Hallo allerseits,
ich habe mich spontan in diesem Forum angemeldet weil ich Hilfe suche.
Ich bin seit einem Jahr mit einem Mann in einer Partnerschaft, seit 5 Monaten leben wir auch zusammen.
Wir haben uns auf einer Party kennen gelernt, standen beide unter dem Einfluss von Speed.
Mein Konsumverhalten war sehr unregelmäßig und selten, bald wurde mir aber klar, dass er regelmäßig sämtliche chemische Drogen konsumiert. Seit etwas 14 Jahren.
Mein Konsum hat sich während unserer Beziehung gänzlich gegen 0 reduziert, ich habe viele Jahre ein Alkoholproblem gehabt. Dies hat sich sehr auf meine Gesundheit ausgeschlagen (ich habe angefangen Blut zu kotzen nachdem ich Alkohol getrunken habe). Daraufhin habe ich meine Alkoholkonsum sehr eingeschränkt. Nun ist es nicht so dass ich gar nichts mehr trinke. Aber ich bin aus meinem täglichen Alkohol-Komsum-Verhalten raus und trinke pro Woche ca. 3 Flaschen Bier. Dies ist im Verhältniss zu meinem Konsum zuvor verschwindend gering. Ich weiß aber dass dies noch nicht ausreicht. Mein Partner hat sich diesbezüglich nie so geäußert mir das Trinken zu verbieten er sagte immer es ist meine Entscheidung und es wäre respektlos mich daran zu hindern.
Ich habe also mein selbstzerstörendes Verhalten diesbezüglich relativ abgelegt, da ich gemerkt habe wie es mich aufhält, und dies auch im Laufe der Zeit von ihm verlangt.
Er ist dem "einigermaßen" nachgekommen.
Ich weiß nicht wieviel er tatsächlich noch konsumiert. Ich weiß aber, dass dies in Alltagssituationen nicht vorkommt. Was er aber auf und nach der Arbeit tut weiß ich nicht.
Ausschlaggebend dafür war zum einen der Druck dass die Beziehung sonst nicht weiter bestehen kann aber auch der Wille seinerseits eine Wendung in seinem Leben zu erfahren.
Er hat den Kontakt zu alten Freunden komplett abgebrochen (ohne dass ich es verlangt hätte, was er mir vorhält) aus dem Grund dass ihn diese Leute nicht weiter bringen sondern er in Verhalten verfällt was auch ihn aufhält.
Er hat zwar seinen Konsum sehr reduziert. Aber ich wollte das er ganz damit aufhört.
Das schafft er nicht. Er ist nicht in der Lage anders auf problematische Situationen zu reagieren.
Dies hat mein Misstrauen immer aufrecht erhalten so dass er das Gefühl bekam es mir mir nichts recht zu machen.
Mittlerweile beschuldigt er mich ihn in einen Käfig zu sperren und ihm alles zu verbieten. Dies bezieht sich aber hauptsächlich auf seinen Drogenkonsum.
Den nutzt er um mich zu "bestrafen". "Wenn du dich so verhälst dann wirst du schon sehen was du davon hast, dann nehme ich noch viel mehr Drogen dann werde ich niemals damit aufhören."
Unsere Beziehung besteht hauptsächlich aus Vorwürfen und Streitereien.
Jedenfalls ist mir bewusst geworden, dass es immer nach den gleichen Mustern abläuft.
Es läuft einige Tage gut zwischen uns, dann "erlaubt" er sich wieder Drogen zu nehmen. Dann gibt es einen großen Streit. Zwei Tage Funktstille. Dann läuft es wieder besser. Dann nimmt er wieder Drogen. usw. Ich möchte diesen Kreislauf unterbrechen.
Ich habe angefangen nicht mehr alles direkt auf mich zu beziehen. Nicht bei jeder Aussage an die Decke zu gehen sondern ruhig zu bleiben und ihn schimpfen lassen. Ich habe nicht mehr meine ganze Energie dahingehend verschwendet ihm das Leben schön zu machen. Dies hat ihm offensichtlich Angst gemacht. Er kam auf mich zu..es folgte wieder eine schöne Zeit. Nun steht er bezüglich seiner Arbeit wieder sehr unter Druck und lässt es an mir aus..ich bleibe hart und er fasst dieses Verhalten als Arroganz auf und tickt nur noch aus. Weil er nicht darauf klar kommt, dass ich meine Rolle gewechselt habe und nicht mehr "vor ihm krieche" und nicht mehr alles dafür mache dass er seinen Alltag besteht (er ist diesbezüglich ohne mich sehr aufgeschmissen und zu 100% abhängig von meiner Laune und meinem Verhalten.) Ganz konkret ist er heute bzw. gestern Nachmittag zur Arbeit gegangen (nachdem wir uns gestritten haben weil ich ihm nichts zu trinken (unalkoholisch) gekauft habe), ich habe festgestellt dass 50€ fehlen und ihn während der Arbeit gefragt warum. Weil er sich Drogen kaufen wollte, dies aber nicht getan hat. Dann habe ich wortlos aufgelegt, weil es mich schockiert (ja. mh. schön naiv) hat dass er so damit umgeht.
Darauf folgte nun, dass er nicht nach Hause gekommen ist. Und es ist zu 100% klar was er gerade tut. Mich "bestrafen".
Bitte entschuldigt, wenn ich mich unzureichend ausgedrückt habe.
Ich möchte nun nicht dass gleiche Verhalten wie so oft zuvor an den Tag legen. Eine riesen Szene machen..nach der wieder Funkstille kommt und es sich nach einigen Tagen wieder regeneriert.
Aber es leuchtet mir nicht ein auf die "Nicht-Hilfe" zu setzen. Weil er nach eigender Aussage darauf wartet dass ich eine Toleranz für seinen Drogenkonsum entwickel. Und da sich dieser momentan recht beschränkt hält, habe ich große Angst, dass ich ihn damit nur noch weiter vorantreiben würde.
Was wäre nun das beste Verhalten?
Vielen Dank schon einmal, auch für das Lesen.