"Suchtdruck" bei SVV !?!

  • Hallo Forumleser :smiling_face:

    Musste mich einfach anmelden, als ich dieses Forum entdeckt habe, tja und da bin ich.
    Ich bin schon eine Weile auf der Suche nach einem passenden Platz im www gewesen, wo ich mich einfach mal, wenn ich es brauche mit "Gleichgesinnten" austauschen kann. Das ist einfach was anderes. Auch wenn man Zuhause Menschen hat, die einen unterstützen und hinter einem stehen, ist es manchmal nicht schlecht mit ebenfalls betroffenen o.ä. reden zu können.

    Tja wie fang ich an. Ich habe seit Jahren.. Vielen Jahren schon mit SVV zu tun. es fing an durch sehr schwierige Familienverhältnisse, schwerem sexuelelem Missbrauch bei mir (und auch meiner Mum), teilweise Mobbing, Drogen, Alkohol und die starken Depressiven Phasen meiner Mum - das volle Programm sozusagen.
    Ich habe damals eben angefangen mich selbst zu verletzen, mehr dazu kommt vielleicht noch, aber ich denke das würde jetzt hier den Rahmen sprengen und gehört eher in ein anderes "Thema".
    Mittlerweile jedenfalls ist es so, das ich wegen Posttraumatischer Belastungsstörung, Dissoziativen Phasen, etc. in Behandlung bin, das was mich aber im Moment mehr belastet ist das SVV.
    Wie gesagt mache ich daran schon Jaaahre rum, natürlich ist es von der Intensität her schlimmer geworden, das finde ich recht logisch (das zb irgendwann ein oberflächlicher Kratzer nicht mehr reicht) aber ich habe immer und immer mehr das Gefühl, dass das SVV sich völlig verselbstständigt hat. Ich mache das nicht mehr "nur" zb zum Druck ablassen oderso, sondern einfach auch so, wenn es mir den ganzen Tag gut geht. die verletzungen und schnitte sind mittlerweile meistens sehr tief oder groß, müssen oft geklammert oder genäht werden. Ich habe richtig Suchtdruck und ein zwangsdenken dem ich früher oder später einfach nachgebe.
    Ich habe schon oft gehört/gelesen das es durchaus zu so einer Art Sucht werden kann, manch anderer hat darüber eher gelacht und verneint das es je ein Zwangsverhalten oder gar eine Zwangsstörung o. Sucht werden kann.
    Manchmal verzweifele ich wirklich daran. Das ist manchmal einfach so anstrengend gegen diesen Zwang anzukämpfen, weil die Vernunft schließlich weiß, das es nicht gut ist in de Fall.
    Vielleeicht hat ja jemand hier manchmal ähnliche Gedanken und Probleme mit dem Thema SVV und die Sucht danach.
    Ich wollte das einfach mal loswerden.

    Gruß
    die PixelDiebin :smiling_face:

    - - - Aktualisiert - - -

    Oops, ich merke gerade das ich den Beitrag wohl ins falsche thema gesetzt habe. Ich denke das gehört eher unter selbstverletzendes Verhalten statt hier her. Vielleicht kann's jemand verschieben, der das eben kann :winking_face: Sorry, war ein Versehen.

  • Hallo PixelDiebin,

    erstmal ein ganz liebes Willkommen. Es ist gut, das Du versuchst, dagegen anzukämpfen und Dich hier anzumelden sowieso.

    Als ich sehr großen Druck hatte mich zu verletzten, bekam ich hier im Forum den folgenden Link: https://www.suchtundselbsthilfe.de/forum/selbstve…-sv-skills.html. Schau doch mal, ob Du Dich mit einem dieser Skills ablenken kannst.

    Da es bei mir nur in großen Stresssituationen ein Thema ist, kann ich Dir nicht wirklich mehr helfen. Bin mir aber sehr sicher, das andere sich mit dieser Problematik besser auskennen und Dir antworten.

