anonym's Geschreibsel

  • Kuckuck!

    Ich schreibe sehr gerne Gedichte - wenn man meine Texte schon als Gedichte bezeichnen kann - und möchte sie euch hier gerne vorstellen :smiling_face:

    Mal wieder möchte ich euch nicht vorenthalten, dass sie triggern könnten.

    Viel Vergnügen beim Lesen, ich hoffe ihr gebt mir etwas Kritik !

    Greetz
    anonym

  • Ich sehne mich nach Wärme
    Ich sehne mich nach Helligkeit
    Ich sehne mich nach Geborgenheit
    Ich sehne mich nach Liebe
    Doch ich finde den Weg nicht
    Ich komme nicht raus
    Es ist Kalt
    Es ist Dunkel
    Ich bin allein
    Fühle mich unwohl
    Doch was kann ich tun?
    Ein tiefes Loch
    Ich falle
    Tiefer
    Immer tiefer
    Sehe nichts
    Höre nichts
    Immer Tiefer
    Die Kälte frisst mich auf
    Und nichts kann sie mir nehmen
    weil ich allein bin
    Helft mir
    Helft mir
    Es ist so schrecklich kalt
    Doch es wird hell
    hell und warm
    Ich fühle mich geborgen

    - der Sommer ist da!

    (c) by anonym, 11.05.2005

  • Als ich ihn sah?
    An diesem wunderschönen Tag,
    Als ich in der Sonne lag?

    Dort kam ein Pferdegespann,
    So fing alles an.
    Ich drehte mich um,
    Hörte Bienengebrumm.
    Und plötzlich stieg er aus,
    Kam aus der heißen Kutsche heraus.
    Ein schlaksiger Mann.
    Ich wollte wissen, was er kann.
    „Hey du da“,
    Rief ich im nu.
    Ich achtete nicht auf meine Wortwahl,
    Das war mir momentan scheiß egal.
    Erst jetzt bemerkt’ ich, dass ich nur ’n Bikini anhatt’
    Gleich darauf bekam der Mann ’ne Latt’.
    „Oh schreck“,
    Sprach der Mann.
    „Wie bekomm ich die weg?“
    „Hör zu“ fing ich an
    Und rückte an ihn heran.
    „Ich will wissen, was du so kannst“
    (Zum Glück hatte er keinen Wanst)
    „Wenn du mich testest,
    Dann will ich geben mein Bestes“
    Sagte er.
    Seine Latte stand wie ein Gewehr.
    Ich schlängelte mich um ihn,
    So konnt’ er nicht fliehn.
    „Du reitest gern? Sag wenn dem so ist!“
    „Bisweil’ hab ich die Reiterin vermisst.“
    Ein kurzer Stoß.
    Meine Gefühle: Grandios!
    Er war so schön
    Bei dem Gestöhn.
    Mir wurde heiß
    Seine Zähne: Blinkend weiß.
    Wir ritten in die Nacht hinein
    Sein heißes Glied, so hart wie Stein.
    Dann stieg er langsam (aber sicher) ab
    Sein bestes Stück sank herab.
    Schweren Schrittes ging er
    Mit entladenem Gewehr.
    Ich pustete ihm nen Kuss hinterher
    Es fiel mir sehr sehr schwer.

    (c) by anonym, 07.06.2005

  • Sie schleicht sich an
    Fast wie ein Löwe

    Erst langsam und in aller Ruh
    Dann plötzlich ist sie da – im nu

    Man kann sich nicht verstecken
    Sie guckt in alle Ecken

    Dann nistet sie sich ein
    Ganz tief in unser Herzelein

    Wir suchen nach der Wurzel
    Doch finden wir sie nicht

    Erst andre machen uns klar
    Was damals so geschah

    Redet,
    Findet den Grund
    Macht auf euren Mund

    Wir sind deprimiert
    Schockiert
    Uninteressiert

    Sie macht uns stumpf
    Taub und blind

    Gefühllos
    Wie ein hilfloses Kind

    Es ist die Trauer
    Sie macht uns sauer

    Die Schmerzen werden bald zur Qual

    Redet mit Freunden, Bekannten, Verwandten
    Ihr habt keine andre Wahl

    Teilt euer Leid
    Nur das ist gescheit.

