Ich komm mit der Angst nicht mehr klar

  • habe das Gefühl einfach immer wenige tun zu können ohne Angst zu haben
    einige Dinge gehen ja schon ganz lange nicht mehr ( ausgehen, Feste, Menschenansammlungen, Kino)
    ein paar Dinge machen immer mal wieder Probleme ( Arbeiten sprechen vor fremden Menschen, Auto fahren)
    habe das Gefühl das es immer schlimmer wird
    war wegen der Angst vor 14 TAgen sogar mal krank geschrieben weil ich nicht mehr hätte arbeiten gehen können
    und ich habe Angst davor das es immer schlimmer wird und ich irgendwann gar nichts mehr tun kann
    Dieses Gefühl macht mich hmm irgendwie gibt's kein Wort das dieses Gefühl beschreiben kann
    ANGST eben
    vorhin wusste ich im Auto nicht mehr was ich jetzt zuerst tun muss,
    konnte kaum sprechen (war in einer Besprechung zu der ich nicht hätte gehen müssen es war also freiwillig) hab zum teil nur noch genickt oder
    mit dem kopf geschüttelt
    es ist als würde sich um mich herum alles drehen mir wird schwindelig und ich hör nichts mehr außer Pfeifen ( ja ich habe einen Tinitus aber das ist es nicht es ist anders irgendwie )
    Mensch das ist so schwer das so zu erklären das man es versteht
    ich komm mit dieser Angst einfach nicht mehr klar
    mach mir unnötig nen Kopf wenn ich was tun soll weil ich angst habe es nicht zu schaffen
    es kommt mir alles so vor als würde es da keinen Ausweg mehr geben es ist hoffnungslos und ich hab Angst das ich vielleicht
    nie wieder raus gehen kann oder irgendwann vielleicht nicht mehr aufstehen kann weil ich zu viel Angst habe
    und das macht die Angst noch schlimmer
    ein Kreislauf aus dem ich nicht raus komme
    Was tut man gegen Angst außer sich ihr stellen und nicht zu vermeiden und außer Tabletten schlucken ?
    wobei mir grad auch das sich stellen unendliche Probleme macht
    ich will diese Angst nicht haben aber ich hab auch nicht genug kraft dagegen anzukämpfen
    im mom ist der innere Trieb da einfach für die nächsten Tage alles abzusagen, das Telefon abzuschalten und mir die Decke über den Kopf zu ziehen
    ich weiß das das nichts bringt und das Problem damit nur verschoben wird
    aufgeben wäre die Beste Möglichkeit
    aber mein Verstand weiß natürlich das das nicht geht
    fühl mich damit einfach alleine gelassen und überfordert
    danke das ich das schreiben durfte

  • Hey liebe Arkadia :55:

    Mensch, dass das nicht mal besser wird. :frowning_face: Was sagt denn Deine Therapeutin dazu? Ich meine, die kann das doch ned so einfach stehen lassen und Dir nur Medis geben, die so fiese Nebenwirkungen haben, wie Du sie davon hattest.

    Gibt es denn keine mögliche stationäre Therapie? Wo Du täglich vielleicht Gespräche hast und so? :ce:

    Ich hoffe so sehr, dass es Dir ganz bald besser geht. :frowning_face:

    Aufgeben ... nene - ist ned. Mach bitte keinen Quatsch, ja?

    Alles Liebe & Gute,

    Leben

  • Hi Arkadia!

    Ich denke, wenn du schon mal krank geschrieben warst wegen deinem jetzigen Zustand, solltest du vielleicht wirklich mal über Klinik nachdenken?!
    Du scheinst ja wirklich kaum deinen Alltag bewältigt zu bekommen und schlägst dich zusätzlich mit irgendwelchen Nebenwirkungen von Medis rum, die die Ärzte dir verschreiben aufgrund deines Zustandes?

    Und wenn es dauerhaft so bleibt, kann man sich ja auch als Notfall einweisen lassen und gezielter schauen, dass es dir wieder besser geht.

    Ist das denn keine Alternative oder Überlegung für dich?

  • Nein das was auf keinen fall in Frage kommt ist Klinik
    ich will nicht eingesperrt werden das macht alles nur noch schlimmer
    das ist der Hauptgrund warum ich so wenig wie möglich mich irgendwelchen Menschen
    offen darüber spreche weil ich auf keinen Fall in eine Klinik möchte
    ich weiß das ich dann einfach dicht mache ich kann gut spielen und ich wäre nicht ehrlich
    hab einfach zu lange gebraucht um mir wirkliche Hilfe zu suchen
    und immer wenn mir jemand mit Klinik kam hab ich abgebrochen bin nicht mehr
    zu den Terminen hin usw
    im mom ist das einfach keine Alternative für mich
    ich bin bereit alles ambulant zu machen solange ich zu hause bleiben darf

    Je instabiler die Umgebung für mich ist desto instabiler bin ich
    oder werde ich
    wenn der Rahmen stimmt in dem ich mich bewege ich das Gefühl habe das im Griff zu haben
    desto besser klappt das aber genau da liegt eben das Problem da sind zu viele Dinge dich ich nicht
    abschätzen kann
    und ich hab einfach Angst und kein Vertrauen in mich das ich das schaffe und in mein Umfeld das es nicht
    zusammenbricht und noch weniger Vertrauen zu menschen weil ich
    sie nicht enttäuschen will
    keinen belasten möchte
    nicht auffallen möchte
    nicht stören will
    und vor allem nicht weggesperrt werden möchte

  • Dann guck doch mal, ob es bei dir eine Tagesklinik gibt. Ich war letztes Jahr in einer, dann bist du von morgens bis nachmittags dort und darfst dann nach Hause gehen! Vielleicht wäre das ja etwas für dich!

