testo, progesteron und polytox

  • hallo leute...

    kurz zu mir, damit man auch weiß worum was es geht :grinning_face_with_smiling_eyes:

    also ich bin anfang 30, polytox (ohne alkohol) seit über 10 jahren. aktuell nur alle paar wochen mal benzos wegen ängsten und allerhand psychischem kram.

    vor 2 monaten habe ich angefangen testo zu nehmen (ich bin transsexuell). zusätzlich nehme ich seit 3.5 monaten progesteron, damit die mens wegbleiben, klappt aber auch so mit testo inzwischen.

    allerdings gehen meine testowerte nicht hoch und keiner kann sich erklären warum. nun dachte ich mir, ich frage hier einfach mal nach, ob jemand mit progesteron und testo erfahrungen gemacht hat, ob es vielleicht durchs progesteron kommt oder dadurch, dass mein körper zu robust ist, wegen dem jahrelangen konsumieren von a-z.

    meine endo weiß es auch nicht und wen sollte ich sonst fragen? naja, ist nur ein versuch, aber vielleicht hat ja jemand schonmal was davon gehört oder ist selbst betroffen? meine blutwerte sind alle top und die testowerte gingen anfangs auch hoch, aber inzwischen stoppten sie und ich bekomme nun 125mg testogel am tag. mal schauen, wie es in 3.5 wochen aussieht, wenn wieder blutabnahme ist.

    gruß, der pepper :smiling_face:

  • Hi,

    ich selber kann dir nur was zu den benzos, sagen. Ich bin seit vielen Jahren Diazepam abhängig. Da ich bis voriges Jahr, circa. 10 Jahre, zusätzlich noch verschiedene BtM ( Betäubungsmittelgesetz )genommen habe.

    Kann ich dir sagen, dass sich diese ganzen Medis, die ja auf das Gehirn wirken, auch Wechselwirkungen haben. In meinen Körper, alles durcheinander gebracht haben. Ich hatte Symptome, wo kein Arzt mehr wusste, woher diese kamen. Ich weiß nur, das mein Körper sehr resistent geworden ist, durch den konsumieren.

    Mit testo und progesteron kenne ich mich nicht aus!

    Du schreibst, das du nur alle paar Wochen benzos nimmst. Und dann kannst du die einfach so wieder absetzen? Ohne Entzugserscheinungen?
    Wenn ich fragen darf, wie viel mg benzos nimmst du dann täglich und wie viele Wochen lang?

    Ich mache zur Zeit einen Diazepamentzug. Mein Körper reagiert schon auf einen Tropfen den ich wöchentlich weg lasse!

    Ich hoffe das sich noch andere melden. Die sich besser damit auskennen!

    LG Lana

  • @lana

    danke für deine antwort. das dachte ich mir schon irgendwie, dass der körper da recht resistend wird im nachhinein. daher denke ich, es könnte auch bzgl. der wirkung von testo und progesteron so sein. genaues weiß man nicht und meine endokrinologin weiß von allem, auch von der suchtgeschichte, die ich seit 15 habe. sie kann sich aber keinen reim darauf machen, warum bei mir die testowerte stehen geblieben sind nachdem ich auf 50mg testogel war.

    ich habe durch meine komplexe posttraumatische belastungsstörung (körperliche und psychische gewalt), die schon besteht, seitdem ich 11/12 bin, 2009 angefangen diverse benzos zu konsumieren, alles vom arzt verschrieben, aber es war echt eine extreme menge und hat gewechselt bzgl. der verschiedenen benzo präparate. 2011 habe ich den entzug dann endlich geschafft. ich war clean, aber ich hatte auch diverse körperliche symptome durch die ich dann schließlich in der geschlossenen gelandet bin (freiwillig, weil ich es nicht mehr aushielt zuhause alleine).

    dann habe ich etwa 2.5 jahre keinerlei benzos angerührt. jetzt ist es aber einigermaßen im rahmen und ich lasse es freiwillig von meinem psychiater überwachen, was ich aber nicht müsste.