    (c) by anonym, 11.06.2005

  • Grauen und Schrecken
    Wann immer er will
    Kann er erwecken
    Und alle sind still

    Bei vielen Erwachsenen hat er einen schlechten Ruf
    Obwohl er großartige Werke erschuf

    Wenn man Bücher von King liest
    Oder ab und an Tränen vergießt
    Sind die Eltern angespannt,
    Verwandte abgewandt

    Keiner will verstehen
    niemand möchte sehen

    Tod, Schmerz und Trauer sind tabu
    Solche Themen bringen Menschen aus der Ruh

    Bin ich traurig
    Nur weil ich Horror lese?
    Bin ich schaurig
    Oder verwese?

    Ich blicke dem Tod ins Auge
    Und laufe nicht vor ihm weg
    Wenn ich Kings Bücher aussauge
    Bis ins kleinste Eck

    Versteht doch
    Ich lebe noch!

    Das wahre Leben ist nicht nur fröhlich
    Manchmal ist es unabänderlich
    Es zerbricht
    kommt aus dem Gleichgewicht

    Ich könnte explodieren
    Wenn Leute das Leben sympathisieren

    Wieso verdrängen so viele die Realität?
    Und merken es erst zu spät?

    (c) by anonym, 15.06.2005

  • Mit Leichtigkeit
    Den Schmerz befreit
    Das Messer Zieht
    Über jedes Glied
    Macht weg den Störenfried
    Die Haut wird morbid
    Der Schmerz ist fort
    An jenem Ort

    - für kurze Zeit

    Das Messer schleift
    Den Schmerz ergreift
    Über einen Arm
    Das Blut ist warm
    Es quillt hervor
    Glüht wie heißes Feuerrohr
    Man fühlt kein Leid

    - für kurze Zeit

    Es lässt glauben
    möchte jedoch rauben
    Man fühlt sich gut
    Hat mehr Mut

    - für kurze Zeit

    Schon bald wird klar
    Man ist in Gefahr
    Das Messer verführt
    Ohne das man es spürt
    Es macht süchtig
    Ist sehr tüchtig

    - nicht für kurze Zeit

    Nun ist das Messer immer bereit!

    (c) by anonym, 17.06.2005

  • Ich empfinde Neid
    Hass und Wut
    Hätt ich doch auch so viel Kraft
    Und so viel Ausdauer
    Sie gleitet dahin
    Ohne Vorwarnung
    Einfach so
    In gleichen Abständen
    Taktgefühl?
    Hat sie übermäßig
    Man kann sie nicht verwüsten
    Schon gar nicht aus der Ruhe bringen
    Doch empfindet man sie als ruhig?
    Oder doch eher als zu schnell?
    Sie lässt einem nicht die Zeit
    Die man braucht
    Rennt einfach weiter
    Ist nicht zu stoppen
    Das macht mich wütend
    Aber hat nicht jeder einen Job
    Den er erfüllen muss?
    Sie ist eine der wenigen Dinge
    Die ich nicht steuern kann
    So sehr ich es manchmal auch wünsche
    Nichts ändert sich
    Ich kann sie nicht verändern
    Macht mich das so wütend?
    Ich weiß es nicht
    Nur eins weiß ich:
    Egal was geschieht
    Sie wird niemals zu stoppen sein
    Rennt alles um
    Was ihr in den Weg kommt
    Ohne Rücksicht
    Oder Skrupel
    Einfach durch
    Durch die Mitte
    Mitten durchs Leben
    Vom Anfang
    Bis zum bitteren Ende
    - Doch nicht bis zu ihrem Ende
    Nur bis zum Ende von mir
    Denn sie ist nicht zu stoppen
    Wenn ich nicht mehr bin
    Wird sie weiterhin sein
    Ohne jemals das Ende zu erreichen

    *tick-tack-tick-tack*

    (c) by anonym, 29.06.2005

  • Die Gedanken
    Sie strömen.
    Ich muss mich dran gewöhnen!
    Der Urlaub ist da,
    Direkt vor mir.
    Er strahlt voller Gier,
    Doch ich,
    Ich möcht' bleiben hier!
    Muss ich mit?
    Jeder Schritt -
    Oh, es ist so schaurig
    Es macht mich traurig!
    Sonst warn wir zu viert.
    Auf einmal
    Sind wir nur noch zu dritt.
    Ich weiß, wie ich litt
    als mein Bruder noch mitkam.
    Doch nun -
    Oh nein
    Bin ich allein!
    Mein Brüderlein
    Scheint weg zu sein.
    Er ist nicht tot,
    Keinesfalls,
    Er fährt nur nicht mehr mit Eltern und mir
    Zu einem kleinen Urlaubsquartier.
    Früher wollt' ich ihn nicht
    Doch jetzt -
    Das spür ich,
    vermiss ich den Streit,
    Die Zeit,
    Welche wir verbrachten,
    Zusammen über Kleinigkeiten lachten.
    Schade, dass ich nun bin allein,
    Nur mit meinen Eltern
    - nein!

