Finanzieller Ruin durch Coabhängigkeit

  • Hallo zusammen
    Ich habe mich heute hier angemeldet weil ich einfach nicht mehr weiter weiß :wall:
    Seit einigen Jahren weiß ich das mein Sohn Polytoxikoman ist, dh er wirft sich alles ein was irgendeinen Rauschzustand auslöst.
    Angefangen von Cannabis über Pilze, Räuchermischungen, Koks, Amphetamine, Benzos und und und. Außer Heroin ist alles vertreten.
    Stets und ständig hat er dadurch seine Wohnungen verloren und ich habe ihn immer wieder bei mir aufgenommen, seine Rechnungen bezahlt, seine Schulden und seinen Lebensunterhalt bestritten, obwohl ich es vom finanziellen her eigentlich garnicht konnte. Dadurch habe ich natürlich jetzt selber Zahlungsschwierigkeiten, dh. im Moment sind 4 Monatsmieten offen und ich weiß nicht wie lange sich mein Vermieter sich das noch mitanschaut ohne mir zu kündigen.
    Ich weiß ja das das alles falsch war und ist, aber ich kann einfach nicht anders als immer wieder zu helfen wenn er um Hilfe bittet.
    Durch meine eigenen Probleme habe ich schon gesundheitliche Auswirkungen, dh. ich bin alle Nase lang krank und schleppe mich aber trotzdem an die Arbeit weil ich versuchen will, meine Schulden schnellstens wieder abzubauen.
    Im Moment ist er in Therapie was mir die Sache etwas vereinfacht, wieder Fuß zu fassen. Ich weiß aber das ich ihm wieder helfen würde, würde er wieder vor mir stehen ....Diese Coabhängigkeit schaufelt mir mein eigenes Grab :loudly_crying_face:
    was kann ich tun ?
    lg Winterwonderland

  • Hey,

    das ist zwar nur meine ganz persönliche Meinung, welche mit Sicherheit nicht jeder teilen kann: Wenn du dich im persönlichen Kontakt absolut nicht abgrenzen kannst, kann es nur auf einen vorübergehenden Kontaktabbruch hinauslaufen. Sonst steigst du aus dem Teufelskreis nie aus.
    Wichtig ist dann halt auch, dir selbst therapeutische Unterstützung zu suchen. Letztlich ist niemandem gedient, wenn du zusammenklappst, und liegen bleibst. Klar, alles leicht dahergeredet, wenn's die eigenen Kinder betrifft, aber ohne konsequentes Vorgehen bleibt halt alles beim Alten. Schließlich sollte man sich halt auch immer vor Augen halten, dass Co-Abhängigkeit auch immer bedeutet, die Rolle des "Ermöglichers" einzunehmen, man dem Süchtigen damit alles andere als hilft.

  • Hallo Winterwonderland,

    das ist leider immer so das die, die einem Suechtigen finanziell unter die Arme greifen am Ende selbst auf der Strecke bleiben. Du meinst es fuer Deinen Sohn ja irgendwie nur gut aber Du machst genau das Falsche. Wenn Du fuer ihn seine Rechnungen bezahlst dann finanzierst Du seine Sucht. Zumindest einen Teil davon und Du kannst Dir ganz sicher sein das es Deinem Sohn irgendwie egal ist wie es Dir dabei geht. Hauptsache fuer ihn ist das er irgendwie klarkommt...und wenn Mutti alles bezahlt, dann kann er weiter High Life betreiben. Du musst da NEIN sagen lernen. Wenn er Hunger hat, dann gib ihm etwas zu essen aber gib ihm nie Geld in die Hand oder bezahl seine Rechnungen. Du bist die, die dabei in jeder Hinsicht draufzahlt.

    Was Du mal machen solltest ist selbst eine Suchtberatung aufzusuchen oder eine Selbsthilfegruppe fuer Angehoerige von Suchtkranken. Letztendlich wirst Du Dein Verhalten Deinem Sohn gegenueber etwas veraendern muessen und mal mit einem Psychotherapeuten darueber zu sprechen kann schon Sinn machen.

    Viele Gruesse:

    Siegfried

  • Du musst unbedingt was wegen der Miete amchen, also entweder mit dem Vermieter reden oder am Sozialamt versuchen ein Darlehen zu bekommen, vlt auch über deine Bank.
    Erreichst du 3 fehlende Mieten, ist deine Wohnung fristlos kündbar ==> http://dejure.org/gesetze/BGB/543.html

    Alles andere wurde gesagt, jetzt bist du dran und da musst dringend was machen ...

    LG Franz

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