    wenn ich schlechte phasen habe, dann nehme ich so 4-5mal im monat welche und wenn ich gute phasen habe, dann alle 2 monate einmal. es variiert also immer. ich darf bis zu 10mg diazepam oder 20mg oxazepam nehmen (das sind die, die ich gerade da habe). allerdings nehme ich nie mehr als 5mg diazepam oder 10mg oxazepam. dann gehts mir 1-2 tage nach dem ich es genommen habe, nicht so prall, vorallem psychosomatisch etwas durch den wind, aber danach ist alles wieder auf dem stand bevor ich es genommen habe.lorazepam habe ich von 2009 - 2011 jeden tag genommen plus diverse andere halt noch dazu. auf lorazepam komme ich gar nicht mehr klar. also wenn ich es nehme, ist alles okay, aber die entzug-/absetzsymptome sind sofort nach 2 tagen wieder da, auch wenn ich nur 1x 1mg nehme. daher lasse ich das seit über 1 jahr ganz. zwischendurch hatte ich loraz, aber es ist zu schlimm geworden mit psyche und psychosomatik.

    ich weiß wie scheiße ein benzoentzug ist und will das nie wieder in der art erleben, daher klappt es als notfallmedi inzwischen ganz okay bis sehr gut :smiling_face: bei mir waren da halt immer wieder suizidgedanken und selbstverletzung zusätzlich. das beides ist aber seitdem ich testo nehme und weiß wer ich bin und wie ich leben will, zumindest zurück gegangen. ist ja nicht wirklich einfach als "frau", die ich nie war, jahrelang irgendeine rolle zu spielen, in der ich mich nie wohlgefühlt habe.

    jetzt läuft alles mit vornamen- und personenstandsänderung und ein paar kleine körperliche veränderungen gibt es seit testostart auch schon. leider ist es nur sehr wenig im gegensatz zu anderen transmännern, die ich inzwischen kennengelernt habe (u.a. auch in der selbsthilfegruppe, zu der ich seit september 2014 gehe).

    2 Mal editiert, zuletzt von littlepepper (23. Januar 2015 um 20:29)

  • Hi,

    da haben wir ja was gemeinsam. Ich kann dich wirklich sehr gut verstehen. Ich habe auch mit einen posttraumatischen Belastungsstörungen zu tun, auch wegen ( körperliche und psychische Gewalt ).

    Das ist nach deiner Vergangenheit und momentanen Situation, schon ein Vorteil. Das du den Entzug geschafft hast und du weißt wer du bist und wie du leben möchtest. Und in einer Rolle zu sein, wo man sich nicht wohlfühlt, da kann ich mir vorstellen, das dies eine zusätzliche Belastungssituation für dich war!

    Das ist schon seltsam., warum bei dir die testowerte stehen geblieben sind. Und das deine Endokrinolin da auch keine Erklärung dafür hat.
    Was mir dazu einfällt, das du dir bei einen Experten eine zweit Meinung einholst.

    Was sagen denn die transmänner in der Selbsthilfegruppe dazu? Nun das sich bei dir, bis jetzt nur wenig verändert hat, ich denke das ist bei jedem anders. Ich kann dir nur empfehlen, sich so viele Informationen einzuholen, wie es dir möglich ist.

    Deswegen bist du ja hier im Forum und ich hoffe, dass du Glück hast.

    Das mein Diazepam - Entzug lange dauert, dass weiß ich jetzt auch. Ich habe das voriges Jahr zu schnell gemacht, von 30 Tropfen, täglich 3 Tropfen weniger, bis auf Null. Was danach passierte, war die Hölle. Am fünften Tag ( auf Null ) musste ich zur Notfall - Praxis. Ich musste wieder Anfangen.

    Das heißt voriges Jahr September war ich noch bei 80 Tropfen, 40 mg, täglich, habe dann 30 Tropfen innerhalb von 14 Tagen reduziert. Das ging irgendwie. Dann von 50 Tropfen auf 30 Tropfen und dann wie oben beschrieben. Ich habe dann im November wieder mit 21 Tropfen angefangen und bin bis Ende des Jahre dabei geblieben.

