Hallo liebe Gemeinde,
bei mir liegt der Verdacht einer dissoziativen Störung vor. Bei mir hat sich das auch schon früher bei der Arbeit bemerkbar gemacht da ich immer in Depressionen verfallen bin sobald ich viel Stress hatte oder 8 Stunden am Tag arbeiten musste ( ich habe eine Ausbildung als Industriekaufmann absolviert). Ich bin erst 23 Jahre alt, sträube mich aber schon seit Jahren gegen einen Vollzeitjob weil ich unbewusst immer dachte, das würde bei mir wieder die Depressionen auslösen. Mit dem jetzigen Befund wurde mir erst richtig bewusst, warum ich schon immer so sehr gegen eine Vollzeitbeschäftigung war. Ich bin irgendwie nicht "kompatibel" mit so einer Langzeitbeschäftigung da ich durch meine Krankheit sehr grob gesagt das empfinden von 2 personen besitze, die komplett gegensätzliche Interessen habe und ich öfters zwischen diesen Personen hin und her "switche". Die eine Person ist sehr introvertiert und die andere ist extrovertiert.
Habt ihr vielleicht irgendwelche Tipps, wie ich mit sowas umgehen kann oder kennt ihr vielleicht Menschen, die auch diese Krankheit haben?
Mir geht es eigentlich vorrangig um meine spätere Berufswahl. Ich habe nun mein Abitur abgeschlossen und möchte nun studieren gehen. Mein NC ist recht gut wodurch ich fast alles studieren könnte ohne Wartezeit. Ich weiss, das es für euch fast unmöglich ist mir irgendwas zu empfehlen da ihr ja meinen Charakter, etc gar nicht kennt aber irgendwelche Vorschläge wären schon gut. Mir ist nicht bekannt, ob diese Krankheit heilbar ist jedoch denke ich zur zeit, das ich nur mit einem Halbtagsjob wirklich glücklich werden könnte. Die Bezahlung ist dabei aber erstmal zweitrangig, Hauptsache ich komme damit über die Runden.
Ich habe persönlich an sowas wie Lehrer gedacht, jedoch kann es natürlich auch da je nach Klasse stark variieren, wieviel Stress man hat und wie hoch der Zeitaufwand ist. Ein Praktikum an einer Grundschule habe ich auch bereits absolviert und es war für das erste Mal eigentlich ganz okay. Mir macht es Spaß Kindern etwas beizubringen. Nur beim Englischunterricht könnte ich später unsicher sein (Man muss ja später fast alle Fächer unterrichten obwohl man nur 2 studiert). Ich finde verglichen mit anderen Berufen ist der Aufwand dort auf lange Sicht geringer, weil man theoretisch den Lehrplan wiederholen könnte. Außerdem ist die Thematik in der Grundschule ja sehr simpel und die Vorbereitung (z.B. bei Mathe) ist auch nicht zeitaufwendig. Eine andere Möglichkeit wäre Psychologie. Ich interessiere mich privat auch dafür (alleine wegen meinen Depressionen), jedoch denke ich, das so ein Beruf später auf mich abfärben würde. Wenn ich jeden Tag nur mit Menschen zu tun habe, die das Leben als schlecht ansehen, habe ich irgendwann dieselbe Sicht...
Vom Bauchgefühl also würde ich schon den Lehrerberuf wählen.
Habe schon öfters versucht im Internet Hilfe zu finden aber dabei kam nichts gutes zu Stande.
Ich bin auch schon bei einem Therapeuten aber weil er momentan eine volle Liste hat und auch zurzeit im Urlaub ist, konnte ich mit Ihm noch nicht viel über meine Problematik reden.