    LG die Löwin

  • Hallo PixelDiebin,

    wie du siehst, ist dein Thema nun im richtigen Bereich, also alles gut! :smiling_face:

    Was du beschreibst, kenn ich sehr sehr gut. Und ich bin auch der Meinung, dass SVV zu einer Sucht werden kann. Es entsteht zwar keine körperliche Abhängigkeit wie z.B. bei Alkohol oder Heroin, aber sehr wohl eine psychische!
    Ich selbst bin nun schon seit über einem Jahr "clean", aber der Druck, der Gedanke daran kommt immer mal wieder auf, man wird diese Sucht also auch nicht so schnell los.

    Wie stehst du denn zum SVV? Ich meine, siehst du es als (momentan noch) akzeptable Lösung und nimmst es hin oder ist es dein fester Wille, es sein zu lassen und bessere Möglichkeiten zu finden, mit diesem Druck umgehen zu können?

  • Danke für eure schnellen, lieben Antworten :smiling_face:

    @gelberose Ich stehe de SV mit gemischten Gefühlen gegenüber. Auf der einen Seite weiß ich natürlich das es mir in DEM Moment gut tut, immerhin hat es das ja schon viele Jahre getan, auf der anderen Seite belastet es mich sehr, nicht nur wegen den bleibenden Narben und den manchmal zwingenden Behandlungen im KH oder beimArzt.
    Ich will wie du sagst schon gerne "clean" werden, aber es fällt mir nach wie vor schwer mir glaubhaft vorstellen zu können, das es irgendetwas anderes gibt, was mir das gleiche Gibt (von Effekt her) wie die SV. Icch hab schon, und bemüh mich auch weiterhin, viele Skills und und ausprobiert, alleine ist das sehr schwer, aber ich hoffe das ich auch nach länger Suche noch die passende Therapeutin oder Therapeut finde, jemand der Ahnung davon hat und auch Ideen und Anregungen für Ersatzhandlungen geben kann.
    Ich fühle mich zur Zeit wirklich Süchtig, einfach weil es mir so im Alltag eigentlich gut geht, das eigentlich meine ich, weil ich eben trotz dem "gut" diesen "Suchtdruck" habe. Das was mir daran schwer fällt ist, das es mir selber manchmal Angst macht, das ich mich verletzen will obwohl es nicht wie sonst (oder eher wie früher) einen Auslöser und aufgestauten Druck gibt. Der Impuls kommt einfach so, für mich aus dem nichts.
    Ich halte es einfach nur noch schwer aus, die gewissheit zu haben, das ich nicht mehr bewusst selbst darüber entscheiden kann, ob und wann ich mich verletze - sondern das es wirklich zwanghaft zu sein scheint.


    Liebe Grüße :smiling_face:

    Pixeldiebin

  • Ja, es ist einfach eine Gewöhnung, die eingetreten ist. Aber diese Gewöhnung kann man auch wieder abtrainieren.

    Ich kann dich gut verstehen, ich habe bis heute nichts gefunden, dass mir das gleiche gibt, wie es mir das Scheniden gegeben hat. ABER ich WILL es trotzdem nicht mehr, vor allem, weil ich gesehen habe, dass es meinen Mann belastet, dass es ihm weh tut, wenn ich es mache. Aber auch weil es immer blöd ist, wenn ich zur KG gehe oder schwimmen gehen will oder lauter solche Dinge. Immer wieder Plaaster und Verbände, immer wieder Erklärungen abgeben, das hab ich so Leid!!!! Und deswegen WILL ich es nicht mehr und gehe deswegen dagegen an. D.h. auch manchmal den Druck "einfach" aushalten zu müssen, mich mit Skills abzulenken und wenn es ganz ganz schlimm ist, auch Medikamente dafür zu nehmen.

