, aber das ist ja auch ne Sucht, von daher kann ich Dir dazu Grundlegendes sagen.
    Deine Freundin ist noch nicht soweit. Sie sieht noch nicht, oder will nicht sehen, dass sie ein Drogenproblem hat. Das ist schwierig, denn dann kann man von aussen nichts machen! Sie muss erst Probleme damit bekommen damit sie was tut.
    Bei mir war das nicht anders. Solange ich funktioniert habe und alles seinen Gang ging, wäre mir nicht eingefallen was zu unternehmen....selbst als ich laaange wusste, dass ich Alkoholprobleme habe. Und gelogen hab ich auch, darin sind Süchtige Weltmeister!!
    Erst die fristlose Kündigung wegen Alk am Arbeitsplatz hat mir die Augen geöffnet und ich hab gesagt "bis hierhin und nicht weiter".
    Ich weiss nicht was Du tun kannst...vielleicht gehst Du einfach mal zu ner Suchtberatungsstelle und schilderst ihnen ihre Situation. Vielleicht haben die nen besseren Tip für Dich.
    Soviel erstmal von mir.
    LG Sunny.

  • Hallo MAOWL

    ich habe jetzt die ganze Zeit überlegt, was man dir an Tips mitgeben kann....in Bezug auf deine Freundin fällt mir leider nichts weiter ein. Das Prob ist nämllich.....das sie ihr Problem noch nicht erkannt hat, sie lügt sich noch weiterhin in die eigene Tasche. Siehst du daran das sie dich auslacht, und abblockt, es schön redet. Und solange sie nicht erkannt hat das sie wirklich nen Prob mit dem Zeug hat, und es auch nicht will, wirst du ihr auch nicht helfen können.

    Ich weiss wie mies es ist, quasie daneben zu sitzen, und zu sehen zu müssen, wie der gegenüber sich da zu grunde richtet, da zu sitzen, und nichts machen können.
    Ich habe oft zu Hause gesessen udn mir Augen aus den Kopf geheult, weil ich wusste, dass mein bester Freund da in der *Scheisse* hängt* und ich nichts machen kann. Ich hatte ne scheiss Angst um ihn....um uns, um unsere Freundschaft, um sein Leben. Ich habe quasie sein Suchtprob zu meinem Prob gemacht und mich mit runter reißen lassen. Ich habe sehr lange gebraucht um zu begreifen, dass genau dies ihm nicht weiter hilft.
    Jetzt bin ich soweit, dass ich mir selbst keinen Druck mehr deswegen mach. Klar, ich habe weiter Angst um ihn, um uns, sein Leben uswund erwisch mich auch oft noch dabei wie ich mich selbst damit runter zieh und nach zich anderen Wegen such. Aber ich habe mich abgegrenzt. Ich rufe nicht jeden Tag an, sprech ihn nicht bei jeder Gelegenheit darauf an, ich lasse ihm den Freiraum...wenn er Hilfe brauch, darüber reden möchte usw...weiss er (hoffe ich zumindest das er es weiss), ich bin immer für ihn da...immer.

    Und genau das solltest du auch tun, gib ihr das Gefühl du bist da, wenn sie dich braucht. Das sie wichtig ist....aber zeig ihr auch klar deine Grenzen. Es bringt ihr nichts, und auch dir nichts wenn du dich mitreißen lässt...so kannst du ihr keine Hilfe sein, wenn sie diese endlich will.

    Ich weiss, es ist sau schwer zu begreifen nichts machen zu können, und man Sucht weiter nach Wege...aber die gibt es solange leider nich. Es muss von IHR kommen, SIE muss zu dir kommen und Hilfe annehmen wollen, erst dann kannst du ihr auch helfen...

    Weisst du denn, wieso sie diese Drogen nimmt? Denn meistens steckt ja doch was dahinter.

    Alles Gute
    Jacky

  • Danke für Eure Antworten. es ist wirklich sauschwer mit anzusehen, aber was soll ich machen? Sie muß schon selber aufhören wollen und zu mir kommen. Dann bin ich für sie da. Ich denke, daß weiß sie auch. Es bringt wirklich absolut nichts mit Ihr zu reden. Sie will einfach nicht verstehen und begreifen. Ab Juni ist sie, falls sie nicht eine neue Stelle findet, vermutlich arbeitslos. Mal abwarten, wie es dann weitergeht.
    Warum sie kifft, weiß ich nicht. Das habe ich mich auch schon oft gefragt. Ich kann mir nicht erklären, was dahintersteckt, aber ich kenne sie ja auch noch nicht so lange. Sie sagt nur immer, daß es geil ist "breit" zu sein. Na ja, da kann ich wohl erstmal nichts machen, außer abwarten, und hoffen, daß sie mal selber merkt, was für einen Scheiß sie da macht.

  • Hallo Maowl,
    das ist ne schwierige Sache. Bei mir war es so, dass mein Freund keine Drogen nimmt aber ich welche genommen habe. Wir haben uns auch auf ner Party kennengelernt und innerhalb von ner 1/2 Stunde hab ich ihm das erste Mal Drogen angeboten. Das fand er natürlich nicht so toll vor allem da er gerade aus ner Beziehung mit ner Drogenfrau kam und sich nicht wieder auf sowas einlassen wollte. Aber was soll ich sagen ich hab ihm anscheind trotz druffem Geschwätz irgendwie gefallen und jetzt sind wir fast 3 Jahre zusammen.

    Das war nicht immer einfach vor allem auf Party wenn er total nüchtern und ich total dicht war. Ich hab mir dann auch oft gewünscht, dass er was nihmt damit er mich versteht und noch länger mit mir auf der Party bleibt. Heute bin ich froh, dass er es nicht gemacht hat. Wir mussten beide lernen die Situation zu akzeptieren. Er, dass ich Drogen nehme und ich, dass er keine nimmt. Wir haben Kompromisse gemacht. Er hat mich machen lassen und ich bin trotzdem mit ihm früh nach Hause oder hab weniger genommen. Das war nicht einfach für un aber mit viel Liebe und Akzeptanz haben wir es geschafft.

    Ich hätte mir die Drogen nie ausreden lassen und hätte er mich damals gebeten mit ihm zu ner Drogenberatung zu gehen, hätte ich ihm den Vogel gezeigt und wahrscheinlich auch die Beziehung beendet, wenn er mich öfters mit diesem Thema genervt hätte.
    Jeder muss seine Erfahrungen selbst machen auch wenn sie weh tun.
    Wünsch Euch viel Glück
    Flower

  • Hallo Maowl,

    ich habe mal eine Zeitlang viel gekifft.
    Ich habs Anfangs gemacht um meine Schüchternheit
    zu verbergen, später um meinen Prüfungsdruck weg-
    zubekommen.

    Half alles nichts, Jahre später bin ich Tablettenabhängig
    geworden.

    Und dann später Alkoholikerin.

    Deine Freundin wird vermutlich erst aufhören,
    wenn Sie es selbst nicht mehr erträgt.

    Ist eine schwere Kiste.

    Aber Du kannst Ihr ja sagen, Du magst Sie nicht,
    wenn Sie kifft.

    Sprich, die Nichthilfe ist die beste Hilfe.

    Such mal eine Suchtberatung auf. Die kennen sich dort
    prima aus und helfen Dir.

    Ich wünsche Dir viel Erfolg und Kraft
    und alles Gute

    Herzlichst

    Verena aus Berlin

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