Hallo, ich bin schon längere Zeit tramadolsüchtig. ich nehme pro tag im Schnitt 100 - 200 mg also 2 bis 4 tabletten à 50 mg. Ich habe mich jetzt dazu entschieden komplett damit aufzuhören. Heute ist der dritte Tage dass ich nichts mehr genommen habe. Hat von euch jemand Erfahrungen mit dem Entzug. Welcher Tag ist der schlimmste. Heute am dritten Tag war es mittelmäßig. Ich habe ständig Schweißausbrüche. Ein ständiges auf und ab. Hat jemand von Euch Erfahrung mit dem Thema und kann mir sagen, wie die einzelnen Tage beim entzug verlaufen sind. Da ich ja jetzt eh schon voll im kalten Entzug bin will ich auch nichts wieder nehmen. Aber könnte ein paar aufmunternde Worte gut gebrauchen.
Tramadolsucht.
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Hallo Sonnenschein.
Jo Du, Opiatentzug ist nun mal mit paar Entzugserscheinungen behaftet, beschreibst ja schon ein Bisschen.
Die Schweißausbrüche und so.
Wenn Du wieder was nimmst, war ja auch alles umsonst. HmmIst Dir das Zeug verordnet worden?
Wenn ja, warum?Drei Tage ist nun mal noch nicht so lange, weißt Du - sowas braucht ein wenig Zeit bis der Körper zurückfährt.
Wie lange nimmst Du das denn schon.
Machst Du das in Begleitung mit einem Arzt? Denke nicht, gelle?
Nicht aufgeben.
Gib auf Dich acht.
Liebe Grüße,
Leben
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Hallo sonneschein,
mal so ganz kurz gesagt ist es eigentlich nicht möglich zu sagen wie lange das dauert und an welchem Tag was passiert. Es ist ja auch von Deinem körperlichen Allgemeinzustand abhängig, von der Ernährung und von 1000en anderen Kleinigkeiten und jeder Mensch reagiert da anders. Durch den Entzug musst Du durch wenn Du damit aufhören willst und da ist es eigentlich absolute Nebensache welcher Tag der schlimmste ist. Den musst Du nämlich beim Entzug mit durchstehen, den kannst Du nicht irgendwie übergehen oder auslassen.
Viele Grüße:
Siegfried
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Danke für eure Hilfe, also ich war 3 Monate dabei täglich zu konsumieren. Einen Arzt habe ich bisher nicht hinzugezogen. Ich merke das Wichtigste ist sich mental stark zu machen, die Schweißausbrüche sind eine Sache, das man sich matt fühlt ein weiteres Thema... Ich habe jetzt angefangen immer wenn ich früher was genommen hätte, heut zum Stift zu greifen und aufzuschreiben, was gerade in mir vorgeht. Und am ende schreibe ich aber auch immer wie froh und stoßlz ich darüber bin, wie lange ich es schon durchgehalten habe. Das motiviert mich weiterzumachen. Es ist ein tolles Gefühl. Ich glaube, wenn man sowas tolles schafft hat man auch die Kraft ganz andere Dinge anzugehen und alleine aus diesem Gefühl, dieser Kraft heraus kann man ganz schlimme Dinge durchstehen. CHAKA
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Zitat von sonneschein;243574
Ich merke das Wichtigste ist sich mental stark zu machen
Das ist richtig sonneschein und es ist auch richtig eine Art "Suchttagebuch" zu schreiben in dem Du notierst was in Dir vorgeht wenn Du sonst zu Deinen Pillen gegriffen hast. Entzugserscheinungen wie Schweißausbrüche, Lethargie usw. gehören einfach mit dazu.
Irritiert bin ich etwas darüber das Du meinst keine ärztliche Begleitung/Unterstützung zu benötigen. Das kann zwar durchaus so sein aber Du solltest das nicht einfach ad acta legen. Da ist ja nicht nur der körperliche Entzug zu meistern sondern da sind auch psychische Dinge die auf Dich zukommen können. Die werden Dich dann irgendwann nach Deinem körperlichen Entzug nerven können.
