Wer ist verantwortlich, wenn jemand kifft?

  • Hallo an Alle,

    ich hoffe, dass ich hier bei Euch richtig bin und vielleicht von Betroffenen eine Hilfe erhalte.

    Der 23-jährige Sohn meines Lebebensgefährten kifft seit ca. 8 Jahren. Leider ist es so, dass er seit Jahren nichts mehr in seinem Leben auf die Reihe bekommt.

    Er hat mit ca. 15 Jahren angefangen zu kiffen - erst heimlich. Als wir merkten, dass etwas nicht mehr stimmt (250 € Weihnachtsgeld an vier Tagen ausgegegeben usw.) wurde das Thema Drogen irgendwann aktuell. Das Kiffen zog sich dann zwei Jahre weiter durch sein Leben immer wieder mit Diskussionen und seiner Einschätzung, dass kiffen doch unbedingt legalisiert werden solle usw.

    Mit 17 sind wir umgezogen und er hat eine Ausbildung begonnen. Leider klappte es nicht so, denn er kam täglich zu spät, hat sich krank gemeldet (uns erzählt er hätte schlecht Wetter usw). Innerhalb kürzester Zeit hat er es geschafft, dass die Gesellen und vor allen Dingen der Chef verärgert waren. Und immer wieder war bei uns das Thema kiffen und die Verherrlichung seinerseits an der Tagesordnung. Es war ihm auch sehr wichtig, sich in seinem Umfeld als "Super"kiffer darzustellen.

    Natürlich gab es dann oft Krach bei uns. Zum einen, weil er nicht mehr regelmäßig zur Arbeit ging, zum anderen, dass er versucht hat, Drogen an Minderjährige im Ort zu verkaufen (also nicht dealen, aber diese davon zu überzeigen, wie geil Drogen doch sind).

    Ich bin dann mehrfach zur Drogenberatung. Alleine - Vater und Sohn fanden es doch sehr übertrieben. Also konnte von der Seite auch nicht geholfen werden.

    Es ging dann weiter, dass wir Drogen und vor allen Dingen Drogenkonsum im Haus verboten haben. Leider klappte es mit dem Verbot nicht so. Sämtliche Utensilien lagen offen und frei herum.

    Er hat in dieser Zeit nichts mehr auf die Reihe bekommen: nicht mehr regelmäßig zur Arbeit gegangen, Führerschein zu machen scheiterte am Aufstehen für Sehtest und und und)

    Nachdem er seine Ausbildung dann nicht geschafft hat und die familiäre Situation nur noch eskalierte (sicherlich war ich auch überfordert mit dieser ganzen Thematik und mit allem, was mit exzessiven Konsum zusammenhängt) haben wir beschlossen, dass der Sohn meiner Lebensgefährten (mittlerweile war er 19) eine eigene Wohnung bezieht.

    Das ist nun vier Jahre her. Seit dieser Zeit macht er nichts mehr. Mittlerweile ist er 23 Jahre alt und er macht nichts ... rein gar nichts. Er ist arbeitlos gemeldet .... schafft es aber nicht, neue Anträge abzugeben oder Termine beim Arbeitsamt einzuhalten. Zweimal wurde er einer Zeitarbeitsfirma vermittelt. Es lief jeweils zwei Wochen, dann wurde er sofort wegen Unpünktlichkeit gefeuert. Tja und wenn dann kein Geld kommt, springt der Vater ein und läßt sich alles erzählen. Ausreden und Geschichten die so simpel sind, dass sie weh tun. Er hat es tatsächlich geschafft, seinem Vater zwei Jahre lang weiß zu machen, dass der Antrag auf Arbeitslosengeld laufen würden. Der Vater hat fleißig 20.0000 € für alles bezahlt Miete, Lebenshaltung usw. Solange, bis die Ersparnisse zu Ende waren.

    Dass ein Vater seinen Sohn liebt, ist ganz normal. Aber er hielt ihm doch nicht. Dieser junge Mann kann auch gar nicht auf die Beine kommen, weil alles was er verzapft vom Vater wieder glatt gebügelt wird.

    Er hat zwar ein Konto, aber es wird vom Vater verwaltet. Weil er nicht mit Geld umgehen kann, überweist der Vater Montag 15 Euro, Mittwoch 15 Euro und am Freitag noch einmal 30 Euro.

    Diesen Monat hat er schon wieder kein Geld bekommen. Der Grund, er sollten seinen Personalausweis bei der Arge vorlegen. Der Vater hatte ihm 35 Euro für die Beantragung eines Ausweises überwiesen. Er hat das Geld verballert. Es fehlen also wieder ca. 700 Euro in der Kasse. Das Ende vom Lied, der Vater macht einen Tag sein Büro zu, fährt 120 km (2 Std. Landstraße und zurück) und geht mit dem 23-jährigen Sohn los, um den Perso zu besorgen.

    Und das ist jetzt nur ein kleiner Auszug gewesen.

    Und nun zu meinem Problem.

    Dieser junge Mann benutzt mich, um sein Kiffen und sein Verhalten zu rechtfertigen. Er ist der Meinung, dass (seit unserem Umzug als der 17 war) ich mit seinem Vater gleichberechtigt war und ich ihm seinen Vater weggenommen habe. Wir wohnten damals in einem sehr hellhörigen Haus und es gab deswegen häufig Ärger wegen Lärm zwischen uns beiden. Noch größeren Ärger gab es, weil er nicht zur Arbeit gegegangen ist und ich dumme immer ans Telefon gegangen bin, wenn sein Arbeitgeber anrife frühmorgens.

