3 Jahre Zolpidemabhängig

  • komischer schritt, sich hier anzumelden und zu schreiben... aber wird schon schiefgehn:bv:

    also wie gesagt ich bin seit 3 jahren, oder auch schon ein wenig länger zolpidemabhängig. durch zufall bekam ich es mal weil ich Schlafstörungen hatte. aber schnell habe ich es nicht mehr nur zum einschlafen, sondern einfach zum zudröhnen genommen. ....auch in kombination mit unmengen alk und tramadol, was letztlich auch mal zu einem aufenthalt in der intensivstation geführt hat. gelernt hab ich trotzdem nichts daraus. der einzige grund mich morgens zu freuen, ist die aussicht abends wieder tabletten zu schlucken. mein soziales umfeld besteht nunmehr aus kaum noch 2 personen, die ich auch im begriff bin zu verlieren wegen meiner Sucht. die können das nicht mitansehen und müssen immer sehr leiden unter meinen verwirrenden handlungen im rausch. und um diese letzten beiden menschen nicht auch noch zu verlieren muss ich einfach einen weg aus der sache finden... in eine klinik kann und will ich allerdings nicht... hat wer von euch ein paar tipps zum ablenken beim entzug oder so?

    danke schonmal und liebe grüße:gb:

  • Hallo esistDEINEwelt,

    ich war selbst mal 1,5Jahre lang auf Zolpidem, hab es allerdings wirklicdh nur zum Schlafen und nicht zum Zudröhnen genommen. Dann hatte ich einen Arztwechsel und der neue hat es mir nicht mehr verschrieben. So habe ich es langsam reduziert, ausgeschlichen. Trotzdem war ich danach 10(!)Wochen fast ohne Schlaf! Du hast damit noch mehr Missbrauch betrieben, wie du ja selbst erkannt hast und damit könnte dein Entzug auch ziemlich schwer. Muss nicht, aber kann.

    Am besten, du setzt dich mal mit deinem Arzt zusammen, der dir das Zolpidem verschreibt und entwickelst mit ihm einen Plan zum Absetzen. Vielleicht nimmst in der ersten Zeit auch etwas zum Schlafen, das nicht abhängig macht, um den eventuellen Entzug etwas zu mildern. Ich würde dir aber nicht raten, es ohne Arzt zu machen, einfach, weil jeder anders auf Entzug reagiert und es bei jedem daher gesundheitliche Probleme geben könnte.
    Warum kannst/willst du nicht in eine Klinik?

    Ablenkung... Meinst du jetzt allgemein, also auch tagsüber oder nur für abends zum Einschlafen? Also tagsüber eignen sich Hobbies sehr gut. Sport, lesen, zeichnen, malen, schreiben, mit Freunden treffen. Wenn du clean bist und klar im Kopf vielleicht auch ein Haustier.
    Abends zum Schlafen: Rituale (z.B. lesen), Schlafhygiene (z.B., wenn es möglichist, dass du in deinem Schlafzimmer nur schläfst und nichts anderes sonst machst), gut lüften, manchen helfen Hörbücher zum Einschlafen oder Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder PMR. Jeder muss für sich das für ihn passende finden und das geht nur durch ausprobieren. Auch Homöopathie kann übergangsweise eine Lösung sein.

    Wie gesagt, sprich am allerbesten auch mal mit deinem Arzt!

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