• Hallo an alle
    ich habe ja schon sehr lange nichts mehr von mir hören lassen.. habe zwar oft vorbeigeschaut und beiträge gelesen, aber mir fällt es unglaublich schwer, über dieses thema zu reden... aber jetzt hab ich mich doch nochmal dazu gekriegt zu schreiben

    ich weiß einfach im moment nicht was ich tun soll...
    aber erstmal wollte ich fragen, was ihr denkt ab wann man sagt, dass jemand SVVler ist, oder es "tut" (weiß nicht wie ich das ausdrücken soll - ich hoffe ih rversteht was ich meine) weil ich bin mir bei mir selbst so unsicher.
    einerseits ritze ich seit ca. 10 monaten, mehr oder wenig regelmäßig, kommt immer drauf an, aber andererseits sage ich mir immer, das kann doch alles gar nicht sein, weil ich ja eigentlich damit aufhören könnte, und ich bin doch sicher nicht "süchtig", nur mit dem aufhören funktioniert es im endeffekt nicht wirklich ....

    die andere sache ist... ich bin seit 2 monaten mit meinem freund zusammen und er weiß von alle dem nichts, genau wie meine ganze familie. nur genau das setzt mich irgendwie immer mehr unter druck. vor einer woche war ich mit meiner familie im urlaub und es ist immer mit ausreden, warum ich keine kurzen sachen trage und so weiter verbunden, womit der urlaub für mich nicht richtig zum urlaub wird, weil ich immer Angst habe, dass sie was entdecken oder misstrauisch werden könnten. und bei meinem freund auch so - einerseits will ich, dass er es weiß, denn eigentlich sollte man sowas ja in einer beziehung voneinander wissen... und es wäre sehr blöd, wenn er es irgendwann selbst herausbekommt und dann merkt, dass ich ihm die ganze zeit was verschwiegen habe. aber ich kann mit ihm da irgendwie nicht drüber reden... ich kann allgemein ja auch nicht gut darüber reden, nur bei ihm fällt mir das besonders schwer, weil ich ihn nicht verletzen oder belasten will. dazu kommt, dass meine beste freundin (die seine ex-freundin und jetzt auch beste freundin ist) selbst auch ritzt, das weiß er aber auch nicht. er weiß nur, dass sie es mal gemacht hat, weil er die narben entdeckt hat. in der zeit als sie mit ihm zusammen war, hat sie aber nicht geritzt, sondern erst später danach wieder angefangen und es war für ihn damals schon schwer zu verkraften als er das erfahren hat...

    ich weiß einfach nicht, was ich noch tun soll... was würdet ihr in der situation machen, oder wart ihr vielleicht selbst schonmal in so ner situation...??

    tut mir leid, dass es so furchtbar lang geworden ist...
    würde micht trotzdem über antworten sehr freuen

    LG Mimi

  • he mimi,

    ich bin neu hier.

    also, ich weiß nicht, ob SVV unbedingt eine Sucht ist..... :21:

    ich verletze mich auch gelegentlich, aber nicht weil ich süchtig bin, sondern weil ich damit druck ablasse. DAS ist meine art, meine gefühle aus zu drücken. und es zeigt mir (wenn ich dann schmerzen habe) hey jess du fühlst dich, du lebst noch......

    ich würde es meinem freund erzählen, denn von anfang an die beziehung auf einer lüge auf zu bauen ist nicht unbedingt gut, findest du nicht auch?
    ich stell mir grad folgende situation vor: du und dein freund im bett... und du beim sex mit langen klamotten??? geht doch nicht :D!!!
    irgendwann kommt es raus, dann lieber jetzt. und wenn er dich liebt, wird er dich auch damit lieben!

    lg jess

  • Es ist eine Sucht, auch wenn sie keine körperlichen Entzugfserscheinungen hat, aber psychisch wird man davon schon süchtig, kann ich ganz definitiv sagen!

    Öffne dich Mimi, rede mit den Menschen in deiner Umgebung und such dir professionelle Hilfe! Dein Ritzen hat eine Ursache und die muss bekämpft werden!

    Liebe Grüße
    rose

  • Hi, danke für eure antworten

    @ jess: bei mir ist es ähnlich. nur ich ritze mich nicht um mich selbst irgendwie zu fühlen, sondern eher weil mir alles zu viel ist in dem moment, ich von meinen gefühlen überwältigt bin und damit irgendwie nicht umgehen kann, oder weil ich unglaublich sauer oder wütend auf mich selbst bin... und dann ist das eine erleichterung und auch ein druck ablassen gegen diesen inneren schmerz.
    ja da hast du recht, dass es nicht gut ist die beziehung auf einer lüge aufzubauen...
    nur es ist leichter gesagt als getan es meinem freund zu erzählen..
    Hmm hast wahrscheinlich recht, dass es irgendwann eh rauskommt...

    nur im moment habe ich Angst vor dem moment, wenn dann alles rauskommt - ich weiß nicht wie er reagieren wird oder meine familie, falls sie es auch mal erfahren sollten ...


    @gelberose: hmm das heißt man kriegt es selbst vielleicht gar nicht so mit, mit der sucht? oder will es sich selbst auch nicht eingestehen?

    meine beste freundin hat mir letztens genau das gleiche gesagt, dass ich mich öffnen soll, aber ich weiß nicht, vielleicht liegt es an mir ... nur es fällt mir unheimlich schwer leuten zu vertrauen oder offener über das ritzen oder allgemein meine gefühle und probleme zu reden.
    ich habe schon öfters mal an eine therapie gedacht nur den gedanken meist ziemlich schnell wieder verworfen, weil meine eltern das sofort mitbekommen würde, weil ich über sie versichert bin.

    ich war gezwungener maßen vor zwei monaten einmal bei einer therapeutin, weil meine mutter gesagt hat, dass sie Angst hat mich zu verlieren, weil unser verhältnis eben immer schlechter wird und sie will, dass ich innerhalb der nächsten woche zu einer therapeutin gehe.. was ich dann auch getan habe. nur irgendwie war mir die frau nicht sympatisch und ich konnte auch kaum wirklich mit ihr reden, weil sich bei mir alles blockiert hat.. und danach war ich dann nie wieder da.

    ich habe Angst davor, weiterhin dahin zu gehen, weil ich weiß, dass ich dann darüber sprechen muss, da es sonst ja keinen sinn macht, wenn ich ihr immer alles verschweige... naja

    was habt ihr denn so für erfahrungen mit therapien gemacht?
    LG Mimi

  • Wie wäre es mit einem Therapeutenwechsel?

    Ich hab bisher eine Therapie gemacht, aber auch nciht lange. Hab sie dann abgebrochen. Aber ich habe nun wieder angefangen. Und zu dieser Frau hab ich nun auch mehr Vertrauen, werd da auch viele bisher nicht bearbeitete Themen angehen. Die Thera damals hat mir schon geholfen, aber eben nicht genug.

    Ich kann deine Angst verstehen, sich zu öffnen, sich zu zeigen, welche Probleme man hat, denn damit macht man sich angreifbar und es besteht die gefahr auf Unverständnis zu stoßen. Aber wenn deine Mutter selbst schon erkennt, dass du Hilfe brauchst, denke ich, dass sie dich dabei auch unterstützen würde!

    Du siehst selbst, so wie es jetzt ist, kann und soll es nicht weitergehen. Es ist schwer, doch es geht!

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft!
    *drück dich*
    Liebe Grüße
    rose

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