    Aus diesen ganzen Streiterein heraus, hat er dann vor vier Jahren bei seinem Auszug gesagt, dass er keinen Kontakt mehr wünsche. Das ging dann zwei Jahre und auch der Vater hat mir untersagt, noch irgendetwas für den Sohn (Drogenberatung usw.) zu machen.

    Wir haben vor ca. 1 1/2 Jahren telefoniert und uns dann getroffen zur Aussprache. Es kamen Argumente, warum er nicht arbeitet: Griechenlandkrise usw. - es lohne sich doch nicht). Er wollte von mir die Aussage, dass es nicht mein Wille gewesen ist, dass er auszieht. Hierzu kann ich nur sagen, dass die Zeit zwischen 17 und 19 nicht einfach war und ich nicht traurig darüber war, dass er dann ausgezogen ist (ich glaube, jeder der als Betroffener mit Drogenkonsumeten zu tun hat, versteht das.) Im Laufe des Gesprächs habe ich ihm erzählt, dass wir schon viel über Trennung gesprochen haben. Seine Antwort lautet: Dann habe ich ja erreicht was ich wollte!

    Nun ist es so, dass er mich für alle Unzulänglichkeiten verantwortlich macht, weil ich ihm ja den Vater genommen habe.

    Es macht ihn so fertig, dass er nicht zum Arbeitsamt geht, dass er sich um nichts kümmert usw. Er setzt jetzt seinen Vater unter Druck und fordert von ihm die Trennung von mir. Nicht falsch verstehen, es geht nicht um mich. Dem Dauerstreit bin ich nicht mehr gewachsen.

    Mich enttäuscht nur, dass es tatsächlich möglich ist, sich soweit zum Opfer zu machen, dass der Vater sich in den finaziellen Ruin stürzt, sich Ausreden erzählen läßt, die so unfassbar sind, dass es schon weh tut.

    Nun habe ich einfach mal geschrieben.

    Danke für das Lesen.

    P.S.
    Vor einigen Jahren hatte ich zu dem Thema hier schon einmal geschrieben - uns es ist alles nicht schlimmer geworden ..... so unglaublich aussichtslos.

  • hallo unser sohn!

    ich bin selbst seit 14 jahren abhängig, nun anfang dreißig und bin gerade beim entzug.

    ich finde das thema sehr schwer aber schreibe auch einfach mal was mir in den kopf kommt.

    es ist löblich das du deinem sohn helfen möchtest. ich bin aber der meinung, dass ein süchtiger nur selbst auf den trichter kommen kann das etwas schief läuft, egal wie oft man es ihm sagt.

    vielleicht solltest du dich selbst mit weiteren angehörigen, mehr als hier im forum, auseinandersetzen. selbsthilfegruppen etc.

    ich selbst hatte eine mutter die sich sehr gesorgt hat, allerdings habe ich mein leben auch noch relativ gut auf die reihe bekommen(ausbildung, arbeit). ich kann nur erahnen wie es dir gehen mag.

    möge dein sohn und sein vater zur einsicht kommen.
    gruß
    a

  • Hallo Amieth,

    vielen Dank für Deine Antwort.

    Weißt Du, es geht mir in diesem Thread gerade nicht darum, ob er es schafft aufzuhören oder nicht.

    Ich frage mich, ob es typisch für Cannabis-Abhängige ist, anderen die Schuld am eigenen Versagen zu geben. Also ohne das eigene Verhalten anzuschauen, andere für Dinge verantwortlich zu machen, die man selber nicht auf die Reihe bekommt.

    Liebe Grüße

  • Servus unser_sohn,

    ich erinnere mich, natürlich habe ich kurz in die alten Beiträge rein gelesen :winking_face:
    Hast du das auch getan?
    Wenn nein, dann tu es mal bitte ...
    Wenn ja, dann solltest du zum gleichen Ergebnis kommen - solange er doch immer wieder jegliche Unterstützung bekommt, wird sich leider nichts ändern.

    Ich hasse es wenn ich das so sagen muss, eigentlich halte ich nicht viel von diesem alten Suchtberatungs-Standartspruch - man muss erst ganz am Boden sein, sonst kapiert mans nicht!
    Zu viele Menschen sind deswegen schon unter gegangen, doch letztlich muss ich heute auch zugeben, wenn es nicht anders geht, dann muss man wen zu seinem Glück zwingen :face_with_tongue:

    Schau, Sohn macht dies, der Papa bügelt es grade.
    Mama ist böse, weil se den Papa weggenommen hat, es gab sicher auch diesbezüglich schon Krisen in eurer Beziehung, oder?

    Als Vater weiß ich natürlich, man versucht alles, nur oft ist das der falsche Weg - ich versage in der Hinsicht ja selbst immer mal :grinning_squinting_face:
    Trotzdem, hier wird nur 'Zwang helfen und letztlich kann das sogar bedeutet, dass alles noch schlimmer wird!

    Wichtig dabei, weder du noch der Papa ist heute schuld, Fakt ist, er kifft und kümmert sich nicht um sein Leben!
    Ich behaupte, jeder Kiffer der sein Leben in der Griff bekommen will, der kann das auch.
    Sicher ist das oft ein sehr schwerer Weg, doch der ist machbar!!

