Ich habe meinen Weg verloren

  • Ich weiß garnicht wo und wie anfagen soll, vielleicht mit dem Gefühl was ich momentan habe. Ich bin so einsam, dass ich oft nur heulen könnte.

    Mein ganzes Leben versuche ich ein glückliches und ruhiges Leben zu finden. Bin schon mindestens 13mal umgezogen, weil ich immer dachte einen Neuanfang machen zu müssen. Heute stehe ich geschieden und mit einem Sohn, der die Trennung nicht verarbeiten kann, aber immerhin mit Arbeitsplatz da.

    Ich habe auch schon Therapien gemacht, die mir auch bis zu einem bestimmten Punkt geholfen haben, doch wenn ich dann wieder alleine zuhause bin ist alles beim alten. Ich habe keine Kraft, keine Lust zu irgendetwas zu unternehmen.

    Meine Arbeit macht mir wirklich sehr viel Spaß, aber wenn ich nach Hause komme ist da wieder diese große innere Leere bei mir. Alle zwei WE wenn mein Sohn zum Vater geht ist es besonders schlimm. Jeder freut sich auf WE ich bekomme oft einfach nur die Krise und Angst vor der Lähmung die mich wieder einholt, wenn ich alleine bin.

    Für die meisten klingt das bestimmt ziemlich blöd und sie denken, oder geben Ratschläge wie "Du mußt unter Menschen gehen, mach was schönes, erfüll dir einen Wunsch oder, oder so ähnlich."

    Wenn das so einfach wäre, würde ich hier nicht schreiben.

    Das wars erst mal in kurzen Worten
    Tinchen

  • Hallo Tinchen,

    ich finde es klingt überhaupt nicht blöd und ich denke, es geht vielen so wie Dir. Es ist eben gar nicht einfach aus der Einsamkeit rauszukommen, also mach Dir deswegen bitte keine Vorwürfe.
    Gedanklich hat man oft sehr deutlich vor Augen was man tun müsste und andere meinen diese Ratschläge sicherlich auch gut. Die Umsetzung ist aber auf einem anderen Blatt geschrieben.
    Eine Idee wäre, dass Du Dich zuerst mal damit auseinandersetzt, was genau du schwierig findest beim Kontakte aufnehmen oder warum es Dir so schwer fällt Dinge zu finden die Dir gut tun könnten. Vielleicht stehen da noch ein paar Steine im Weg, die erst an die Seite geräumt werden müssten bevor Du den Mut findest.
    Erstmal finde ich es einen guten Schritt, dass Du hier ja schonmal "Kontakt zur Aussenwelt" aufnimmst. :smiling_face:

    Wie sieht denn dein Alltag so aus? Hast Du ein soziales Netz? Freunde, Familie, Anlaufstellen zur Zeit? Wie ist es mit Arbeitskollegen?

    *erstmal genug gefragt*

    Auch wenn ich Dir jetzt mit meinem Beitrag gar nicht weiterhelfen konnte, möchte ich Dir wenigstens ein bisschen Kraft und Mut rüberschicken.

    LG Mnun

    edit: Du hast ja als Überschrift den Satz gewählt "Habe meinen Weg verloren." Das heisst ja, Du hattest mal einen Weg... wie sah der aus? Wo führte der hin? Vielleicht kannst Du ihn dadurch wiederfinden, dass Du ihn Dir nochmal genau vor Augen führst und schaust, was davon Du jetzt verwirklichen kannst... so, nu is aber wirklich Schluss von mir :winking_face:

  • Liebe Minun,

    danke für Deine Worte. Mein Weg ist verloren gegangen durch immer wieder kommende Entäuschungen. Liebe - Glaube - Hoffnung - Geborgenheit?

    Ich würde gerne da Sein, geliebt sein, gebraucht werden

    Meine große Liebe war der Meinung, das ich ihm gehöre, ich liebte ihn über alles. Trennte mich und hab das nie überwunden, ich habe danach niemals mehr jemanden so lieben können wie ihn.

    Heute atme ich, aber ich lebe nicht

    Mein soziales Umfeld, tja?! Im Büro wurde ich Mobbing Opfer (aber sie wurde enlassen?) und mittlerweile ist es o.K. für mich; aber es gibt keine priv. Kontakte, die ich ja auch nicht möchte.

    Mir geht es heute sehr mies und ich weiß nicht was das WE bringt, ich fahre zu meinen Eltern und hoffe....................

    tinchen

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