Eigentlich wollt ich das ja nicht zum Diskussionspunkt machen weil ich davor ziemlichen Schiss hab aber ich schreibs jetzt doch hier rein
Aber vorsicht ist etwas viel zu lesen
Tagebuch einer traurigen Seele
Jetzt ist es passiert das was ich immer verhindern wollte ich bin in einer Psychiatrischen Klink gelandet und warum weil ich mich anderen anvertraut habe weil ich meine Ängste anderen mitgeteilt habe. Jetzt bin ich hier in der Akutpsychiatrie.
Ich bin alleine ich fühl mich traurig und verraten und was das schlimmste ist ich fühl mich verloren, weiß nichts mit mir anzufangen und könnt eigendlich die ganze zeit nur weinen. Die anderen Patienten machen mir Angst versteinerte Gesichter laufen oder besser gesagt rennen über die Flure. Seelen die keine Ruhe finden. Ich finde auch keine Ruhe laufe ziellos über die langen Flure bin müde und will eigentlich nur schlafen aber nichts hält mich im Zimmer zu groß ist die Angst vor dem was mich hier alles erwartet.
Der Arzt der mich gestern aufgenommen hat war sehr unfreundlich auch die Schwester die bei der Aufnahme dabei saß war nicht gerade nett. Klar es war Freitag nachmittag sie hatte sich sicher nicht gedacht das sie heut noch ne Aufnahme machen muss. Fleißig und schnell fliegen ihre Finger über die Tastatur des PC´s sie schreib mit was ich sage wie ich mich gebe wie ich aussehe alles schreibt sie auf. Der Arzt erledigt seine Aufnahme schnell und routiniert aber kalt. Eine andere Schwester misst Blutdruck und Puls und Temperatur sagt mir aber nicht was sie gemessen hat. Heut Vormittag war der Blutdruck hoch macht mir etwas Angst aber sie gibt mir keine Antwort als ich sie frage arbeitet nur still vor sich hin. Dann holt sie einen Rollwagen auf den sie meine Tasche stellt und bringt mich ins Zimmer. Dort angekommen packt sie meine Tasche aus durchsucht exakt alles was ich dabei hab sogar die Taschen der Hosen. Sie packt Handy, Rucksack, Ketten, Anhänger, Haarspangen, Sicherheitsnadel und alles was aus Glas ist in einen kleinen Holzkasten und nimmt es mit. Nach 10 Min. ich steh immer noch verloren und den Tränen nahe in meinem Zimmer rum kommt sie wieder. Sie zeigt mir die Station die Toiletten den Speisesaal alles was ich so wissen muss. Ich laufe mit ihr immer einen Schritt hinter ihr über die 2 stöckige Station und versuche mir alles was sie sagt zu merken. Die anderen Patienten starren mich an ich fühle mich immer verlorener. Der Arzt hat gesagt das ich zwar freiwillig hier bin aber wenn ich sagen würde das ich gehen will wär ich nicht mehr freiwillig da. Sie haben mir gesagt das sie mir nur helfen wollen und das wenn ich jetzt nicht freiwillig was tu werden sie dafür sorgen das ich nen Unterbringungsbeschluss bekomm. Davor hab ich Angst das kann sich niemand vorstellen. Ich habe kein Kleingeld zum Telefonieren wenn sollt ich auch anrufen alle Telefonnummern sind in meinem Handy gespeichert und da komm ich nicht ran. Zu viel geht mir im Kopf rum und ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll. Jetzt hab ich Zeit für all das wofür ich sonst keine Zeit hab, aber was soll ich hier nur mit mir anfangen........................
Um 17.45 Uhr gibt es Abendessen ich gehe den anderen Patienten nach zum Speisesaal hol mir wie im Traum meinen Teller geh zu einen Freien Tisch setzt mich hin und beginne mein Brot mit Butter zu beschmieren leg es wieder auf den Teller. Eine Junge Frau setzt sich neben mich bietet mir Tee an fragt nach meinem Namen sie erzählt mir ein bisschen etwas. Ich kann nichts essen mein Hals ist wie zu geschnürt. Ich frag sie ob sie mein Brot noch haben will sie nimmt es sich und bedankt sich dafür nett ich bringe meinen Teller zu dem Abräumwagen und geh hoch in mein Zimmer. Die Tür hinter mir geschlossen leg ich mich auf mein Bett und versuche zur Ruhe zu kommen die Müdigkeit überfällt mich ich schlafe ein. Vom Lautsprecher werde ich um 21. Uhr wieder sehr unsanft geweckt. Alle sollen zur Medikamenteneinnahme kommen. Ich zieh mir was über und gehe nach vorne bekomme meine Tablette in die Hand, Wasser zum nachspülen in den Becher. Die Schwestern kontrollieren genau ob man die Sachen schluckt ich hab noch nicht mal gefragt was das war es interessiert mich nicht. Ich geh in mein Zimmer zurück leg mich ins Bett und schlafe sofort ein.