    In dieser Zeit ging es mir wirklich von Tag zu Tag besser und hatte nur noch wenige Entzugssymptome. Ab Januar dieses Jahr, nehme ich jede Woche 1 Tropfen weniger. Jetzt geht alles wieder vorne los. Ist das normal? Ich habe echt Angst, dass ich keine Langzeitschäden zurück behalte.

    Wie lange hat dein Entzug gedauert? Von welcher Dosierung? Hast du auch langsam reduziert?
    Deine ganzen Entzugssymptome sind wirklich ganz weg?

    Wäre lieb von dir wenn du antworten würdest!

    Dank dir

    LG Lana

  • ja, das ist schon ein vorteil, das ich nun weiß wie ich leben möchte. ich weiß noch nicht was ich wegen dem testo mache, aber vielleicht finde ich ja irgendwo eine idee, einen tip oder antwort oder es geht jetzt nach der umstellung auf testotop (auch gel, aber höher konzentriert), etwas hoch mit den werten.

    ich habe sehr lange zeit sehr viel genommen an benzos und alles durcheinander. als ich dann nur noch 2mg lorazepam ohne jeglichen beikonsum anderer benzos hatte, ging es mir schon sehr schlecht, obwohl ich recht langsam runterdosiert habe, um dahin zu kommen. diese 2mg habe ich allerdins innerhalb von 5 tage abgesetzt und ich hatte alles an entzugssymptomen, die man haben kann. nur hat das niemand erkannt dann später in der klinik, weil ich eben halt die komplexe ptbs habe und jeder meinte, es kommt dadurch. klar, einiges sicher, aber vieles davon eben auch nicht.

    ich habe diverse protrahierte entzugssymptome zurück behalten, aber auch dazu sagte man mir, es sei von der komplexen ptbs. ich habe keine ahnung was stimmt, aber die symptome sind immernoch da. schau mal auf: benzo.org.uk : Benzodiazepine: Wirkungsweise & therapeutischer Entzug, CH Ashton DM, FRCP, 2002
    da wirst du alles finden was du sicher bekommen hattest/ hast?!... ich kenne fast alles davon, aber ich muss damit leben. auch wenn ich anfangs nichtmal gehen konnte, also nur so max. 2-3 mins, danach sind meine kniegelenke einfach eingeklappt und im watschelgang geht sichs nicht so gut und ich kam auch für die nächsten 10mins nicht mehr hoch und das personal in der klinik musste mich immer ins bett schleifen. dumm war nur, dass sies mir nie geglaubt haben und dachten, ich markiere, weil ich irgendwas nicht will. es ist aber so gewesen und es hat lange gedauert, bis ich wieder länger als 30mins gehen konnte. inzwischen geht alles wieder, aber merken tu ich das alles trotzdem noch. ist wohl von der HWS her, wenn es stimmt und es von den benzos kommt. das steht auch auf der seite von prof. ashton.

    das einzige was ich noch zusätzlich habe, ist das meine gliedmaßen, vorallem beine, sich fast durchgängig, also jedenfalls wenn ich gehe und stehe, total schwer und steif anfühlen. das ist zwar auch weniger geworden seit 2011 und es wird auch von woche zu woche weniger (so wie 1mm auf einem lineal), aber es ist immernoch da.

    LG

    3 Mal editiert, zuletzt von littlepepper (23. Januar 2015 um 22:27)

  • Hi,

    erstmal, möchte ich mir bei dir bedanken. Ich war gerade auf den Link, das war echt eine Hilfe für mich!

    Du hast ja wirklich eine Leidensgeschichte hinter dir. Ich kann das kaum fassen, dass selbst Fach - Ärzte das verkannt haben! Ich finde für so ein Verhalten, dir nicht zu glauben und dich als Simulant abzustempeln, keine Worte. Solche Ärzte sind inkompetent und wissen nicht, welchen Schaden sie damit anrichten!