    (c) by anonym, 13.07.2005

  • Ich bin, wer ICH bin, wer ICH sein will und WIE ich sein möchte.

    Du bist, wer DU bist, wer DU sein willst und WIE du sein möchtest.

    Wir sind, wer WIR sind, wer WIR sein wollen und WIE wir sein möchten.

    Und NICHT:

    Ich bin, wie GOTT es will, wie IHR es wollt, wie DU es sagst oder wie SIE es möchten.

    Du bist, wie WIR es sagen, wie GOTT es verlangt, wie ICH es möchte oder SIE es wollen.

    Wir sind, wie DU es willst, wie GOTT es sagt, wie SIE es verlangen.

    (c) by anonym, 24.08.2005

  • Es ist die Angst
    Um die du bangst

    Du möchtest sprechen
    Kannst die Mauer nicht brechen

    In dir ein Feuer - es brennt
    Äußerlich nur du, wie du rennst

    Keiner bemerkt es

    Du spürst die Angst allein
    Verloren und voller Pein

    Kannst dich nicht befreien
    Noch nichteinmal schreien

    Verzweifelt lächelst du sie an
    Ziehst sie in den falschen Bann

    Du jammerst,
    Weinst
    Fällst auf die Knie

    Doch sie sehen nur die Lügen
    Du kannst nicht anders - musst sie betrügen

    (c) by anonym, 27.08.2005

  • Als Kleinkind lernt man mühsam laufen
    Zu früh testet man sich im Saufen.

    Egal ob gestern, heute oder morgen
    Mit der Zeit bekommt man Sorgen.

    Genauso wie man sie bekam
    Die Sorgen werden niemals lahm.

    Man durchläuft sehr viele Zeiten
    Entdeckt ungeahnte Weiten

    Und das alles in einem Leben
    Es scheint unendlich viel zu geben

    Die Gefühle spielen verrückt
    Erst ist man traurig, dann entzückt.

    Ich weiß, wie meine Vergangenheit war
    Was heute ist
    und früher geschah

    Doch niemals werde ich heute wissen
    Wen ich morgen werde missen.

    Die Zukunft ist ein Rätsel.
    So vielseitig wie eine Brezel.

    Es kommt anders als man denkt
    Wird in die falsche Richtung gelenkt.

    Egal was kommt,
    Egal wie prompt

    Man sollte drüber lachen
    Und sich nicht dauernd Sorgen machen.


    …leichter gesagt, als getan…

    (c) by anonym, 04.09.2005

  • Das Herz rast
    Der Blutdruck steigt
    Die Gedanken schreien: ich muss hier raus
    Doch der Verstand
    Lässt dich nicht gehen
    Du bist gefangen
    Möchtest fliehen
    Doch es gibt kein entrinnen
    Du denkst:
    Bin ich noch ganz bei sinnen?
    Warum?
    Diese Qualen?

    Es wird immer enger
    Bald ist es soweit
    Fliehen
    Du möchtest fliehen
    Jetzt
    Und auf der Stelle
    Immer näher
    Schritt für Schritt
    Schweißperlen auf deiner Stirn
    Im Inneren schreist du: Ich will hier raus
    Doch die Füße stehen
    Wackelig
    Unentschieden
    Sie stehen jedoch
    Auf der Stelle
    Glotzende Blicke
    Sie gaffen
    Saugen die letzte Kraft aus dir
    ICH MUSS HIER RAUS
    Dein Verstand
    Weil sie gaffen

    Ein Signal in deinem Kopf
    GEFAHR
    Deine Knie werden weich
    Die Hände zittern
    Nun ist es soweit
    Du bist an der Reihe:
    Nichts
    Nichts
    Was?
    Wolltest du sagen?
    Nichts
    Dein Gehirn scheint leer
    Deine Stimme
    Entwichen
    Die Kehle: Zugeschnürt
    Ich will hier weg!
    Dein Gedanke

    Weißt du
    Wie es sich anfühlt? – In Panik zu geraten?


    Und das alles nur...
    …wegen einer KINOKARTE?
    …oder…

    …anderen belanglosen Dingen?
    …harmlosen Dingen!