Wie viel Uhr ist es warum bin ich wach geworden wo bin ich ?????????????
Es ist 7 Uhr der Lautsprecher hat mich aufgefordert nach vorne zum Blutdruckmessen zu kommen. Ich geh hin noch halb schlafend bekomm meine Schilddrüsentabletten der Blutdruck ist im Keller der Puls hoch. Kein Pat. Ist angezogen alle schlafen noch halb. Kurze Zeit später bin ich wieder in meinem Zimmer ich zieh mich richtig an mache mein Bett und sortiere weiter meine Gedanken. Heut ist Samstag. Sascha will später kommen mir ist immer noch zum heulen und die Angst ist auch nicht besser geworden Keiner kann sich vorstellen wie man sich fühlt wenn man vor allem weggesperrt ist so komm ich mir vor. In der Nacht sind neue gekommen sehen ziemlich fertig aus. Nach dem Frühstück hab ich mich im Spiegel betrachtet ich sehe auch ziemlich verboten aus. Ich schließe die Badezimmer Tür ab und stell mich unter die Dusche. Das Wasser ist eiskalt wird auch nicht warm. Ich dusche mich schnell zieh mir frische Sachen an und versuche mir darüber klar zu werden was ich noch alles brauch. Ich mache einen Zettel. Bin gerade fertig da kommt die Durchsage das ich zur Tür kommen soll weil Besuch da ist. So schnell war ich bisher noch nicht da vorne. Ich falle Sascha um den Hals und weine.
Er hält mich fest und wir setzten uns in den Besucherraum um zu reden. Um 11.45 Uhr muss ich rein zum Essen danach kommt noch der Oberarzt zu mir oder besser ich zu ihm, er erlaubt mir das ich mit Sascha raus darf. Sofort als er weg ist geh ich raus. Es tut gut. Wir laufen ein paar Min. mir tun die Beine weh und ich fühl mich schwach und müde. Wir laufen bis zu einer Bank dort setzten wir uns hin er nimmt mich in den Arm und ich weine wieder. Um 15 Uhr sind auch meine Eltern da wir laufen ins Cafe. Meine Mutter redet viel und ohne Pause. Um 16.30 geh ich wieder rein. Sascha und meine Eltern haben viel mitgebracht auch eine kleine Blume aber die darf nicht mit rein Sascha nimmt sie mit nach Hause. Wieder wird alles durchsucht ob ich auch nix verbotenes mitgebracht hab. Ich bringe die Sachen in mein Zimmer und räume sie weg richtig mich gemütlich ein. Mir geht es besser jetzt. Ich hab mir die Kopfhörer vom Radio auf die Ohren gesetzt und Musik gehört deswegen beinahe das Abendessen verpasst, komme gerade noch rechtzeitig. Als ich wieder hoch komme ist die Polizei da sie bringen einen jungen Mann er schreit und wehrt sich er hat Handschellen und Fußschellen an ich hab Angst bin wie gelähmt kann keinen Schritt machen steh da im Flur und will eigentlich in mein Zimmer aber es geht nicht. Höre den Mann schreien das Pflegepersonal kämpfen er soll fixiert werden rennt davon stürzt im Flur hin sie schnappen ihn binden ihn ins Bett. Noch lange nachdem das ganze Spektakel rum ist steh ich vor meiner Zimmertür mir ist zum heulen aber es geht nicht. Es ist 21 Uhr die ich geh von ganz alleine nach vorne hol mir meine Tabletten ab setzt mich in den Flur um noch ein bisschen zu lesen. Fast wär ich eingeschlafen mit letzter Kraft komm ich zurück in mein Bett. Ich weiß immer noch nicht so genau was ich da eigentlich schlucken muss abends.
