Hallo downunder
Ganz ehrlich, siehst Du das nicht ein bisschen zu sehr durch die rosa Brille?
Die Klasse in zwei Gruppen aufteilen? In "gute" und "schlechte" Schüler?
Und was machst Du mit den Schülern, die einfach keinen Bock haben, Dich und Deinen Unterricht boykotieren?
Immer wieder den Unterricht stören?
Oder was ist mit kranken Kindern, die durch ihre Krankheit längere Zeit nicht das normale Tempo mithalten können?
Ein anderes Beispiel, ein elternteil eines Kindes erkrankt an einer Krankheit wie Krebs. Unter Umständen stirbt Mama oder Papa sogar. Was machst Du mit diesem Kind?
Ein anderes Kind kann sich nicht konzentrieren, obwohl es ein guter Schüler ist, weil es Hunger hat und der Vater (oder die Mutter) das Geld versäuft.
Dann strafst Du solche Kinder mit Deinem Schubladendenken ab und gibst ihnen gleich mal schlechtere Karten?
Es gibt unzählige Beispiele, warum ein Kind momentan keine Leistung erbringen kann oder will.
Da ist der Lehrer gefragt und sein pädagogisches Feingefühl.
Natürlich musst Du auf jedes Kind einzeln eingehen, und nicht Gruppen bilden. Und das kann schon ziemlich in Stress ausarten.
Oder wie fängst Du die Mobbingopfer an der Schule in Deinem Gruppensystem auf? Oder den Schulschläger?
Der Sohn eines Freundes ist jetzt in Hessen in ein Modellversuch gekommen. Dort sind gleichzeitig zwei Lehrer in einer Klasse von 15 Kindern. So kann man annähernd jedem Kind gerecht werden.
Aber, meiner Meinung nach, nicht durch Gruppenbildung.