    Das alles ist nicht typisch Cannabissucht, es ist generell typisch für alle Suchterkrankungen.
    Süchtige sind die besten Schauspieler die es gibt, Süchtige beherrschen es perfekt dem Umfeld die ganze Schuld einzureden und das könnte man nun noch mit 1000 anderen Begriffen so weiter führen.
    Es ist aber auch eine Krankheit, euer Sohn macht das nicht allein aus Böswilligkeit, nur letztlich muss er das Problem lösen und ist er dazu nicht gewillt, dann könnt ihr 2 euch auf den Kopf stellen.

    Meine Empfehlung:
    Klare Ansage, entweder er macht sofort einen klinischen Entzug und eine anschließende Langzeittherapie oder es werden alle Unterstützungen gestrichen - basta!
    Natürlich kann das nach hinten los gehen, er verliert seine Bude, landet auf der Straße und vielleicht im Knast oder schlimmeres.
    Doch was glaubt sein Vater was er tut? Er hilft ihm leider nicht, doch kann man ihm das nicht zum Vorwurf machen - da hilft auch nur dass man dem die Augen öffnet :winking_face:
    Zu letzterem kann ich dir sogar eine Möglichkeit bieten ==> https://www.suchtundselbsthilfe.de/forum/index.ph…m&pageID=11

    Es tut mir sehr leid dass du das durchmachen muss, genauso tut es mir leid was meine Eltern alles miterleben mussten, doch zieh dir auf keinen Fall den Schuh der bösen Mama und Vater-Wegnehmerin an.
    Das sind nur die üblichen Sprüche die aus einer Suchterkrankung entstehen!!

    Was sagt eigentlich der Vater zu allem??

    LG Franz

  • Hallo unser_sohn,

    Ich frage mich, ob es typisch für Cannabis-Abhängige ist, anderen die Schuld am eigenen Versagen zu geben. Also ohne das eigene Verhalten anzuschauen, andere für Dinge verantwortlich zu machen, die man selber nicht auf die Reihe bekommt.


    Das ist leider bei fast allen Suchterkrankungen ein "ganz normales Verhalten" des Abhaengingen. Er nutzt sein Suchtmittel um mit der "Welt, die ihn umgibt, klar zu kommen". sprich diese Welt ertragen zu koennen.

    Bei mir war es ja auch nicht anders, zwar ein anderes Suchtmittel aber irgendwie auch das leidige Thema "alles irgendwie ertragen zu muessen". Dummerweise hilft das Zeug ja anfangs auch sich alles etwas leichter zu machen und dadurch verliert man die normale objektive Sichtweise zu sich selbst und zu anderen. Selbst macht man sich besser wie man ist, an Problemen sind dann immer andere Schuld weil man sich ja selbst wunderbar einreden kann "alles gemacht zu haben". Damit faengt dann auch der suchttypische "Schauspielereffekt" an, man hat fuer alles seine Ausreden die dann wie gueltige Fakten angesehen werden, und beschuldigt die Welt Schuld zu sein an der eigenen Misere.

    Die Welt versteht mich nicht, sie unterstuetzt mich nicht, sie nimmt mir alles weg, sie will mich nicht leben lassen, die wollen mir meine Ruhe nicht lassen, alle tun mir weh und verletzen mich, jeder will was von mir aber immer etwas was ich selbst nicht will ... usw...usw...usw...! So war es zumindest bei mir. Eigenverantwortung wird komplett abgelegt und man "sorgt" sich nur noch um den Nachschub seines Suchtmittels weil dieser zum Lebensinhalt geworden ist.

    Mein eigenes Verhalten habe ich waehrend meiner aktiven Suchtphase nie in Frage gestellt, es waren soviel "Idioten" auf dieser Welt das ich gar keine Zeit gefunden habe mich um mein Verhalten zu kuemmern. Es war auch viel wichtiger fuer mich Wege zu finden wie ich an meinen Stoff ran kam. Es war da vollkommen egal ob ich da Geld hatte oder nicht. Irgendeiner wird da schon was zusteuern. Das hat dann auch meist funktioniert wenn ich gerade mal etwas "klamm" war. Ich denke das es bei dem Sohn Deines Lebensgefaehrten vergleichbar im Kopf tickt. Jeder wird verantwortlich gemacht nur er selbst zieht sich aus seiner Eigenverantwortung zurueck.

    Natürlich gab es dann oft Krach bei uns. Zum einen, weil er nicht mehr regelmäßig zur Arbeit ging, zum anderen, dass er versucht hat, Drogen an Minderjährige im Ort zu verkaufen (also nicht dealen, aber diese davon zu überzeigen, wie geil Drogen doch sind).


    Sorry, hier habe ich eine ganz andere Sichtweise wie Du. Ich koennte Deine Sichtweise verstehen wenn er das mit seinen Freunden gemacht haette aber in diesem Fall will er Minderjaehrige - die er sicher sonst nie ansprechen wuerde - an Drogen heranfuehren. Was meint Du wohl warum ? Damit die dann im Nachhinein bei seinem Dealer einkaufen oder ist es da nicht naheliegender zu denken damit er spaeter finanzielle Vorteile erzielt (sprich Geldeinnahmen generiert) weil die das Zeug von ihm haben wollen ? Die wuerden ja nur ihn kennen wenn er sie fuer die Drogen begeistern konnte. Nee...das ist in meinen Augen...ganz klares DEALEN. Da gibt es nichts schoen zu reden. Er muss ja sehen wo er das Geld her bekommt fuer seine Drogen. Arbeiten will er irgendwie nicht, Arbeitslosengeld bekommt er auch nicht auf die Reihe also bleibt nur Betteln gehen oder in die Kriminalitaet abrutschen.