    Zitat

    alleine ist das sehr schwer, aber ich hoffe das ich auch nach länger Suche noch die passende Therapeutin oder Therapeut finde,


    Ja, das ist wirklich sehr sehr schwer. Schau dich doch mal auch in deiner Gegend um, ob es für SVV auch Selbsthilfegruppen gibt. Wir haben hier im Forum auch eine virtuelle SHG, die sich auch mit dem Thema SVV beschäftigt, mehr Infos darüber findest du hier: https://www.suchtundselbsthilfe.de/forum/selbstve…sionen-svv.html

    Vielleicht wäre es auch gut, wenn du dir mal einen guten Arzt, einen Psychiater suchen würdest, der kann dir bestimmt auch weiterhelfen. Aber langfristiges Ziel sollte auf alle Fälle eine (eventuell auch stationäre) Therapie sein, um deine Vergangenheit, die ja die Ursache für dein SVV ist, zu verarbeiten.

  • @gelberose

    Ich habe gerade vom "Weissen Ring" eine Therapeutin empfolen und vermittelt bekommen nachdem meine vorherige
    (nur eine der vorherigen :winking_face: ) etwas, oder auch etwas mehr mit meiner Problematik überfordert schien - und es nicht zugeben wollte - und damit mehr anrichtete als sie dachte glaube ich.
    Hatte eh schon vorher mit dem Weissen Ring zu tun und da lag das nahe mich nochmal an meine Ansprechpartnerin dort zu wenden. Die übernehmen zum Glück auch die Kosten für 8-10stunden... da die Therapeutin leider keine Kassenzulassung hat :-/ aaber es gibt trotzdem Hoffnung das ich, sofern es mir den zusagt, trotzdem dort wirklich "anfangen" kann. Mal sehen. Kommt Zeit, kommt Rat :smiling_face:
    Selbsthilfegruppen gibt es in meinem Umfeld leider gar nicht, zumindest eben keine passenden, vielleicht ändert sich das ja irgendwann mal.

    Was stationäre Therapie angeht, ich glaube du hast durchaus recht das man das eventuell in Betracht ziehen könnte, zugegebener maßen habe ich auch schon daran gedacht (wobei ich in der Jugend schon mal stationär war... aber eher unfreiwillig) Mein Lebensgefährte ist da derzeit nicht sehr begeistert von, aber er meint es auch nur gut. Er kennt sich eben auch aus was die pros und kontras angeht, da er in ner Psychiatrie arbeitet .. welch ironie :ce: :k:
    Ich denke gerade in diesem Momant ist "kommt Zeit, kommt Rat" gar nicht so falsch.

    liebe Grüße
    die Pixeldiebin

  • Hallo PixelDiebin,

    das hört sich doch gar nicht so schlecht an! :smiling_face: Ich drück dir die Daumen, dass es mit der Therapeutin klappt und du dich bei ihr auch wohl fühlst und die Chemie zwischen euch beiden stimmt! :smiling_face:

    Würde mich freuen, wenn du weiter berichtest!

  • Hey Lesende!

    @GelbeRose
    Ich berichte natürlich gern weiter =) ich glaube das hilft mir netter weise auch ein bisschen, das austauschen.
    Der Termin ist leider "erst" am 17.7 soo lange ist das nicht mehr, aber irgendwie bin ich nervös wenn ich dran denke :gi:

    Zum Glück gehts mir gestern+heute schon deutlich besser nach einem kleinen Absturz vorgestern, aber ich glaub das gehört vielleicht eher in ein Postfach hinein als hier. Na mal sehen :gj:

    Liebe Grüße
    die Pixeldiebin

  • Nervosität gehört dazu! :winking_face:

    Ja, ein Postfach wär ne Möglichkeit oder ein Therapie-Tagebuch.

    Freut mich, dass es dir besser geht. Aber wenn dir das Schreiben hilft, dann berichte doch mal, was vorgestern war, vielleicht hilft dir das dann auch.