Ich schlafe ein obwohl es sehr laut ist auf dem Flur. Um 4 Uhr bin ich wach draußen schreien mehrere Leute laut um Hilfe eine Frau ruft immer und immer wieder aua sie tun mir weh. Ich beginne zu zittern die Angst ist wieder da. Ich muss zur Toilette geh raus auf den Flur es ist taghell ich laufe nach hinten auf die Toilette überall auf dem Flur stehen Betten aus manchen Zimmern dringt rufen auf die Flure es fällt mir schwer zu laufen ich schaue zu Boden damit ich niemandem in die Augen sehen muss. Schnell bin ich wieder in meinem Zimmer aber ich kann nicht mehr schlafen zu groß ist die Angst geworden. Bin heut lange vor dem Lautsprecher angezogen und auf dem weg nach vorne. Sie haben meine Tabletten vergessen die Schwester holt sie ich steh verloren auf dem Flur in mitten der anderen Patienten kaum einer hat den Lärm der vergangenen Nacht mitbekommen alle haben geschlafen nur ich nicht. Mir ist kalt und ich fühl mich richtig krank alles tut mir weh ich hab Kopfschmerzen. Wieder zurück im Zimmer versuche ich verzweifelt wach zu werden zu Hause würd ich jetzt nen Cappuccino trinken aber das ist hier alles verboten auch Cola darf ich nicht trinken, aber das ist weniger schlimm. Sascha kommt wieder zu Besuch ist es schön wenn er da ist. Der Sonntag vergeht schnell als ich wieder in mein Zimmer komm bin ich nicht mehr alleine eine Frau liegt bei mir sie sagt das sie morgen auf jeden Fall wieder gehen wird wir unterhalten uns ein wenig. Nach dem Abendessen bin ich lange Telefonieren gewesen langsam schwillt der Geräuschpegel wieder an es wird lauter und unruhiger auf Station. 32 Patienten bei 30 Betten, die Station ist voll bis zum Anschlag. Um 21. Uhr geh ich schlafen ich bin unruhig werfe mich hin und her die arme Frau kann sicher nicht schlafen, meine Nase ist verstopft ich bekomm schlecht Luft und ich habe immer noch Angst. Um 7 Uhr ist die Nacht zum Glück um die andere Patientin ist bereits wach und angezogen sie ließt. Wir gehen zum Blutdruckmessen nach vorne, danach zum Frühstück nach unten. Um 8.45 soll ich zur Blutentnahme kommen danach zum EKG und um 9.30 beginnt die Oberarztvisite wir dürfen die Zimmer nicht verlassen bis die Visite da war. Ich frag mich was ist wenn ich jetzt zur Toilette muss werde es mir dann wohl verkneifen müssen. Der Oberarzt kommt er hat genau 2 Min. pro Patienten gerechnet er sagt das wenn es mir gut geht ich auf ne offene Station darf sobald dort ein Platz frei ist. Ich freue mich zum ersten Mal seit ich hier bin wirklich, aber nicht lange dann beginnen die Ereignisse sich zu überschlagen. Meine Mutter hat mit nem Arzt geredet der hat er alles mögliche erzählt mein Vertrauen beginnt zu verschwinden ich fühl mich ausgeliefert und hilflos ich will hier weg. Meine Mutter will einen Anwalt einschalten um mich raus zu holen sie versteht nicht das ich das auf keinen Fall will sie lässt nicht mit sich reden ich hab immer mehr Angst. Sascha kommt nicht bereits seit einer Std. warte ich auf ihn. Hat er mich vergessen ?? Will er mich jetzt nicht mehr sehen ? Ich werde immer unruhiger fühl mich beobachtet. Ich hab Angst das ein Richter kommt und wirklich entscheidet das ich hier bleiben muss. Meine Mutter drängt immer mehr alle drängen mich in die Ecke und ich ab keine Kraft mich zu wehren. Als Sascha endlich kommt steht mein Entschluss fast fest ich geh heut egal wie. Ein Arzt redet noch mal mit mir will mich umstimmen, ich schalte auf stur will nichts mehr hören kann einfach nicht mehr. Sie schicken mich in mein Zimmer dort liegt eine andere Frau sie ist ganz stolz das sie es geschafft hat ihren Gürtel zu behalten und ihre Nagelschere die Gedanken kommen wieder ich starre auf die Mülltonne in der eine Plastiktüte steckt ich versuche die Gedanken wegzusperren sie nicht zuzulassen aber es ist schwer. Ich glaube ich dreh hier heut noch durch. Der Arzt kommt zu mir ich springe auf und sage zu ihm er soll mir meine Papiere zusammen machen ich will sofort hier weg. Er willigt ein und ich pack meine Tasche.
Heute ist Mittwoch und ich bin immer noch total durcheinander trau mich nicht vor die Tür wenn das Telefon klingelt fahr ich zusammen und geh ich nicht ran die Rollläden sind runter gezogen ich fühl mich auch in meiner Wohnung immer noch nicht sicher nur wenn jemand da ist.