    Vielleicht wurde er ja als Minderjaehriger auf die gleiche Art und Weise davon ueberzeugt wie "geil" Drogen sind. Es kann also durchaus eine Nachahmung der eigenen Erfahrung sein.

    Dem Vater solltest Du mal einen Besuch bei der Suchtberatung vorschlagen. Bei allem Verstaendnis fuer ihn, aber er macht einfach zuviel fuer seinen Sohn. Letztendlich opfert er sich auf, tut alles fuer ihn, laesst sich ruinieren und will noch weiter helfen. Die Hilfe und Unterstuetzung die er seinem Sohn gibt ist einfach ungesund und belastend fuer ihn. Er finanziert seinem Sohn im wahrsten Sinne des Wortes dessen Sucht und steckt sich selbst damit in eine Co-Abhaengigkeit rein, die ihm gar nicht bewusst zu sein scheint. Jede Hilfe, die Dein Lebensgefaehrte seinem Sohn zuteil werden laesst ist fuer den Sohn nichts anderes als weitere Legitimation weiterhin seiner Sucht nachzugehen. Papa akzeptiert das doch und buegelt doch alles aus. Dadurch wird der Sohn keinen Anlass finden ueber seine Sucht nachzudenken. Warum auch, er hat nicht den Aufwand zu betreiben den sein Vater fuer ihn betreibt. Im Gegenteil, er braucht sich um nix selbst kuemmern....Papa macht das schon. Einfacher kann er es doch nicht haben. Der Vater will helfen und macht mit seiner allgegenwaertigen Unterstuetzung mehr falsch wie richtig wenn er seinem Sohn dabei helfen will aus der Sucht herauszukommen.

    Letztendlich musst Du da in erster Linie auf Dich achten weil Du an zwei Fronten stehst. Die Co-Abhaengigkeit des Vaters und die Abhaengigkeit dessen Sohnes. Beides belastet Dich und nimmt Einfluss auf Dich. Beide legen - meiner Meinung nach - krankhaftes Verhalten an den Tag und der Vater muss da echt mal sein Verhalten ueberdenken. Vor allem muss er begreifen das der Sohn nur dann aus seiner Sucht rauskommen kann wenn der Sohn es will. Dieser Wille wird aber nie kommen solange er jegliche Unterstuetzung bekommt, die er so braucht um sich selbst um nix kuemmern zu muessen. Einfacher geht's doch nicht fuer den Sohn, der braucht fuer nichts Verantwortung uebernehmen.

    Den Sohn zu einem klinischen Entzug und dann folgender Therapie zu bewegen ist in dieser Konstellation nahezu unmoeglich. Dem geht es naemlich richtig gut so. Einfordern sollte man es trotzdem obwohl er das sicher recht laecherlich finden wird. Letztendlich muss da erst einmal der Geldhahn zugedreht werden und der Sohn muss mal seinen Hintern selbst in Bewegung setzen. Die einzige Hilfe, die hier hilft um ihn ueberhaupt dazu zu bewegen etwas zu veraendern ist das "Loslassen von der vermeintlichen Verpflichtung des Vaters fuer seinen Sohn Verantwortung zu uebernehmen"! Wenn der Sohn Hunger hat und kein Geld hat sich selbst zu versorgen, dann ist die Hilfe auch zu begrenzen auf eine Mahlzeit. Mehr Hilfe sollte er im Moment nicht bekommen. Gebt ihm zu Essen wenn er Hunger hat, aber gebt ihm nicht einen Cent mehr, sonst wird der nie darueber nachdenken welchen Schei* er da macht.

    Viele Gruesse:

    Siegfried

    Einmal editiert, zuletzt von Siegfried (11. Januar 2013 um 08:55)

  • Liebe unser sohn,

    auf deine Frage zum Beitrag, wer nun Schuld an der Sucht eures Sohnes ist; tut mir leid, da musste ich den Kopf schütteln- alleine solche Fragen zu stellen.Du weisst es doch selber, wer Schuld ist!DER,DER KONSUMIERT!!!!!!!!!!!!!!!

    Sorry, hier habe ich eine ganz andere Sichtweise wie Du. Ich koennte Deine Sichtweise verstehen wenn er das mit seinen Freunden gemacht haette aber in diesem Fall will er Minderjaehrige - die er sicher sonst nie ansprechen wuerde - an Drogen heranfuehren. Was meint Du wohl warum ? Damit die dann im Nachhinein bei seinem Dealer einkaufen oder ist es da nicht naheliegender zu denken damit er spaeter finanzielle Vorteile erzielt (sprich Geldeinnahmen generiert) weil die das Zeug von ihm haben wollen ? Die wuerden ja nur ihn kennen wenn er sie fuer die Drogen begeistern konnte. Nee...das ist in meinen Augen...ganz klares DEALEN. Da gibt es nichts schoen zu reden. Er muss ja sehen wo er das Geld her bekommt fuer seine Drogen. Arbeiten will er irgendwie nicht, Arbeitslosengeld bekommt er auch nicht auf die Reihe also bleibt nur Betteln gehen oder in die Kriminalitaet abrutschen.