    Das tut mir wirklich leid für dich, das du Entzugssymptome zurück behalten hast. Ich habe zur Zeit eine Depression, die mit diesen Entzug in Verbindung steht. Dann ein Trauerfall, meine Schwiegermutter liegt im Sterben. Meine Therapeutin, spricht von alten Wunden, die wieder aufgegangen sind.

    Ich habe gestern ein Antidepressiva bekommen, wie ich mich fühle, dass kennst du bestimmt selber. Ein Antidepressiva, Doxepin nehme ich schon, seit ich mit den Entzug angefangen habe und gegen leichte Entzugserscheinungen helfen soll. Seit gestern zusätzlich Venlafaxin.

    Was ich als schlimm empfinde ist, ich habe immer inter-wall mäßige Schweißausbrüche, die dann einige Minuten anhalten. Oder wenn ich irgendwas erledigen muss, ich kann das nicht sofort erledigen. Ich kann das nur in Zeitlupe. Sobald eine Stress Situation kommt, das ist eine Katastrophe. Ich schaffe das nur, wenn ich das ganz langsam mache. Kennst du das auch?

    Was du hast, mit deinen Gliedmaßen finde ich echt heftig! Ich wünsche dir echt, dass dies besser wird bei dir.

    Ich würde dir gerne helfen, bei deinen momentanen Problemen. Vielleicht fällt mir ja noch was dazu ein.

    Danke............

    Liebe Grüsse

    Lana

  • danke, lana.

    ja ich habe eine ziemlich fiese vergangenheit, die schon mit 11 anfing wegen eltern und bla. meine eltern sind auch suchtkrank und meine mutter hat auch depressionen und so. naja das war alles ziemlich kacke und wurde trotz dessen, dass ich mit 18 abgehauen bin, nicht besser. denn da war ich endlich frei und habe alles in extremen maße nachgeholt, was ich früher nicht durfte.

    ich nehme selbst doxepin (zeiweise 250mg, aber mein psychi meinte dann es sei zuviel obwohl ich nie nebenwirkungen hatte). jetzt darf ich nur noch 150mg zur nacht halt immernoch, aber davon merke ich alleine nichts. dazu nehme ich noch seroquel 100mg und 300mg progesteron. mit dem ganzen zeug kann ich wenigstens schlafen. denn ansonsten mache ich tagelang kein auge zu und sitze, stehe oder liege nach über 40std. immernoch irgendwo wach.

    klasse, das du dir die seite angeschaut hast. ich habe die damals in der klinik ausgedruckt, aber alle waren nur der meinung, ich bilde mir irgendwas ein. die klinik war eh total von arsch. ich hatte nur keine wohnung zu der zeit und straße fand ich nicht so als gute alternative, eltern ging nicht und freunde habe ich keine gehabt, auch immernoch nicht wieder. ich komm auf reale menschen seitdem letzten trauma (2008) gar nicht mehr klar :frowning_face:

    das ist normal mit dem stress von benzos bzw. beim entzug. das zentrale nervensystem ist überlastet/ überreizt. ich kenne das alles auch. allerdings ist es inzwischen nicht mehr ganz so schlimm bei mir. ich bekomme eh inzwischen rente wegen erwerbsunfähigkeit und mache nur das was geht. nur manchmal hat man halt termine (seit testostart noch mehr) und dann muss ich. das leben will ja auch erledigt werden und ich zwinge mich oft. hilfe habe ich gar keine. ambulant betreutes wohnen wurde auch gestrichen (nachdem ich mir psychische gewalt durch meinen betreuer nicht mehr gefallen ließ und ihn wechseln wollte, was aber nicht ging, weil das amt nicht wollte). mir aber inzwischen egal. nun kann ich das machen was ich will und dadurch ist es besser bzgl. der zeiteinteilung und menschen sind bei mir immer mit problemen verbunden. so bin ich wenigstens mein eigener herr und ich finde es dadurch einfacher. ich muss keinem gefallen und der druck ist weniger.

    lg

  • Hi,

    was du da über deine Vergangenheit und über deine gegenwärtige Situation geschrieben hast kenne ich auch.