Unklar ist mir warum Du die Pillen geschluckt hast, sprich die Ursache Deines zumindest vorhandenen Medikamentenmißbrauchs. Und genau da liegt der Knackpunkt, denn wenn Du nur an den Auswirkungen arbeitest aber die Ursachen nicht mit verarbeitest dann besteht die Gefahrt das Du über kurz oder lang wieder da reinrutscht. Vielleicht lohnt es sich gerade hier auch mal über eine psychotherapeutische Begleitung nachzudenken weil vielleicht irgendwelche Verhaltensstörungen oder Persönlichkeitsstörungen vorliegen die Dir selbst im Moment gar nicht bewusst sind.
Das waren halt nur mal so ein paar Gedanken dazu. Dann hoffe ich für Dich das Du Dein erstes Wochenende wieder pillenfrei hinbekommst.
Schönes Wochenende und viele Grüße:
Siegfried
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Hi Du
Das ist prima.
Und Du wirst mit und mit sehen, wie die Entzugserscheinungen verschwinden. Es wird jeden Tag besser werden, ganz sicher.Hmmmmm, hast Du von den Opiaten noch was Zuhause?
Da würde ich Dir raten, alles zu vernichten. Am besten die Klospülung runterschleudern. Besser gestern als morgen. Damit Du nicht mehr in Versuchung kommst.
Und Deinem Doc - wenn Du´s verschrieben bekommen haben solltest, den informierst Du auch ganz ehrlich, dass Du nie mehr son Zeug haben willst.Wünsche Dir ein klares und gutes Wochenende.
Liebe Grüße,
Leben
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Hallo Sonneschein,
also mit drei Monaten 100-200mg da bist noch in relativ kleinen Dimensionen. Mein Mann hat über 11Jahre lang 850 Tropfen (die entsprechen etwa 5000mg!!!!) genommen!
Trotzdem ist es immer ratsam, bei so etwas einen Arzt hinzuzuziehen. Schweißausbrüche hatte er auch sehr lange.
Er hat mir auch gerade gesagt, dass du ihn bei Fragen gerne mal kontaktieren kannst (er ist auch hier im Forum angemeldet mit dem Nicknamen "master-tron").
Ich selbst nehme auch Tramadol wegen meiner Schmerzen. Inzwischen seit September letzten Jahres bis zu 300mg am Tag. Aber eben nicht täglich, sondern meinen Schmerzen entsprechend. Ich habe aber (zum Glück) (noch) keine Probleme, wenn ich sie mal einen oder mehrere Tag/e lang nicht nehme.
Weshalb hast du die Tramadol überhaupt bekommen? Und ist die Ursache dafür inzwischen behoben?
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Hallo Sonneschein,
es wurden ja schon einige Fragen gestellt, du hast also schon einiges zu tun, wenn und geantwortet
Je nachdem ob du lieber mit Papier und Stift arbeitest oder eben am PC war schreibst, können wir dir unseren Blog nahe legen.
Diese eignet sich auch ganz gut für ein Tagebuch, du kannst auch genau einstellen wird seit Zugang hat.
Näheres findest du hier ==> Neue Funktion - BlogsystemLeider herrscht nach wie vor die Meinung, auch bei vielen Ärzten, das Tramal nicht abhängig macht.
Aber eine 'Abhängigkeit macht man nicht allein oder wenn überhaupt an der eingenommenen Menge fest - soll heißen, 2-300 mg können genauso wie 1000 mg eine Suchterkrankung herbeiführen.
Da aber Tramal eine Halbwertzeit von etwa 22-36 h hat (je nachdem welches Präparat zu einen), solltest du normal schon in der aktiven Entzugsphase sein.
Das bedeutet aber nicht, dass die Entzugserscheinungen nicht doch noch etwas härter werden. Ich hoffe Du bist nicht allein, wenn doch, vertraue dich bitte jemanden an und bietet denjenigen bei dir zu bleiben.
Ein ärztlich begleiteter Entzug oder gar ein klinischer Entzug ist unstrittig das beste, sollte es sehr unangenehm werden, solltest du dich auch wirklich umgehenden ärztliche Umgebung begeben und auch dort ganz ehrlich sagen was dein Problem ist.Ansonsten warte ich nun auch einmal seine nächste Antwort ab, es ist ja nicht ganz unerheblich warum du Tramal einnimmst.