    Wünsch dir ein schönes WE! :smiling_face:

  • Hallo ihr Lieben,

    Die letzten zwei Tage gehts mir schöner weise echt gut. Auch wenn ich trotzdem viele Gedanken an SVV hab, heisst, ich hab schon durchaus Druck.
    Gerade wenn mein Freund Nachtschicht hat gehts immer steil bergab.
    Während dieser Nachtschicht-Tage war auch mein Absturz, aber ich habs mit viel Kraft und Ablenkung bis zum "geht nicht mehr" hinbbekommen.
    Ich denke trotzdem ich werde mal ein Therpie-Tagebuch o.ä. öffnen, das scheint mir ganz angebracht :smiling_face: mal schaun.
    Im Moment bin ich einfach erleichtert, das die Tage des Nachts-allein-seins rum sind. Ich hab kein Problem mit allein sein, im gegenteil, aber Nachts ist es immer fies. Ich wache auf und finde mich ne stunden später mit frischen Schnitten irgendwo in der Bude wieder.
    Das macht mir schon Angst, vorallem wenn man sich nicht recht bewusst daran erinnert, umso stolzer bin ich nun :smiling_face:

    Bis denn
    Lg die Pixeldiebin

  • Ich versteh dich total gut, abends/nachts allein sein ist für mich auch der blanke Horror! Besonders, wenn mein Mann mehrere Wochen weg ist, z.B. in Reha oder so, ist es ganz ganz schlimm für mich.

    Kannst du dir vielleicht etwas vorstellen, was dir helfen könnte? Also, z.B. dass dein Freund eine Aufnahme von seiner Stimme macht (z.B. ein Märchen liest oder so ähnlich, wie ein Hörbuch im Prinzip) und du dir diese Aufnahme anhören kannst, wenn er Nachtschicht hat?

    Ich hoffe, dass dieses "es-geht-besser" noch gaaaaaaaaaaaaaaaanz lange anhält! :smiling_face:

  • Hallo zusammen,

    Erstmal schnell @gelberose:
    das mit dem stimme aufnehmen oderso, eigentlich ne gute Idee, da bin ich noch nie drauf gekommen. Netter weise kann ich mit meinem Freund die ganze Nacht Chatten (wenn ich nicht schlafen müsste) wenn er Nachtdienst hat, da erhört wirklich nur anwesend sein muss sozusagen. Das nutze ich eigentlich immer, denn solange wir tippen, fühl ich mich "sicher" das Problem ist eher das, dass ich mir vorm schlafen gehn dann immer Mühe geb, Kämpfe, skills rauskram etc etc. Und dann wach ich um 3 nachts, oder sonst wann auf und komme erst wieder "richtig zu mir" wenn schon alles voll mit blut ist. Deswegen hab ich dann auch schon vorher so Angst vor der Nacht. Naja und unheimlich ist's schon auch wenn man sich nur so halb erinnert :smiling_face:

    Ansonsten überleg ich gerade nicht wirklich ein Therapie Tagebuch (oder postfach?) zu starten, aber weil ich mir noch nicht sicher bin, dachte ich schreib mal und vielleicht hat jemand ne Idee ob ja oder nein :winking_face:

    Ansonsten, bis denn und liebe Grüße
    die Pixeldiebin

  • Oh ja, dieses sich-nur-halb-erinnern und alles-im-Halbschlaf-machen kenn ich auch nur zu gut, das ist echt ätzend!
    Hast du denn die Dinge "griffbereit" liegen? Oder könntest du versuchen, dich selbst auszutricksen, indem du vorm Schlafengehen alles irgendwo versteckst, wo du so etwas im Nromalfall nie hintun würdest? Vielleicht erinnert sich dein Unterbewusstsein dann mitten in der Nacht nicht daran, wo es ist und du kommst richtig zu dir, bevor du etwas zum verletzen gefunden hast?! Keine Ahnung, ob das funktioniert, war nur so ein Gedanke...