    Da sind sehr viele Ähnlichkeiten!

    Das Austauschen hier im Forum bedeutet für mich eine große Hilfe!

    Liebe Grüsse

    Lana

  • @lana

    welche ähnlichkeiten genau meinst du?

    ja, ist schon gut sich auszutauschen, aber für mein problem, das ich im eröffnungspost schrieb, gibt es wohl keine möglichkeiten mich auszutauschen :frowning_face:

  • Hi,

    meine Eltern waren auch süchtig, mein Vater war alkoholsüchtig. Ich bin auch mit 17 von zu Hause weg. Ich hab das nicht mehr ausgehalten!

    Dann deine Einstellung was Menschen betrifft. Keine Hilfe.......! Die Erwerbsminderung - Rente habe ich jetzt auch beantragt.

    Wenn du magst, können wir ja mal chatten. :top: Oder ich schreibe dir mal eine Nachricht unter Konversationen!

    Liebe Grüsse

    Lana

  • oh okay. dann haben wir wirklich etwas gemeinsam. ich bekomme die rente halt schon seit fast 4 jahren. ich find das voll kacke, aber es geht echt nicht anders. habe 3 arbeitsversuche gehabt, jedesmal rückfällig, autoaggressiv und aggressiv geworden, jedesmal abgebrochen bevor man mich rausgeworfen hat. ich kann mich absolut nicht integrieren und packe das pensum nichtmal in einem minijob mit 1-3 arbeitstagen a 3std. in der woche :wall:

    klar können wir chatten. morgen habe ich genug zeit. da kann man das sicher einrichten, wenn du magst?! :smiling_face:

  • Hi,

    ja, das können wir machen. Diese Gemeinsamkeiten, ich nenne es mal "Suchtkarriere", verbinden einen irgendwie.....
    Ich bin im Moment in einen absoluten chaotischen Zustand! Dieser Entzug ist der schlimmste, den ich bisher durchgemacht habe,
    wo soll das alles Enden?

    Du kannst echt stolz auf dich sein, dass du es soweit geschafft hast! Ich würde dir sehr gerne helfen bei deinen anderen Probleme.

    Vielleicht kann ich dir ja mental helfen?

    Liebe Grüsse

    Lana

  • Gut, dass du auf dich schaust.

    Ich hab dein Thema auch verfolgt. Weiß aber leider auch nicht so wirklich etwas dazu.
    Ich habe zwar in meinem Bekanntenkreis auch transexuelle Leute, aber die sind nicht polytox und daher wäre das bisschen schwierig da mal nachzufragen.
    Ich kann mich eigentlich nur deiner Vermutung anschließen. Vielleicht steigt das Testo nicht, weil dein Stoffwechsel und Biochemie so lange durcheinander lief und keim in der Lage ist wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Bzw. da müsste ja irgendwas im Körper sein, was den Aufbau von Testo hemmt.
    Nimmst du noch irgendwelche andere Mittel ein? Irgendwas pflanzliches oder so? Könnten es dann Wechselwirkungen sein?
    Schwierig. Ansonsten nochmal nach einem anderen Arzt schauen, der schon länger Erfahrungen hat?

  • Zitat

    Vielleicht steigt das Testo nicht, weil dein Stoffwechsel und Biochemie so lange durcheinander lief und keim in der Lage ist wieder ins Gleichgewicht zu kommen.


    wie meinst du das? was heißt keim?

    ich nehme 300mg famenita (sowie utrogest-natürliches progesteron), 150mg doxepin, 75mg seroquel und die 125mg testogel.

    meine endo hat schon geblickt das mein körper irgendwie anders und schneller ist, aber warum und wie man das schafft auszugleichen, keine ahnung.

    ich dachte und denke schon lange an das progesteron, das es vielleicht zuviel ist oder so, weil mein wert da zwischen 50 und 55 liegt. diesbzgl. muss ich nochmal meine endo fragen, weil es bisher niemand wusste, es aber eine vermutung war. nur 2 transmänner die ich kenne, nahmen das auch (der eine sogar immernoch) und der testowert ging auch hoch trotz 25mg gel bei ihm.

    ich bin also ziemlich überfragt weshalb das bei mir so doof ist :frowning_face:

  • "keim" war nen Schreibfehler! :winking_face: War da noch nicht so lange wach.