LG Franz
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So, also erstmal vielen vielen Dank für Eure Hilfe. Jetzt mal ein bisschen was zu euren Fragen. Zum Tramal kam ich durch eine größere Zahn-OP und dann ging es recht schnell dass ich die euphorisierende Wirkung als Grund nahm es weiterzunehmen. Teufelszeug!!! Diese Stimmen, die einem sagen, wenn Du es nimmst geht es Dir besser. Diese Stimmen, die Dir sagen wenn Du es nimmst bist du souveräner und empathischer. Diese Stimmen, die dir sagen wenn Du es nimmst bist Du glücklicher sind verlogen und falsch. Sie lügen. UNABHÄNGIGKEIT ist das was Lebensqualität ausmacht. Das man morgens aufstehen kann und weiß das man nicht von Chemie abhängig ist. Jetzt ist es ja fast eine Woche her und ich habe es so weit ganz gut verkraftet. Einen kleinen Zwischenfall hatte ich. Ich habe ja alle Tramadol weggeschmissen, die ich noch hatte. Na ja aber dann habe ich noch einen Bilster Gelonida gefunden. Schwups waren 2 geschluckt..... Danach habe ich mich so scheiße gefühlt dass ich schnell die anderen im Klo runtergespült habe. Daran habe ich gemerkt wie gefährdet ich noch bin. Vielleicht war es sogar ganz gut, dass es passiert ist. Klar das Craving und Verlangen ist da. Aber das Aufschreiben hilft mir sehr klar zu werden. Gutes von Bösem zu unterscheiden und einen Weg zu finden abstinent zu werden. Denn das ist für mich der einzige Weg. Und vor allem bin ich schon stolz jetzt fast ne Woche geschafft zu haben. Vor allem sind die Entzugserscheinung langsam besser geworden.Ab und zu noch leichte Schweißausbrüche und eben ziemliche Verdauungsprobleme. Klar mein Stoffwechsel stellt sich wieder auf normal um. Und darüber freue ich mich auch. Überhaupt ist es ein gutes Gefühl zu sehen, dass es auch ohne geht und ich mache mir fast stündlich bewusst wie schlecht es mir eigentlich mit der Unkontrollierten Einnahme ging. Verdauungsprobleme, Kopfschmerzen, Übelkeit, ... All das ist kein Leben. Es geht mir jetzt besser und wenn ich mal wieder am Verzweifeln bin und mich selbst bedauere und denke jetzt muss ich ne Tablette nehmen. Dann lese ich mir mein Suchttagebuch durch und werde mir bewusst, wie schlecht es mir beim Entzug ging. ... Ein Hoch auf die Unabhängigkeit!!! Ich weiß ich habe noch einen weiten hügeligen Weg vor mir. Aber es lohnt sich ihn zu gehen. Das Leben kann sehr schön und wenn der Teufel wieder an die Tür klopft, dann schnappe ich mir mein Suchttagebuch
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Ich find's Klasse wie Du das durchziehst!
Tramal und Tillidin kenn ich....bin ganz knapp dran vorbeigekommen, nach etwa 1,5 Wochen längster Einnahmedauer am Stück.
vlG und Erfolg!! Edward
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Da haben wir schon wieder was gemeinsam Ed. Ich habe Tramadol mal wegen Magenkrämpfen bekommen. Aber meiner Meinung nach hat sich entweder der Arzt, oder die Apothekerin vertan. Ich habe zwei Fläschchen bekommen und bereits nach der ersten Einnahme (die ich wie verordnet tätigte) gemerkt dass das ziemlich hartes Zeug ist. Obwohl ich damals (das ist nun über 7 Jahre her) dann keine Schmerzen mehr hatte, habe ich es einfach weiter genommen und mich an der euphorisierenden Wirkung "erfreut". Als es alle (nach ca. 2 Wochen) war hat mich das nicht sonderlich gejuckt.
Nun kam aber vor ca. einem halben Jahr als ich noch voll in meiner Kiff-Phase war ein Kumpel mit einem Fläschchen Tramadol an und meinte ob ich das kennen würde. Ich habe mich natürlich sofort zurückerinnert und das Fläschchen mitgenommen. Habe es innerhalb von 3 Tagen leer gemacht und wollte dann mehr. Zum Glück kam ich nicht an mehr dran, und seit dem hab ich das auch nicht mehr angerührt. Wenn ich mehr bekommen hätte wäre glaube ich alles zu spät gewesen und ich würde es heute noch nehmen.