  • Schade, Arkadia, dass du so eine Meinung von Kliniken hast, die meiner Meinung längst veraltet ist.
    Jeder Patient hat, wenn er nicht gerade unter richterlichen Beschluss eingewiesen wurde jederzeit die Behandlung/Aufenhalt abzubrechen, denn Niemand kann gegen seinen Willen festgehalten werden. D.h. man kann jederzeit sagen, dass man geht, sogar auf geschlossenen Stationen.
    Vor allem frage ich mich wie du darauf kommst, dass du da eingesperrt wirst? Du würdest wegen deinen Ängsten dort hingehen, warum soll man wegen Ängsten eingesperrt werden?
    Ich habe selbst in einer Klinik gearbeitet und habe selber mit Menschen auf einer offenen Station mit Ängsten, Süchten, Depressionen zusammengearbeitet und da musste keiner wegen seiner Erkranung eingesperrt werden und konnte immer sagen, wenn er mit was nicht einverstanden ist.

    Solange du nicht suizidal bist und/oder andere Menschen gefährdest, wird dich auch Niemand einsperren.

    Und das mit deinem Umfeld habe ich nicht ganz verstanden. :confused_face:
    Wenn dein Umfeld zusammenbricht, brichst du auch zusammen? Vielleicht noch ein Grund mehr etwas zu unternehmen.
    Und vielleicht wäre Tagesklinik echt ein erster Schritt. Das wäre quasi auch ambuant. :winking_face: Morgens hinfahren, nachmittags wieder nach Hause. Man kann da auch anständig Medikamente einstellen und Gespräche durchführen.

    Und sich Hilfe holen und suchen, ist keine Schande!
    Ich denke, es ist für dein Umfeld belastender, wenn sie mitbekommen wie du still vor dich her leidest, anstatt dir helfen zu lassen.

    Machst du überhaupt wegen der Ängst ne Therapie zur Zeit?

  • bin ja in einer Tagesklinik angeschossen d.h ich kann dort jederzeit hingehen
    bekomme die Möglichkeit Gespräche zu führen und auch die Möglichkeit verschiedene Therapien zu machen
    also Maltherapie und Musikterapie all das geht ja wenn ich es schaffe daran teilzunehmen
    Ja vielleicht ist die Ansicht die ich mit Klinik habe wirklich veraltet aber das hat sich in meinem Hirn festgefressen
    einmal geschossene und ich hatte nicht die Möglichkeit selbst zu gehen weil die mich einfach nicht raus lassen wollten
    und mehrfach mit Beschluss gedroht haben wenn ich nicht mitmache
    also hab ich denen ziemlich schnell vorgespielt das es mir gut geht und bin dann irgendwann einfach abgehauen
    geholfen hat es mir kein Stück und es war danach noch schlimmer
    deshalb will ich das einfach nicht noch mal ertragen müssen

    Ich mache regelmäßig Gesprächstherapie und bekomm hat meine Medikament und ich bin ja dankbar das
    ich relativ frei entscheiden darf was ich will und was ich brauch
    das Problem ist halt einfach das das ich viel zu spät merke das ich mehr hilfe brauche und dann ist es so wie jetzt
    an nem Punkt wo ich nicht mehr klar komme

    In meinem Umfeld tut sich grad sehr viel bes. Beruflich da wird sich viel ändern in den nächsten Monaten und das macht mir Angst
    weil ich einfach eine gewisse Sicherheit brauche um funktionieren zu können
    und genau das fehlt mir ich denke wenn sich das wieder beruhigt dann wird es hoffe ich ja auch wieder besser werden
    aber bis dahin das wird sich noch bis Feb. hinziehen bis ich wirklich weiß wie es weiter gehen wird und ob ich meinen Job wechseln muss und ob ich in ein neues Fachgebiet wechseln muss usw
    und das macht mir einfach Angst die Ungewissheit und wieder mit neuen Menschen zusammen zu arbeiten
    ich weiß da so was normal ist das man als Erwachsener Mensch damit zurecht kommen muss
    aber mein Verstand und mein Gefühl das kämpft gegen einander
    ich weiß nicht ob das jemand verstehen kann
    Es ist gut das ich das schreiben darf das ist sehr wichtig für mich weil es sortiert die wirren Gedanken in meinem Kopf und das ist sehr wichtig für mich