    …eine unerklärliche ANGST…wird zur PANIK…und zur Selbstverständlichkeit.

    Weißt du
    Wie es sich anfühlt?

    Ich weiß es...
    ...spüre es nur zu oft.


    Ohne Grund.
    Einfach so.

    (c) by anonym, 12.09.2005

  • Tag für Tag
    Liegt er im Bett
    Zählt die Stunden
    Faulenzt
    Und ist doch im Stress

    Tag für Tag
    Bleibt er zu Haus
    Ohne sich etwas zu verpflichten
    Er ist frei
    - so denkt er

    Monate vergehen
    Er schläft
    Träumt von (s)einem schönen Leben
    Und wacht auf

    Das Licht
    Es beißt
    Ist grell, fast erblindend
    Minuten vergehen bis er sieht.

    Er sieht den Raum
    Ein kahles etwas
    Verwüstet wie nach einem Kampf
    Tot

    Maden fressen sich dick und rund
    Wälzen sich durch Essensreste
    Schaben unter Fugen
    Spinnen an der Decke.

    Langsam richtet er sich auf
    Motten nisten in den Haaren
    Den fehlenden Kräften unterlegen
    Fällt er auf die Knie.

    Seit Tagen nichts gegessen
    Die Kleidung von Mäusen zerfressen.
    Versucht er sich zu schleifen
    Doch Muskeln sind schon längst entwichen

    Jede Minute von Bedeutung.
    Doch es ist zu spät.
    Umzingelt von Maden
    Selbst diese kräftiger als er.

    Schleimig kriechen sie näher
    Erfreut über IHN
    Vielleicht ihr nächstes Festmahl?
    Gibt es noch Hoffnung?

    Er sehnt sich nur nach einem:
    Freiheit
    Doch nun ist er gefangen
    Liegt da, als wäre es einer der Tage

    Welche er Tag für Tag gelebt.
    Als er noch Frei war.
    Er hat verschlafen
    Und muss dafür Bezahlen.

    Mit seinem Leben.
    Denn sie sind gierig
    Nutzen jede kleinste Chance
    Zur Selbsterhaltung.

    (c) by anonym, 21.09.2005

  • Ich sehe einen Engel
    Weiß – wie der Nebel

    Ich sehe die Sonne
    Gelb – wie schleimiger Eiter

    Ich sehe deine Lippen
    Rot – wie frisches Blut

    Ich sehe den Himmel
    Blau – wie erstickte Haut

    Ich sehe deine Augen
    Grün – wie modriges Moos

    Ich sehe die Erde
    Braun – wie verwelkte Blätter

    Ich sehe einen Engel
    Schwarz – wie die Nacht


    Ich sehe dich
    Farblos – wie mein Ich

    (c) by anonym, 26.09.2005

  • I’m allowed to think my thoughts
    Quiet and without effect
    And I can write them, too


    But I would like to speak them
    I want to shout them with my words
    Shout them through my mouth and lips
    So that blood is running, people are shocked

    I need a voice to cut the worlds throad
    So that my thoughts don’t stuck in my head
    Don’t stuck, quietly and carefully, in my throat
    Let me shout them, please, all right? okay?
    Let me shock you with my words I didn’t ever speak out loud!

    Am I the worlds slave?
    Or only a slave of myself?
    I don’t know.
    Do you know the answer?

    I’m not allowed to speak my thoughts,
    So I can’t tell you....

    (c) by anonym, 11.10.2005

  • Ich möchte es riechen
    Das volle Rot gleiten sehen
    Ein Verlangen macht sich in mir breit
    Einfach eine Klinge schleifen zu lassen
    Ich halte sie fest
    Streichel meine Haut
    Ein kraftvolles Mal
    Purpurnes Etwas strömt
    Bahnt sich einen Weg
    Ich spüre dieses pulsieren
    Tausend Gedanken in meinem Kopf
    Zuerst war ich so Machtvoll
    Auf einmal bin ich hilflos
    Glücklich und schockiert zugleich
    War dies der richtige Weg?
    IST dies der richtige Weg?
    Endlich kann ich es riechen
    Das volle Rot gleiten sehen
    Freude – und Angst
    Läuft es doch nun viel schneller als erwartet
    Und desto trotz bin ich eingeschlossen
    In ein Zeitlupentempo
    Kaum noch Hoffnung
    Krankenwagen unterwegs
    Doch es schmerzt:
    Habe mein Vorhaben nicht vollendet
    War zu schwach