    Zitat

    aber weil ich mir noch nicht sicher bin, dachte ich schreib mal und vielleicht hat jemand ne Idee ob ja oder nein :winking_face:


    Hm, kann ich dir nicht sagen, denn für den einen ist das eine gut, für den anderen das andere, für nen dritten beides und für nen vierten keins von beidem! :winking_face: Deswegen würd ICH sagen: Probier es einfach aus und wenn du merkst, das ist nix für dich, dann schreibst da einfach nicht weiter, fertig! :grinning_squinting_face:

  • HalliHallo zusammen,

    @gelberose
    nein ich hab eigentlich nichts direkt griffbereit liegen, ich stehe in solchen Situationen dann scheinbar (bekomm es ja nicht immer so wirklich mit) auch auf und beschaffe mir dann irgendwas. Bin dann ja eh sehr nervös und hektisch aufgekratzt. Vielleicht kann ich das mal versuchen mit dem "verstecken" von dingen, könnte ja evtl klappen :smiling_face:


    Ja sonst?
    Sonst hab ich nun doch so "probeweise" ein kleines Therapie-Tagebuch aufgemacht. Mal sehen was sich da so draus ergibt. :smiling_face:

    Liebe Grüße
    die Pixeldiebin

  • Hallo PixelDiebin,

    wollte eigentlich schon länger etwas zu deinem Ursprungsbeitrag schreiben: SVV als Sucht.
    Ich bin auch der Meinung, dass SVV durchaus - so wie vieles andere - auch suchtähnliche Symptomatiken zeigen kann.
    Hier ist es wohl wie bei allem anderen auch, es kann sich dazu entwickeln, muss es aber nicht.
    Mir wurde diese Theorie, in Bezug auf mich, auch des öfteren nahe gebracht. Und ich für meinen Teil kann sagen, dass es das auch war.
    Einfach aus dem Grund, dass es mit der Zeit eben nicht nur bei Stressabbau dazu kam.
    Alles war für mich ein Grund zu schneiden. Ob Trauer, Wut, oder Freude. Jedes Gefühle wurde ab einem bestimmten Grad unerträglich. Aber selbst, wenn Gefühle sich verdeckt hielten, dann brauchte ich es für die Routine, oder aus dem Gedanken heraus: "Ich hab ja schon lang nicht mehr, ich glaub das könnte mir gut tun". So wie andere für den Wohlfühleffekt ein Bad genommen haben, habe ich geschnitten.
    Es war dieser Effekt, das es immer parat war. Und der Glaube, das es hilft. Aber da es irgendwann nicht mehr den Effekt gerbacht hat, hat es sich intensiviert.
    Ich habe mich dabei ertappt, dass meine Gedanken sich an frühere Erlebnisse erinnert haben, als es mir über eine Situation hinweg half. Jedoch habe ich übersehen, dass es mit in diesem Moment ganz und gar nicht hilft.
    Aber das konnte und wollte ich nicht sehen.
    Somit habe ich auch Probleme, mit den typischen Skills gehabt. Denn oft ging es nicht um einen inneren Druck, sondern um das "wollen".
    Aber ich kann heute sagen, dass es zwar - für mich - eine etwas andere herangehensweise war um SVV zu reduzieren, ich es aber auf meine eigene Art geschafft habe.
    Damit will ich dir sagen, dass egal wie sich das SVV äußert, als Stressbewältigung oder als Sucht, beides hat seine Schwierigkeiten, aber beidem kannst du mit der Zeit wiederstehen.
    Alleine? Finde ich schwierig, deswegen hoffe ich sehr, dass du im Bereich Therapie dahinter bleibst, und jemanden für dich findest, bei dem du dich wohl fühlst. Denn das ist das wichtige. Nimm dir auch die Freiheit raus, nach den Probestunden zu sagen, dass die Wellenlänge nicht stimmt.
    Denn eine Therapie kann helfen, aber - wenn die Chemie nicht stimmt - auch Schaden anrichten. Aber da hilft dir dein Bauchgefühl :smiling_face:

    Bleib dran und entdecke deine persönlichen Hilfestellungen, dem SVV den Kampf anzusagen.
    Das die Vernunft dir sagt, es bringt nichts ist der Anfang. Nun musst du dir es noch bewusst machen.
    Was passiert, wenn du dem Drang nicht nachgehst?
    Was hilft dir, um dich Abzulenken?
    Helfen dir Skills?