  • hallo Arkadia,

    alles was Du schreibst hat sich bei mir genauso angefühlt. Ganz genau gleich!
    Auch hatte ich die gleiche Einstellung zu Kliniken. Die Angst war einfach übermächtig.
    Irgendwann war es so schlimm, dass ich vor Angst überhaupt nicht mehr schlafen konnte.
    Ich habe so gezittert und hatte so schlimme Angst, dass einschlafen unmöglich war.
    Und zur Arbeit musste ich mich echt zwingen oder gezwungen werden, wenn ich nicht gehen wollte.
    Das war ein Jahr des Grauens!!!!
    Und dann hab ich Schluss damit gemacht. Ich habe mich bei der Arbeit krank gemeldet und einen Arzt angerufen, zu dem ich halbwegs vertrauen hatte.
    Aber er war auch der einzige Arzt, zu dem ich Kontakt hatte. Auf jeden Fall hat der Arzt mich total ernst genommen. Ich musste zwar hin und das war ein Hängen
    und Würgen da überhaupt hin zu kommen aber ich habs geschafft. Der Arzt hat dann einiges in die Wege geleitet und mich krank geschrieben.
    Ich war allein deswegen unglaublich lange krank geschrieben aber den Ärzte war es wichtig mich aus meinem Alltag raus zu ziehen, damit ich eine Therapie in Ruhe
    machen konnte und um zu entspannen. Mittels der Therapie habe ich Übungen machen müssen. Ich hatte solche Angst überhaupt irgendwo hin zu gehen.
    Mich hat die Angst so gelähmt. Ich habe nur geweint und geweint und dachte ich komme da nicht mehr raus. Alles, zum Arzt zu gehen und alles andere, wirklich alles
    was zum Leben gehört machte mir Angst. Nirgendwo konnte ich hin gehen.
    Irgendwann fing ich an im Garten zu werkeln und dann kurze Spaziergänge zu machen. Alles unter zittern, schwitzen und weinen. Aber ich habe die Zeit bekommen, die ich
    brauchte um die Dinge wieder zu lernen und die Therapien und die Unterstützungen der Ärzte, die mich unterstützten. Auch eine Reha, eine psychosomatische, hat mir weiter
    geholfen. Ich habe mir eine Klinik daheim ausgesucht, um nicht weg zu müssen und es war gut.

    Ich erzähle das alles, damit Du etwas Mut bekommst und den Glauben, dass wieder alles gut werden kann!
    ich musste mir überlegen was gut für mich sein könnte. Mit Hilfe der Ärzte!
    Das Wichtigste aber war, dass ich ehrlich zu mir war und mir eingestand, dass es so nicht weitergehen konnte wie es war.
    Dass ich nicht weiter arbeiten gehen konnte; dass dieser Teufelskreis ein Ende haben musste! Dass ich eine Therapie, also Hilfe brauchte.
    Das ist wichtig.
    Der Weg, den Du gehst ist der Gleiche wie bei mir.
    Du musst Dir überlegen was Du brauchst, um den Weg zu ändern. Und welcher Arzt Dir dabei helfen kann!
    Es geht immer weiter. Das habe ich gelernt. Und dass es gut werden kann. Aber man muss selber kämpfen, ehrlich zu sich sein und Hilfe wahrnehmen!!!

    Ganz lieben Gruß an Dich!
    Tulpe

  • ich denke ich weiß was du meinst
    ich denke auch das ich weiß warum das alles so schlimm ist
    ich denke das ich es so wie ich es gerade mache richtig mache richtig für mich auch wenn es sich für andere vielleicht seltsam ich will nicht sagen
    falsch aussieht
    ich denke das es so wie es gerade ist richtig und wichtig für mich ist genau diesen weg zu gehen
    ich brauche für MICH die Bestätigung das ich es eben kann
    ich weiß JETZT was mir diese Angst bereitet ich konnte sie nicht zuordnen wusste einfach nicht was sie auslöst
    aber ich bin mir ziemlich sicher das ich weiß was der Auslöser war /ist
    das schlimme ist und das weiß ich auch das leider das ich das im mom einfach nicht ändern kann weil es halt so ist wie es ist
    ich weiß aber auch das es sich in absehbarer zeit so ändern wird das ich nur noch zwei Möglichkeiten habe
    nämlich
    a ) es wird alles gut und ich kann so weiter machen wie bisher
    oder
    b) die Umstände werden sich so ändern das ich nicht mehr damit klar komme und dann wird es sich von selbst erledigen weil ich
    dann den Haupt-Angst -Auslöser ausgeschaltet bekomme und nicht mehr arbeiten DARF
    und dann ist alles anders
    und dann muss ich neu überlegen über mein Leben nachdenken und einen neuen Weg finden auch wenn das schwer wird
    aber bis dahin will ich einfach weiter kämpfen für ein möglichst NORMALES Leben
    auch wenn ich heut wieder das Gefühl habe gaaaanz weit weg von der Normalität zu sein
    ich weiß das ließt sich jetzt sehr wirr und ich weiß auch das es viele einfach nicht verstehen werden
    das tut mir leid aber es muss in meinem Kopf sinn machen
    für mich sinn machen
    ich weiß das es für viele Menschen schwer ist meine manchmal wirren Gedanken nachzuvollziehen
    ich kanns ja oft selbst nicht

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