    Einfach zu schwach

    (c) by anonym, 22.10.2005

  • Ich bin du
    Du bist ich
    Wer ist wer?
    Kein Unterschied
    Bewegungen weichen niemals voneinander ab
    Unsere Stimmen: Monoton
    Ein Fehler passiert doppelt
    Zur gleichen Zeit
    Derselben Art
    Behoben durch EINE Lösung
    Ich weine
    Du weinst
    Der Grund?
    Irrelevant
    Was zählt: Genauste Überschneidung
    Ohne kleinste Abweichung

    Wollen wir das?
    Eine perfekte Hülle
    Makellos
    Doch ohne Inhalt
    So leer
    Ausgelaugt und verlogen
    Betrogen sowie erzogen

    Die Welt
    Bestehend aus tausend Zwillingen
    Einer wie der andere
    Nur die Verpackung zählt
    Das Volumen?
    Schlummert vor sich hin
    Vergessen
    Verdrängt
    Durch den Gleichheitszwang zum Tode verurteilt
    Hängt an einem Galgen
    Welchen wir gebaut

    Nein, das wollen wir nicht, oder?
    ICH will es nicht
    Möchte das Innere selbst behüten
    Und es nicht anderen überlassen
    Werde zum Tode verurteilt
    Hänge an einem Galgen
    Welchen ihr gebaut

    Seid ihr euch darüber im Klaren?
    Trotz des Schmerzes sage ich:
    Das Volumen
    Der Inhalt
    Das Innere
    ZÄHLT!

    Quält mich
    Damit ich spüre
    Wie wertvoll ES ist

    (c) by anonym, 25.10.2005

  • Sie schwebt dahin
    Gebändigt von Wasser
    Es hütet gut
    Greift nach ihr
    Und zieht
    Sodass sie nicht im Stande
    Nach Wunsch zu fliehn
    Doch kräftig genug
    Nicht unter zu gehen

    (c) by anonym, 27.10.2005

  • Optimismus:

    Sie lacht dich an
    Gibt dir Wärme
    Und lässt dein Herz freudig schlagen
    Ohne von deiner Seite zu weichen
    Begleitet sie dich Freundschaftlich
    Schenkt dir Geborgenheit

    Pessimismus:

    Sie blendet dich grell
    Distanziert sich
    Und droht mit feuriger Hitze
    Plötzlich wird es dunkel und kühl
    Sie versteckt sich lautlos
    Lässt dich Erfrieren

    (c) by anonym, 10.11.2005

  • Dabei möchte ich nur mich
    Nur mich ganz allein
    Möchte mich zurückziehen
    Schweigen und niemanden sehen
    Doch es gelingt mir nicht
    Ich sehe, was ich niemals sehen wollte
    Schließe meine Augen
    Wobei die Bilder bleiben
    Sie möchte nicht verschwinden
    Verfolgen mich in die tiefsten Träume
    Und geben keine Ruhe
    Drängen mich in die kleinste
    Dunkelste Ecke meines ICHs
    Licht wird zu Schatten
    Schatten bleibt ewig Nacht
    Und kein Ausweg in Sicht
    Bildfetzen
    Von Tag zu Tag brutaler
    Wachsen langsam zu einem tödlichen Etwas heran
    Das Puzzel fügt sich zusammen
    Langsam nimmt es Gestalt an
    Der Geruch ist ätzend
    Der Geschmack so bitter
    Es strahlt Hitze aus
    Schrille Schreie ertönen
    Und ich sehe es
    Das Puzzel des Todes
    Ein Gemisch aus HASS, SCHMERZ, TRAUER und WUT
    Ist das die Strafe meines Blickes?
    Hätte ich nicht sehen sollen?
    Mich von Anfang an zurückziehen?
    Das ist also der Preis des sehens
    Des Blickes aus dem eigenen ICH heraus
    Das kann nicht sein!
    Ich will in mich hinein sehen
    Und nicht mehr heraus!
    Einfach nur alleine sein
    Ohne tödliche Bilder aufzusaugen
    Möchte die Fenster schließen
    Für immer
    Auf ewig
    Den Todeskuss spüren
    Ohne die Qualen anderer
    Zu schleppen und zu behüten

    Keinen Blick mehr aus mir heraus!
    Kein teilen mehr!
    Einfach ein egoistisches dasein leben
    Allein

    (c) by anonym, 19.11.2005

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