    unser sohn: da hat Siegfried 100% recht! was soll das denn sonst sein, ausser Dealerei??!!
    was ihr tun könnt?: hat siegfried auch schon beantwortet.essen+trinken bei euch- sonst nix!
    Cannabiskonsum führt in jedem Fall zur Sucht und DA kannst du NICHT helfen, wenn er nicht möchte.ER muss es WOLLEN, damit aufzuhören!
    VIELLEICHT als Tipp: versucht eure Wut, Ärger, Verzweiflung etc. mal vor ihm zu unterdrücken.reagiert mal gleichgültig (höchstens augen rollen), lasst ihn ziehen ohne ständig auf ihn einzureden, zu schimpfen etc.bestimmt raucht er nach dem ärger sowieso erstmal einen, um runter zu fahren...vielleicht wundert er sich über die fehlende aufmerksamkeit und denkt dann, dass die nun aufgegeben haben und kommt mal ins grübeln.
    spricht es nicht mehr an, auch die faulheit bezüglich arbeit nicht mehr ansprechen.er muss selber erkennen.UND wenn er dann kommt, um sich bei euch Hilfe zu holen, dann könnt ihr da sein und Tipps geben.(immer wieder- er wird euch das irgendwann danken)
    ich bin bei ldg, weil ich aufhören wollte zu konsumieren- dann habe ich es doch am anfang nicht gleich geschafft und habe es offen zugegeben bei meinem berater...ich dachte nun gibts gleich ärger und ne standpauke (und bestimmt rennst du dann wieder weg)...nein- verständnis war da und mut machende Worte, dass sowas vorkommt und dass ich weiter dran bleiben soll.hatte keine angst mehr, mich dem berater ehrlich und zu jeder zeit anzuvertrauen...und weisst du was? ich bin dabei aufzuhören, mit eisernen willen und Unterstüzung.
    vielleicht kannst du ihn auch auf ganz lieber art, denn tipp mit lass das gras geben.und wenn er diskutiert und sich aufregt, dann NIX sagen (grinsen).
    aber dann hat sein kopf schonmal die adresse gehört/gesehen und kommt event. mal darauf zurück, wenn ihn sein konsum ankotzt!

    lg.marry

  • Hallo,

    es ist einfach der Punkt, dass ich nicht mehr weiter weiß.

    Ich bin so verzweifelt. Der Sohn meines Lebensgefährten kifft nun seit 8 Jahren geht nicht arbeiten und hat es auch nicht nötig, sich Sozialgelder zu holen.

    Er hat beim Arbeitsamt Termine und hält sie nicht ein. Natürlich werden die Gelder gestrichen, aber er muss sich nicht weiter kümmern, denn der Vater überweist ihm trotzdem wöchentlich 60 € (aufgeteilt in drei Zahlungen Montag 15 € Mittwoch 15 € und Freitag 30 €, weil er doch nicht mit Geld umgehen kann!!!)

    In den letzten zwei Jahren hat er so 20.000,00 € von seinem Vater bekommen und die Ersparnisse sind weg. Immer wieder hat er sich Geschichten ausgedacht, warum er kein Geld bekommt und der Vater in seiner unglaublichen Naivität glaubt ihm alles.

    Gut, das ist eine Sache, die mich nichts angeht, denn es war nicht mein Geld.

    Dann hat er es tatsächlich geschafft, für drei Monate Geld vom Sozialamt zu bekommen, aber auch nur, weil der Vater zu jedem Termin angereist ist (insgesamt vier Stunden Autofahrt pro Termin).

    Jetzt ist es wieder so weit, dass kein Geld kommt. Er reicht Unterlagen nicht ein und kümmert sich nicht. (muss er ja auch nicht - der Papa richtet es ja!!!)

    Es ist so, dass wir selbständig arbeiten und unser Geld nun dem Ende zugeht, da ohne Ersparnisse der Sohn von UNSEREM Geld finanziert wird. Der Vater hat seine allerletzte Reserve - eine Versicherung - gekündigt. Und das Geld geht wieder in die Drogen.

    Ihr müßt mir bitte nicht sagen, dass der Vater selber Schuld hat, dass weiß ich alles. Er ist so verdammt coabhängig.

    Um seinen Sohn zu schützen, belügt der Vater mich durchgehend, was die finanziellen Sachen betrifft. Z.B. erzählt er mir, dass der Sohn Essensgutscheine bekommt (da ja zur Zeit keine Leistungen kommen). Ich weiß aber, dass der Vater immer noch alles zahlt. Jede Woche 60 € (gutes Geld für`s kiffen), die Miete, das Internet, das Handy usw.

    Vater und Sohn haben sich darauf geeinigt, dass ICH an allem Schuld bin. Der Vater hätte sich vor 10 Jahren nach seiner Trennung nicht für mich entscheiden sollen. Ich habe seinen Sohn kaputt gemacht. Ich kann hier gar nicht alles wiedergeben, was mir vorgeworfen wird. Sicherlich ist vieles nicht optmal gelaufen in unserer gemeinsamen Zeit, aber ich werde als Prellbock für seine Drogensucht genommen.

    Vor vier Jahre (nach seinem Auszug) hat der Sohn erklärt, dass er keinen Kontakt mehr zur mir möchte und der Vater hat es mir immer wieder an den Kopf geschrien.

    Ich war diejenige, die immer wieder zur Drogenberatung gegangen ist, die ihm helfen wollte, die mit dem damaligen Arbeitgeber gesprochen hat, damit er nicht aus der Ausbildung fliegt und und und. Gut, im Nachhinein hätte ich mich da wohl raus halten sollen, ich Dumme, aber ich wollte nur helfen.