    Der Mensch ist so verschieden, bei keinem hilft das Gleiche.
    Wichtig ist nur, dass du dich nicht unterkriegen lässt.
    Wenn es trotz Anstrengung dagegenzuhalten, dazu kommt. Steh auf, beginne nicht von vorn, aber weiter an dem Punkt wo du warst.
    Ein Kind kann auch nicht beim ersten Mal laufen ohne hinzufallen.

    Nur Mut!
    Zyna

  • Hallo zusammen!

    Da ich ja dieses Thema eröffnet habe - und grade einfach schreiben "muss" - mach ichs einfach mal hier, tut mir Leid, wenns hier vielleicht nicht recht hingehört.
    Mir gehts ziemlich schlimm und vielleicht hilft von-der-seele-schreiben ja etwas.
    Spätestens jetzt hat sich meine hier selbst gestellte Frage "Suchtdruck bei SVV?" auf jedenfall beantwortet. Nicht das ich das nicht schon voher wusste aber.. naja.
    Ich habe schlimmen Druck... und sitze dazu noch in einer Blöden Ziwckmühle.
    Mein Freund hat Nachtschicht und da mache ich mir sowieso schon immer zusätzlichen Druck (der eindeutig NICHT nötig wäre)
    Zusätzlichen Druck deshalb, weil ich mir denke, gerade wenn er nicht da ist und nicht mal einfach nur da sein kann darf ich mich nicht verletzen. Wenn ichs mache oder machen würde, habe ich ein viel Größeres schlechtes Gewissen.

    Aber ich weiss auch nicht was ich machen soll. :frowning_face:
    Seit ca 4 Tagen quäle ich mich damit herum, das der Druck immer mehr wird. Ich schlage mir Gedanken um die "Ohren" die immer nur erzählen warum ich es nicht machen sollte und das ich es "zur not" auch morgen noch machen könnte.. so rettet man sich wackelig zum nächsten Tag.
    Es ist verdammt schwer dagegen an zu gehen und sich zu sagen "machs nicht weil ect. pp." wenn das eigene Unterbewusstsein es eigentlich schon beschlossen hat das es passieren soll. :dg:

    Skills gibt es auch bei mir, die wirken für Momente (was ja schonmal gut ist *find*) aber auch das ist schwer anzuwenden wenn, wie gesagt, die eine Hälfte im eigenen Kopf schon fest davon ausgeht das man sich schneiden wird.
    Ich könnte Medis nehmen. Also Bedarfsweise, nicht etwas was man täglich nimmt. Dann geht der Druck zwar nicht direkt weg, aber die Gedanken lösen sich etwas aus dieser Spirale und ich könnte leichter schlafen.
    Ich weiss nicht wirklich wie man das nun beschreiben könnte, aber auch das ist für mich im moment wie ein Tritt in den eigenen HIntern
    Denn: nehme ich etwas, werde ich ruhiger, werde vermutlich nicht schneiden o.ä. aber genau das will ein Teil von mir ja
    Und nehme ich nichts, erhöht das die chance das ich doch... na ihr wisst schon.
    Fühle mich jedenfalls wie ein Junkie (nicht böse gemeint :ce::gj:) und quäl mich gerade wiirklich rum.

    Naja wie auch immer, ich glaube gerade tats wenigstens ganz gut, mal loszutippen.... möge etwas positives daraus werden.


    Liebe Grüße
    die Pixeldiebin

  • Hallo PixelDiebin,

    ich finde es super, dass du alles raus geschrieben hast und dass dir das auch ein wenig geholfen hat! :smiling_face:

    Ich hoffe sehr, dass die Seite, die "clean" bleiben will, die Oberhand behält. Weil, selbst wenn du dem Druck nun nachgibst, was hast du dann gewonnen? Ok, der Druck ist erst einmal weg, aber dann? Er kommt wieder und an den Ursachen an sich hast du nichts geändert. D.h. wenn du dich selbst verletzt, hast du nichts gewonnen. Aber das weißt du ja vermutlich alles selbst. :winking_face:

    Ich denke, es ist einfach wirklich an der Zeit, dass du dich um die Ursachenbeseitigung kümmerst. Nur so kannst du auch die SVV-Sucht in den Griff bekommen, auf lange Sicht gesehen.