    Naja, ich meinte damit halt, dass durch den jahrelangen Konsum von jeglichen Sachen dein Hormoshaushalt und Stoffwechsel einen ab gekriegt hat und nicht mehr so funktioniert wie er sollte? Aber keine Ahnung, ob das wirklich so ist.
    Daher meinte ich ja, du könntest ja mal im I-Net gucken, ob es spezialisierte Ärzte gibt für transexuelle Menschen. Die haben da viel mehr Erfahrung und wissen vielleicht mehr wieso das so bei dir ist.

  • achso, ok. welches wort solltes es denn sein? ich verstehe den satz nicht richtig. im internet gibts halt leider keine ärzte die mir das sagen oder schreiben könnten. nichtmal in transgruppen bei facebook kennt es jemand :frowning_face:

    ich kann in 3 wochen wieder mit meiner endokrinologin reden. da werde ich ihr das nochmal sagen, bzw. sie fragen wie sie das sieht.

    zurzeit hoffe ich ja noch, dass ich einfach nur mehr brauche oder höher konzentriertes. daher stellen wir ja jetzt nochmal um von testogel (12.5gel=125mg testo) und beim testotop, auch ein gel, ist es weniger gel und höher konzentriert, aber auch 125mg testo. sie meinte das können wir halt nochmal versuchen, in der hoffnung das die testowerte dadurch noch nach oben gehen.

  • so, nun ist eine ganze zeit vergangen. testo wirkt super, de spiegel steigt und steigt nach umstieg auf das testotop gel (125mg pro tag). ich bin echt super zufrieden diesbzgl. und depressionen habe ich auch kaum noch :smiling_face:

    nur habe wieder angefangen zu kiffen und opiate zu nehmen (kein heroin!) und ich bin teilweise faul geworden. entzugserscheinungen hatte ich noch gar keine, obwohl ich schon seit märz wieder konsumiere. benzos sind allerdings kein thema mehr. ich nehme 5-10mg oxazepam alle 2-3 monate einmal. damit komme ich gut klar zum glück. ich konsumiere auch nichts, um schlechte gedanken zu verdrängen, naja zumindest zu 98% nicht! das einzige womit ich nicht umgehen kann und echt n kopf zum runterkommen brauche, ist wut. aber die habe ich alle paar wochen einmal. ansonsten halt zum entspannen und bei guter laune.

    keine ahnung wo mich das leben hinträgt. ich werde es sehen :winking_face:

    Einmal editiert, zuletzt von littlepepper (14. Juni 2015 um 23:35)

  • aber ich kann endlich auch mal glücklich sein und habe neue kontakte gefunden, bzw. auch alte von früher aufgefrischt (immerhin 2). vorallem kann ich alleine und zufrieden sein. das war früher nie möglich. ich kann lachen, weil etwas lustig ist und ich kann es fühlen.

    meine langzeitberatung wegen sucht und trauma habe ich 2x unterbrochen wegen der else die mich da "betreut". der sind immer zigtausend dinge wichtiger als der patient und lässt mich das auch fühlen. die frau macht einfach nur ihre arbeit und wenn etwas wichtiger ist als man selbst, dann macht sie das auch zuerst und sagt es sogar noch so. mit so einer kann ich nicht irgendwas auch nur ansatzweise aufarbeiten kann. keine ahnung also wegen sucht"therapie"/beratung...

  • interessant... hier kann man ja sogar sehen welcher user mein thema hier wann gelesen hat.

    schade das es nur gelesen wird und danach ist man weg.

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