    Nun haben wir seit vier Jahren keinen Kontakt mehr. Aber er benutzt mich als Rechtfertigung für sein Verhalten, für sein Kiffen.

    Egal was er NICHT macht, immer wieder erzählt er seinem Vater, dass es doch MEINE Schuld sei, weil ich damals so schlecht war und ihm seinen Vater genommen haben. Der Vater geht da voll drauf ein und sie haben ihren Täter.

    Mit anderen Worten:
    ich bin Schuld, dass er nicht arbeitet
    ich bin schuld, dass er sich keine Sozialgelder holt
    ich bin schuld, dass er alleine in Lübeck sitzt
    ich bin schuld, denn ich habe ihm seinen Vater genommen
    ich bin schuld, denn ich habe ihn so schlecht behandlet
    ich bin schuld, denn ich habe ihn kaputt gemacht
    ich bin schuld, denn aufgrund meiner "Scheißart" ist er so wie er ist.

    Diesen ganzen Mist höre ich mir vom Vater seit 4 !!!!! Jahren an und ich kann nicht mehr.

    Vor zwei Jahren habe ich mich mit dem Sohn getroffen und wir wollten reden. Es ist dabei nichts rausgekommen, denn er hat soviel Mist von sich gegeben (warum soll ich arbeiten - guck dir doch Griechenland an usw.). In diesem Gespräch habe ich ihm gesagt, dass wir uns seinetwegen häufig streiten und über Trennung nachdenken. Seine Antwort: Dann habe ich ja erreicht was ich wollte!!!! Und genau diesen Satz nimmt er jetzt und benutzt ihn schamlos. Das ist so mies ..............

    Das ich meine Beziehung beenden muss, ist mir klar. Ich bin nicht der Prellbock und nicht dafür verantwortlich, dass jemand Drogen nimmt.

    Danke, dass ihr Euch das vielleicht durchlest.

    Liebe Grüße

    Ach eins fällt mir noch ein:

    Vor zwei Monaten standen wohl zwei Polizisten bei ihm vor der Tür und wollten einmal rein kommen, weil es auf dem Hausflur nach Gras roch. Er hat sie nicht rein gelassen.

    Jedenfalls kam letzte woche eine Vorladung zur Kripo wegen Verstoß gegen das BTM-Gesetz. Und ein paar Tage später hat der Vater mir im Streit alles Ernstes vorgeworden, ich hätte seinen Sohn angezeigt. Ich werde zum MÜlleimer gemacht und es ko.... mich einfach nur noch an. Das ist kein Erwachsenenverhalten mehr - das ist so krank und ich weiß nicht, wie ich aus diesem ganzen Mist raus kommen soll.

  • Hallo Franz,

    Deine Antwort habe ich erst jetzt gelesen.

    Die Frage, was der Vater sagt, muss ich Dir ja jetzt nicht mehr beantworten.

    Er sieht seinen Sohn abgöttisch. Er kann aus dieser Liebe heraus nichts machen .... nur Mitleid und er muss helfen.

    Wenn ich nicht helfe, landet er unter der Brücke usw. Er versteht nicht, dass er mit dieser Hilfe NICHT hilft.

    Liebe Grüße

    P.S.
    Vor vier Jahren hattest Du mir einige Adressen in Lübeck genannt. Aber diese Hilfe wurde nicht angenommen.

    Es fand ein Gespräch bei einem Psychologen statt, der aufgrund der Dringlichkeit den Termin da zwischen geschoben hat.
    FaziT: Der Mann taugt nichts, er hat dem Sohn gesagt, dass es noch viel schlimmere Fälle gibt (von Eltern geschlagen - Eltern verstorben usw.). Außerdem hat er ihm gesagt, dass er doch schon wieder bekifft sei. Tja und dann wurde beschlossen, dass der Mann schrecklich ist und eine psychologische Unterstützung nicht gewünscht ist.