@ Sonnenschein: Du schaffst das, du hast die richtige Einstellung und hast auch realisiert, dass es kein Spaziergang werden wird. Also Kopf hoch und durch!
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@ Sonnenschein: Ich schließe mich dem Spike an. Zieh das durch, mit der Einstellung schaffst Du es.
@ Spike: Ich hatte das letzte mal als ich ein Fläschchen besaß, es am 4. Tag leer und der Rest hat da schon nicht mehr ganz "gereicht"
. Zum Glück habe ich keinen Nachschub bekommen!! Ist eine verflucht tückische Wirkung, wenn man auf einmal so traurig und unruhig wird. Ich denke Tramadol hat auch eine Wirkung auf den Serotonin Haushalt. Ich empfand es irgendwie als die perfekte Medizin gegen meine Traurigkeit, innere Unruhe und Antriebslosigkeit. Trugschluss
hatte die Jahre zuvor ein ein paar mal Einzeldosen, aber unglaublich wie schnell man dazu neigt etwas höher zu dosieren, wenn das Fläschchen zu Hause steht und man so ist wie ich
Hatte das volle Fläschchen vom Abfall einer Wohnungsauflösung eines befreundeten alten Mannes (Schmerzpatient). Das Verfallsdatum war von abgelaufen. Hab damals sogar eine Zeit lang alte "Freunde" der Familie besucht um mal schnell am Medizinschrank ein paar Tropfen zu "plündern".
Großer Gott, solche Erlebnisse wie das mit den, versehentlich, zwei Fläschchen oder dem Freund der ein ganzes Fläschchen übrig hat hätten mir damals vor Freude tränen in die Augen getrieben. Großen Bogen um das Zeug! LG, Ed
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Das Hauptproblem ist einfach der Kontrollverlust. Das man auch nicht mehr nach Bedarf nimmt, sondern schon im Voraus. Das war zumindest bei mir so. Ich hatte ein Glück nur die Tabletten, die sind besser als die Tropfen zu dosieren. Wenn Du innerhalb von kurzer Zeit was nimmst. Wir Dir übel. Das war zumindest bei mir so. Na ja trotz alle dem hatte ich sehr viele Nebenwirkungen, das ist mir jetzt erst eigentlich so bewusst. Man nimmt so viele Dinge hin wenn man denkt das Zeug zu brauchen. Das ist jetzt alles schon nach einer Woche viel viel besser. Und ich glaube echt, dass das wichtigste ist die innere Einstellung zu dem Thema ist. Ein leichter Schmerz war für mich damals ja schon die Legitimation mir die volle Dröhnung zu geben. Das kann's nicht sein! Ehrlich! Ich denke ich muss auf jeden Fall mal in nächster Zeit gesundheitlich checken lassen, ob das Zeug Spuren hinterlassen hat. Ich hoffe es hat mir nicht irgendwelche Organe geschädigt. Klar ich weiß ihr sagt jetzt alle, vor allem solltest Du psychologisch auch Hilfe in Anspruch nehmen. Das weiß ich und werde dass auch noch machen. Aber alles step by step. Was mir momentan sehr hilft ist mich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ich lese viel generell über das Thema Sucht und analysiere in welchen Situationen ich die Tabletten genommen habe.
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Kontrollverlust - genau so war's bei mir auch. Ich hatte auch nur vor bei "Bedarf" zu nehmen (und nicht mehr als einmal die Woche;-) und war dann 24/7 drauf bis die Flasche leer war. Direkt meine zweite Erfahrung mit dem Stoff vor ein paar Jahren war dass ich in Watte und Glück gepackt (.Nase Juckt.) durch die Stadt lief und mich auf einmal richtig fett in den Gulli übergeben musste. Bin dann schnell zu einem Bekannten in den Hausflur geflohen und hab mich gleich nochmal in den Schirmständer entleert. Das "witzige" war dass ich mich dabei ziemlich gut gefühlt habe, so blöd es auch klingt. Dann ca. 11 Stunden dämlich grinsend gedöst. Pff....