  • Dann mal hallo ihr lieben.
    Ich dachte ich melde mich hier mal wieder..
    tja was soll ich sagen, haben mir ja (mal auf die Ursprungs frage zurück) einige zugestimmt das SVV zur Sucht werden kann, von daher werde ich das meiner neuen Therapeutin bei Zeiten auch mal sagen, allein schon weil ich das eh immer im Kopf hab.
    Mir gehts nicht so sehr gut, bin sehr angespannt.. Am Donnerstag steht wieder therapiestunde an. Leider muss ich diesmal allein hin... Die letzen drei Male hat mich mein Freund gefahren, erstens weil ich kein plan hatte wo das ist nd zweitens weil ich hinterher ziemlich durch den Wind bin und nicht auch noch Autofahren wollte... Stadtverkehr auch noch :smiling_face:
    Palm Donnerstag muss ich dann leider allein los... Verschieben ging nicht. Ich hab mich für Zugfahren entschieden (sind wol nur 5 min bis zur Praxis vom Bhf.) Zugfahren ist an sich irgendwie auch nicht besser für nen Menschen mit sozialer Phobie, aber was muss, das muss. Dafür war der Tag heute ganz schön und recht ruhig. Immerhin.

    Dienstagsgrüsse,
    Diebin ...

  • Hallo Diebin,

    ich finde es gut, dass du mit deiner Therapeutin darüber reden willst! :fr: Therapie kann nur erfolgreich sein, wenn man sich ganz öffnet und keine Geheimnisse vor dem Therapeuten hat, das weiß ich aus eigener Erfahrung. :winking_face:

    Zugfahren ist in dieser Situation bestimmt das beste, trotz Sozialphobie. Ich geh in Gedanken mit dir mit und schicke dir ganz viel Kraft für's Zugfahren. *drück*

  • Hallo Ihr,

    dachte ich melde mich auch mal wieder und passender Weise habe ich gerade etwas Zeit.
    Schon eine Weile her das ich etwas getippte habe.

    Die letzten Tage gings mir ganz furchtbar... vorgestern wars kaum auszuhalten, nur am heulen etc. Das lag auch an den Flashbacks die gehäuft auftraten und mir unschöne Details von unschönen Dingen ins Gedächtnis riefen... keine Ahnung, aber die kriegt man dann nicht so einfach wieder ausm Kopf, vielleicht kanns der ein oder andere nachvollziehen.
    Vorher die Tage war s aber auch schon besch....eiden, ich hab ich überhaupt nicht!!! wohlgefühlt in meiner Haut. Regelrecht ekelig, und somit war einfach in den Arm genommen werden, das höchste der Gefühle. Und in solchen Phasen ess ich auch wenig bis nichts, weil ich mich so "falsch" in mir fühle...
    Gestern wars von jetzt auf gleich deutlich besser, was mich nach wie vor freut, aber es hat mich so überrumpelt (glaub ich) das ich mich dann promt selbst verletzt hab, weil? Ja gute Frage.
    Zumindest wars danach (seltener weise) etwas besser und auf keinen Fall schlechter. Leider war s diesmal wieder sehr arg und tief - und die Tatsache das ichs auf der einen Seite genau SO haben wollte und auf der anderen seite denke "so ein scheiss wieder" ist ziemlich zermürbend.

    Ich denk dann immer "kann mein Gehirn nichtmal einer meinung mit sich selber sein"

    Tja mehr weiss ich gerade nicht, ich verschwinde erstmal raus an die Luft.

    Bis dann
    LG an die lesenden :smiling_face:

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