  • ich habe mir soeben mal deinen Beitrag durchgelesen und möchte dazu mal was schreiben.Ich bin selbst so eine Kifferin wie dein Sohn aber bin nun dabei damit aufzuhören.Mir kommt vieles bekannt vor was du da so erählst denn ich war ganz genauso und auch ich wurde und werde auch immernoch von meiner Mutter gedeckt!Als erstes: DU BIST KEINESFALL SCHULD DAS ER DROGEN NIMMT!!!Ich weiß nicht was bei euch alles vorgefallen ist aber jeder Mensch ist selbst dafür verantwortlich das er Drogen nimmt denn niemand zwingt ein dazu und sagt "los rauch jetzt".Wir kiffer haben gerne die Angewohnheit anderen alles in die Schuhe zuschieben,ist doch einfach anderen die Schuld zugeben als bei sich selber anzufangen;) Es mag sein das bei euch Dinge vorgefallen sind die deinen Sohn schwer zugesetzt haben,daß er deswegen eventuell auch kifft aber doch nur um die Augen vor der realität zuschließen und da liegt das problem bei ihm und nicht bei dir!Wie du vielleicht hier schon lesen konntest hat hier jeder schon einiges wegstecken müssen an Problemenaber das leben ist nunmal kein ponyhof!Ich war genauso wie dein Sohne...habe immer meiner Mutter die Schuld gegebn dafür das ich Drogen nehme schließlich hat sie meine Kindheit versaut und mich vernachlässigt,hat zugelassen das ich als 3 jährige vergewaltigt worden bin usw.aber sie hat mich nicht gezwungen Drogen zunehmen,ich hoffe du verstehst wie das jetzt meine:) Möchte damit sagen eben das jeder selber verantwortlich ist wie er was verarbeitet,ob er es mit Drogen oder Alkohol verdrängt oder eben mit professioneller Hilfe verarbeitet!Auch ich war so das ich viiiele böse Sachen tat um ans Geld ranzukommen,habe Verwandschaft belogen wie ich hätte doch meine geldbörse verloren wo mein ganzes Geld drin war oder habe damals die Geburtstagskarte mit 50euro drin von meiner schwester geklaut die sie von meiner Tante früher zum geburtstag erhalten hat...alles Dinge die unter aller Sau sind und die ich mir warscheinlich selber nie verzeihen kann!Leider ist es so wenn man süchtig ist und nichts hat das man krampfhaft überlegt wie komme ich jetzt an geld ran.Man macht sich keinerlei gedanken darüber ob man andere damit verletzt,denn die anderen haben doch alle keine ahnung denkt man was aber völlig falsch ist was mir aber auch jetzt erst bewusst geworden ist!Wenn man von einer sucht betroffen ist und der suchtdruck kommt dann denkt man nicht mehr wircklich,das einzigste was ein da durch den Kopf geht,wo bekommt man sein nächstes zeug her und das ist wircklich sehr furchtbar!Meine Mutter hat auch nur wegen mir einen Dispo bei der Bank eröffnet,hat ihre Lebensversicherung wegen mir gekündigt nur das ich geld habe denn immer wenn ich nichts an Drogen hatte bin ich sehr ausgerastet,habe Scheibe eingeschlagen bei meiner Mutter und habe sie bis unter die Gürtellinie beleidigt und sie unter Druck gesetzt,schließlich war sie doch schuld das ich drogen nahm,dies habe ich mir immer so zurecht geredet denn wie gesagt es lebt sich doch viel einfach anderen die schuld zugeben als bei sich selber anzufangen!Heute tut es ir wahnsinnig sehr Leid was ich meine Mutter alles antat!Sie wollte mir immer nur helfen was ich aber in der drogenzeit ja nie so sah,ich dachte immer sie will mir nur schaden da sieimmer meinet "laß es doch bitte,bekommst du nicht mit das der konsum immer schlimmer wird das du abhängig bist?",damals dachte ich immer blablabla rede du mal,du hast ja keine ahnung!Nun bin ich eines besseren belehrt worden und es tut mir wie gesagt wahnsinnig Leid was ich meiner Mutter alles antat und das werde ich alles nie wieder gut machen können!

    Dein Mann oder Exmann möchte auch nur euren Sohn helfen denn schließlich liebt er ihn und ich kann mir gut vorstellen wie schmerzhaft es für eltern sein muss wenn sie mit ansehen müssen wie ihr kind abhängig ist von einer droge!Aus angst ihr kind komplett zuverlieren helfen sie wo sie können,sie wollen ja das es dem kind gut geht und ich persönlich rate jeden ab den kontakt abzubrechen denn hätte meine mutter damals den kontakt zu mir abgebrochen wäre ich sehr warscheinlich nicht mehr auf dieser welt denn trotz allem war sie immer eine person die ich gebraucht habe und die mir halt gab!Deswegen verstehe ich immer nicht ganz wieso Menschen betroffen raten den Drogenabhängigen fallen zulassen und den Kontakt abzubrechen denn wie gesagt hätte man das bei mir persönlich gemacht dann wäre ich sehr wwarscheinlich nicht mehr am leben!Leider kann ich dir nicht wircklich einen Rat geben wie du deinen Sohn helfen kannst denn solange er es selber nicht will mit aufhören kann man leider nicht tun und das wird dir auch jeder Arzt sagen!Dein Sohn muss von alleine aufwachen und irgendwann wird es auch ihn ankotzen ständig loszurennen um sein zeug zuholen und sich ständig darüber gedanken zumachen.Irgendwann wird er merken wie kaputt ihm das zeug macht!Es tut mir Leid das ich dir da leider nicht sehr weiterhelfen konnte aber vielleicht verstehst du ein bissschen besser nun wie es für einen süchtigen ist.

  • Liebe Blume28,

    vielen Dank für Deine Antwort.

    Fast jeder Mensch hat in seinem Leben schon Mist gebaut, gerade in jungen Jahren und die Eltern mußten es ausbaden oder haben geholfen. Das kenne ich auch - meine Eltern hatten auch nicht nur Freude mit mir (abgesehen davon, dass mein Vater Alkoholiker war und das Thema Sucht mir nicht unbekannt ist).

    Und es ist bestimmt wichtig, dass Eltern zu ihren Kindern halten und ihnen immer Beistand geben. Aber meiner Meinung nach bedeutet Hilfe nicht "Geld für Drogen zu geben". Ich weiß, dass es schwer fällt. Es fängt schon damit an, dass Eltern nicht wollen, dass die Kinder rauchen. Dann stehen sie mit treuen Augen flehend vor einem und ... schwup sie kriegen das Geld. Und das zieht sich dann weiter durch ...

    Ich glaube schon, dass du bei Deiner Mutter vieles wieder "gut machst", in dem Du jetzt Deine Sucht siehst, reflektierst und beginnst, daran zu arbeiten. Ich bin Mutter von zwei erwachsenen Töchtern und ich würde es so sehen. Mütter verzeihen .... und sind froh, wenn es ihren Kinder gut geht - egal was passiert ist.