Ja, Sonnenschein, das Austauschen und Auseinandersetzen hilft mir auch sehr
Lass dich doch mal durchchecken. Aber eines sag ich Dir, der Körper ist ein unglaubliches, wundervolles Gefährt das über Selbstheilungskräfte und Mechanismen verfügt die an Wunder grenzen.
Ich finde sogar das alles ist ein Wunder. Wenn ich mir ansehe wie gut ich mich erhole von all dem Dreck den ich mir angetan habe. Mr. Carr (Autor von "endlich Nichtraucher") sagte einmal so etwas wie: Wenn wir unser Auto so behandeln würden wie unseren Körper, wäre es in weniger als einem Jahr unbrauchbarer Schrott. viel Glück und Erfolg, LG.
übrigens: die Nebenwirkung, Übelkeit und der herruntergefahrene Kreislauf kommt, soweit ich weiß davon dass Tramadol für höhere Serotoninlevel sorgt. Also wegen dem Serotonin fühlt man sich so "kribbelig/verliebt und euphorisch".
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@ Edward: Und das ist das Gemeine an der Geschichte. Das Gefühl ist wirklich wie wenn man verliebt ist. Serotoninlevel bis zum Abwinken. Alles erscheint einem perfekt, egal wie verfahren alles ist. Man sieht die Dinge entspannt. DRUGSCHLUß ... Das böse Erwachen kommt spätestens wenn die Tabletten ausgehen und man mit Schweißausbrüchen sich von Stunde zu Stunde hangelt.... Ich habe echt in den letzten Tagen super viel gelernt. Tramadol legt sich über dich und du denkst alles ist schön und dann kommen die Nebenwirkungen und das schlechte Gewissen was Du deinem Körper damit antust. Das Wissen abhängig zu sein ist so schrecklich, aber es ist schnell verdrängt. Denn der Rausch verdeckt die Realität, die Sorgen und Ängste. Aber das Grau und der Alltag kommen wieder in doppelter Art und Weise, wenn die Wirkung nachläst. Man muss einfach einen Schlussstrich ziehen und sagen. Ich will selbst mein Leben bestimmen und Probleme sind gut weil ich daran wachsen kann. In der Zeit in der ich Tramadol genommen habe, bin ich nichts angegangen. Perfekte Comfortzone, alles super, alles schön und himmelblau...egal wie grau der Himmel ist, egal wie groß die Sorgen. Ich will das nicht mehr. Ich will mich mit mir und meinem Leben auseinandersetzen. Und deswegen ist es wichtig abstinent zu sein. Eigentlich hätte ich das mal besser wieder alles in mein Suchttagebuch geschrieben, als Euch mit meinem Mist vollzutexten. Aber ich freue mich irgendwie, wenn s jemand ließt und wer weiß, vielleicht ist ja jemand in einer ähnlichen Situation, wie ich und ich kann ihm damit Mut machen zu neuen Ufern aufzubrechen und die scheinbar schöne, heile und lieb gewonnene Gruselwelt hinter sich zu lassen.
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Doch das passt schon mit dem zutexten
Alles in Allem: gute Entscheidung! bei mir war's genau so! bin nichts mehr angegangen, hatte aber das Gefühl jetzt wird alles gut (aber es war's ja so schon also lieber die Freizeit genießen. In Wirklichkeit war die Kacke am Dampfen! )
ich kann deinem letzten Post nur zustimmen. Bringt die Tramadolerfahrung genau auf den Punkt. Maach weiter so, das wird gut.
Freut mich dass es bei Dir so gut klappt. Dazu braucht man wirklich die richtige Einstellung und ich denke die hast du. LG, Ed
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@ ED : Respekt wie Du immer antwortest. Das macht einem Mut hier was reinzuschreiben. Am Anfang dachte ich. Hoffentlich liept das überhaupt jemand...
Na ja. Heute sind es jetzt fast 8 Tage ohne Tramadol. Hey und ich kann sagen. Ich lebe noch. Und ich glaube sogar jeden Tag ein bisschen besser. So ab und an flackern böse Gedanken in meinem Kopf auf. Dann denke ich: wenn ich mal wieder an Tramadol kommen könnte, könnte ich ja mal wieder so 2, 3 nehmen. Dann passiert schon nichts. Das dumme ist. Ich weiß selbst nur zu gut, dass das nicht funktionieren wird. Es ist eine Illusion zu glauben, wenn man mal abhängig war wieder kontrulliert mit einem Medikament umgehen zu können. Zumindest mit einem Medikament das euphorisierend wirkt. Sofort schaltet sich dann das Suchtgedächntnis ein. Der Stoffwechsel schreit nach mehr. Alles stellt sich um... Einfach nie wieder. Diese Gedanken darf ich gar nicht an mich ranlassen. Bzw. muss mir bewusst machen, dass es Unsinn ist. Ich muss mir das Leid und den großen Aufwand wieder davon loszukommen vor Augen führen um nicht wieder schwach zu werden. Ich hatte in den letzten Tagen öfters mal wieder diese Momente. Dass ich dachte ach komm so schlimm ist es nicht. Aber das gute ist ich komme nicht ohne weiteres mehr an Tramadol. Und dadurch ist eine natürliche Schranke da, die verhindert dass man leicht schwach wird. Aber das größere Problem ist nicht die Beschaffung. Denn wenn man es wirklich will bekommt man das Zeug. Es ist wichtig das man selbst damit komplett abschließt und Wege und Methoden findet mit kleinen und größeren Problemen klar zu kommen. Puuh das war mal wieder ein Roman
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Hallo Sonnenschein
Schön - Tag 8 - das ist doch prima.
Klasse, dass Du Dich gut fühlst.Weißt Du, die Gedanken ... die werden immer wieder mal kommen.
Ich bin jetzt 1 1/2 Jahre weg vom Codein und über einem Jahr weg von Benzo - aber selber heute noch verfolgt es mich ab und an. Schön ist was anderes, grins - aber man schafft es - ganz sicher.Und wie Du fest entschlossen bist, wirst Du es ebenfalls schaffen.
Ganz viel Kraft und Mut weiterhin.
Alles Liebe,
Leben
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@ Leben: und was machst Du wenn die "bösen Gedanken" kommen. Es ist ganz schön schwer finde ich da das richtige gegenzusetzen. Was hast du als Tip.
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Hallo sonneschein,
du machst das wirklich toll, wenn man auch ein wenig schimpfen muss weil du das in Eigenregie schien angegangen bist
Meiner Meinung nach ist der reine Entzug ein sehr geringer Teil des ganzen, der wesentliche Punkt um dauerhaft Clean zu bleiben, ist die anschließende Entwöhnung.
Daher möchte ich dir sehr ans Herz legen, dass du dich umgehend um eine längerfristige therapeutische Begleitung bemüht ist.
Viele meinen wenn Sie einen Entzug allein geschafft haben, dass das Problem nun gelöst sei, letztlich aber hat sich ja nichts geändert.
Nichts geändert werde nicht ganz richtig, natürlich hat man den Suchtstoff weg gebracht und das allein ist schon eine Höchstleistung.
Doch muss jedem klar sein, hier muss es noch weitergehen, weil die ganze Jahre lang erlernte Struktur ja noch genauso vorhanden ist.Sei es nun das Suchtgedächtnis, sei es der Stoffwechsel der psychosomatischen wirken mag, diese Drucksituationen werden noch lange auftreten, vermutlich sich das ganze Leben lang nicht ganz verabschieden.
Deswegen muss man aber keine 'Angst haben, mit der Zeit werden diese Situationen weniger und lassen sich leichter überbrücken, dabei helfen kann aber zum Beispiel eine 'Verhaltenstherapie.Du schreibst es ja selbst, man muss völlig neu erlernen sich mit den kleinen und großen Problemen auseinander zusetzen.
Du schreibst genauso, dass man seine 'Sucht komplett abschließen muss, auch das ist vollkommen richtig!
Daher erfüllst du ja alle Voraussetzungen perfekt, ich hoffe für dich, dass du nun auch die weiteren Schritte nach unternimmt.Vielleicht kann dich auch eine Selbsthilfegruppe dabei gut unterstützen, schau dir mal die Informationen über unsere SHG an
LG Franz
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