    Der Vater soll auf jeden Fall den Kontakt zu seinem Sohn beibehalten und ihn auch unterstützen. Aber Ünterstütung ist NICHT grenzenlose Selbstaufgabe. Unterstützung und Liebe bedeuten auch, dass es weh tun kann. Menschen nur vor der bösen Welt da draußen schützen, bringt nichts.

    Bei uns sind keine dramatischen Dinge vorgefallen.

    mit 17 ständig Drogenverherrlichung - ich wollte nach mindesten 30 Gespräche das Thema für mich nicht mehr (mit 14 angefangen zu kiffen)

    nicht zur Arbeit gegangen

    ständig bekifft

    Geld gestohlen

    trotz Verbot in der Wohnung gekifft

    Aus diesen Dingen sind Streitereien entstanden.

    Allerdings hatte er schon ein einschneidendes schreckliches Erlebnis:

    Im Alter von 6 Jahren hatte er mit seiner Mutter einen schweren Verkehrsunfall. Er war bei vollem Bewußtsein und die Mutter saß schwer verletzt im Auto und mußte heraus geschnitten werden. Sie kam dann mit dem Rettungshubschrauber weg und er wurde in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.
    Nach acht Wochen kam die Mutter wieder nach Hause im Rollstuhl und es war nicht mehr die Mutter, die er kannte. Die Mutter war durch den Unfall behindert und es war alles ganz schrecklich.

    Als ich die Geschichte hörte, tat es mir auch unendlich leid und so hatte ich in den ersten Jahren auch Verständnis für viele Dinge, die er tat.

    Als er dann aber mit 17 so überzeugt vom Kiffen war, konnte ich ihm nicht mehr nur positiv und entspannt auf Dinge reagieren.

    Liebe Grüße

  • Oh das tut mir sehr sehr leid für ihn!Ich muss ehrlich gesagt zugeben das ich ihn sehr gut verstehen kann denn wenn würde sowas erlebtes nicht schwer zusetzen!Ich würde ihn dringenst empfehlen udn in Ruhe mit ihm reden das er sich einen guten guten Psychater suchen soll mit denen er das erlebte in Ruhe verabreiten kann wenn er aber weiterhin dies verdrängt wird es nur schlimmer denn irgendwann kommt der Tag das er sich damit auseinander setzen muss!

    Das mit dem immer wieder Geld geben da hast du vollkommen recht das dies nicht die Lösung ist aber ich sah es immer so...wenn meine Mutter mir geld gab dann gab sie mir liebe.Tat sie dies nicht so dachte ich jedesmal ihr bin ich doch eh sch...egal!Ich wüsste ehrlich gesagt selber nicht wie ich mich verhalten würde wenn ich kinder hätte die Drogen nehmen würden aber ich denke ich würde den gleichen fehler machen und meinem kind geld dafür geben denn wie soll man sonst seinem Kind helfen wenn es selbst nicht will mit den Drogen aufzuhören?Das ist leider ein einziger Teufelskreis und er muss es nunmal selber wollen sonst bringt das alles gar nichts:( Bei mir war es so,um so mehr auf mich eingeredet haben um so mehr habe ich mich unter Druck gesetzt gefühlt und habe erst recht gekifft...dies wird bei jeden verschieden sein aber hätte man mir nicht täglich Druck bereitet vielleicht hätte ich dann schon früher aufgehört denn nun war es so das meine Umgebung bei mir aufgab auf mich einzureden udn siehe da,ich bin von alleine aufgewacht udn habe mich entschlossen damit aufzuhören weil es mich angekotzt hat ständig los zumüssen um neues Zeug zuholen und wegen dem geld.Alles nur in das Dreckszeug gesteckt wobei ich neue Möbel oder Führerschein bräuchte.Dazu kommt das einem das kiffen irgendwann einem nicht mehr das gibt was es einem mal gab...zumindest war es bei mir so.Leider ist es so das dadurch manche Menschen dann mit härteren Sachen anfangen,bei mir war das aber nicht der Fall da ich von Chemie absolut nichts halte auch bei Medikamenten!Genauso ist es beruflich...irgendwann wacht man auf und fragt sich was mal aus einem später werden soll.Dann geht einem durch den kopf was man früher immer werden udn erreichen wollte,bei mir war es so das ich z.b.immer karriere machen wollte aber durch das kiffen hab ich eben meinen hintern nicht mehr bewegt,is doch schöner den ganzen tag zuhause zusitzen zuzocken udn zukiffen als früh am morgen aufzustehen udn einer arbeit nahczugehen :winking_face: Ich habe nun komplett umgedacht und möchte beruflich was erreichen,möchte mal verreisen,möchte führerschein machen und mir ein schickes auto kaufen und möchte leben ohne mir gedanken machen zumüssen wie ich den nächsten tag überlebe weil ich kein geld hätte.Versuche auf ruhige art mal deinen Stiefsohn(?) zuerklären was er dann macht wenn sein papa mal nicht mehr dasein sollte...da ist dann niemand mehr den ihn das geld in den popo steckt.Spätestens dann würde er es glaube ich einsehen aber es muss ja nicht erst zu so einen schlimmen ereigniss kommen das er aufwacht!Falls ich mich grad falsch ausgedrückt haben sollte tut es mir Leid,formulieren fällt mir manchmal nicht so leicht aber ich denke du weißt was ich dir damit sagen wollte:)

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